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Apple hat den iMac auf den M6 gehoben – und dabei den Preis in Deutschland nicht angefasst. Beide Modelle bekommen zwei zusätzliche CPU- und GPU-Kerne, WLAN 7 und schnelleres Ethernet. Die Farbpalette dagegen bleibt, wie sie war.
Am 27. Oktober hat Apple den neuen iMac per Pressemitteilung im Newsroom vorgestellt. Er gehört zur Runde neuer Geräte, die Apple unter dem Motto „Pro and tell“ angekündigt hatte und die tags zuvor mit dem iPad mini begonnen hat. Damit endet eine Gerüchtephase, in der der All-in-One zunächst mit dem M5 erwartet wurde, bevor der Sprung direkt auf den M6 die Runde machte.
Den M6 kennt Apples Desktop-Reihe bereits: Er steckt seit August im Mac mini mit M6 und M5 Pro. Die vollständigen Ausstattungsdetails des iMac stehen auf Apples deutschem Datenblatt, die Preise im deutschen Apple Store.
Das Wichtigste in Kürze
- Der iMac kommt mit M6 in zwei Modellen: 10-Core CPU und GPU mit zwei Thunderbolt-Anschlüssen, 12-Core CPU und GPU mit vier Anschlüssen.
- In Deutschland und Österreich kostet er 1.799 und 1.999 Euro – dieselben Einstiegspreise wie zuletzt beim M4-Modell, bei jeweils zwei Kernen mehr.
- Neu sind WLAN 7, Bluetooth 6 und 2,5-Gbit-Ethernet, das beim 12-Core-Modell zur Grundausstattung gehört.
- Vorbestellung ab 28. Oktober um 18:10 Uhr, im Handel ab 6. November.
- Die Farben tragen dieselben sieben Namen wie beim Vorgänger.
Zwei Modelle, je zwei Kerne mehr
Der M6 im iMac setzt sich aus drei Kerntypen zusammen. Im Einstiegsmodell arbeiten zwei Super-Kerne, drei Performance-Kerne und fünf Effizienz-Kerne, im größeren Modell zwei Super-, vier Performance- und sechs Effizienz-Kerne. Beide Varianten haben eine Dual 16-Core Neural Engine, Neural Accelerators in jedem Grafikkern, Raytracing in Hardware und eine Speicherbandbreite von bis zu 170 GB/s.
| M6 mit 10-Core CPU | M6 mit 12-Core CPU | |
|---|---|---|
| CPU | 2 Super-, 3 Performance-, 5 Effizienz-Kerne | 2 Super-, 4 Performance-, 6 Effizienz-Kerne |
| GPU | 10 Kerne | 12 Kerne |
| Arbeitsspeicher | 16 GB, optional 24 GB | 16 GB, optional 24 oder 32 GB |
| SSD | 256 GB, optional bis 1 TB | 256 GB, optional bis 2 TB |
| Thunderbolt | 2 × Thunderbolt / USB 4 | 4 × Thunderbolt 4 |
| Externe Displays | eins | bis zu zwei |
| Ethernet | optional 2,5 Gbit | 2,5 Gbit serienmäßig |
| Nanotexturglas | – | optional |
| Touch ID | nur mit Tastatur-Option | serienmäßig |
| Preis Deutschland und Österreich | 1.799 € | 1.999 € |
| Preis Schweiz | 1499 CHF | 1699 CHF |
Wer 32 GB Arbeitsspeicher oder 2 TB SSD braucht, kommt also nur über das 12-Core-Modell dorthin. Wie viel Speicher für den eigenen Einsatz sinnvoll ist, hängt vor allem an den Programmen – der RAM-Bedarf bei Apple Silicon unterscheidet sich zwischen Büroarbeit und lokalen KI-Modellen erheblich.
Was sich gegenüber dem M4 ändert
Das Gehäuse bleibt unverändert: 24-Zoll-Display mit 4480 × 2520 Pixeln, 500 Nits, P3-Farbraum, 12-MP-Kamera mit Center Stage, sechs Lautsprecher. Die Änderungen stecken innen.

Apple stellt dem M6 mehrere Faktoren gegenüber dem M4 gegenüber, die jeweils unterschiedliche Dinge messen. Bis zu 1,5-mal schneller soll der iMac in Excel arbeiten, bis zu doppelt so schnell in der Bildbearbeitung mit Affinity und bei Spielen mit Raytracing. Den größten Wert nennt Apple für die Verarbeitung von Prompts in LM Studio: bis zu fünfmal schneller. Die Neural Engine allein rechnet laut Apple bis zu doppelt so schnell wie in der Vorgängergeneration; den Faktor fünf erreicht das System erst zusammen mit den Neural Accelerators der GPU und der höheren Speicherbandbreite.
Beim Funk springt der iMac von WLAN 6E und Bluetooth 5.3 auf WLAN 7 und Bluetooth 6. Die SSD liest und schreibt laut Apple bis zu doppelt so schnell.
| iMac M4 (zuletzt) | iMac M6 | |
|---|---|---|
| Einstiegsmodell | 8-Core CPU / GPU, 2 Anschlüsse | 10-Core CPU / GPU, 2 Anschlüsse |
| Größeres Modell | 10-Core CPU / GPU, 4 Anschlüsse | 12-Core CPU / GPU, 4 Anschlüsse |
| Drahtlos | WLAN 6E, Bluetooth 5.3 | WLAN 7, Bluetooth 6 |
| Preis Einstieg | 1.799 € | 1.799 € |
| Preis größeres Modell | 1.999 € | 1.999 € |
Die M4-Preise sind die zuletzt gültigen nach der Preisrunde vom Juni, beide jeweils mit 16 GB und 256 GB.
Anschlüsse, Ethernet und Displays
Die Aufteilung über die Anschlusszahl bleibt bestehen. Das Einstiegsmodell hat zwei Thunderbolt/USB-4-Ports und treibt ein externes Display mit bis zu 6K bei 60 Hz oder 4K bei 165 Hz. Das 12-Core-Modell bringt vier Thunderbolt-4-Ports mit und steuert zwei Displays mit bis zu 6K an – oder ein einzelnes mit 8K bei 60 Hz, 5K bei 120 Hz oder 4K bei 240 Hz. Wie die Grenzen bei anderen Macs verlaufen, zeigt die Übersicht, wie viele externe Displays ein Mac unterstützt.
Ethernet wandert von Gigabit auf 2,5 Gbit. Laut Datenblatt und Konfigurator ist es beim 12-Core-Modell serienmäßig dabei und beim 10-Core-Modell als Option buchbar.
macOS 27 und Siri AI
Ausgeliefert wird der iMac mit macOS 27 Golden Gate, in dem Siri AI zur Verfügung steht – laut Apples Fußnote ab macOS 27.2 als Beta. Zu den unterstützten Sprachen zählt Deutsch bisher nicht: Apple nennt Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch. Die übrigen Funktionen von Apple Intelligence laufen dagegen auch auf Deutsch.
Schon bei der jüngsten Spracherweiterung fehlte Deutsch erneut. Alle Beiträge zum System bündelt die Seite zu macOS 27.
Vorbestellung und Marktstart
Bestellbar ist der neue iMac ab Mittwoch, 28. Oktober, um 18:10 Uhr deutscher Zeit, in den Handel kommt er am Freitag, 6. November. Apple nennt 35 Länder und Regionen für den Start, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.
In Österreich gelten dieselben Euro-Preise wie in Deutschland. In der Schweiz kostet das Einstiegsmodell 1499 Franken, das 12-Core-Modell 1699 Franken. Alle Beiträge zum Gerät sammelt die Seite zum iMac.
Gleicher Preis, mehr Rechner
Ich halte den iMac mit M6 für ein gelungenes Update, gerade weil es so unspektakulär ausfällt. In Deutschland gibt es für 1.799 Euro jetzt zwei Kerne, WLAN 7 und die Option auf 2,5-Gbit-Ethernet mehr als zuletzt beim M4. Nach der Preisrunde im Juni, die den iMac um 250 bis 300 Euro verteuert hatte, ist das keine Selbstverständlichkeit.
Für diese Generation standen im Sommer neue Farben im Raum. Apple führt nun dieselben sieben Namen wie beim M4 – Blau, Violett, Pink, Orange, Gelb, Grün und Silber. Wer auf ein neues Farbangebot gewartet hat, findet es in dieser Generation nicht.
Wer einen M1- oder Intel-iMac ersetzen will, hat jetzt den richtigen Zeitpunkt, und das 12-Core-Modell ist für mich die vernünftigere Wahl: Touch ID, vier Anschlüsse, Ethernet und Nanotextur-Option rechtfertigen die 200 Euro Abstand eher als die zwei zusätzlichen Kerne. Wer schon einen M4-iMac hat, kann diese Generation getrost auslassen. Und wer Bildschirm, Tastatur und Maus bereits besitzt, landet mit dem Mac mini günstiger – die Mac-Kaufberatung stellt beide Wege nebeneinander.
Würdest du beim neuen iMac zum Einstiegsmodell greifen oder die 200 Euro für Touch ID, vier Anschlüsse und Ethernet drauflegen? Schreib uns in den Kommentaren, welches Modell es bei dir wird und warum.





