Lange wurde über neue Versionen von Apple TV 4K und HomePod mini spekuliert – nun zeichnet sich ein konkreter Zeitpunkt ab: Beide Geräte sollen einem aktuellen Bericht zufolge noch in diesem Herbst erscheinen. Der Schlüssel dazu ist die überarbeitete Siri, deren Start sich endlich konkretisiert. Große äußere Veränderungen sind allerdings nicht zu erwarten.
Neue Smart-Home-Hardware von Apple wird seit geraumer Zeit erwartet, doch zuletzt fehlte ein klarer Termin. Der Grund lag dabei nie an der Hardware selbst: Der Marktstart war bereits seit Monaten an die neue Siri gekoppelt, die wiederum mehrfach verschoben wurde. Genau an diesem Punkt liefert ein Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman nun frische Hinweise – und macht erstmals ein konkretes Zeitfenster auf.
Marktstart im Herbst – zusammen mit der neuen Siri
Dem Bericht zufolge bereitet Apple die neuen Modelle von Apple TV 4K und HomePod mini für eine Veröffentlichung noch in diesem Jahr vor – gemeinsam mit der nächsten Generation von Siri. Diese Software war über viele Monate hinweg zurückgehalten worden, weil Hardware und KI-Funktionen bewusst im Verbund erscheinen sollen. Nun ist die neue Siri nach zahlreichen Verzögerungen für den Herbst eingeplant, was den Weg auch für die beiden Geräte freimacht.
Der große Umbau bei Apples Sprachassistentin ist dabei längst angekündigt: Geplant ist eine komplett neue Siri mit eigener App und systemweiter Bedienung, die im Rahmen von iOS 27 erscheinen soll. Für Apple TV 4K und HomePod mini ist sie der eigentliche Anlass, überhaupt neue Hardware auf den Markt zu bringen.
Vor allem ein Chip-Upgrade
Inhaltlich dürften die Neuerungen überschaubar bleiben und sich vor allem im Inneren abspielen. Welche Chips genau zum Einsatz kommen, nennt der Bericht zwar nicht, doch in der Gerüchteküche gelten zwei Sprünge als wahrscheinlich: Das Apple TV 4K soll vom A15- auf den A17-Pro-Chip wechseln, der HomePod mini vom S5- auf den S9-Chip.
Der Unterschied ist mehr als ein reines Leistungsplus. Der A17 Pro wäre stark genug, um KI-Modelle direkt auf dem Apple TV 4K zu verarbeiten. Der S9 im HomePod mini dürfte dafür hingegen nicht ausreichen – neue Apple-Intelligence-Funktionen auf dem Lautsprecher liefen daher voraussichtlich über die Cloud.
Mögliche neue Siri Remote
Eine sichtbare Änderung könnte es bei der Fernbedienung geben. Dem Bericht zufolge ist eine überarbeitete Siri Remote denkbar – wie weitreichend, bleibt jedoch offen. Möglich wäre sowohl eine reine Überarbeitung im Inneren als auch ein vollständig neues Design. Genauso gut könnte es bei einer kleineren, kaum wahrnehmbaren Anpassung bleiben.
Das Apple TV 4K selbst dürfte optisch beim Altbekannten bleiben: Das Gehäuse orientiert sich weiterhin am Industriedesign, das Apple bereits 2010 eingeführt hat. Wer also auf eine völlig neue Box hofft, dürfte enttäuscht werden – die Veränderungen finden vor allem im Inneren und bei der Software statt.
Warum der Zeitplan diesmal halten könnte
Dass Apple den Termin diesmal einhält, ist nicht garantiert – Gewissheit dürfte erst die WWDC bringen. Mehrere Entwicklungen sprechen aber dafür, dass der KI-Fahrplan inzwischen steht. Dazu zählen interne Umstrukturierungen, schlicht mehr Entwicklungszeit und vor allem die Tatsache, dass Gemini-Modelle über Private Cloud Compute bei Siri zum Einsatz kommen.
Sollte der Plan aufgehen, bekämen Wohnzimmer und Smart Home im Herbst gleich zwei aufgefrischte Geräte – weniger spektakulär bei der Hardware, dafür eng verzahnt mit Apples KI-Ambitionen. Genau diese Verknüpfung dürfte für Apple wichtiger sein als ein neues Gehäuse. (Bild: Shutterstock / Pascal Huot)
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