Apple steht ein vollgepackter Herbst bevor – doch das eigentliche Ausrufezeichen könnte erst ein Jahr später folgen. Geht es nach den jüngsten Aussagen eines bestens vernetzten Branchenkenners, würde 2027 das ambitionierteste Hardware-Jahr in der Geschichte des Konzerns. Sechs neue iPhones, zwei frische KI-Wearables und eine breite Mac-Erneuerung sollen dann zusammenfallen.
Schon für diesen Herbst stehen mehr als 15 neue Produkte im Raum – von iPhones über Macs bis zu Zubehör. Trotzdem könnte 2027 dieses Pensum noch einmal übertreffen. Möglich macht das Apples zweigeteilte Veröffentlichungsstrategie, bei der die Standardmodelle in die erste Jahreshälfte und die Pro-Geräte in den Herbst wandern – ein Vorgehen, das mittlerweile auch Android-Hersteller übernehmen wollen. Dadurch verdichten sich die Starttermine über das Jahr, und die Liste der erwarteten Geräte fällt entsprechend lang aus.
Die Ansage: das größte Produktjahr der Firmengeschichte
Den Anstoß gab Mark Gurman, Apple-Reporter der Nachrichtenagentur Bloomberg, in einem Auftritt in der Show TBPN. Dort ordnete er 2027 als das größte Produktjahr in der Geschichte des Unternehmens ein. Die Bewertung ist naturgemäß subjektiv und lässt sich kaum in harte Zahlen pressen. Benennen lässt sich allerdings die Fülle an Geräten, die Gerüchten zufolge für das Jahr auf der Roadmap stehen – und die diese Einschätzung zumindest plausibel erscheinen lassen.
Sechs iPhones in einem einzigen Jahr
2027 könnte das erste Jahr werden, in dem Apple sechs neue iPhone-Modelle innerhalb von zwölf Monaten auf den Markt bringt. Berichten zufolge würden sie sich auf zwei Wellen verteilen:
| Zeitfenster | Erwartete Modelle |
|---|---|
| Frühjahr 2027 | iPhone Air 2, iPhone 18, iPhone 18e |
| Herbst 2027 | iPhone 20 Pro, iPhone 20 Pro Max, iPhone Ultra 2 |
Auffällig ist der Sprung in der Nummerierung bei den Pro-Geräten: Während die Standardmodelle der Logik der Vorjahre folgen würden, sollen die Pro-Varianten direkt auf die „20″ springen. Mit dem iPhone Ultra 2 stünde zudem die zweite Generation des faltbaren Spitzenmodells an, dessen erste Ausgabe bereits umfangreich durch Leaks und Berichte umrissen ist.
Das randlose Jubiläumsmodell als Höhepunkt
Der eigentliche Höhepunkt dürften die Pro-Modelle im Herbst 2027 werden. In jenem Jahr jährt sich die Vorstellung des ersten iPhone zum 20. Mal, und Apple soll das Jubiläum mit einem besonders auffälligen Design begehen. Im Gespräch ist ein rundum gebogenes Display, das in bislang erprobten Prototypen nahezu randlos wirken soll. Welche Pläne Apple zum 20-jährigen iPhone-Jubiläum insgesamt verfolgen soll, reicht dabei über die reine Displayform hinaus.
Zwei neue KI-Wearables
Zu Gurmans weiteren Berichten gehören zwei neue KI-Wearables, die im selben Jahr erscheinen sollen. Zum einen wären das AirPods mit integrierten Kameras, zum anderen die lange erwarteten Apple Glasses, zu denen sich die Gerüchtelage zuletzt verdichtet hat. Beide Geräte würden Apple zwei komplett neue Produktkategorien erschließen – und damit deutlich über ein klassisches iPhone-Update hinausweisen.
Ein Tisch-Roboter fürs smarte Zuhause
Auch im Smart-Home-Bereich soll sich einiges tun. Berichten zufolge plant Apple einen Tisch-Hub mit schwenkbarem Roboterarm – im Kern eine größere und leistungsfähigere Variante des erwarteten HomePad. Diese Roboter-Pläne ordnen sich in eine Reihe von zuletzt verschobenen KI-Projekten rund um Home Hub und Brille ein, deren Zeitplan eng mit Apples KI-Fortschritten verknüpft sein dürfte.
Neue M6-Hardware für Mac und iPad
Auf der Mac- und iPad-Seite soll 2027 die nächste Chip-Generation den Ton angeben. Erwartet werden mehrere Geräte auf Basis des M6, darunter ein überarbeitetes iPad Pro, ein neues MacBook Air und voraussichtlich weitere Macs. Offen ist der genaue Zeitpunkt beim MacBook Ultra, dessen bisherige Gerüchtelage einen Start noch in diesem Herbst nahelegt – eine Verschiebung ins Jahr 2027 gilt aber als möglich.
Apple Watch und weitere offene Posten
Komplettiert würde das Jahr durch neue Apple-Watch-Modelle, für die unter anderem eine neue OLED-Technik mit längerer Laufzeit im Gespräch ist. Hinzu kommen dürften Produkte, die bislang noch gar nicht in der Gerüchteküche aufgetaucht sind – ein üblicher Vorbehalt bei Prognosen, die so weit in die Zukunft reichen.
Warum die Rekord-Ansage mehr ist als ein Superlativ
Ob 2027 tatsächlich das größte Produktjahr der Firmengeschichte wird, lässt sich seriös erst im Rückblick beurteilen. Bemerkenswert ist dabei weniger der Superlativ als die Bandbreite: Mit AirPods-Kameras und einer eigenen Brille kämen gleich zwei neue Produktkategorien hinzu, während die iPhone-Linie auf sechs Modelle anwüchse und die gesamte Mac- und iPad-Palette auf eine neue Chip-Generation umstiege. Sollte sich auch nur ein Großteil dieser Geräte bewahrheiten, stünde Apple vor einem ungewöhnlich dichten Produktzyklus – mit entsprechend hohem Druck in Entwicklung, Lieferkette und Vermarktung. Hinzu kommt ein zeitlicher Aspekt: 2027 wäre das erste vollständige Kalenderjahr unter John Ternus, der zum 1. September 2026 den CEO-Posten von Tim Cook übernimmt – ein derart breites Hardware-Aufgebot geriete damit zugleich zur frühen Visitenkarte der neuen Führung.
Apples Roadmap für 2027 verdichtet sich
Noch handelt es sich um eine Mischung aus konkreten Einzelgerüchten und einer pointierten Gesamteinschätzung. Doch die Bausteine – sechs iPhones, zwei KI-Wearables, ein Roboter-Hub und eine breite M6-Generation – fügen sich zunehmend zu einem stimmigen Bild zusammen. Mehr Klarheit dürften die kommenden Monate bringen, in denen sich die Berichte zu den einzelnen Geräten weiter schärfen. (Bild: Shutterstock / edphi)
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