Ein neuer Leak aus China bringt ein bislang ungenanntes Detail zum iPhone Ultra ans Licht: Apples erstes Foldable soll eine Dampfkammer zur Kühlung erhalten – ausgerechnet in einem extrem dünnen Gehäuse. Zugleich heißt es, der für September geplante Marktstart stehe trotz Produktionsproblemen weiterhin.
Während Apple die Massenproduktion seines faltbaren iPhone Ultra vorbereitet, reißen die Leaks zu Ausstattung und Zeitplan nicht ab. Die jüngste Wortmeldung stammt vom Weibo-Leaker Fixed Focus Digital und liefert gleich zwei Punkte auf einmal: ein neues Kühlkonzept und ein Update zum Starttermin. Beides fügt sich in das bisher bekannte Gesamtbild zum iPhone Ultra ein, das ein technisch hochgerüstetes, aber bewusst reduziertes Premium-Gerät zeichnet.
Erstmals ist von einer Dampfkammer die Rede
Dem Leaker zufolge soll das iPhone Ultra über eine Dampfkammer (Vapor Chamber) verfügen, deren Kühlleistung „beeindruckend“ ausfalle – Apple gehe bei der Wärmeableitung aufs Ganze. Es ist das erste Mal, dass eine Quelle dem Foldable eine solche Kühllösung zuschreibt.
Bekannt ist die Technik aus den jüngsten Pro-Modellen: Apple verbaute im iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max im vergangenen Jahr erstmals eine Dampfkammer. Dabei zirkuliert eine geringe Menge entionisierten Wassers, das die Wärme vom Chip wegführt und über den Aluminiumrahmen verteilt; laut Apple sorgt das für eine rund 40 Prozent höhere Dauerleistung bei anspruchsvollen Aufgaben als die zuvor genutzten Graphit-Lösungen. Die Vorgänger iPhone 15 Pro und iPhone 16 Pro hatten unter Last noch mit Hitzeproblemen zu kämpfen.
Bemerkenswert bei einem so dünnen Gehäuse
Dass die Kühltechnik überhaupt in das iPhone Ultra passt, ist die eigentliche Überraschung. Im aufgeklappten Zustand misst das Gerät nur rund 4,5 Millimeter – und schon das ähnlich flache iPhone Air kommt ohne Dampfkammer aus. Eine solche Lösung in dieser Bauhöhe unterzubringen, wäre also keineswegs selbstverständlich, zumal das iPhone Ultra ohnehin auf einige Funktionen des iPhone 17 Pro verzichten dürfte – darunter Face ID, eine Teleobjektiv-Kamera, MagSafe, der Action Button und ein physischer SIM-Slot, vor allem dem schlanken Formfaktor geschuldet. Hinzu kommt, dass für den Rahmen Titan im Gespräch ist, das Wärme schlechter ableitet als Aluminium – was eine effiziente Kühlung umso wertvoller machen würde.
September-Start trotz Produktionshürden
Neben dem Kühldetail liefert der Leaker auch ein Update zum Zeitplan: Alle Anzeichen sprächen dafür, dass es beim ursprünglich geplanten Marktstart im September bleibe – trotz der jüngsten Berichte über Fertigungsprobleme. Die Vormontage stehe zwar unter Druck, und das anfängliche Hochfahren der Produktion gestalte sich schwierig.
Konkret nennt Fixed Focus Digital Ausbeuteprobleme in der Vormontage rund um die SMT-Bestückung. Das widerspricht einer früheren Darstellung des Leakers Instant Digital, der die Schwierigkeiten beim Scharnier verortet hatte – dieses falle bei langanhaltendem, häufigem Auf- und Zuklappen durch Apples Qualitätskontrolle. Fixed Focus Digital hält dagegen, das Scharnier sei nicht die Hauptursache. Bereits im April hatte DigiTimes von einem Rückstand von ein bis zwei Monaten berichtet, bei weiterhin angepeiltem Herbst-Start und einem Beginn der Massenproduktion im Juli; auch Preisverhandlungen mit dem Montagepartner galten zwischenzeitlich als möglicher Störfaktor. Der für September erwartete Start an der Seite von iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max scheint davon bislang aber unberührt.
Bald sollen weitere Details folgen
Zur erwarteten Ausstattung zählen ein 7,8 Zoll großes Innendisplay, ein 5,5-Zoll-Außenbildschirm, der A20-Chip, das C2-Modem, Touch ID anstelle von Face ID sowie zwei Rückkameras; der Einstiegspreis soll bei rund 2.000 US-Dollar liegen. Der Leaker hat zudem angekündigt, bereits am morgigen Tag weitere große Neuigkeiten zum Foldable zu teilen – die Gerüchtewelle dürfte also unmittelbar weitergehen. (Bild: Shutterstock / Dominik_Spalek)
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