Apple krempelt offenbar seinen Chip-Fahrplan um: Einem Bericht zufolge verzichtet der Konzern bei der M6-Generation erstmals auf die starken Pro- und Max-Varianten und zieht stattdessen die M7-Reihe vor. Der Grund liegt in der künstlichen Intelligenz – die neuen Chips sollen gezielt auf KI- und Grafiklasten ausgelegt sein.
Seit dem ersten Apple-Silicon-Chip folgt Apple einem festen Schema: ein Basis-Chip, darüber eine Pro- und eine Max-Variante, gelegentlich ergänzt um ein Ultra-Modell. Ein neuer Bericht deutet nun auf den ersten echten Bruch mit diesem Muster hin. Hintergrund ist die wachsende Bedeutung von KI-Rechenleistung – ein Feld, in dem Apple zuletzt sogar seine Spitzenposition als größter TSMC-Kunde an Nvidia verloren hat. Die Chip-Strategie richtet sich nun stärker daran aus, On-Device-KI und grafikintensive Software zu beschleunigen.
Erstmals kein Pro- und kein Max-Chip
Laut einem Bericht von Bloomberg plant Apple, den M6-Chip noch in diesem Jahr für die Einsteiger-Macs auf den Markt zu bringen – allerdings ohne die sonst üblichen Ableger. Die Pläne für einen M6 Pro und einen M6 Max habe Apple gestrichen. Stattdessen sollen die nächsten Pro- und Max-Chips Teil der M7-Reihe sein. Seit dem Start von Apple Silicon gab es stets mindestens drei Varianten pro Generation; mit dem M6 wäre es das erste Mal, dass Apple auf eine Pro- und eine Max-Ausführung verzichtet.
Der neue Fahrplan bis 2028
Der Bericht skizziert einen gestaffelten Zeitplan, der sich bis 2028 erstreckt:
| Chip | Erwarteter Marktstart |
|---|---|
| M5 Ultra | Ende 2026 |
| M6 | Ende 2026 |
| M7 | Erste Hälfte 2027 |
| M7 Pro | Ende 2027 |
| M7 Max | Ende 2027 |
| M7 Ultra | 2028 |
Auffällig ist, dass noch in diesem Jahr gleich zwei Chips erscheinen sollen: der M6 für die Einsteigerklasse und ein M5 Ultra für die leistungsstärksten Desktop-Macs.
Was den M6 auszeichnet
Den M6 hat Apple dem Bericht zufolge bereits in einem neuen Einsteiger-MacBook-Pro getestet, das ebenfalls noch in diesem Jahr erscheinen könnte. Im Mittelpunkt steht eine deutlich höhere Speicherbandbreite: Bis zu 200 Gigabyte pro Sekunde sollen es sein, gegenüber 153 Gigabyte pro Sekunde beim aktuellen M5. Das käme der Grafikleistung, der KI-Verarbeitung und dem Videoschnitt zugute. Hinzu kommen eine überarbeitete Speicherarchitektur, eine verbesserte Neural Engine, Leistungssteigerungen über alle Prozessorkerne hinweg und eine neu gestaltete GPU mit bis zu zwölf Kernen. Technisch markiert der M6 zudem einen Sprung in der Fertigung: Er wäre Apples erster Mac-Chip im 2-Nanometer-Verfahren von TSMC, nachdem der M5 noch im 3-Nanometer-Prozess gefertigt wurde.
Warum Apple die M7-Reihe vorzieht
Den Grund für die Umstellung sieht der Bericht in der Ausrichtung der M7-Chips auf KI. Sie sollen Technologien mitbringen, die On-Device-KI und besonders grafikintensive Anwendungen beschleunigen. Statt die bestehende M6-Linie mit Pro- und Max-Modellen zu vervollständigen, konzentriert Apple seine Entwicklung offenbar darauf, diese KI-Fähigkeiten schneller in die leistungsstarken Chips zu bringen. Der Basis-M7 soll dabei eine Speicherbandbreite von bis zu 240 Gigabyte pro Sekunde erreichen.
Was das für das High-End-MacBook bedeutet
Für alle, die auf ein besonders leistungsstarkes MacBook warten, verschiebt sich damit die Perspektive. Da die Pro- und Max-Chips erst mit der M7-Reihe gegen Ende 2027 erwartet werden, dürfte sich auch das obere MacBook-Pro-Segment an diesem Zeitplan orientieren. Welche Rolle dabei ein als MacBook Ultra gehandeltes Topmodell spielt, gehört zu den spannendsten offenen Fragen rund um Apples künftige Mac-Strategie. Das Einsteiger-MacBook-Pro mit M6 bliebe davon unberührt und käme früher.
Apples Chip-Strategie richtet sich an KI aus
Sollte der Bericht zutreffen, wäre das Auslassen einer kompletten Pro- und Max-Stufe ein ungewöhnlicher Schritt für Apple – und ein deutliches Signal, wie sehr KI inzwischen die Roadmap bestimmt. Statt jede Generation gleichmäßig auszubauen, priorisiert Apple offenbar das Tempo bei den Chips, die für maschinelles Lernen und Grafik am wichtigsten sind. Wie belastbar der Zeitplan ist, wird sich zeigen, sobald die ersten M6-Macs in diesem Jahr erscheinen. (Bild: Shutterstock / Asef2425)
- OLED-iPad-mini: Die Massenproduktion hat begonnen
- iPhone Ultra 2: Grünes Licht für die Entwicklung
- iPhone 18 Pro: Preisaufschlag könnte gering ausfallen
- iPhone Ultra: Scharnier-Problem offenbar gelöst
- Apples OLED-Displays 2026: Nur noch Samsung und LG
- iPhone Ultra: Das teuerste Jahr beginnt nach dem Kauf
- Faltbares iPhone Ultra: Der September-Start rückt offenbar näher
- Apple Watch Ultra 4 soll noch in diesem Jahr erscheinen
- Apple könnte die iPhone-17-Preise noch diesen Monat anheben
- Apples Home-Fahrplan zieht sich bis 2028
- Ternus rückt Apples Design zurück ins Zentrum
- 2027 soll Apples größtes Produktjahr werden
- iPhone 18 Pro: Das Kamera-Plateau wächst weiter
- iPhone 18 Pro könnte bei 1.399 Dollar starten
- iPhone Air 2 soll zweite Kamera und besseren Akku bekommen
- Apple plant ab 2028 iPhones mit 1,4-Nanometer-Chips
- Apple plant Jubiläums-iPhone und Kamera-AirPods für 2027
- iOS 27: Die neue Siri könnte beim iPhone 18 rund werden
- iPhone 18: 12 GB RAM ohne höheren Preis erwartet
- iPhone Ultra: Leaker hält Verzögerungs-Gerüchte für falsch
- iPhone 18: Zulieferer-Aussage stützt den späten Start
- iPhone 18 Pro: Neue Farben mit altbekanntem Risiko



