Apples groß angelegte Smart-Home-Offensive nimmt langsam Form an – nur eben über mehrere Jahre verteilt. Den Anfang sollen 2026 ein neues Apple TV und ein frischer HomePod mini machen. Wer dagegen auf den vielzitierten Roboterarm für den Home Hub wartet, braucht laut einem Bericht noch deutlich mehr Geduld.
Dass Apples KI-Vorstoß auch neue Smart-Home-Geräte umfasst, ist kein Geheimnis. Im Zentrum steht der lange erwartete Home Hub, dessen Zeitplan ebenso wie der weiterer Geräte eng mit Siri AI verknüpft ist. Genau die Verzögerungen rund um Home Hub, Brille und Roboter haben den Fahrplan zuletzt durcheinandergewirbelt. Laut dem Power-On-Newsletter von Bloomberg-Journalist Mark Gurman zeichnet sich nun ab, was in welcher Reihenfolge kommen dürfte – und dass sich das Ganze bis ins Jahr 2028 ziehen könnte.
Den Anfang machen Apple TV und HomePod mini
Den Auftakt sollen noch 2026 ein neues Apple TV und ein überarbeiteter HomePod mini bilden; beide könnten dem Bericht zufolge zu einem beliebigen Zeitpunkt im Jahr erscheinen. Das neue Apple TV soll Apple Intelligence in bestimmtem Umfang unterstützen und möglicherweise eine neue Siri Remote mitbringen. Beim HomePod mini, dessen Nachfolger bereits umfassend durch Gerüchte umrissen ist, dürfte der Zugang zu Siri AI die wesentliche Neuerung bleiben – darüber hinaus ist kaum mit größeren Änderungen zu rechnen.
Der Home Hub als neue Produktkategorie
Auch der Home Hub selbst wird noch für 2026 erwartet, weshalb ein eigener Smart-Home-Schwerpunkt oder ein entsprechendes Event im Herbst denkbar ist. Das Gerät soll als eigenständiges Display starten, das sich mit verschiedenen Halterungen kombinieren lässt – darunter Lautsprecher, Wandhalterungen und bewegliche Arme. Intern wird das Produkt auch als HomePad gehandelt und soll als zentraler Anlaufpunkt für das vernetzte Zuhause dienen.
Der Roboterarm lässt am längsten auf sich warten
Deutlich mehr Geduld erfordert das auffälligste Zubehör: ein Roboterarm für den Home Hub, der möglicherweise mit einer aufgewerteten, stärker auf KI ausgelegten Variante des Tablet-Geräts kombiniert wird. Damit ist dem Bericht zufolge erst 2027 oder sogar 2028 zu rechnen. Das Konzept galt ohnehin immer als eine Art Wagnis: Die Rede ist von einem Gerät mit eigener „Persönlichkeit“, das an eine animierte Schreibtischlampe erinnert und sich noch in einer frühen Testphase befinden soll.
Ein Gedränge im Herbst-Kalender
Hinzu kommt ein praktisches Problem: Apple steht ohnehin eine dichte Hardware-Saison bevor, mit drei neuen iPhones, zwei neuen Apple Watches und einer ganzen Reihe von Macs bis zum Jahresende. Die Frage ist daher weniger, ob diese Home-Produkte kommen, sondern wann. Denn neben all den anderen Neuheiten muss Apple Raum finden, um eine völlig neue Produktkategorie wie den Home Hub einzuführen und zugleich zu erklären, warum ein neues Apple TV und ein neuer HomePod mini überhaupt nötig sind.
Eine Frage des Wann, nicht des Ob
Die September-Keynote dürfte bereits prall gefüllt sein, und Geräte dieser Tragweite passen kaum in das Schema einer schlichten Pressemitteilung. Der Bericht rechnet daher damit, dass Apple seinen Smart-Home-Produkten einen ausführlichen Abschnitt während einer primär auf den Mac ausgerichteten Keynote im Oktober einräumen könnte. Für Apple wäre das die Gelegenheit, die einzelnen Bausteine seiner vernetzten Zuhause-Strategie endlich als zusammenhängendes Bild zu präsentieren – auch wenn der spektakulärste Teil davon noch Jahre entfernt ist. (Bild: Shutterstock / Tartezy)
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