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Apple hat für Dienstag eingeladen, und rund um den Termin füllt sich das Bild vom vernetzten Zuhause: Türklingel, Schloss und Thermostat von LG, neue Einstufungen im Code von iOS 27.2 und eine Marke, die auf eine Smart-Home-Zentrale passt. Dazu rückt ein MacBook Pro mit Touchscreen näher, der Mac gewinnt in einem schrumpfenden PC-Markt Anteile, und beim iPhone 18 Pro soll Apple weniger Bauteile bestellen.
Die Woche vom 5. bis 11. Oktober stand im Zeichen von zwei Terminen. Am 13. Oktober zeigt Apple neue Geräte fürs Zuhause, um den 27. Oktober sollen neue Macs und ein iPad mit OLED-Display folgen. Fast alles, was in diesen sieben Tagen dazukam, zahlt auf einen der beiden Termine ein. Daneben erklärte Tim Cook seine Übergabe an John Ternus, eine bekannte Spyware tauchte in neuer Fassung auf, und Apple One wurde in der Schweiz teurer.
🔥 Story der Woche: Apples Zuhause bekommt Konturen
Am Donnerstag lud Apple für den 13. Oktober nach New York ein. Das Event „Welcome home“ beginnt um 15 Uhr MESZ im Stadtteil Tribeca, der kurze Teaser zeigt ein gesticktes Apple-Logo. Erwartet werden eine Smart-Home-Zentrale mit Display, ein neuer HomePod mini und ein neues Apple TV 4K.
Aufschlussreicher war, was Apple nicht selbst baut. Laut Bloomberg fertigt LG eine Türklingel, ein Schloss, ein Thermostat samt Sensor und drei Kameras für Apples Smart-Home-Plattform. Die Geräte tragen die Marke LG, LG baut und betreut sie, in den Zulassungsanträgen bei FCC und UL taucht Apple nicht auf. Erscheinen sollen sie erst in einigen Monaten, nicht am Dienstag. Der Bericht stammt von Mark Gurman, dessen Angaben zu Apples Produktplänen sich regelmäßig bestätigen; ein Dokument, das Apple mit den Geräten verbindet, gibt es bislang nicht.
Am Mittwoch zeigten FCC-Unterlagen erste Bilder von Schloss, Thermostat und Sensor: Das Thermostat bringt Thread und ein 60-GHz-Radar mit, das Schloss NFC und Ultrabreitband. Kurz darauf folgten Bilder der Kameras und der Türklingel von einem kleinen Konto auf X – ohne Dokument, aber mit denselben Gerätenamen wie in den Anträgen.
Dazu kam Apples eigener Code. In iOS 27.2 führt Apple Geräte von Schneider Electric mit demselben Status wie LG, ein Thermostat und einen Temperatur- und Feuchtigkeitssensor. Derselbe Entwickler, pdfu, fand außerdem eine Nähe-Steuerung für Home-Zubehör und eine Einrichtung ohne Strom: Per NFC soll sich Zubehör koppeln lassen, bevor es montiert und angeschlossen ist.
Am Freitag kam eine Marke namens „HomeView“ dazu, die auf eine Smart-Home-Zentrale zugeschnitten ist. Angemeldet hat sie eine Home Services LLC aus Delaware, die Warenliste nennt Smart-Home-Hubs, Touchscreens, Kameras und Sprachsteuerung. Dass Apple dahintersteht, ist nicht belegt, die Warenliste passt aber auffällig genau. Zusammen zeigt die Woche, wie Apple Home zur Plattform für fremde Hardware wird.
| Fund | Herkunft | Belegart |
|---|---|---|
| Sieben LG-Geräte für Apple Home | Bloomberg, FCC- und UL-Anträge | Anträge, Apple nicht genannt |
| Bilder von Schloss, Thermostat, Sensor | FCC-Unterlagen | Zulassungsdokumente |
| Bilder von Kameras und Türklingel | Beitrag auf X | ohne Dokument |
| Schneider mit LG-Status | Code von iOS 27.2 | Code-Fund |
| Nähe-Steuerung, Einrichtung ohne Strom | Code von iOS 27.2 | Code-Fund |
| Marke „HomeView“ | Markenregister | Anmelder nicht Apple |
Was davon im deutschsprachigen Raum ankommt
Zugelassen sind die LG-Geräte bislang nur in den USA, und die Maße des Schlosses entsprechen den beiden gängigsten US-Dornmaßen. Die erste Fassung ist damit auf amerikanische Türen zugeschnitten, nicht auf die hierzulande üblichen Profilzylinder. Ich erwarte die LG-Reihe deshalb im deutschsprachigen Raum frühestens mit einer eigenen europäischen Fassung.
Wer nicht warten will, hat Alternativen, die schon heute in Apple Home laufen. Matter-Schlösser etwa von Nuki lassen sich hierzulande einbinden, und Schneider bietet sein Wiser-Raumthermostat in Deutschland per Matter an. In der Schweiz gibt es ein Matter-Thermostat von Feller, einer Schneider-Tochter.
📰 Was sonst wichtig war
Cook erklärt, warum er vor dem iPhone Duo ging. Im Interview mit dem Independent sagte Tim Cook, der Übergang habe schon vor Jahren begonnen. Ternus übernahm acht Tage vor der Vorstellung des iPhone Duo, damit er mit Rückenwind startet – so begründet Cook den Zeitpunkt seiner Übergabe. Einmischen will er sich nicht, sein Schwerpunkt liegt auf der Regierungspolitik weltweit. Einen Tag später berichtete Bloomberg über den nächsten Umbau: Steve Smith leitet künftig die Firmenübernahmen unter Finanzchef Kevan Parekh, Adrian Perica wechselt ins Servicegeschäft zu Eddy Cue.
DarkSword kommt in neuer Fassung. Das Sicherheitsunternehmen iVerify hat eine neue Variante der Spyware DarkSword für ungepatchte iPhones untersucht. Die Lücken, auf die sie setzt, hat Apple bereits geschlossen – gefährdet sind Geräte, auf denen die Updates fehlen.
Siri AI auf dem iPhone braucht in der EU noch Monate. Laut Gurman dauert der Start von Siri AI auf EU-iPhones noch Monate: im besten Fall rund fünf Monate nach dem Start von iOS 27 Mitte September, womöglich länger. Die EU-Kommission lehnt Ausnahmen ab. In der Schweiz sowie auf Mac und Vision Pro steht Siri AI bereits zur Verfügung.
Safari beobachtet Googles Werbung für Chrome. Seit Beta 2 von iOS 27.2 erkennt Safari Werbebanner für Chrome und die Google-App auf Googles Seiten und erfasst, ob sie angezeigt, angenommen oder abgelehnt werden. Beta 3 brachte außerdem eine überarbeitete Leseansicht in Apple Books und Code für Filter bei den Vorschlägen in Nachrichten.
Apple One wird in der Schweiz teurer, in Deutschland nicht. Familie und Premium kosten in der Schweiz jetzt 33.90 und 42.90 Franken, Bestandskunden zahlen ab der nächsten Verlängerung. In Deutschland und Österreich bleibt es bei 19,95, 25,95 und 34,95 Euro für Einzelperson, Familie und Premium.
Masimo bekommt 184 Millionen Dollar Zinsen. Ein US-Bundesrichter sprach Masimo Zinsen auf den Schadenersatz aus dem Patentstreit zu. Zusammen mit den 634 Millionen Dollar aus dem Urteil sind es rund 818 Millionen. Für Nutzer ändert sich nichts, das Patent ist seit Juni 2022 abgelaufen.
💡 Gerücht der Woche: Das MacBook Pro mit Touchscreen kommt Ende Oktober
Laut Bloomberg soll Apple am oder um den 27. Oktober neue Macs und ein iPad vorstellen, per Videopräsentation und mit Vorführterminen für die Presse. Im Mittelpunkt steht ein MacBook Pro mit 14 und 16 Zoll, OLED-Display, Touchscreen und Dynamic Island, angetrieben von M5 Pro und M5 Max. Dazu kommen ein Einstiegs-MacBook-Pro mit 14 Zoll und ein iMac mit M6 sowie ein iPad mini mit OLED-Display.
Die Angaben stammen erneut von Gurman, der den Oktober für neue Macs seit August nennt. Das ist Konsistenz, aber keine unabhängige Bestätigung. Lange lief das Gerät in den Gerüchten unter dem Namen MacBook Ultra.
Zwei Funde stützen das Bild von anderer Seite. Im Code von macOS 27.2 steckt eine Erkennung von Touch-Gesten für Fotos, Notizen, Safari und die Übersicht. Und Counterpoint hat seine Prognose für OLED-Notebooks deutlich angehoben: plus 50 Prozent in diesem Jahr statt der im April erwarteten 33 Prozent, 2027 dann plus 24 Prozent. Notebooks mit Mini-LED sollen in diesem und im nächsten Jahr um 38 und 60 Prozent zurückgehen.
📊 Zahl der Woche: 9,5 Prozent
So groß war Apples Anteil am weltweiten PC-Markt im dritten Quartal laut IDC, nach 8,5 Prozent ein Jahr zuvor. Der Grund ist kein Wachstum, sondern ein langsamerer Rückgang: Die Mac-Auslieferungen sanken um 11,3 Prozent, der Gesamtmarkt um 20,1 Prozent. Apple liegt damit auf Platz vier.
| Auslieferungen | Q3 2026 | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| PC-Markt gesamt | 62,7 Mio. | −20,1 % |
| Mac | 5,9 Mio. | −11,3 % |
| Apples Anteil | 9,5 % | Vorjahr 8,5 % |
Entspannung ist nicht in Sicht. TrendForce erwartet für 2027 höhere Notebook-Preise und weniger Auslieferungen, weil Prozessor, Arbeitsspeicher und SSD bei einem Notebook für 900 Dollar inzwischen 68 Prozent der Bauteilkosten ausmachen. Hierzulande hat Apple die Mac-Preise bereits am 25. Juni angehoben, das MacBook Air mit 13 Zoll etwa von 1.199 auf 1.399 Euro.
👎 Flop der Woche: Weniger Bauteile für das iPhone 18 Pro
Laut Nikkei Asia hat Apple die Bauteilbestellungen für das iPhone 18 Pro im Oktober um mindestens 15 Prozent unter die ursprüngliche Planung gesenkt. Seit Anfang September plane Apple vorsichtiger, als Gründe nennt der Bericht die Preise und die getrennten Marktstarts von Pro-Modellen und iPhone Duo. Ein Zulieferer rechnet beim Duo mit Ähnlichem.
Der Bericht stützt sich auf Quellen aus der Lieferkette, zwei davon nennen die Untergrenze von 15 Prozent. Bestellmengen für Bauteile sind allerdings keine Verkaufszahlen. Hierzulande kostet das iPhone 18 Pro ab 1.449 Euro, das Pro Max ab 1.599 Euro – je 150 Euro mehr als die Vorgänger, während der Aufschlag in den USA bei 100 Dollar lag.
🔭 Was nächste Woche kommt
Am Dienstag, 13. Oktober, um 15 Uhr MESZ beginnt „Welcome home“. Ich rechne damit, dass Apple dort auch Surround mit vier HomePods zeigt, auf den der Beta-Code für Apple TV und HomePod hindeutet.
Am Mittwoch, 14. Oktober, um 18 Uhr deutscher Zeit verhandelt Richter Edward Davila in San José im Verfahren gegen OpenAI, in dem Apple zuletzt die Einwände gegen seine Gutachten zurückgewiesen hat. Am Freitag, 16. Oktober, startet um 14 Uhr MESZ die Vorbestellung des iPhone Duo, die sich ab Montag vorbereiten lässt. Am selben Tag startet bei Apple TV das Everest-Drama Tenzing.
💬 Meine Meinung
Der Bericht nennt zwei Gründe für die vorsichtigere Planung beim iPhone 18 Pro, die Preise und die getrennten Marktstarts. Ich halte die Preise für den gewichtigeren. Wer sich im September für ein Pro-Modell interessierte, sah in Deutschland 150 Euro Aufschlag, und fünf Wochen später steht das iPhone Duo als neues Spitzenmodell im Store. Das Pro ist damit weder das günstige Upgrade noch das Gerät, über das alle reden.
Ob die Kürzung Absatz kostet oder nur volle Lager verhindert, lässt sich noch nicht sagen. Die Quartalszahlen am 2. November decken von der Pro-Reihe nur die ersten Verkaufstage ab. Aussagekräftig wird erst das Weihnachtsquartal, das erste mit beiden Geräten im Handel.
📚 Aus unserem Archiv
Unabhängig von neuer Hardware hat iOS 27 der Home-App bereits KI-Zusammenfassungen für Kameraereignisse, eine Suche in natürlicher Sprache und 4K-Aufnahmen gebracht – alle Neuerungen der Home-App in iOS 27.
Wer nicht auf die Mac-Runde Ende Oktober warten will, kauft aus dem aktuellen Sortiment, und welcher Mac sich davon lohnt, hängt vor allem am Einsatzzweck.
Eine Woche voller Zulieferer, Anträge und Code endet damit zwei Tage vor dem Termin, an dem Apple selbst spricht. Würdest du ein Schloss von LG an deine Haustür lassen, wenn es sich wie Apple-Zubehör einrichten lässt – oder kommt für dich nur ein Gerät infrage, das Apple selbst baut? Schreib uns in die Kommentare, wem du deine Haustür anvertraust.
Bis nächsten Sonntag wünscht Apfelpatient eine entspannte Lektüre und einen guten Wochenstart.





