Jahrelang hat sich Apple öffentlich gegen einen berührungsempfindlichen Mac gestellt – nun meldet sich ein gut vernetzter Leaker aus der Lieferkette zu Wort und gibt sich überzeugt: Das nächste MacBook soll einen Touchscreen bekommen, und zwar ohne Wenn und Aber.
Dass Apple an einem MacBook mit berührungsempfindlichem Bildschirm arbeitet, geistert schon länger durch die Gerüchteküche. Zuletzt verdichteten sich die Anzeichen sogar im eigenen Betriebssystem: macOS 27 „Golden Gate“ enthält an mehreren Stellen Vorbereitungen, die sich nur mit einem Touch-Display und einer Dynamic Island sinnvoll erklären lassen – Indizien, die unmittelbar auf das erwartete MacBook Ultra hindeuten. Eine neue Wortmeldung aus der Zulieferkette legt jetzt nach und will keinen Zweifel mehr daran lassen, dass der Touch-Mac kommt.
Eine eindeutige Ansage aus der Lieferkette
In einem neuen Beitrag auf der chinesischen Plattform Weibo äußerte sich der für seine Treffer bekannte Leaker Instant Digital. Demnach sei es „zu 100 Prozent bestätigt“, dass das MacBook-Display Touch-Eingaben unterstütze. Eine derart absolute Formulierung ist selbst für Leaker ungewöhnlich – sie deutet darauf hin, dass die Information auf konkreten Hinweisen aus der Fertigung beruhen dürfte und nicht auf bloßer Spekulation.
Festzuhalten bleibt: Es handelt sich weiterhin um eine inoffizielle Einschätzung, nicht um eine Apple-Bestätigung. Angesichts der Häufung an Belegen wirkt ein Touch-MacBook inzwischen aber weniger nach vagem Gerücht als nach einer konkreten Roadmap.
MacBook Ultra oder bleibt es ein MacBook Pro?
Offen ist nach wie vor, unter welchem Namen das Gerät erscheinen soll. Berichten zufolge könnte das erste Touch-MacBook als „MacBook Ultra“ vermarktet werden und damit eine neue Premium-Stufe oberhalb des MacBook Pro eröffnen. Ebenso denkbar wäre, dass Apple beim etablierten Namen MacBook Pro bleibt und den Touchscreen schlicht als neues Merkmal der bestehenden Reihe einführt. Eine endgültige Festlegung gibt es bislang nicht.
Samsung soll die Touch-Panels liefern
Gestützt wird die Leaker-Aussage durch jüngste Hinweise, wonach Samsung kurz davorstehe, die berührungsempfindlichen Display-Panels für das Gerät zu produzieren. Sollte das zutreffen, wäre das ein typisches Vorzeichen für einen näher rückenden Marktstart: Wenn ein Zulieferer die Panel-Fertigung anlaufen lässt, ist die Produktentwicklung in der Regel weit fortgeschritten. Genau diese Lieferketten-Signale dürften auch der Grund sein, weshalb sich der Leaker so festlegt.
Apples langer Widerstand gegen Touch auf dem Mac
Bemerkenswert ist die mögliche Kehrtwende vor allem deshalb, weil Touch-Displays auf Windows-Notebooks seit Jahren verbreitet sind, während Apple den Mac konsequent davon ausgenommen hatte. Öffentlich argumentierte das Unternehmen lange, Touch gehöre ans iPad und nicht an einen Laptop mit Tastatur und Trackpad. Dass intern dennoch an einer Umsetzung gearbeitet werde, würde dem bekannten Muster folgen, nach dem Apple Funktionen nach außen ablehnt und sie hinter den Kulissen trotzdem vorbereitet. Die Touch-Vorbereitungen in macOS 27 passen genau in dieses Bild.
Der Touchscreen-Mac rückt näher
Noch fehlt die offizielle Bestätigung aus Cupertino, doch die Belege schichten sich: Hinweise im Betriebssystem, anlaufende Panel-Produktion und nun eine ungewöhnlich deutliche Ansage aus der Lieferkette. Sollte sich das alles bewahrheiten, stünde dem Mac eine der größten Bedienänderungen seit der Einführung von Apple Silicon bevor. (Bild: Shutterstock / Dontree_M)
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