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Fünf Hüllen, ein Gerät: Nomad schickt für das iPhone 18 Pro Max vom hauchdünnen Leder-Rücken bis zum Panzer für 4,6 Meter Fallhöhe alles ins Rennen. Die Preise reichen in den Standardfarben von 49 bis 84 Euro, die Limited Editions liegen teils darüber, das Leder kommt in allen Fällen von Horween. Welche Fassung zu wem passt, hängt weniger am Preis als an der Frage, wie viel Schutz man wirklich braucht.
Nomad gehört seit Jahren zu den Herstellern, deren Hüllen bei jeder neuen iPhone-Generation pünktlich bereitliegen. Für das iPhone 18 Pro Max besteht das Sortiment aus dem Mag Leather Back, dem Modern Leather Case, dem Traditional Leather Case, dem Clear Leather Case und dem Rugged Case. Jedes Modell gibt es für das iPhone 18 Pro und das Pro Max, ich habe die Fassungen für das größere Gerät getestet. Alle Lederversionen tragen das Horween-Siegel.
Das iPhone 18 Pro selbst ist seit dem 18. September 2026 im Handel, erste Testberichte zum iPhone 18 Pro und Pro Max liegen vor. Beim Zubehör zeigt sich ein Jahr später dasselbe Bild wie bei den Nomad-Lederhüllen für das iPhone 17: Die Bauformen bleiben, die Details wandern weiter.
Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Modelle von 49 bis 84 Euro in den Standardfarben, Limited Editions bis 94 Euro, alle mit MagSafe und Qi2
- Alle Lederfassungen aus Horween-Leder, das eine Patina entwickelt
- Fallschutz reicht von null beim Mag Leather Back bis 4,6 Meter beim Rugged Case
- Das Rugged Case kostet trotz des höchsten Schutzniveaus nur 49 Euro
- Jede Hülle passt auch auf das iPhone 17 Pro Max
Mag Leather Back: nur die Rückseite
Das Mag Leather Back ist keine Hülle, sondern eine Rückplatte. 2,2 Millimeter dünn, Horween-Leder auf einem Glasfaserkörper, innen ein Mikrofaserfutter. Gehalten wird es von einem Magnetarray und Microsuction-Pads, die sich mit einem feuchten Tuch reaktivieren lassen, wenn sie an Haftung verlieren.

Fallschutz gibt es dadurch keinen – das sagt Nomad selbst so. Geschützt werden Rückseite und Kamera vor Kratzern, mehr nicht. Dafür bleibt die Form des iPhone praktisch unverändert, und ein erhöhter Kameraring aus Polycarbonat verhindert, dass die Linsen beim Ablegen aufliegen. In den Standardfarben ist es mit 49 Euro die günstigste Lederoption. Getestet habe ich die Limited Edition in Burgundy, die 59 Euro kostet.
Modern Leather Case: der Allrounder
Das Modern Leather Case ist die Fassung, die den meisten Leuten vorschwebt, wenn sie an eine Lederhülle denken: Leder auf der Rückseite, ein Polycarbonatrahmen, ein griffiger TPU-Bumper ringsum. Der Bumper misst 2,2 Millimeter und fängt Stürze aus bis zu 2,4 Metern ab.

Die Ränder stehen unten 0,85 Millimeter und oben wie seitlich 1,0 Millimeter über das Display – genug, damit der Bildschirm beim Ablegen frei bleibt. Dazu kommen Tasten aus eloxiertem Aluminium, eine Camera-Control-Taste aus Glas und zwei Befestigungspunkte für eine Trageschlaufe. Mit 69 Euro liegt die Hülle exakt auf dem Preis von Apples eigenem Funktionsgewebe Case. Ich hatte sie in zwei Farben im Test: Rustic Brown für 69 Euro und die Limited Edition in Burgundy für 79 Euro.

Traditional Leather Case: Leder bis zum Rand
Beim Traditional Leather Case läuft das Horween-Leder um das gesamte Gerät, der Bumper ist in das Leder eingefasst statt sichtbar abgesetzt. Optisch ist das die ruhigste Variante im Sortiment, haptisch die wärmste – und mit 84 Euro die teuerste. Die Limited Edition in Burgundy kostet 94 Euro und besteht aus Horweens Chromexcel-Leder, das in der Gerbung bis zu 28 Tage braucht. Genau diese Fassung habe ich getestet.

Beim Schutz liegt sie mit 2,4 Metern gleichauf mit dem Modern Leather Case. Der Unterschied ist also kein funktionaler, sondern eine Frage der Optik: Wer die seitlichen Gummiflächen nicht sehen will, zahlt dafür 15 Euro mehr.
Clear Leather Case: Gerätefarbe sichtbar lassen
Das Clear Leather Case kombiniert einen durchsichtigen Polycarbonatkörper mit einem Lederfeld auf der Rückseite. Die Farbe des iPhone bleibt sichtbar, das Leder liefert Griff und Patina an der Stelle, an der die Hand aufliegt.

Das Polycarbonat blockiert nach Nomads Angabe UV-Licht und soll deshalb nicht vergilben – der klassische Schwachpunkt transparenter Hüllen. Technisch entspricht der Rest dem Modern Leather Case: 2,4 Meter Fallschutz, Bumper mit 2,2 Millimetern, dieselben Randhöhen. Der Preis liegt bei 54 Euro, mein Testmuster trägt das Lederfeld in Rustic Brown.
Rugged Case: die Alternative für maximalen Schutz
Wer Schutz über Material stellt, greift zum Rugged Case. Es ist die einzige Fassung im Paket ohne Leder: Polycarbonatrahmen, matte PET-Rückplatte mit eingravierter Landkarte, verstärkte Eckprotektoren. Der Bumper misst 3,3 Millimeter, die Ränder stehen unten 1,11 und seitlich 1,85 Millimeter über – deutlich mehr als bei den Ledermodellen.

Damit sind 4,6 Meter Fallhöhe abgedeckt, also fast das Doppelte der übrigen Hüllen. Und das für 49 Euro, so viel wie das Mag Leather Back in den Standardfarben. Getestet habe ich die Farbe Arroyo. Ein Satz Wechseltasten in Orange liegt bei, die Trageschlaufe wird über einen internen Anker befestigt.
Alle fünf Modelle im Vergleich
| Modell | Preis | Material | Fallschutz | Bumper |
|---|---|---|---|---|
| Mag Leather Back | 49 Euro | Horween-Leder, Glasfaser | keiner | – |
| Modern Leather Case | 69 Euro | Horween-Leder, TPU, Polycarbonat | 2,4 m | 2,2 mm |
| Traditional Leather Case | 84 Euro | Horween-Leder, vollumschließend | 2,4 m | 1,8 mm |
| Clear Leather Case | 54 Euro | Polycarbonat, TPU, Lederfeld | 2,4 m | 2,2 mm |
| Rugged Case | 49 Euro | Polycarbonat, PET, TPU | 4,6 m | 3,3 mm |
Alle Modelle arbeiten mit vernickelten Neodym-Magneten, erreichen 800 bis 1100 gf Haltekraft mit Apple-zertifiziertem Zubehör und tragen einen Ausrichtungsmagneten für Zubehör, das in einer bestimmten Lage sitzen muss.

Horween: warum das Leder teurer ist
Horween gerbt in Chicago seit 1905 nach traditionellem Verfahren. Das Leder wird minimal behandelt, Farbunterschiede und kleine Unregelmäßigkeiten der Haut bleiben sichtbar statt übertüncht zu werden. Genau deshalb entwickelt es schnell eine kontrastreiche Patina, und genau deshalb kostet es mehr als beschichtete Alternativen.
Nomad führt mit Camino eine zweite, gleichmäßigere Ledersorte, die beim Modern Leather Case 49 und beim Traditional Leather Case 59 Euro kostet. Im Testpaket war sie nicht dabei – die gelieferten Hüllen tragen durchgehend das Horween-Siegel.
Pflege: lieber zu wenig als zu viel
Weil Nomad das Leder ohne synthetische Versiegelung verarbeitet, ist Wasser der größte Feind. Der Pflegeleitfaden des Herstellers rät, Feuchtigkeit möglichst zu meiden. Wird die Hülle doch nass, soll sie vollständig an einem warmen Ort trocknen und danach mit einem hochwertigen Lederbalsam behandelt werden, der zugleich reinigt.
Beim Balsam gilt die Devise so wenig und so selten wie möglich. Nomad nennt als Richtwert eine Menge von der Größe eines Reiskorns, weil zu viel Pflegemittel das Leder nachdunkeln lässt. Kratzer und Spuren in den ersten Wochen sind bei Horween normal und verschwinden mit der Zeit unter der Patina, und auch die anfangs etwas steife Hülle wird mit dem Gebrauch weicher.
Welche Hülle zu welchem Nutzer passt
Ich nutze Hüllen von Nomad seit mehreren iPhone-Generationen, und an der Verarbeitungsqualität hat sich in dieser Zeit nichts geändert. Das ist bei Zubehör keine Selbstverständlichkeit: Die Tasten sitzen fest, die Ausschnitte stimmen, und das Leder löst sich auch nach Monaten nicht an den Kanten.
Für den Alltag halte ich das Modern Leather Case für die vernünftigste Wahl, weil es Leder, sichtbaren Schutz und einen vertretbaren Preis zusammenbringt. Das Traditional Leather Case ist die Variante für alle, denen die Optik wichtiger ist als die 15 Euro Unterschied. Brauchst du vor allem Schutz, ist das Rugged Case der klare Fall – es hält am meisten aus und gehört mit 49 Euro zu den günstigsten Modellen.
Das Mag Leather Back bleibt eine Entscheidung gegen Schutz und für Form. Wer sein iPhone ohnehin selten fallen lässt und die Bauhöhe nicht vergrößern will, bekommt hier Lederoptik ohne Aufbau. Das Clear Leather Case wiederum ergibt vor allem bei den auffälligeren Gerätefarben Sinn – bei einem schwarzen iPhone bleibt wenig, was man zeigen könnte.
Für das iPhone Duo hat Nomad eigene Fassungen im Programm, dazu folgt ein eigener Test.
Welche Hülle würdest du nehmen – das Leder, das mit der Zeit Charakter bekommt, oder die Variante, die den härtesten Sturz übersteht? Schreib uns in die Kommentare, worauf es dir bei einer Hülle zuerst ankommt.
Häufige Fragen: Nomad Hüllen für das iPhone 18 Pro
Am meisten Schutz bietet das Rugged Case. Nomad gibt eine Fallhöhe von 4,6 Metern an, fast doppelt so viel wie bei den Lederhüllen. Der Bumper misst 3,3 Millimeter, und die Ränder stehen deutlich weiter über das Display als bei den übrigen Modellen. Mit 49 Euro gehört es außerdem zu den günstigsten Hüllen im Sortiment.
Beim Modern Leather Case sitzt das Leder auf der Rückseite, an den Seiten ist ein griffiger TPU-Bumper sichtbar. Beim Traditional Leather Case läuft das Leder um das gesamte Gerät, der Bumper steckt darunter. Beide fangen Stürze aus bis zu 2,4 Metern ab. Der Unterschied liegt in der Optik und im Preis: In den Standardfarben kostet das Modern 69 Euro, das Traditional 84 Euro.
Ja. Die getesteten Lederhüllen bestehen aus Horween-Leder und tragen das Horween-Siegel. Die Gerberei in Chicago arbeitet seit 1905 nach traditionellem Verfahren und behandelt das Leder nur minimal, deshalb entwickelt es schnell eine Patina. Daneben bietet Nomad mit Camino eine günstigere Ledersorte mit gleichmäßigerer Oberfläche an.
Nein. Das Mag Leather Back ist eine 2,2 Millimeter dünne Rückplatte und keine Hülle, und Nomad gibt ausdrücklich keinen Fallschutz an. Es schützt Rückseite und Kamera vor Kratzern, ein erhöhter Kameraring hält die Linsen beim Ablegen frei.
Nach Nomads Angabe nicht. Das Polycarbonat blockiert UV-Licht, das bei transparenten Hüllen typischerweise für die Gelbfärbung sorgt. Beim Fallschutz entspricht die Hülle mit 2,4 Metern dem Modern Leather Case.
Möglichst wenig. Das Horween-Leder ist nicht synthetisch versiegelt, deshalb sollte es vor Feuchtigkeit geschützt werden. Wird es nass, lässt man es vollständig an einem warmen Ort trocknen und behandelt es danach mit einem hochwertigen Lederbalsam. Nomad empfiehlt, den Balsam so selten und so sparsam wie möglich zu verwenden, etwa in der Menge eines Reiskorns, weil zu viel das Leder nachdunkeln lässt.
Ja. Die Hüllen für das iPhone 18 Pro Max passen laut Nomad auch auf das iPhone 17 Pro Max, das steht so auch auf der Verpackung.





