Apple bringt die Aktive Geräuschunterdrückung in die günstigsten AirPods. Die neuen AirPods 5 starten bei 149 Euro – genau dem Preis, für den es die Vorgängergeneration bisher ohne dieses Feature gab. Vorbestellen lässt sich ab sofort, im Handel stehen sie am 18. September.
Zusammen mit den neuen iPhone-Modellen hat Apple die AirPods 5 vorgestellt. Die Mitteilung im deutschen Apple Newsroom stellt die Geräuschunterdrückung in den Mittelpunkt, die bei einem offenen Design ohne Silikonaufsatz weiterhin die technisch schwierigere Aufgabe ist. Wer zwischen den aktuellen Modellen abwägt, findet die Unterschiede in unserer AirPods Kaufberatung – sie bekommt mit dieser Ankündigung eine neue Einstiegsklasse.
Das Wichtigste in Kürze
- Die AirPods 5 entfernen laut Apple bis zu 50 Prozent mehr Umgebungsgeräusche als die AirPods 4 mit Aktiver Geräuschunterdrückung.
- Es gibt zwei Modelle: 149 Euro für die Basisfassung, 169 Euro für die Variante mit kabellosem Ladecase, Lautstärkeregelung am Stiel und längerer Laufzeit.
- Bisher kostete die Fassung mit Geräuschunterdrückung 199 Euro – der Einstieg in dieses Feature wird also um 50 Euro günstiger.
- Live Übersetzung läuft jetzt auf der gesamten AirPods-Reihe, setzt aber Apple Intelligence auf dem gekoppelten iPhone voraus.
- Vorbestellungen laufen ab sofort, der Verkauf startet am Freitag, dem 18. September.
Zwei Modelle, 20 Euro Unterschied
Apple verkauft die AirPods 5 in zwei Fassungen. Beide haben die neue akustische Multiport-Architektur und die Aktive Geräuschunterdrückung. Für 149 Euro gibt es die Basisversion, für 169 Euro kommen ein kabelloses Ladecase, eine längere Batterielaufzeit und ein Drucksensor am unteren Ende dazu, über den sich die Lautstärke durch Streichen regeln lässt.

Das Ladecase der teureren Fassung lädt über USB-C, über Qi-Ladegeräte und über das Ladegerät der Apple Watch. Diese Aufteilung ist neu: Bei der Vorgängergeneration hing das kabellose Laden an der Geräuschunterdrückung, weil nur das teurere Modell beides mitbrachte.
Was die Geräuschunterdrückung leisten soll
Apple nennt bis zu 50 Prozent mehr entfernte Umgebungsgeräusche im Vergleich zu den AirPods 4 mit Aktiver Geräuschunterdrückung. Möglich machen sollen das die neue Multiport-Architektur und überarbeitete Audio-Algorithmen. Die Messung erfolgte nach IEC-Norm 60268-24, verglichen wurde mit den meistverkauften kabellosen Open-Ear-Kopfhörern, die zum Testzeitpunkt im Handel waren.
Dazu kommt ein überarbeiteter Transparenzmodus, der Stimmen und Umgebungsgeräusche natürlicher wiedergeben soll. Adaptives Audio mischt beide Modi je nach Umgebung, die Konversationserkennung senkt die Lautstärke, sobald der Träger zu sprechen beginnt.
Beim Klang setzt Apple auf einen Adaptiven EQ der nächsten Generation, der laut Mitteilung eine größere Bandbreite an Ohrformen abdeckt. Das ist bei offenen Kopfhörern der kritische Punkt, weil ohne abschließenden Silikonaufsatz jede Ohrform anders klingt.
Live Übersetzung und Siri per Kopfgeste
Live Übersetzung überträgt gesprochene Sprache in beide Richtungen und ist mit den AirPods 5 nun auf der gesamten AirPods-Reihe verfügbar. Gestartet wird sie durch gleichzeitiges Drücken beider Stiele, über die Actiontaste am iPhone oder per Sprachbefehl. Auf ältere Modelle kam die Funktion im vergangenen Jahr mit iOS 26.
Die Voraussetzung ist Apple Intelligence auf dem gekoppelten iPhone, und genau da liegt der DACH-Punkt: Apple Intelligence startet am 14. September mit iOS 27 und unterstützt Deutsch. Für die AirPods 4 mit Aktiver Geräuschunterdrückung führt Apple im deutschen Store Deutsch (Deutschland) ausdrücklich unter den Sprachen der Live Übersetzung. Nicht zu verwechseln ist das mit Siri AI: Die neue Assistenz startet nur auf Englisch und in der EU auf dem iPhone gar nicht.
Antworten lassen sich Siri-Rückfragen weiterhin per Kopfgeste – Nicken für ja, Kopfschütteln für nein.
Batterie und Laden
Für das Modell mit kabellosem Ladecase nennt Apple bis zu fünf Stunden Wiedergabe mit aktiver Geräuschunterdrückung, also eine Stunde mehr als bei den AirPods 4 mit Aktiver Geräuschunterdrückung, für die Apple bis zu vier Stunden angibt. Mit dem Ladecase steigt der Wert auf bis zu 22 Stunden; beim Vorgänger waren es bei eingeschalteter Geräuschunterdrückung 20 Stunden. Grundlage ist eine überarbeitete Batterie.
Für die Basisfassung ohne kabelloses Ladecase nennt Apple keine eigenen Laufzeitwerte. Wer den längeren Atem braucht, landet damit ohnehin bei der 169-Euro-Variante.
Preise und Marktstart
| AirPods 4 | AirPods 4 mit ANC | AirPods 5 | AirPods 5 mit kabellosem Ladecase | |
|---|---|---|---|---|
| Preis | 149 Euro | 199 Euro | 149 Euro | 169 Euro |
| Aktive Geräuschunterdrückung | nein | ja | ja | ja |
| Laufzeit mit ANC | – | bis 4 Std. | – | bis 5 Std. |
| Mit Ladecase und ANC | – | bis 20 Std. | – | bis 22 Std. |
| Kabelloses Ladecase | nein | ja | nein | ja |
| Lautstärke am Stiel | nein | nein | nein | ja |
Zum Vergleich verlangt Apple für die AirPods Pro 3 aktuell 249 Euro.
Vorbestellungen laufen ab sofort in den USA und mehr als 65 weiteren Ländern, der Verkauf beginnt am Freitag, dem 18. September – zeitgleich mit den neuen iPhone-Modellen.
Der Preis ist die eigentliche Nachricht
Technisch ist die Geräuschunterdrückung im offenen Design der spannendere Teil, wirtschaftlich zählt etwas anderes: Apple ruft für ein Feature, das bis gestern 50 Euro Aufpreis kostete, keinen Aufpreis mehr auf. Wer bisher zur ANC-Variante der AirPods 4 gegriffen hat, zahlt für die Nachfolger mit kabellosem Ladecase 30 Euro weniger als bisher.
Für wen sich der Sprung lohnt, hängt an der Bauform. Offene Kopfhörer dämpfen konstruktionsbedingt weniger als In-Ear-Modelle mit Silikonaufsatz, deshalb bleiben die AirPods Pro 3 bei starkem Lärm die bessere Wahl – Apple beziffert deren Geräuschunterdrückung auf das Vierfache der AirPods 4 mit ANC. Wer den offenen Sitz braucht, bekommt jetzt aber deutlich mehr fürs Geld.
Nicht zu verwechseln sind die AirPods 5 übrigens mit den seit Monaten erwarteten Kamera-AirPods – das sind zwei verschiedene Produkte, und die Kamera-Variante steht frühestens 2027 an.
Greifst du bei 149 Euro zur Basisfassung oder sind dir kabelloses Laden und die Lautstärkegeste die 20 Euro wert? Schreib uns in die Kommentare, welche der beiden Varianten es bei dir wird.



