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Ternus rückt Apples Design zurück ins Zentrum

Milan Jovicic by Milan Jovicic
21. Juni 2026 - 18:16
in Apple Gerüchte
John Ternus Apple

Bild: Apple

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Beim Wechsel an der Apple-Spitze könnte sich mehr verändern als nur der Name im CEO-Büro. Einem aktuellen Bericht zufolge will der künftige Chef John Ternus dem Design-Team wieder deutlich mehr Gewicht verleihen – nach Jahren, in denen dessen Einfluss spürbar geschwunden sein soll.

Zum 1. September übernimmt mit John Ternus ein Hardware-Ingenieur die Führung von Apple. Schon vor seinem Amtsantritt deutet sich an, welche Akzente er setzen möchte. Im Mittelpunkt steht dabei die Rolle des Design-Teams, dessen Bedeutung im Konzern zuletzt offenbar abgenommen hatte. Die Hinweise stammen aus dem jüngsten Power-On-Newsletter von Bloomberg-Journalist Mark Gurman, der die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre nachzeichnet.

Wie das Design in der Cook-Ära an Einfluss verlor

Gurman zufolge sei der Einfluss der Design-Abteilung auf Führungsebene während der 15 Jahre unter Tim Cook zurückgegangen. Befeuert worden sei diese Entwicklung durch den Abgang von Chefdesigner Jony Ive sowie durch weitere Personalabgänge, während Finanz- und Operationsabteilungen zunehmend über die Produktrichtung mitbestimmt hätten. Nach Ives Weggang fiel die Aufsicht über das Design-Team zunächst dem damaligen COO Jeff Williams zu – schon das bedeutete einen Bruch mit der früheren Ordnung.

Als das Design noch den Takt vorgab

Wie zentral die Design-Abteilung einst war, lässt sich bis ins Jahr 2011 zurückverfolgen. In der Steve-Jobs-Biografie von Walter Isaacson wird Jobs sinngemäß mit der Aussage zitiert, Ive verfüge über mehr operativen Einfluss als jeder andere bei Apple – ihn selbst ausgenommen. Ives Team für das industrielle Design gab die Produkt-Roadmap des Unternehmens damals von oben herab vor. Von dieser Konstellation ist Apple heute weit entfernt.

Aktuell ohne ranghohe Design-Spitze

Dem Bericht nach ist die Design-Abteilung inzwischen hinter die Operationssparte zurückgefallen. Apple verfügt derzeit über keine ranghohe Design-Rolle im engeren Führungskreis; erst kürzlich seien mit Molly Anderson und Steve Lemay zwei Design-Verantwortliche auf der offiziellen Führungsseite ergänzt worden. Genau hier soll Ternus ansetzen.

Ternus sucht die Nähe zum Design-Team

Als künftiger CEO dürfte Ternus stärker in die Produktentwicklung eingebunden sein, als es bei Cook der Fall war. Gurman zufolge wolle er einen Teil der früheren Autorität des Design-Teams wiederherstellen und habe bereits viel Zeit mit der Abteilung für industrielles Design verbracht, während er sich auf seinen Amtsantritt vorbereitet. Ternus wird zudem mit der Aussage zitiert, das am schönsten gestaltete Objekt im Besitz der meisten Kunden sei ein Apple-Produkt – und dafür wolle er sorgen, dass das so bleibe.

Der erste große Auftritt: das faltbare iPhone

Nach außen positioniert Apples PR-Abteilung Ternus bereits als Gesicht jüngerer Design-Erfolge wie des MacBook Neo. Seinen ersten großen öffentlichen Auftritt als CEO dürfte er im Herbst haben: Dann soll er das neue faltbare iPhone auf einem Medien-Event vorstellen – ein Produkt, an dem sich der angekündigte Design-Fokus gleich zu Beginn messen lassen dürfte.

Ein Kurswechsel mit Signalwirkung

Sollte sich der beschriebene Kurs bestätigen, wäre es mehr als eine personelle Verschiebung. Ein CEO mit Hardware- und Produkt-Hintergrund, der das Design-Team bewusst aufwertet, würde an eine Tradition anknüpfen, die Apple über Jahre groß gemacht hat. Zugleich fällt der Zeitpunkt in eine Phase, in der das Unternehmen mit einem faltbaren iPhone und weiteren Neuheiten ohnehin gestalterisch Akzente setzen will. Wie ernst es Ternus mit der Aufwertung meint, dürfte sich daher schon an seinen ersten Produkten ablesen lassen. (Bild: Apple)

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Milan Jovicic

Milan Jovicic

Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und schreibt seit 2018 sämtliche Inhalte selbst – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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