Apples komplette OLED-Produktpalette für die zweite Jahreshälfte soll aus nur zwei Fabriken stammen. Samsung Display und LG Display teilen sich einem Bericht zufolge sämtliche Panel-Aufträge – vom iPhone 18 Pro bis zur Apple Watch. Ein dritter Kandidat fällt komplett heraus.
Für die anstehenden Geräte des Jahres 2026 setzt Apple bei den OLED-Bildschirmen offenbar ausschließlich auf südkoreanische Zulieferer. Laut einem Bericht von ET News haben Samsung Display und LG Display die Massenproduktion der Panels bereits aufgenommen und sollen jedes in der zweiten Jahreshälfte erscheinende Modell beliefern. Im Zentrum steht dabei das iPhone 18 Pro mit seinen erwarteten Display-Neuerungen, doch die Aufträge reichen weit über das Topmodell hinaus – bis zum MacBook Ultra, iPad mini und einem faltbaren iPhone.
Wer welche Panels liefert
Die Aufteilung der Aufträge ist dem Bericht zufolge klar geregelt. Samsung Display übernimmt gleich mehrere Geräte allein, LG Display sichert sich exklusiv die Apple Watch Series 12, und das Topduo iPhone 18 Pro und 18 Pro Max teilen sich beide Hersteller.
| Gerät | OLED-Lieferant | Geschätzte Panel-Menge |
|---|---|---|
| iPhone 18 Pro & 18 Pro Max | Samsung & LG Display | 90 Millionen (zusammen) |
| Apple Watch Series 12 | LG Display | 34 Millionen |
| iPhone Ultra (faltbar) | Samsung Display | 10 Millionen |
| iPad mini | Samsung Display | 2 Millionen |
| MacBook Ultra (14″/16″) | Samsung Display | keine Angabe |
Die Massenproduktion hat dem Bericht zufolge für iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max, das faltbare iPhone Ultra und das iPad mini bereits begonnen. Die OLED-Fertigung für das MacBook Ultra soll im kommenden Monat anlaufen, sobald bei Samsung Display die Produktionslinie der 8,6-Generation den Betrieb aufnimmt.
Warum BOE außen vor bleibt
Auffällig ist, wer in dieser Aufstellung fehlt: der chinesische Hersteller BOE. Er wurde nach Qualitätsproblemen aussortiert, die im vergangenen Jahr die Panel-Lieferungen für das iPhone 17 Pro störten. Erst im April nahm BOE die Auslieferungen wieder auf – für die OLED-Aufträge der 2026er-Generation reichte das dem Bericht zufolge nicht mehr.
LTPO+ fürs iPhone, OLED fürs MacBook
Inhaltlich fügt sich der Bericht an frühere Informationen an, wonach iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max auf die Technik LTPO+ OLED setzen sollen. Diese verspricht eine höhere Energieeffizienz und eine schnellere Reaktionszeit des Displays, was sich besonders bei schwachem Umgebungslicht bemerkbar machen soll.
Beim MacBook Ultra, das laut Gerüchten eine neue Geräteklasse darstellt, käme OLED von Beginn an zum Einsatz: Samsung Display soll die Massenfertigung der entsprechenden 14- und 16-Zoll-Panels vorbereiten, mit rund 2 Millionen Einheiten allein in diesem Jahr.
Eine Abhängigkeit, die in beide Richtungen wirkt
Dass Apple seine gesamte OLED-Versorgung auf zwei Konzerne stützt, hat eine bemerkenswerte Kehrseite: Die südkoreanische Display-Industrie ist ihrerseits stark von Apple abhängig. Laut dem Nachhaltigkeitsbericht von Samsung Display für 2025 entfielen 45,6 Prozent des Umsatzes auf die USA, wo Apple seinen Sitz hat. Im Quartalsbericht von LG Display schlägt ein Kunde, bei dem es sich mutmaßlich um Apple handelt, sogar mit 58,4 Prozent des Umsatzes zu Buche.
Damit entsteht ein wechselseitiges Verhältnis: Apple sichert sich verlässliche Panel-Qualität von zwei erprobten Partnern, während diese Partner einen Großteil ihres Geschäfts auf einen einzigen Abnehmer ausrichten. Für Apple bedeutet die Konzentration auf Samsung und LG kurzfristig mehr Verlässlichkeit – sie verringert aber auch den Verhandlungsspielraum, der durch einen dritten Lieferanten wie BOE entstünde.
Was die Lieferkette über Apples 2026-Pläne verrät
Der Blick in die Panel-Aufträge liefert ein erstaunlich genaues Bild davon, welche Geräte Apple in der zweiten Jahreshälfte tatsächlich plant – und in welchen Stückzahlen. Dass die Produktion für die meisten Modelle bereits läuft, deckt sich mit den Erwartungen an einen dicht gedrängten Herbst, in dem neben den Pro-iPhones erstmals auch ein faltbares Modell und ein MacBook Ultra Gestalt annehmen sollen. (Bild: Shutterstock / Titolino)
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