Apple hat diese Woche das erste faltbare iPhone gezeigt und ruft dafür 2.299 Euro auf. Die Pro-Modelle stehen ab Freitag im Handel, auf das iPhone Duo warten Käufer noch fünf Wochen länger. Dazwischen liegen ein Emmy-Rekord, ein exklusiver Telekom-Start und eine Preisrunde, die auch ältere Geräte erwischt.
Die Woche vom 7. bis 13. September hing an einem einzigen Abend. Am Mittwoch um 19:00 Uhr MESZ zeigte Apple unter dem Motto „Surprise and Shine“ fünf neue Geräte, darunter das erste faltbare iPhone der Firmengeschichte. Es war zugleich die erste Produktvorstellung seit dem Wechsel an der Konzernspitze – John Ternus kommt in den Mitteilungen des Abends als CEO zu Wort.
Auf der Bühne standen iPhone 18 Pro und Pro Max, das iPhone Duo, Apple Watch Series 12 und Ultra 4 sowie die AirPods 5. Angekündigt hatte sich das in den Tagen davor: Apple hinterlegte 37 neue Gerätekennungen, mehr als an jedem Keynote-Vorabend zuvor. Der Rest der Woche drehte sich um Preise, Termine und die Frage, was das faltbare Display eigentlich kostet.
🔥 Story der Woche: Apples erstes faltbares iPhone kostet 2.299 Euro
Das Gerät heißt iPhone Duo, und Apple hat es am Mittwoch offiziell vorgestellt. Aufgeklappt misst es 164,6 × 117,8 × 5,2 Millimeter und ist damit dünner als jedes andere iPhone, zugeklappt kommt es auf 11,3 Millimeter und 254 Gramm. Apple nennt bis zu 31 Stunden Videowiedergabe auf dem inneren Display, bis zu 44 Stunden auf dem äußeren und bis zu 24 Stunden, wenn beide Bildschirme gleichermaßen beansprucht werden.
Bei der Ausstattung fällt das teuerste iPhone aus der Reihe. Statt Face ID sitzt Touch ID in der Seitentaste, eine Actiontaste fehlt. Betrieben wird das Duo ausschließlich mit eSIM, wie schon das iPhone Air. Die äußere Frontkamera löst mit 12 Megapixel auf, die innere unter dem Display liegt bei 1080p. Die Details aus dem Datenblatt zeigen außerdem, dass das Gerät nicht mit iOS 27 ausgeliefert wird, sondern direkt mit iOS 27.1.
Der Termin ist der eigentliche Bruch mit dem gewohnten Ablauf. Vorbestellungen starten erst am 16. Oktober, ausgeliefert wird ab dem 23. Oktober, 28 weitere Länder folgen am 30. Oktober. Zwischen Vorstellung und Verkaufsstart liegen damit 44 Tage, und der Abstand zu den seit Freitag vorbestellbaren Pro-Modellen beträgt genau fünf Wochen.
Die übrigen Neuheiten des Abends fügen sich unauffälliger ein. iPhone 18 Pro und Pro Max bekommen die variable Blende und den A20 Pro, die Apple Watch Series 12 misst den Puls alle fünf Sekunden, die Ultra 4 hält 50 Stunden im Alltag durch, und die AirPods 5 bringen aktive Geräuschunterdrückung ab 149 Euro mit – die Fassung des Vorgängers mit Geräuschunterdrückung kostete 199 Euro.
| Gerät | Preis ab | Vorgänger |
|---|---|---|
| iPhone Duo | 2.299 Euro | kein Vorgänger |
| iPhone 18 Pro Max | 1.599 Euro | 1.449 Euro |
| iPhone 18 Pro | 1.449 Euro | 1.299 Euro |
| Apple Watch Ultra 4 | 899 Euro | unverändert |
| Apple Watch Series 12 | 449 Euro | unverändert |
| AirPods 5 | 149 Euro | 199 Euro mit ANC |
📰 Was sonst wichtig war
Handoff kommt nach Deutschland, aber nur bei einem Anbieter. Mit iOS 27 startet iPhone Handoff hierzulande exklusiv bei der Telekom. Voraussetzung ist eine MultiSIM, die dort 6,95 Euro im Monat kostet.
Satellitendienste bleiben ein Jahr länger gratis. Apple verlängert die kostenlose Nutzung für iPhone 14 bis iPhone 16. Von den vier Diensten ist im deutschsprachigen Raum allerdings nur Notruf SOS freigeschaltet – die Verlängerung wirkt sich hier also nur zum Teil aus.
Apple kauft sich Sensorik für Nervensignale ein. Mit der Übernahme von Sonera holt sich das Unternehmen Technik ins Haus, die Signale des Nervensystems erfasst.
Face ID beschäftigt ein Gericht in Texas. Eine BASF-Tochter hat Apple verklagt und wirft dem Unternehmen die Verletzung eigener Patente rund um die Gesichtserkennung vor.
Die Health-App wird von Grund auf neu gebaut. Apple stellt sie auf Longevity und ein Health Age um – die größte Überarbeitung, die die App bisher erfahren hat.
iOS 27 steht kurz vor der Freigabe. Am Keynote-Abend erschien der Release Candidate, zwei angekündigte Funktionen fehlen zum Start allerdings noch.
💡 Gerücht der Woche: 250 Dollar für das Display
Ein Bericht beziffert die Kosten des faltbaren Panels im iPhone Duo auf rund 250 Dollar pro Stück. Das wäre gut ein Achtel des US-Verkaufspreises – für ein einzelnes Bauteil ein bemerkenswerter Anteil.
Belastbar ist die Angabe nicht. Der Bericht nennt weder eine Aufschlüsselung noch eine nachprüfbare Grundlage für die Zahl, und ein Zuliefererhinweis fehlt ebenfalls. Sie bleibt damit eine Schätzung, die zur Preisgestaltung passt, ohne sie zu erklären.
📊 Zahl der Woche: 20 Emmys für Apple TV
Bei der Creative-Arts-Verleihung holte Apple TV 20 Emmys, acht davon allein für Widow’s Bay. Für den Dienst ist das die erfolgreichste Creative-Arts-Runde bisher. Die Hauptgala folgt in der Nacht zum Dienstag.
👎 Flop der Woche: Die Preisrunde erwischt auch den Bestand
Dass neue Geräte mehr kosten, überrascht niemanden: 150 Euro Aufschlag beim iPhone 18 Pro, 150 Euro beim Pro Max. Bemerkenswert ist die zweite Bewegung. Auch Modelle, die unverändert im Sortiment stehen, sind teurer geworden, darunter das iPhone Air.
Damit verschiebt sich die gesamte Treppe nach oben, während bei den beiden Uhren exakt die Vorjahrespreise stehen bleiben. Die Preisstaffel über alle sieben aktuell verkauften iPhone-Modelle beginnt jetzt bei 849 Euro und endet bei 2.299 Euro.
🔭 Was nächste Woche kommt
Am Montag erwarten wir das finale iOS 27 – der Release Candidate liegt seit Mittwochabend vor. Auch der Termin für iOS 27.1 lässt sich eingrenzen, denn das iPhone Duo wird am 23. Oktober bereits mit dieser Version ausgeliefert.
In der Nacht zum Dienstag um 2:00 Uhr MESZ läuft die Emmy-Hauptgala. Am Freitag stehen iPhone 18 Pro und Pro Max im Handel. Und der Herbst ist damit nicht zu Ende: Für Oktober stehen weitere Geräte an, das faltbare iPhone ist nur das erste davon.
💬 Meine Meinung
Unsere Einschätzung nach diesem Abend: Apple verkauft das iPhone Duo als Spitzenmodell, lässt dort aber Ausstattung weg, die in deutlich günstigeren Geräten selbstverständlich ist. Keine Actiontaste, Touch ID statt Face ID, eine Innenkamera auf 1080p – das lässt sich nicht allein mit der neuen Bauform erklären.
Sichtbar wird das im direkten Gegenüber. Das iPhone Air für 1.299 Euro hat die bessere Frontkamera und die Actiontaste, die dem 1.000 Euro teureren Duo fehlt. Das faltbare Display trägt den Preis, der Rest des Geräts trägt ihn nicht mit. Ob die Rechnung aufgeht, entscheidet sich nicht auf der Bühne, sondern am 23. Oktober.
📚 Aus unserem Archiv
Für den Umzug auf ein neues iPhone gibt es mehrere Wege, die Daten zu übertragen – relevant für alle, die am Freitag ein Pro-Modell auspacken. Und weil iOS 27 die KI-Funktionen weiter ausbaut, ist die Grundeinrichtung von Apple Intelligence auf iPhone, iPad und Mac die Voraussetzung dafür, sie überhaupt zu nutzen.
Eine Woche, in der Apple ein Gerät gezeigt hat, an dem es seit Jahren arbeitet – und das trotzdem erst in sechs Wochen jemand in der Hand hält. Wartest du bis zum 23. Oktober auf das iPhone Duo, oder sind dir 2.299 Euro für ein iPhone zu viel, dem die Actiontaste und Face ID fehlen? Schreib uns in die Kommentare, wo bei dir die Grenze liegt.
Bis nächsten Sonntag wünscht Apfelpatient eine entspannte Lektüre und einen guten Wochenstart.



