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Monatelang lief es als MacBook Ultra durch die Gerüchteküche, jetzt ist es offiziell – und heißt schlicht MacBook Pro. Tandem-OLED, Touchscreen und Dynamic Island machen es zum größten Umbau der Reihe seit 2021. Hier stehen alle Daten, Preise und Unterschiede zu den Mini-LED-Modellen an einem Ort.
Apple hat das MacBook Pro mit PROLED XDR Display am 28. Oktober 2026 per Pressemitteilung vorgestellt. Es gibt das Gerät in 14 und 16 Zoll, jeweils mit M5 Pro oder M5 Max. Die Zahlen in diesem Überblick stammen aus Apples deutschen technischen Daten und den Konfiguratoren der Apple Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die neuen Modelle ersetzen die bisherigen nicht. Die MacBook-Pro-Modelle mit Mini-LED-Display bleiben im Sortiment, und darunter hat Apple in derselben Woche das MacBook Pro mit M6 als neuen Einstieg eingeführt. Damit gibt es das MacBook Pro erstmals mit zwei Display-Techniken nebeneinander.
Das Wichtigste in Kürze
- Tandem-OLED mit 10.000.000:1 Kontrast, 2000 Nits Spitzenhelligkeit, P3 und Adobe RGB
- Erster Mac mit Touchscreen, die Notch weicht einer Dynamic Island
- M5 Pro und M5 Max, bis 128 GB Arbeitsspeicher und erstmals bis 16 TB SSD
- Das 14-Zoll-Modell wiegt 1,38 statt 1,60 Kilogramm, das 16-Zoll-Modell ab 1,82 Kilogramm
- In Deutschland und Österreich ab 3.299 Euro, in der Schweiz ab 2.799 Franken; im Handel ab 6. November
Modelle und Preise in Deutschland, Österreich und der Schweiz
Vorbestellen lässt sich das MacBook Pro mit PROLED XDR Display seit dem 28. Oktober, im Handel ist es ab Freitag, dem 6. November. Deutschland und Österreich haben identische Preise, die Schweiz liegt in Franken deutlich darunter. Die Einstiegspreise laut den Konfiguratoren:
| Modell | Deutschland | Österreich | Schweiz |
|---|---|---|---|
| 14 Zoll, M5 Pro | ab 3.299 € | ab 3.299 € | ab CHF 2799 |
| 14 Zoll, M5 Max | ab 5.199 € | ab 5.199 € | ab CHF 4399 |
| 16 Zoll, M5 Pro | ab 3.899 € | ab 3.899 € | ab CHF 3299 |
| 16 Zoll, M5 Max | ab 5.599 € | ab 5.599 € | ab CHF 4699 |
Das Nanotexturglas kostet in Deutschland und Österreich 165 Euro Aufpreis. Ein Netzteil liegt nicht im Karton; welche Leistung es braucht, steht weiter unten bei Akku und Laden.
Das PROLED XDR Display
Kern des Updates ist das Display. Apple setzt auf Tandem-OLED, also zwei übereinanderliegende leuchtende Schichten, wie sie das iPad Pro seit 2024 nutzt. Das Kontrastverhältnis gibt Apple mit 10.000.000:1 an, beim Mini-LED-Display sind es 1.000.000:1.
Die Helligkeit liegt dauerhaft bei bis zu 1000 Nits im Vollbild. Als Spitzenwert nennt Apple 2000 Nits, bei HDR-Inhalten ebenso wie bei SDR-Inhalten im Freien. Neu ist der Farbraum: Neben P3 deckt das Display Adobe RGB ab, das in Fotografie und Druckvorstufe Standard ist. ProMotion regelt die Bildwiederholrate zwischen 10 und 120 Hz.

| 14 Zoll | 16 Zoll | |
|---|---|---|
| Diagonale | 14,2 Zoll (36,1 cm) | 16,3 Zoll (41,4 cm) |
| Auflösung | 3024 × 1986 Pixel | 3472 × 2266 Pixel |
| Pixeldichte | 254 ppi | 254 ppi |
| Kontrast | 10.000.000:1 | 10.000.000:1 |
| Helligkeit dauerhaft / Spitze | 1000 / 2000 Nits | 1000 / 2000 Nits |
Beim 16-Zoll-Modell wächst die Diagonale durch schmalere Ränder von 16,2 auf 16,3 Zoll. Die Liste der Referenzmodi wird länger: Neben den bekannten Video- und Kinostandards gibt es eigene Adobe-RGB-Modi für Fotografie und Druck sowie zwei DICOM-Modi für medizinische Bilder, die Apple ausdrücklich nur für nicht-diagnostische Zwecke freigibt.
Touch und Dynamic Island
Das MacBook Pro mit PROLED XDR Display ist der erste Mac mit Touchscreen. Der Sensor sitzt laut Apple direkt im Panel. Unterstützt werden Multi-Touch-Gesten wie Wischen zum Scrollen, Zoomen mit zwei Fingern und Doppeltippen, um ein Fenster auf volle Größe zu ziehen. Tastatur und Trackpad bleiben unverändert, die Touch-Bedienung kommt hinzu.
Bestehende Apps funktionieren sofort, weil macOS Berührungen in Klicks übersetzt. Die Pro-Apps aus Apple Creator Studio sind angepasst, in Logic Pro etwa lassen sich Software-Instrumente direkt auf dem Display spielen. Wie die Oberfläche von macOS 27 auf Berührung reagiert, hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet. Ein neu konstruiertes Scharnier soll den Bildschirm beim Antippen stabil halten, und eine Videostabilisierung glättet das Kamerabild, wenn während eines Videoanrufs getippt wird.
Statt der Notch sitzt oben eine Dynamic Island. Sie zeigt Live-Aktivitäten, Anrufe und Musiksteuerung und ist zugleich der neue Ort für Spotlight und Siri AI. Spotlight wandert laut Apple aber nur dann dorthin, wenn Siri AI verfügbar und aktiviert ist – und auf dem Mac läuft Siri AI bislang nicht auf Deutsch.

Chips, Arbeitsspeicher und SSD
Bei der Leistung bleibt es beim Stand vom März: M5 Pro und M5 Max, gefertigt im 3-Nanometer-Verfahren. Neu ist die Speicherobergrenze von 16 TB, bisher war bei 8 TB Schluss. Welcher Speicher zu welchem Chip passt, legt Apple fest:
| Chip | CPU / GPU | Bandbreite | Arbeitsspeicher | SSD |
|---|---|---|---|---|
| M5 Pro (nur 14 Zoll) | 15 / 16 Kerne | 307 GB/s | 24 oder 48 GB | 1 bis 4 TB |
| M5 Pro | 18 / 20 Kerne | 307 GB/s | 24, 48 oder 64 GB | 1 bis 4 TB |
| M5 Max | 18 / 32 Kerne | 460 GB/s | 36 GB | 2 bis 16 TB |
| M5 Max | 18 / 40 Kerne | 614 GB/s | 48, 64 oder 128 GB | 2 bis 16 TB |
Daraus ergeben sich zwei Punkte, die in der Pressemitteilung nicht stehen. Die 16 TB SSD gibt es nur mit M5 Max, und 128 GB Arbeitsspeicher nur mit dem Vollausbau samt 40-Kern-GPU. Das 16-Zoll-Modell beginnt außerdem direkt mit dem größeren M5 Pro.
Wie sich die M5-Chips gegen den neuen M6 im Einstiegsmodell schlagen, zeigt der Vergleich zwischen MacBook Pro M6 und M5.
Gehäuse, Gewicht und Akku
Das neue Gehäuse ist dünner, kleiner in der Grundfläche und vor allem leichter. Am deutlichsten zeigt sich das beim 14-Zoll-Modell im Vergleich zur Mini-LED-Fassung mit M5 Pro:
| 14 Zoll mit M5 Pro | Mini-LED | PROLED XDR |
|---|---|---|
| Höhe | 1,55 cm | 1,50 cm |
| Breite | 31,26 cm | 31,08 cm |
| Tiefe | 22,12 cm | 21,63 cm |
| Gewicht | 1,60 kg | 1,38 kg |
| Akku | 72,4 Wh | 72,6 Wh |
| Videostreaming | bis 22 Std. | bis 22 Std. |
Die Akkulaufzeit bleibt beim 14-Zoll-Modell also gleich. Die in der Pressemitteilung genannten 24 Stunden erreicht nur das 16-Zoll-Modell mit M5 Pro. Das große Modell misst 1,60 × 35,55 × 24,42 Zentimeter und wiegt 1,82 Kilogramm, mit M5 Max 1,84 Kilogramm.
Von außen erkennt man das neue Modell an einem Detail, das beim MacBook Pro seit dem Redesign 2016 fehlte: Das Apple-Logo auf dem Deckel leuchtet wieder. Die weiter angebotenen Mini-LED-Modelle behalten ihr bisheriges Gehäuse mit nicht leuchtendem Logo.
| Akku und Laden | 14 Zoll | 16 Zoll |
|---|---|---|
| Kapazität | 72,6 Wh | 100 Wh |
| Videostreaming (M5 Pro / M5 Max) | 22 / 20 Std. | 24 / 22 Std. |
| Surfen (M5 Pro / M5 Max) | 14 / 13 Std. | 17 / 16 Std. |
| Empfohlene Mindestleistung | 70 W | 94 W |
| Schnellladen ab | 96 W | 140 W |
Weil kein Netzteil beiliegt, entscheidet die Wattzahl über das Ladetempo. Welches Netzteil zu welchem Modell passt, erklärt der Ratgeber zur richtigen Wattzahl fürs MacBook-Netzteil.
Anschlüsse, Kamera und Ton
An den Anschlüssen ändert sich nichts: drei Thunderbolt-5-Ports, HDMI, SDXC-Kartenleser, MagSafe 3 und Kopfhörerbuchse. Mit M5 Pro lassen sich bis zu drei, mit M5 Max bis zu vier externe Displays betreiben. Neu ist die Unterstützung für Genlock, die die Bildwiederholrate eines Displays mit einer Kamera synchronisiert – gedacht für Drehs und virtuelle Produktionen.

Drahtlos funkt das Gerät mit WLAN 7 und Bluetooth 6 über Apples N1-Chip. Die 12-MP-Kamera mit Center Stage bleibt, dazu kommt ein Sechs-Lautsprecher-System mit neuen Tieftönern, die laut Apple 50 Prozent mehr Bass liefern. Mit geschlossenem Deckel am externen Monitor gibt es erstmals eine eigene Klangabstimmung.
Was aus den Erwartungen wurde
Einiges von dem, was über Monate berichtet wurde, ist eingetroffen. Der Chip ist wie zuletzt erwartet der M5 Pro und M5 Max, nicht eine M6-Pro-Generation. Dynamic Island, Touchscreen, leichteres Gehäuse und die 16,3-Zoll-Diagonale stimmen ebenso wie der Termin im Herbst.
Anderes nicht. Den Namen MacBook Ultra gibt es nicht, das Gerät bleibt ein MacBook Pro. Ein Mobilfunkmodem fehlt: Die technischen Daten nennen nur WLAN und Bluetooth, 5G ist nicht an Bord. Und das Gerät steht nicht als eigene Klasse über dem MacBook Pro, sondern als zweite Display-Variante innerhalb der Reihe.
PROLED XDR oder Mini-LED?
Da beide Varianten im Sortiment bleiben, lohnt der direkte Preisvergleich mit identischem Chip:
| Modell | Mini-LED | PROLED XDR |
|---|---|---|
| 14 Zoll, M5 Pro | ab 2.899 € | ab 3.299 € |
| 14 Zoll, M5 Max | ab 4.799 € | ab 5.199 € |
| 16 Zoll, M5 Pro | ab 3.399 € | ab 3.899 € |
| 16 Zoll, M5 Max | ab 5.099 € | ab 5.599 € |
Für den Aufpreis gibt es kein schnelleres Gerät, sondern ein anderes Display, Touch, die Dynamic Island und ein leichteres Gehäuse. Wer nur Rechenleistung braucht, bekommt sie mit Mini-LED günstiger. Den Überblick über alle Mac-Klassen liefert die Mac-Kaufberatung, den Abgleich mit dem leichteren Notebook der Vergleich zwischen MacBook Air und MacBook Pro.
Für wen ist das MacBook Pro mit PROLED XDR gedacht?
Ich sehe die Zielgruppe klar bei Fotografen, Coloristen und Videoleuten, die unterwegs ein Referenzdisplay brauchen. Adobe RGB ab Werk, die neuen Referenzmodi und 2000 Nits Spitzenhelligkeit machen hier einen echten Unterschied. Für sie ist das Gerät das erste MacBook, das ein externes Referenzdisplay im Rucksack zumindest teilweise ersetzen kann.
Für alle anderen ist das stärkste Argument das Gewicht. Gut 200 Gramm weniger beim 14-Zoll-Modell spürt man jeden Tag in der Tasche, und das Gerät wird zugleich etwas kleiner. Wer dagegen vor allem rechnet, kompiliert oder rendert, bekommt mit Mini-LED dieselben Chips günstiger.
Wenn du hauptsächlich auf Deutsch arbeitest, solltest du einen Punkt einplanen: Mit deutscher Systemsprache bleibt die Dynamic Island vorerst ohne Siri AI und ohne Spotlight an dieser Stelle. Ich rechne damit, dass dieser Teil des neuen Bedienkonzepts hierzulande erst mit der deutschen Sprachfassung von Siri AI vollständig ankommt.
Wofür würdest du das neue MacBook Pro kaufen – für das Display, für das geringere Gewicht oder für die Touch-Bedienung? Verrate uns in den Kommentaren, welcher der drei Punkte bei dir den Ausschlag gibt.
Häufige Fragen: MacBook Pro mit PROLED XDR
In Deutschland und Österreich startet das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro bei 3.299 Euro, das 16-Zoll-Modell bei 3.899 Euro. Mit M5 Max kostet es ab 5.199 beziehungsweise 5.599 Euro. In der Schweiz beginnen die Preise bei 2.799 Franken.
Vorbestellen lässt es sich seit dem 28. Oktober 2026, in den Handel kommt es am 6. November 2026, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ja, das MacBook Pro mit PROLED XDR Display ist der erste Mac mit Touchscreen. Es unterstützt Multi-Touch-Gesten wie Wischen, Zoomen und Doppeltippen. Tastatur und Trackpad bleiben unverändert erhalten.
PROLED XDR ist ein Tandem-OLED-Display mit einem Kontrastverhältnis von 10.000.000:1, bis zu 2000 Nits und zusätzlich dem Farbraum Adobe RGB. Das Liquid Retina XDR Display der Mini-LED-Modelle erreicht 1.000.000:1 und bis zu 1600 Nits bei HDR. Touch und Dynamic Island gibt es nur bei PROLED XDR.
Nein. Laut Apples technischen Daten funkt das Gerät nur über WLAN 7 und Bluetooth 6, ein Mobilfunkmodem ist nicht verbaut.
Ein Netzteil liegt nicht bei. Apple empfiehlt für das 14-Zoll-Modell mindestens 70 Watt, schnell lädt es ab 96 Watt. Für das 16-Zoll-Modell sind es mindestens 94 Watt, zum Schnellladen 140 Watt.
Nein, sie bleiben im Sortiment. Mit gleichem Chip sind sie günstiger: Das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro kostet als Mini-LED-Fassung ab 2.899 Euro, als PROLED-XDR-Fassung ab 3.299 Euro.





