Zwei Jahre ohne Update sind für den iMac keine Ausnahme, sondern die Regel. Jetzt soll das Warten enden – und zwar mit einem Chip, den bisher kaum jemand auf der Rechnung hatte.
Der 24-Zoll-iMac hat zuletzt im Oktober 2024 ein Update bekommen, damals mit dem M4-Chip. Seitdem hat Apple den M5 in mehreren MacBooks und im iPad Pro eingeführt, den All-in-One aber ausgelassen. Genau diese Generation überspringt Apple dem Bericht zufolge nun endgültig: Mark Gurman schreibt in seinem Power-On-Newsletter bei Bloomberg, dass ein iMac mit M6 in Arbeit ist und noch vor Jahresende in den Verkauf gehen soll. Damit steht auch das bisher gesammelte Bild zum nächsten iMac unter neuen Vorzeichen.
Das Wichtigste in Kürze
- Der nächste iMac soll den M6-Chip bekommen und damit die M5-Generation überspringen.
- Neue Farboptionen sind angekündigt, welche genau, bleibt offen.
- Als Zeitfenster nennt der Bericht die Zeit bis Jahresende.
- Der aktuelle iMac ist seit dem 25. Juni um 250 bis 300 Euro teurer – das Preisniveau, auf das ein neues Modell trifft.
Der übersprungene Chip ist die eigentliche Nachricht
Dass der iMac ein Update bekommt, war absehbar. Dass er direkt beim M6 landet, ordnet ihn anders ein als erwartet. Apple hat beim iMac schon einmal eine Generation ausgelassen – der M2 kam nie in das Gehäuse. Genau daraus ließ sich der Sprung ableiten: Bereits im Frühjahr galt ein direkter Wechsel auf den M6 als denkbar, weil der iMac ohnehin nicht in Apples M5-Reihenfolge auftauchte.
| Modell | Chip | Erschienen |
|---|---|---|
| iMac 24″ | M1 | April 2021 |
| iMac 24″ | M3 | Oktober 2023 |
| iMac 24″ | M4 | Oktober 2024 |
| iMac 24″ | M6 (erwartet) | bis Ende 2026 |
Der M6 soll der erste Mac-Chip im 2-Nanometer-Verfahren sein. Bemerkenswert ist dabei, was fehlt: Eine M6-Reihe mit Pro-, Max- und Ultra-Varianten ist nicht geplant, stattdessen zieht Apple die M7-Generation vor. Für den iMac spielt das keine Rolle, weil er ohnehin nur den Basis-Chip bekommt – für die Frage, wie lange dieses Modell aktuell bleibt, dagegen schon.
Neue Farben, aber welche
Zu den Farben bleibt der Bericht vage: Es soll neue Optionen geben, konkrete Töne werden nicht genannt. Das ist keine neue Information, sondern die Bestätigung eines Stands vom Frühjahr – schon im März war die Rede davon, dass Apple neue Farben für das nächste iMac-Update plant.
Aktuell stehen sieben Optionen zur Wahl: Blau, Violett, Pink, Orange, Gelb, Grün und Silber. Beim M4-Update im Oktober 2024 hat Apple die Palette bereits angefasst, ohne die Anzahl zu ändern – Grün wurde heller, Pink kräftiger, Gelb weicher. Ob es diesmal wieder bei sieben verschobenen Tönen bleibt oder tatsächlich Farben ausgetauscht werden, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Ein voller Mac-Herbst
Der iMac ist nicht das einzige Gerät im Zeitfenster. Für die kommenden Monate stehen überarbeitete MacBook-Pro-Modelle mit Touchscreen und Tandem-OLED im Raum, dazu ein 14-Zoll-Basismodell mit M6. Beim Mac Studio hängt der Zeitplan an der Verfügbarkeit der Komponenten; der Stand dazu ist im Fahrplan für M5 Ultra und M7 Ultra festgehalten.
Weiter hinten liegt der Umbau, der den iMac wirklich verändern würde. An einem Modell mit OLED-Display wird gearbeitet, zuletzt ging es dabei um eine zusätzliche Schicht gegen das Einbrennen. Ein M6-Update mit frischen Farben ist davon weit entfernt – es hält das Gerät im Sortiment, mehr nicht.
Was der Zeitpunkt für Käufer hierzulande bedeutet
Ein neues Modell trifft auf ein Preisniveau, das sich im Sommer verschoben hat. Am 25. Juni hat Apple die Preise für Macs, iPads und die Vision Pro angehoben, und die Desktop-Reihe traf es härter als die Notebooks: Beim iMac waren es 250 bis 300 Euro, wie die Aufschlüsselung der aktuellen Desktop-Macs zeigt.
Wir erwarten, dass der M6-iMac auf diesem angehobenen Niveau startet und nicht darunter. Die Begründung für die Juni-Runde war die Kostenentwicklung bei Arbeits- und Flashspeicher, und die hat sich seitdem nicht entspannt – ein neues Modell mit mehr Speicher an Bord wird davon eher stärker betroffen sein als das auslaufende.
Für dich heißt das: Steht die Anschaffung ohnehin an und reicht der M4, lohnt der Blick in den freien Handel, wo Restbestände zeitweise unter dem Apple-Preis liegen. Wer dagegen auf ein neues Farbangebot oder mehr Leistung wartet, hat nach diesem Bericht eine überschaubare Wartezeit vor sich – auch wenn kein Termin genannt wird.
Wie belastbar die Angaben sind
Gurman gehört bei Apples Produktplänen zu den treffsichersten Quellen; Chipzuordnungen und Zeitfenster aus seinen Berichten haben sich über Jahre überdurchschnittlich oft bestätigt. Der Farbhinweis stammt zudem nicht zum ersten Mal von ihm, sondern bestätigt seine eigene frühere Angabe – das ist Konsistenz, aber keine unabhängige Bestätigung durch eine zweite Quelle.
Offen bleibt die Genauigkeit: „bis Jahresende“ umfasst vier Monate und lässt sowohl eine Vorstellung per Pressemitteilung im Oktober als auch einen Nachzügler kurz vor Weihnachten zu. Ein konkretes Datum, eine Modellnummer oder ein Zuliefererhinweis liegt nicht vor.
Was wäre für dich der Grund, beim iMac zuzugreifen – die Mehrleistung des neuen Chips oder schlicht eine Farbe, die es bisher nicht gab? Schreib uns in die Kommentare, welche Farbe in der Palette noch fehlt.
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