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Zwei Kerne mehr, WLAN 7 und eine doppelte Neural Engine – dafür verlangt Apple in Deutschland 100 Euro mehr als zuletzt für das M5-Modell. Gehäuse, Display, Akku und Anschlüsse bleiben unverändert. Der Vergleich zeigt, wo der Aufpreis tatsächlich hingeht und wo der M6 sogar weniger hat als sein Vorgänger.
Apple hat das 14-Zoll-MacBook-Pro mit M6 am 27. Oktober per Pressemitteilung vorgestellt. Vorbestellen lässt es sich in Deutschland ab dem 28. Oktober um 18:10 Uhr, im Handel steht es ab dem 6. November. Das Modell mit M5 aus dem Oktober 2025 hat Apple aus dem eigenen Store genommen, beim 14-Zoll-Gerät stehen dort jetzt nur noch M6, M5 Pro und M5 Max zur Wahl.
Der M6 ersetzt damit ausschließlich das Einstiegsmodell des MacBook Pro, und es kostet 100 Euro mehr als zuletzt der M5. Grundlage dieses Vergleichs sind die technischen Daten des MacBook Pro und Apples Support-Datenblatt zum MacBook Pro mit M5. Alle Preise, Termine und Ausstattungsoptionen des neuen Modells stehen gesammelt in der Übersicht zum MacBook Pro M6.
Das Wichtigste in Kürze
- Der M6 hat 12 statt 10 CPU- und GPU-Kerne, aber nur noch zwei statt vier Super-Kerne.
- Neu sind die Dual 16-Core Neural Engine, WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread; mit 24 oder 32 GB steigt die Speicherbandbreite von 153 auf 170 GB/s.
- Gehäuse, Gewicht, Display, Akku, Anschlüsse und die beiden Farben sind identisch.
- In Deutschland kostet der M6 ab 2.299 Euro, der M5 zuletzt 2.199 Euro – der Aufschlag zieht sich durch alle Speicherstufen.
- Für Besitzer eines M5 lohnt der Wechsel nicht, für Umsteiger von M1 oder Intel deutlich.
Alle Unterschiede im Überblick
| MacBook Pro M5 | MacBook Pro M6 | |
|---|---|---|
| CPU | 10 Kerne (4 Super, 6 Effizienz) | 12 Kerne (2 Super, 4 Performance, 6 Effizienz) |
| GPU | 10 Kerne mit Neural Accelerators | 12 Kerne mit Neural Accelerators |
| Neural Engine | 16 Kerne | Dual 16 Kerne |
| Speicherbandbreite | 153 GB/s | 153 GB/s (16 GB), 170 GB/s (24 und 32 GB) |
| Arbeitsspeicher | 16, 24 oder 32 GB | 16, 24 oder 32 GB |
| SSD in Deutschland | 1, 2 oder 4 TB | 1, 2 oder 4 TB |
| Drahtlos | WLAN 6E, Bluetooth 5.3 | WLAN 7, Bluetooth 6, Thread |
| Externe Displays | 2, 4K bis 144 Hz | 2, 4K bis 165 Hz |
| Akku | 72,4 Wh, bis zu 24 Std. Video | 72,4 Wh, bis zu 24 Std. Video |
| Gewicht | 1,55 kg | 1,55 kg |
| Preis DE (16 GB, 1 TB) | 2.199 € (zuletzt) | 2.299 € |
Chip: mehr Kerne, weniger Super-Kerne
Beim M6 stellt Apple die CPU anders zusammen. Der M5 kam auf vier Super- und sechs Effizienz-Kerne, der M6 auf zwei Super-, vier Performance- und sechs Effizienz-Kerne. Unterm Strich sind es zwei Kerne mehr, aber zwei Super-Kerne weniger. Apple spricht trotzdem vom schnellsten CPU-Kern der Welt und von höherer Leistung bei einzelnen wie bei vielen parallelen Aufgaben.

Die GPU wächst von zehn auf zwölf Kerne. Neural Accelerators in jedem Grafikkern hatte bereits der M5, mit den zwei zusätzlichen Kernen kommen beim M6 entsprechend mehr dazu. Neu ist die Dual 16-Core Neural Engine, die laut Apple bis zu 1,9-mal so schnell arbeitet wie die des M5.
Apple nennt in der Pressemitteilung diese Werte gegenüber dem M5 und dem 13-Zoll-MacBook-Pro mit M1:
| Anwendung | M6 gegenüber M5 | M6 gegenüber M1 |
|---|---|---|
| Zeit bis zum ersten Token bei LLM-Prompts | bis zu 1,3-mal schneller | bis zu 13-mal schneller |
| Rendern mit Raytracing in Blender | bis zu 1,3-mal schneller | bis zu 11,7-mal schneller |
| Bildbearbeitung in Affinity | bis zu 1,2-mal schneller | bis zu 3,3-mal schneller |
| Kompilieren in Xcode | bis zu 1,3-mal schneller | bis zu 2,5-mal schneller |
Bezugspunkt ist laut Apples Fußnote das stärkste M5-Modell mit 32 GB Arbeitsspeicher und 4 TB SSD. Für die Grafik nennt Apple zusätzlich bis zu 30 Prozent mehr Leistung. Bei KI-Aufgaben wie der Verarbeitung von LLM-Prompts stehen in derselben Mitteilung zwei Werte: bis zu 25 Prozent im Fließtext und bis zu 1,3-mal in der Aufzählung.
Speicher: gleiche Staffeln, Bandbreite erst ab 24 GB
Arbeitsspeicher und SSD bleiben in denselben Stufen. In Deutschland starten beide Generationen mit 16 GB und 1 TB, ausbaubar auf 32 GB und 4 TB. Die Aufpreise für 24 und 32 GB liegen wie beim M5 bei 220 und 440 Euro.
Bei der Speicherbandbreite lohnt der Blick ins Datenblatt. Mit 16 GB arbeitet der M6 mit 153 GB/s und damit genau so schnell wie der M5, die von Apple beworbenen 170 GB/s gibt es erst mit 24 oder 32 GB. Wie viel Arbeitsspeicher welches Nutzungsprofil braucht, schlüsselt der Ratgeber zum Arbeitsspeicher bei Apple Silicon auf.
Funk und Displays
Mit dem M6 zieht Apples N1-Chip ins Einstiegsmodell ein. Er bringt WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread, der M5 arbeitete noch mit WLAN 6E und Bluetooth 5.3. Die Modelle mit M5 Pro und M5 Max hatten WLAN 7 bereits.
Bei den externen Displays bleibt es bei zwei Monitoren über jede Kombination aus Thunderbolt und HDMI, auch zwei Monitore an einem einzigen Thunderbolt-Anschluss beherrschten schon beide. Einziger Unterschied laut den Datenblättern: Im Zweischirmbetrieb nennt Apple für 4K beim M6 bis zu 165 Hz, beim M5 bis zu 144 Hz. Die Grenzen anderer Macs zeigt die Übersicht, wie viele externe Displays ein Mac unterstützt.
Was beim MacBook Pro gleich bleibt
Das Gehäuse ist identisch: 1,55 cm hoch, 31,26 cm breit, 22,12 cm tief, 1,55 kg schwer, in Space Schwarz oder Silber. Auch das Liquid Retina XDR Display mit 14,2 Zoll, 120 Hz und bis zu 1.600 Nits bei HDR-Inhalten hat Apple übernommen, die Nanotextur-Option kostet weiterhin 165 Euro.
Die Anschlüsse bleiben bei drei Thunderbolt 4, HDMI, SDXC-Kartensteckplatz, Kopfhöreranschluss und MagSafe 3. Der Akku hat wie beim M5 72,4 Wattstunden und reicht laut Apple für bis zu 24 Stunden Videostreaming oder 16 Stunden im WLAN.
Ein Netzteil liegt in Deutschland weiterhin nicht im Karton, wie schon beim M5. Apple empfiehlt mindestens 60 Watt, schnelles Laden beginnt bei 96 Watt.
Das 70-Watt-Netzteil kostet 65 Euro, das 96-Watt-Modell 85 Euro. Welches Netzteil zu welchem Gerät passt, steht in der Übersicht der Wattzahlen für MacBook-Netzteile. Ausgeliefert wird mit macOS 27, in dem Siri AI zur Verfügung steht. Das gilt allerdings auch für das M5-Modell.
Preise in Deutschland, Österreich und der Schweiz
In Deutschland und Österreich kostet das MacBook Pro mit M6 dasselbe, in der Schweiz 1.899 Franken. Studierende und Lehrkräfte zahlen in Deutschland 2.179 Euro. Für den M5 ist der zuletzt in Deutschland gültige Preis angegeben.
| Konfiguration | M6 DE | M6 AT | M6 CH | M5 zuletzt (DE) |
|---|---|---|---|---|
| 16 GB, 1 TB | 2.299 € | 2.299 € | 1.899 CHF | 2.199 € |
| 24 GB, 1 TB | 2.519 € | 2.519 € | 2.099 CHF | 2.419 € |
| 32 GB, 1 TB | 2.739 € | 2.739 € | 2.299 CHF | 2.639 € |
Vom M5 auf den M6: Für wen sich der Umstieg rechnet
Wer ein MacBook Pro mit M5 besitzt, hat aus meiner Sicht keinen Grund zu wechseln. Das Gerät ist ein Jahr alt, Display, Akku und Gehäuse sind gleich, und Apples eigene Messungen liegen bei 20 bis 30 Prozent Mehrleistung – gemessen an der Topausstattung. Spürbar wird das am ehesten bei lokalen KI-Modellen und beim Kompilieren größerer Projekte.
Ganz anders sieht es für Umsteiger von einem MacBook Pro mit M1 oder Intel-Prozessor aus. Gegenüber dem M1 nennt Apple bis zu 13-mal schnellere KI-Antworten und bis zu 11,7-mal schnelleres Rendern, dazu kommen vier Stunden mehr Akkulaufzeit, 16 GB Arbeitsspeicher als Standard und ein zusätzlicher Thunderbolt-Anschluss.
Für Neukäufer bleibt der M6 die naheliegende Wahl, auch mit 100 Euro Aufschlag. Ein M5 aus Restbeständen im Handel lohnt sich nur, wenn er deutlich günstiger angeboten wird. Wer viel Arbeitsspeicher braucht, sollte außerdem rechnen: Mit 32 GB kostet der M6 2.739 Euro, das MacBook Pro mit M5 Pro und 24 GB 2.899 Euro – dafür gibt es dort Thunderbolt 5 und bis zu drei externe Displays. Die übrigen Mac-Modelle stellt die Mac Kaufberatung gegenüber.
Würdest du für WLAN 7 und zwei Kerne mehr die 100 Euro Aufschlag zahlen – oder lieber nach einem M5 im Handel suchen, solange es ihn noch gibt? Schreib uns in den Kommentaren, ab welchem Preisabstand der M5 für dich die bessere Wahl wäre.
Häufige Fragen: MacBook Pro M6 vs. M5
Der M6 hat 12 statt 10 CPU- und GPU-Kerne, eine Dual 16-Core Neural Engine, WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread. Gehäuse, Display, Akku, Anschlüsse und Gewicht sind identisch.
Ja. In Deutschland kostet das MacBook Pro mit M6 ab 2.299 Euro, das M5-Modell zuletzt 2.199 Euro. Der Aufschlag von 100 Euro gilt auch für die Varianten mit 24 und 32 GB Arbeitsspeicher.
Für die meisten Besitzer eines M5 nicht. Apple nennt gegenüber dem M5 bis zu 20 bis 30 Prozent mehr Leistung, gemessen an der Topausstattung. Deutlich größer ist der Sprung für Umsteiger von M1- oder Intel-Modellen.
Nein. Beide haben einen Akku mit 72,4 Wattstunden und schaffen laut Apple bis zu 24 Stunden Videostreaming und bis zu 16 Stunden im WLAN.
Wie das M5-Modell bis zu zwei externe Monitore, wahlweise über Thunderbolt oder HDMI. Zwei Monitore sind mit bis zu 6K bei 60 Hz oder 4K bei 165 Hz möglich, ein einzelner mit bis zu 8K bei 60 Hz.
In Deutschland nicht, im Karton liegt nur das Kabel von USB-C auf MagSafe 3. Apple empfiehlt mindestens 60 Watt, schnelles Laden beginnt bei 96 Watt. Das 70-Watt-Netzteil kostet 65 Euro, das 96-Watt-Netzteil 85 Euro.
Nein. Seit der Vorstellung des M6 am 27. Oktober bietet Apple das 14-Zoll-Modell nur noch mit M6, M5 Pro oder M5 Max an. Das M5-Modell ist nur noch über Restbestände im Handel erhältlich.





