Das lange erwartete iPad mini mit OLED-Display rückt spürbar näher: Einem Bericht aus Südkorea zufolge hat die Massenproduktion der Panels bereits begonnen. Damit zeichnet sich ein Marktstart noch in diesem Jahr ab – und der kleinste iPad-Bildschirm bekommt endlich die Technik, die bislang teureren Modellen vorbehalten war.
Apple weitet die OLED-Technologie seit Jahren Schritt für Schritt über sein Sortiment aus. Nach iPhone und Apple Watch folgte 2024 das iPad Pro, und seit Längerem gilt das iPad mini als nächster Kandidat. Für das kommende Modell gelten ein A19-Pro-Chip und ein Marktstart in der zweiten Jahreshälfte als wahrscheinlich. Ein neuer Lieferketten-Bericht liefert nun ein konkretes Signal dafür, dass dieser Zeitplan hält.
Massenproduktion für das erste OLED-iPad-mini
Laut einem Bericht der koreanischen Branchenpublikation ETNews habe Samsung Display in diesem Monat mit der Massenproduktion der OLED-Panels für Apples erstes OLED-iPad-mini begonnen. Ein offizieller Termin für das Gerät selbst steht weiterhin aus, doch der Start der Panel-Fertigung gilt als verlässlicher Hinweis auf den weiteren Fahrplan. Breit erwartet wird eine Vorstellung in der zweiten Jahreshälfte 2026.
OLED löst das LCD ab
Das aktuelle iPad mini 7 setzt noch auf ein LCD. Der Wechsel auf OLED bringt höhere Kontraste, tiefere Schwarzwerte und eine bessere Energieeffizienz – Vorteile, die sich vor allem bei Videos, Fotos und im Außeneinsatz bemerkbar machen. Für das kompakte Tablet wäre es der größte Display-Sprung seit Jahren und zugleich eine Annäherung an die Bildqualität, die das iPad Pro bereits bietet. Branchenanalysten gehen davon aus, dass das iPad mini den Schritt noch vor dem iPad Air vollzieht.
Beim MacBook folgt der nächste Schritt im Juli
Der Bericht beschränkt sich nicht auf das iPad mini. Die Produktion der OLED-Panels für das kommende MacBook Pro solle im Juli anlaufen – zeitgleich mit dem Start von Samsungs neuer OLED-Fertigungslinie der Generation 8.6, die als Schlüssel für Apples Umstieg beim Mac gilt. Das überarbeitete MacBook Pro, das möglicherweise unter der höherwertigen Bezeichnung „MacBook Ultra“ erscheint, wäre der nächste Apple-Rechner mit OLED und würde die bisherige Mini-LED-Technik ablösen. Übereinstimmenden Berichten von Bloomberg-Journalist Mark Gurman und Analyst Ming-Chi Kuo zufolge soll dieses Modell zugleich der erste Mac mit Touchscreen werden. Erwartet wird es gegen Jahresende oder Anfang 2027, abhängig davon, wie gut Apple die branchenweite Knappheit bei Speicherchips abfedert. Welche Argumente überhaupt für den Namen „MacBook Ultra“ sprechen, hängt eng an OLED, Touch und einem neuen Gehäuse.
Wer welche Panels liefert
Aufschlussreich ist auch die Aufteilung unter den Zulieferern. Dem Bericht zufolge stammen sämtliche OLED-Panels für Apples Produkte der zweiten Jahreshälfte von Samsung Display und LG Display. Beim iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max sollen sich beide Hersteller die Fertigung teilen, während LG Display alleiniger Lieferant für die Apple Watch Series 12 sei. Samsung wiederum solle die Panels für das faltbare iPhone, das OLED-iPad-mini und das OLED-MacBook-Pro exklusiv beisteuern. Dass Samsung allein das Display für Apples erstes faltbares iPhone liefert, unterstreicht die enge Verzahnung beider Konzerne bei besonders anspruchsvollen Panels.
Nicht mit dabei ist der chinesische Hersteller BOE: Dem Bericht zufolge bleibt das Unternehmen bei der iPhone-18-Fertigung außen vor, nachdem Qualitätsprobleme zuvor die Auslieferung von Displays für das iPhone 17 Pro verzögert haben sollen.
Apples OLED-Offensive nimmt Fahrt auf
Mit dem iPad mini und dem MacBook Pro rücken gleich zwei Geräteklassen näher an den OLED-Umstieg, die bislang ältere Display-Technik nutzen. Sollte sich der Fahrplan bestätigen, hätte Apple bis Anfang 2027 große Teile seiner Produktpalette auf OLED umgestellt – vom iPhone über die Apple Watch bis zu den ersten Macs. Der Start der Massenproduktion ist dabei das bislang deutlichste Zeichen, dass dieser Übergang nicht mehr in ferner Zukunft liegt. (Bild: Shutterstock / Framesira)
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