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Apple plant ab 2028 iPhones mit 1,4-Nanometer-Chips

by Milan
16. Juni 2026
in Rumors
Apple iPhone

Bild: Shutterstock / Pham Minh Son

Apples Chip-Fahrplan reicht offenbar schon bis 2028 – und führt zu einem nächsten großen Fertigungssprung. Ein Bericht zufolge sollen die High-End-iPhones dieses Jahrgangs von der 2-Nanometer- auf die 1,4-Nanometer-Technik wechseln. Den Großteil dieser A22-Pro-Chips soll TSMC fertigen, doch Apple erwägt offenbar einen zweiten Hersteller.

Die Angaben stammen aus einem Bloomberg-Bericht von Mark Gurman und ordnen sich in Apples längerfristige Chip-Strategie ein. Aktuell setzen die iPhone-17-Modelle noch auf einen N3P-3-Nanometer-Prozess der dritten Generation. Den nächsten Schritt machen das iPhone 18 Pro und das Pro Max sowie das für September 2026 erwartete faltbare iPhone, die als erste Geräte einen Chip in 2-Nanometer-Fertigung erhalten sollen. Erst 2028 würde dann der Umstieg auf 1,4 Nanometer folgen – verbunden mit einer Frage, die längst über Apple hinausreicht.

Der Sprung von 2 auf 1,4 Nanometer

Dem Bericht zufolge sollen auch die 2027er-Chips noch im 2-Nanometer-Verfahren entstehen. Erst beim High-End-Jahrgang 2028 würde Apple einen Teil der Chips auf 1,4 Nanometer heben – konkret beim A22 Pro. Damit zeichnet sich eine klare Staffelung ab: 3 Nanometer beim aktuellen iPhone 17, 2 Nanometer ab dem iPhone 18 Pro und den Folgemodellen, schließlich 1,4 Nanometer als nächster Knoten für die leistungsstärksten Geräte.

Was die kleinere Struktur bringen soll

TSMC arbeitet seit mehreren Jahren an der 1,4-Nanometer-Fertigung. Der entsprechende A14-Knoten soll laut den Angaben bis zu 15 Prozent mehr Leistung liefern als Chips auf dem aktuellen N2-Knoten in 2 Nanometer. Alternativ ließe sich dieselbe Leistung bei rund 30 Prozent geringerem Stromverbrauch erreichen. Für ein iPhone wären beide Richtungen interessant, weil sich daraus entweder mehr Tempo oder eine längere Akkulaufzeit ergeben kann.

Teurer, knapper und hart umkämpft

Jeder Schritt zu einer kleineren Strukturbreite bringt allerdings höhere Produktionskosten und eine begrenzte Kapazität mit sich, weil die fortschrittlichsten Chips besonders schwer zu fertigen sind. Verschärft wird das durch die enorme Nachfrage: Leistungsstarke und effiziente TSMC-Chips sind bei KI-Serverherstellern wie Nvidia stark begehrt, deren Chips Apple zuletzt sogar in seine eigene KI-Infrastruktur einbinden wollte. Für Endgeräte bleibt dadurch weniger Fertigungskapazität übrig.

Wie real dieser Engpass ist, zeigte sich erst kürzlich: Auf der jüngsten Bilanzvorlage erklärte Apple-Chef Tim Cook, dass die iPhone-17-Modelle im Quartal limitiert gewesen seien, weil Apple nicht genügend A19- und A19-Pro-Chips von TSMC habe beziehen können. Dass Apple bei den fortschrittlichsten Knoten auf einen einzigen Fertiger angewiesen ist, wird damit zum strategischen Risiko – ähnlich wie bei der aufwendigen Ausbeute-Optimierung in der Chip-Produktion, bei der jeder verwertbare Chip zählt.

Apple sucht einen zweiten Fertiger

Vor diesem Hintergrund will Apple seine Chip-Lieferkette breiter aufstellen. Gerüchten zufolge arbeitet das Unternehmen dafür mit Intel zusammen. Während Apple früher Intel-eigene Chips in Macs verbaute, würde Intel im Rahmen der neuen Vereinbarung Arm-basierte Chips nach Apples Designs herstellen.

Aktuelle Gerüchte deuten darauf hin, dass Intel zunächst einfachere Chips für Geräte wie iPad und Mac fertigen könnte. Intel-Chef Lip-Bu Tan möchte das Fertigungsgeschäft des Konzerns jedoch über fortschrittlichere Knoten wiederbeleben. Dazu entwickelt Intel den 14A-Knoten für 1,4-Nanometer-Chips, der 2028 in Produktion gehen soll. Frühere Berichte legen nahe, dass Intel ab 2028 die Chips für Nicht-Pro-iPhones übernehmen könnte.

Apples Chip-Fahrplan wird zur Lieferketten-Frage

Sollten sich die Angaben bestätigen, ginge es 2028 um mehr als nur einen schnelleren Prozessor. Der Wechsel auf 1,4 Nanometer entscheidet mit darüber, wie viel Vorsprung Apple bei Leistung und Effizienz herausholen kann – und wie abhängig der Konzern dabei von einem einzelnen Auftragsfertiger bleibt. Bis dahin ist der Fahrplan jedoch eine Momentaufnahme, die sich mit der Verfügbarkeit der modernsten Fertigung noch verschieben kann. (Bild: Shutterstock / Pham Minh Son)

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Tags: iPhoneiPhone 2028iPhone 21
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