Ein neues, niedrig aufgelöstes Foto soll Apples erstes faltbares iPhone erstmals in Weiß zeigen – und untermauert ein Bild, das sich seit Monaten abzeichnet: Das iPhone Ultra dürfte mit einer betont nüchternen Farbpalette starten. Ob das gezeigte Modell tatsächlich ein Seriengerät ist, darf allerdings bezweifelt werden.
Apple wird sein erstes Foldable nach derzeitigem Stand noch in diesem Jahr vorstellen, gemeinsam mit den kommenden Pro-Modellen im September. Das Gerät, das unter der Bezeichnung iPhone Ultra gehandelt wird, fügt sich mit jeder neuen Meldung etwas klarer zusammen – und der jüngste Leak liefert zum ersten Mal einen konkreten Farbeindruck. Die Aufnahme reiht sich in das bislang bekannte Gesamtbild zum iPhone Ultra ein, das von einem äußerst hochpreisigen Premium-Gerät mit zurückhaltender Auswahl bei den Optionen ausgeht.
Ein weißes Modell aus unsicherer Quelle
Verbreitet wurde das Bild vom Leaker Ice Universe über die Plattform Weibo. Die automatische Übersetzung des Begleittextes spricht von einem Prototyp des Geräts, doch die Anhaltspunkte deuten eher auf eine von Dritten gefertigte Attrappe hin: Die Oberfläche wirkt günstig und plastikartig, was gegen ein echtes Vorserienmodell spricht. Detaillierter als die zuletzt kursierenden Dummy-Einheiten ist das Modell dennoch.

Was die Attrappe nachbilden soll, ist in groben Zügen bekannt. Erwartet werden ein äußeres Display im Bereich von 5,3 bis 5,5 Zoll und ein aufgeklapptes Innendisplay zwischen 7,6 und 7,8 Zoll, dessen Ausmaße an ein iPad mini erinnern dürften. Auf der Rückseite sollen zwei 48-Megapixel-Sensoren sitzen – eine Haupt- und eine Ultraweitwinkelkamera –, während jeder der beiden Bildschirme eine eigene Frontkamera erhalten soll.
Weiß als bisher einzige „bestätigte“ Farbe
Auch wenn das Foto selbst nur bedingt belastbar ist, passt die Farbe zu früheren Hinweisen. Der Leaker Instant Digital bezeichnet Weiß als bislang einzigen Farbton, der als gesichert gelten könne. Welche zweite Option hinzukommt, ist offen: Eine Quelle aus der Lieferkette, auf die sich ein anderer Bericht beruft, nennt ein Indigo, das dem Deep-Blue-Finish des iPhone 17 Pro ähneln solle. Insgesamt dürfte das Foldable damit deutlich weniger Auswahl bieten als die iPhone-18-Pro-Modelle – kräftige oder besonders auffällige Töne sind den Berichten zufolge nicht vorgesehen.
Zwei Farben – und die Gründe dahinter
Dieselbe Linie zeichnet auch Bloomberg-Journalist Mark Gurman: Apple wolle bei dem Modell auf verspielte Farben verzichten und stattdessen auf klassische Töne wie Space Grau beziehungsweise Schwarz und Silber beziehungsweise Weiß setzen. Eine Parallele drängt sich auf – das iPhone X kam 2017 ebenfalls in nur zwei Varianten auf den Markt, Silber und Space Grau.
Hinter der schmalen Palette dürfte vor allem die Fertigung stehen. Analyst Ming-Chi Kuo warnte zuletzt, dass Produktionsschwierigkeiten die Liefermengen mindestens bis Jahresende begrenzen könnten; jede zusätzliche Farbe würde Komplexität und Kosten eines ohnehin schwer herzustellenden Geräts weiter erhöhen. Bei einem Gerät, das Apple als neue Premium-Stufe oberhalb des bisherigen Lineups positioniert, und dessen Startpreis jenseits der 2.000-Dollar-Marke erwartet wird, hätte das Unternehmen ohnehin wenig Anreiz, das Sortiment zum Start auszuweiten – zumal Käufer in diesem Preissegment ihre Entscheidung kaum von der Farbwahl abhängig machen dürften.
Die zweite Farbe bleibt das offene Detail
Der Marktstart wird gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max für September erwartet. Bis dahin bleibt vor allem offen, welcher zweite Farbton neben Weiß tatsächlich erscheint – und ob die bislang nur über Attrappen und Stimmen aus der Lieferkette gezeichneten Eindrücke dem fertigen Gerät standhalten. (Bild via Weibo)
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