In der fünften Entwickler-Beta taucht ein Bildschirm auf, der zum Wechsel in einen größeren Speicherplan auffordert – mit dem Argument, dadurch mehr Apple Intelligence zu bekommen. Erstmals sind auch konkrete Zahlen sichtbar. Der Speicherplan entscheidet damit nicht mehr nur über Gigabyte.
Seit Wochen verdichten sich die Hinweise, dass Apple den Funktionsumfang von Apple Intelligence an die Größe des iCloud+-Abos koppelt. Nach der Beobachtung, dass die Home-KI in iOS 27 mindestens den 2-TB-Plan voraussetzt, und Tim Cooks Ankündigung höherer KI-Limits gegen Aufpreis zeigt die aktuelle Beta nun eine Oberfläche, die genau das umsetzt. Gefunden wurde sie Stephen Robles in der am Montag verteilten fünften Beta (via 9to5mac).
Das Wichtigste in Kürze
- iOS 27 Beta 5 zeigt in der Home-App, für wie viele Kameras der eigene iCloud+-Plan KI-Zusammenfassungen erlaubt
- Ein neuer Bildschirm wirbt ausdrücklich mit mehr Apple Intelligence für höhere Speicherstufen
- Der 2-TB-Plan deckt offenbar fünf Kameras ab, der 12-TB-Plan fünfzehn
- Die Staffelung dürfte auch für andere Funktionen mit Nutzungsgrenzen gelten
- Zu den übrigen Stufen und zur Verfügbarkeit in Europa liegen keine Angaben vor
Wo der neue Bildschirm auftaucht
Der Weg führt über die Home-App: Home-Einstellungen, dann Apple Intelligence, dann der Bereich für Kameras und Sprache. Dort steht seit der fünften Beta, für wie viele Kameras der aktuelle Plan KI-gestützte Zusammenfassungen der Aufnahmen zulässt.
Auf derselben Seite führt eine Schaltfläche zu den iCloud+-Plänen. Der Bildschirm, der sich dann öffnet, wirbt in der Überschrift damit, den Plan für mehr Apple Intelligence aufzustocken, und nennt neben erweiterten Funktionen auch mehr Speicher. Angezeigt wird der aktuelle Tarif samt Option auf die nächsthöhere Stufe.
Vollständig ist die Übersicht noch nicht: Nicht alle Stufen erscheinen, was in einer Beta wenig überrascht und bis zur Freigabe behoben sein dürfte.
Fünf Kameras oder fünfzehn
Konkrete Zahlen nennt bislang nur eine Einzelbeobachtung aus der laufenden Beta. Der 2-TB-Plan soll demnach Zusammenfassungen für fünf Kameras erlauben, der 12-TB-Plan für fünfzehn. Bestätigt ist das nicht, und was dazwischen liegt oder ob kleinere Pläne überhaupt Zugriff erhalten, ist offen.
| iCloud+-Plan | Preis pro Monat (DE/AT) | Kameras mit KI-Zusammenfassung |
|---|---|---|
| 50 GB | 0,99 Euro | keine Angabe |
| 200 GB | 2,99 Euro | keine Angabe |
| 2 TB | 9,99 Euro | 5 |
| 6 TB | 29,99 Euro | keine Angabe |
| 12 TB | 59,99 Euro | 15 |
Für den deutschsprachigen Raum ergibt sich daraus eine unangenehme Rechnung. Wer von fünf auf fünfzehn Kameras kommen will, zahlt 50 Euro mehr im Monat – 600 Euro im Jahr für zehn zusätzliche Kameras, also fünf Euro je Kamera und Monat. Der Preis versechsfacht sich, die Zahl der Kameras verdreifacht sich. In der Schweiz liegen die Stufen bei 1 bis 60 Franken.
Wenn der Speicherplan zur Funktionswährung wird
Bemerkenswert ist weniger die Staffelung selbst als das, was sie über die Preislogik verrät. Bislang buchte man einen iCloud+-Plan nach Speicherbedarf: viele Fotos, großes Abo. Künftig kann jemand mit 300 Gigabyte Daten im 12-TB-Tarif landen, weil im Haushalt zwölf Kameras hängen.
Für Nutzer heißt das, dass die Wahl des Plans eine zweite Dimension bekommt, die sich nicht am Füllstand ablesen lässt. Wir erwarten, dass Apple die Staffelung bis zur Freigabe im Herbst noch nachjustiert – dass ausgerechnet die beiden teuersten Stufen den Sprung von fünf auf fünfzehn Kameras tragen, während zu 200 GB und 6 TB nichts angezeigt wird, wirkt in dieser Form unfertig.
Offen bleibt die Lage in der EU. Apple Intelligence ist hier verfügbar, die neue Siri AI auf iPhone und iPad dagegen wegen des DMA gesperrt; die Schweiz ist als Nicht-EU-Land davon nicht betroffen. Ob und in welchem Umfang die gestaffelten Grenzen hierzulande greifen, hat Apple nicht mitgeteilt. Wer den Wechsel in eine höhere Stufe erwägt, sollte die Freigabe im Herbst abwarten – welcher Plan sich nach reinem Speicherbedarf lohnt, ändert sich dadurch vorerst nicht.
iOS 27: So geht es weiter
Die finale Fassung wird im September erwartet, gemeinsam mit den neuen iPhone-Modellen. Bis dahin dürften weitere Betas folgen, in denen sich die Kameragrenzen noch verschieben können. Sicher ist bislang nur, dass die Kopplung kommt – die vollständige Liste aller Stufen fehlt noch. Was iCloud in dieser Generation sonst noch ändert, steht in der Übersicht zu den iCloud-Neuerungen in iOS 27. (Bild: Apfelpatient)
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