Die vierte Generation der Apple Watch Ultra bekommt dieselben neuen Sensoren wie die Series 12, setzt den Schwerpunkt aber woanders: Sie hält im Alltag bis zu 50 Stunden durch und trackt Outdoor-Trainings im äußersten Fall 45 Stunden am Stück. Der Preis bleibt bei 899 Euro, verkauft wird ab dem 18. September.
Neben der Series 12 hat Apple auch die Ultra-Reihe erneuert. Die Mitteilung im deutschen Apple Newsroom stellt drei Punkte nach vorn: das neue System zur Gesundheitserkennung, deutlich längere Laufzeiten und ein GPS, das Apple als das genaueste in einer Sportuhr bezeichnet. Was vorab über die Ultra 4 zusammengetragen wurde, trifft damit an vielen Stellen zu – vor allem beim Verzicht auf ein neues Gehäuse.
Das Wichtigste in Kürze
- Im Alltag hält die Uhr bis zu 50 Stunden durch, acht Stunden mehr als die Ultra 3, im Stromsparmodus sind es 84 statt 72 Stunden.
- Der erweiterte Trainingsmodus trackt Outdoor-Workouts 25 Stunden lang, der maximal verlängerte Modus bis zu 45 Stunden.
- Sensorik und Tagesformwert entsprechen der Apple Watch Series 12.
- 15 Minuten Laden bringen bis zu 18 Stunden Laufzeit, beim Vorgänger waren es zwölf.
- Preis unverändert ab 899 Euro, Titan in Natural und Black, Verkauf ab 18. September.
Die Batterie ist der eigentliche Sprung
Bei normaler Nutzung nennt Apple bis zu 50 Stunden, die Ultra 3 kam auf 42. Im Stromsparmodus steigt der Wert von 72 auf 84 Stunden. Auch beim Laden geht es voran: 15 Minuten am Kabel ergeben bis zu 18 Stunden zusätzliche Laufzeit, gegenüber zwölf Stunden beim Vorgänger.
Für Trainings gibt es zwei gestaffelte Modi. Der erweiterte Trainingsmodus liefert 25 Stunden Tracking mit uneingeschränkten GPS-Abfragen und Herzfrequenzmessungen, ein Viertel mehr als die 20 Stunden der Ultra 3. Wer länger unterwegs ist, schaltet in den Modus für maximal verlängertes Training: Dort trackt die Uhr Laufen, Gehen und Wandern bis zu 45 Stunden, während das GPS weiterhin jede Sekunde abfragt. Apple nennt als Maßstab einen Ultramarathon über 100 Meilen.
Diese 45 Stunden gibt es allerdings nicht zum Nulltarif. Nach Apples eigener Fußnote schaltet die Uhr in beiden Modi im Verlauf des Trainings in den Stromsparmodus; im maximal verlängerten Modus werden zusätzlich Mitteilungen und Zwischenzeiten abgeschaltet, und bestimmte Trainingsdaten stehen nicht zur Verfügung. Wer die volle Datenerfassung braucht, rechnet also mit den 25 Stunden.
Sensoren wie in der Series 12
Die Ultra 4 bekommt dieselbe Neuerung wie die kleinere Schwester: Der optische Herzsensor misst den Puls tagsüber alle fünf Sekunden, die Herzfrequenzvariabilität wird bis zu 24-mal häufiger erfasst und in zwei getrennten Werten geführt. Dazu kommt der Tagesformwert zwischen 0 und 10 mit einer von vier Empfehlungen. Die Details dazu stehen im Artikel zur Apple Watch Series 12.

Auch hier gilt Apples eigener Hinweis, dass die Vitalzeichen-App für den Wellness-Bereich gedacht ist und nicht für medizinische Zwecke. Für die Genauigkeit der Pulsmessung verweist Apple auf dieselbe Studie mit über 1.000 Teilnehmern.

Angetrieben wird die Uhr vom S11-Chip. Über dessen Secure Enclave laufen auch Shazam und die Geräuscherkennung, die auf Sirenen, Alarme oder ein weinendes Baby hinweist – letztere kommt nach Apples Angabe erst später in diesem Jahr.
GPS und Satellit
Für das GPS beansprucht Apple die höchste Genauigkeit in einer Sportuhr. Geprüft wurde das nach eigener Angabe an der Genauigkeit der Routenkarte in dicht bebauten Innenstädten, verglichen mit führenden Sportuhren mit Dual-Frequenz-GPS, die im August 2026 im Handel waren.
Erhalten bleiben die Satellitenfunktionen: Notruf SOS, „Wo ist?“ und Nachrichten über Satellit sind nach der Aktivierung einer Ultra 3 oder neuer zwei Jahre lang kostenlos. Für Nachrichten und Ortung über Satellit braucht es einen Mobilfunktarif, das gekoppelte iPhone muss eingeschaltet und verbunden sein, aber nicht in der Nähe.
Gehäuse und Armbänder
Am Äußeren ändert sich wenig: Apple nennt weiterhin Titan in Natural und Black. Ein neu gestaltetes Gehäuse hatte auch ein Bericht Ende Juli nicht erwartet.

Bei den Armbändern gibt es neue Farben: Das Trail Loop kommt in Dark Umber, Sand und Burgundy, das Alpine Loop in Desert, Dark Olive und Burgundy. Die Ocean-Armbänder bestehen jetzt aus halbtransparentem Silikon in drei Farben.
Preis und Marktstart
| Apple Watch Ultra 3 | Apple Watch Ultra 4 | |
|---|---|---|
| Preis ab | 899 Euro | 899 Euro |
| Laufzeit Alltag | bis 42 Std. | bis 50 Std. |
| Laufzeit Stromsparmodus | bis 72 Std. | bis 84 Std. |
| Outdoor-Training mit vollen GPS-Abfragen | bis 20 Std. | bis 25 Std. |
| Maximal verlängertes Training | – | bis 45 Std. |
| Schnellladen, 15 Minuten | bis 12 Std. | bis 18 Std. |
| Gehäuse | Titan | Titan |
Die Ultra 4 kostet ab 899 Euro und damit so viel wie die Ultra 3, deren Werte aus Apples technischem Datenblatt stammen. Vorbestellungen laufen ab sofort in Deutschland und mehr als 50 weiteren Ländern, der Verkauf beginnt am Freitag, dem 18. September. watchOS 27 erscheint am 14. September.
Für wen sich der Wechsel rechnet
Die Ultra-Reihe wird seit jeher über Ausdauer verkauft, und genau dort liegt der Zuwachs. Acht Stunden mehr im Alltag klingen unspektakulär, verschieben aber die Ladeplanung: Wer die Uhr abends um zehn ablegt, kommt mit 50 Stunden über zwei volle Tage samt zwei Nächten Schlaferfassung.
Für Wettkämpfe zählt eher die zweite Zahl. 45 Stunden Tracking decken Distanzen ab, an denen die Ultra 3 aufgegeben hätte – allerdings mit abgeschalteten Mitteilungen und lückenhaften Trainingsdaten. Die ehrlichere Zahl für ambitionierte Läufer sind deshalb die 25 Stunden mit voller Erfassung.
Wer eine Ultra 3 trägt, bekommt vor allem Sensoren und Laufzeit, aber kein neues Gerät. Für alle davor ist der Abstand deutlich größer.
Reichen dir 25 Stunden mit voller Datenerfassung, oder ist der abgespeckte 45-Stunden-Modus für dich das entscheidende Argument? Schreib uns in die Kommentare, wie lang deine längste Tour war.



