Wenige Stunden vor der Keynote sind in Apples Backend 37 neue Gerätekennungen aufgetaucht. Sieben davon gehören zu iPhones – eine mehr, als die bisherige Gerüchtelage für die kommende Reihe vorsieht. Für die anderen Produktgruppen liegen die Zahlen ähnlich großzügig.
Gefunden hat die Einträge der Entwickler Aaron Perris, der die vollständige Liste auf X veröffentlicht hat. Solche Kennungen legt Apple an, bevor die zugehörigen Geräte öffentlich sind – sie tauchen in Systemdateien und Backend-Diensten auf und lassen sich einzelnen Produktfamilien zuordnen, nicht aber konkreten Modellnamen.
Dieselbe Systematik hatte zuletzt einen Hinweis auf die nächste Generation der Streaming-Box geliefert, als dort eine bislang unbekannte Kennung im Systemcode auftauchte. Der aktuelle Fund ist deutlich umfangreicher.
Das Wichtigste in Kürze
- In Apples Backend sind 37 neue Hardware-Kennungen aufgetaucht, verteilt auf sechs Produktgruppen.
- Sieben Kennungen entfallen auf iPhones, obwohl die Gerüchtelage nur sechs Modelle kennt.
- Neun Einträge betreffen Macs, acht iPads, neun die Apple Watch, einer Apple TV, drei fallen in Apples Kategorie für Zubehör im Haushalt.
- Kennungen belegen, dass ein Gerät angelegt ist – nicht, wann oder ob es erscheint.
- Die Nummer in der Kennung ist keine Modellbezeichnung.
Wie sich die 37 Einträge verteilen
| Produktgruppe | Neue Kennungen |
|---|---|
| Mac | 9 |
| Apple Watch | 9 |
| iPad | 8 |
| iPhone | 7 |
| HomeAccessory | 3 |
| Apple TV | 1 |
Die Summe geht genau auf: Die sechs Gruppen ergeben zusammen die 37 Einträge, es fehlt also keine Kategorie in der Aufstellung.
Aus den Zahlen lässt sich allerdings nicht auf die Zahl der Geräte schließen. Neun Kennungen für die Apple Watch bei zwei erwarteten Modellreihen ergeben sich schon dadurch, dass jede Gehäusegröße und jede Funkvariante getrennt geführt wird. Bei Macs ist die Lage ähnlich, weil dieselbe Baureihe mit unterschiedlichen Chipstufen jeweils eigene Einträge bekommt.
Die siebte iPhone-Kennung
Interessant ist der Block bei den iPhones: Dort stehen sieben fortlaufende Einträge unter derselben Generationsnummer. Die aktuelle Gerüchtelage kennt aber nur sechs Modelle – drei davon werden heute Abend erwartet, die übrigen drei erst im Frühjahr.
Zwei Erklärungen liegen nahe, und keine davon ist belegt. Entweder gehört der zusätzliche Eintrag zu einer Ausführungsvariante eines der sechs Modelle, etwa mit abweichender Mobilfunkausstattung für einzelne Märkte. Oder es existiert ein siebtes Gerät, von dem bislang nichts nach außen gedrungen ist. Was sich zu den drei heute erwarteten Modellen bisher zusammengetragen hat, steht in der Übersicht zur kommenden Pro-Reihe.
Wichtig für die Lektüre solcher Funde: Die Zahl in der Kennung ist keine Produktbezeichnung. Apple zählt intern anders als im Marketing, und die Einträge, die jetzt aufgetaucht sind, gehören zu der Reihe, die als iPhone 18 vermarktet wird.
A bunch of upcoming Apple device identifiers have been found on Apple’s backend. Interestingly, there are 7 iPhone models listed. We only know of 6.
— Aaron (@aaronp613) September 8, 2026
iPhone19,1
iPhone19,2
iPhone19,3
iPhone19,4
iPhone19,5
iPhone19,6
iPhone19,7
Mac17,10
Mac17,11
Mac17,12
Mac17,13
Mac18,1
Mac18,2…
Welche Geräte sich zuordnen lassen
Ein Teil der Einträge passt zu Produkten, an denen Apple nachweislich arbeitet. Dazu gehören die erwartete Apple Watch Series 12, ein überarbeiteter iMac mit M6-Chip und das iPad mini 8 mit OLED-Bildschirm. Die drei Einträge in der Zubehörkategorie decken sich mit den Berichten über eine Smart-Home-Zentrale.
Der Rest bleibt unzugeordnet. Eine Kennung sagt nichts darüber, in welchem Zustand sich ein Gerät befindet – sie kann Monate vor einer Vorstellung angelegt werden, und Apple hat in der Vergangenheit auch Einträge geführt, zu denen nie ein Produkt erschien.
Was der Fund heute Abend wert ist
Der Zeitpunkt ist das eigentlich Aussagekräftige. Solche Einträge werden angelegt, wenn die Serverseite auf die Auslieferung vorbereitet wird – und dass die Liste weniger als 24 Stunden vor der Keynote um 19:00 Uhr MESZ so umfangreich ausfällt, spricht dafür, dass mehr ansteht als die drei erwarteten iPhones.
Wir rechnen damit, dass sich der größere Teil der Mac- und iPad-Einträge nicht heute Abend auflöst, sondern über die kommenden Monate verteilt. Die Vorbereitung des Backends läuft der Vorstellung regelmäßig voraus, und Apple hat für dieses Jahr bereits Geräte in Aussicht gestellt, die nicht auf die Bühne gehören. Belastbar wird das erst mit den Ankündigungen selbst.
Auf welches der 37 Geräte tippst du – siebtes iPhone-Modell oder doch nur eine regionale Variante? Schreib uns vor der Keynote deinen Tipp in die Kommentare.



