Apples Produktjahr 2027 füllt sich weiter: Berichten zufolge testet der Konzern gleich vier neue iPad-Pro-Modelle für das Frühjahr und bereitet parallel ein neu gestaltetes Einsteiger-MacBook-Pro vor. Beide Geräte könnten früher kommen als bislang gedacht – und den Umstieg auf den M7-Chip beschleunigen.
Die Gerüchte über Apples nächste iPad- und Mac-Generation verdichten sich. Für das Frühjahr 2027 zeichnete sich bereits ein iPad Pro mit M6-Chip und neuer Vapor-Chamber-Kühlung ab – nun kommen weitere Details hinzu. Einem aktuellen Bericht zufolge testet Apple derzeit vier neue iPad-Pro-Modelle sowie ein überarbeitetes Einsteiger-MacBook-Pro, das schon in der ersten Jahreshälfte 2027 erscheinen könnte. Bestätigt ist nichts davon; die Angaben stammen aus dem Umfeld von Personen, die mit den Plänen vertraut sein sollen.
Vier iPad Pro im Test für das Frühjahr 2027
Bloomberg zufolge testet Apple vier neue iPad-Pro-Modelle, die für das Frühjahr 2027 vorgesehen seien. Die bekannten Displaygrößen von 11 und 13 Zoll sollen dabei erhalten bleiben. Ein sichtbares Redesign ist nicht zu erwarten – der Fokus liege klar auf inneren Verbesserungen, allen voran schnelleren Chips.
Zuletzt hatte Apple die iPad-Pro-Reihe im Oktober 2025 mit dem M5-Chip aktualisiert. Kurz darauf zog der Konzern die Einstiegspreise an: Das 11-Zoll-Modell stieg von 999 auf 1.199 US-Dollar, die 13-Zoll-Variante von 1.299 auf 1.499 US-Dollar.
Beim Chip bleibt die Wahl zwischen M6 und M7 offen
Welcher Prozessor in den neuen iPad Pro steckt, lässt der Bericht offen. Möglich seien sowohl der M6- als auch der M7-Chip. Sollte der M7 bis zum Frühjahr 2027 fertig sein, dürften die Tablets direkt mit der neueren Generation erscheinen; andernfalls käme der M6 zum Zuge. Beide Chips sollen im 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden, wobei der M7 zusätzliche Optimierungen für KI-Aufgaben mitbringt, die dem M6 fehlen.
Auf der Kühlungsseite soll ein Vapor-Chamber-System für stabilere Dauerleistung sorgen und ein Überhitzen reduzieren – ein Ansatz, den Apple laut früheren Berichten bereits für die Tablets erprobt hat.
Kein faltbares iPad Pro in dieser Runde
In der Vergangenheit kursierten Gerüchte über ein faltbares iPad Pro für 2027. Diese Berichte deuteten allerdings auf ein deutlich größeres Display mit rund 18,8 Zoll hin. Die vier nun getesteten Modelle wirken dagegen eher wie eine konventionelle Auffrischung der bestehenden Reihe – ein faltbares Gerät scheint in dieser Runde nicht dabei zu sein.
Sollten die neuen iPad Pro tatsächlich im Frühjahr 2027 erscheinen, könnten sie gemeinsam mit weiteren Frühjahrsgeräten starten. Im Gespräch sind das iPhone 18e, das iPhone 18 und ein iPhone Air 2, die ebenfalls für diesen Zeitraum erwartet werden.
Einsteiger-MacBook-Pro bekommt ein neues Design
Auf der Mac-Seite steht ein überarbeitetes Einsteiger-MacBook-Pro im Fokus. Das 14-Zoll-Modell mit dem internen Codenamen K104 soll frühestens in der ersten Hälfte des kommenden Jahres erscheinen und ein neues Design erhalten – abgestimmt auf das, was Apple für die höherwertigen MacBooks mit Touchscreen vorbereitet. Diese Premium-Modelle werden zwischen Ende dieses Jahres und Anfang nächsten Jahres erwartet.
Bemerkenswert ist das vor allem, weil frühere Berichte das neue OLED-Design zunächst den stärkeren Varianten mit M6 Pro und M6 Max vorbehalten sahen. Nun deutet sich an, dass auch das Basismodell den Sprung mitmacht. Davor soll allerdings noch ein anderes Einsteiger-MacBook-Pro erscheinen: Ein bereits vor Monaten fertiggestelltes 14-Zoll-Modell mit dem Codenamen J804 sei für dieses Jahr geplant – noch im aktuellen Design, aber mit dem neuen Basis-M6-Chip. Das umfassende Redesign, das an die kommende MacBook-Pro-Generation mit OLED-Display angelehnt ist, folgt demnach erst mit dem K104-Modell.
Der M7-Chip rückt näher
Auffällig ist das Tempo beim Chipwechsel. Apple peile an, den M7-Prozessor bereits in der ersten Hälfte 2027 einzuführen und damit den Übergang von der kommenden M6-Generation zu beschleunigen. Der schnellere Rhythmus soll vor allem dazu dienen, anspruchsvollere KI-Lasten besser zu bedienen.
Dazu passt, dass die M6-Generation vergleichsweise kurz angelegt zu sein scheint – Pro- und Max-Varianten sind für den M6 offenbar nicht vorgesehen. Ein neu gestaltetes Einsteiger-MacBook-Pro, das direkt auf den M7 setzt, würde diesen beschleunigten Fahrplan unterstreichen und die Grenze zwischen Basis- und Premium-Modell näher zusammenrücken lassen.
Ein Fahrplan unter dem Vorbehalt der Chipkrise
So konkret die Berichte klingen, sicher ist der Zeitplan nicht. Die anhaltende Knappheit bei Speicher und Chips könnte Apples Roadmap noch durcheinanderbringen und einzelne Termine verschieben. Bleibt der Konzern dagegen im Plan, würden die neuen iPad Pro und das überarbeitete Einsteiger-MacBook-Pro ein ohnehin prall gefülltes Jahr weiter aufladen: 2027 gilt schon jetzt als eines der umfangreichsten Produktjahre in Apples Geschichte. (Bild: Shutterstock / Somphop Krittayaworagul)
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