Das September-Event ist vorbei, das Jahr aber nicht. Ein Gerät hat Apple bereits gezeigt und für Oktober terminiert, mindestens sieben weitere werden für dieselben Wochen erwartet – vom ersten MacBook mit Touchscreen bis zur Heimzentrale mit Display. Wie belastbar die einzelnen Erwartungen sind, unterscheidet sich allerdings deutlich.
Auf der Keynote am 9. September standen iPhone 18 Pro, iPhone Duo, Apple Watch Series 12, Ultra 4 und AirPods 5 auf der Bühne. Verkauft wird ab dem 18. September – mit einer Ausnahme: das faltbare iPhone Duo kommt später. Damit beginnt für Apple ein zweiter Produktherbst, und der fällt in diesem Jahr ungewöhnlich voll aus. Die Erwartungen reichen von drei Macs über vier Geräte fürs Zuhause bis zu einem neuen iPad mini. Belegt ist davon bislang genau ein Termin.
Das Wichtigste in Kürze
- Das iPhone Duo ist das einzige Gerät mit festem Oktober-Termin: Vorbestellung ab 16. Oktober, Verkauf ab 23. Oktober.
- Drei Macs werden erwartet, darunter das erste MacBook mit Touchscreen und OLED-Display.
- Vier Geräte fürs Zuhause stehen aus: Apple TV 4K, Heimzentrale mit Display, HomePod mini 2 und HomePod 3.
- Beim iPad mini gilt ein OLED-Display als gesetzt, das Basismodell könnte erst 2027 folgen.
- Für alles außer dem Duo gibt es weder Termin noch Bestätigung – die Häufung stützt sich auf Berichte, nicht auf Ankündigungen.
Das iPhone Duo ist gesetzt
Apple hat das faltbare iPhone bereits gezeigt und den Termin genannt: Vorbestellungen ab dem 16. Oktober, Auslieferung ab dem 23. Oktober. In Deutschland startet es bei 2.299 Euro für 256 GB, die Ausbaustufen reichen bis 3.799 Euro für 2 TB. Anders als die übrigen neuen iPhones wird es weltweit ausschließlich mit eSIM ausgeliefert, auch hierzulande.
Wer zwischen dem faltbaren Modell und dem klassischen Spitzengerät schwankt, findet die Gegenüberstellung in unserer Kaufberatung zu Duo und iPhone 18 Pro. Die vollständigen Werte stehen in den Details aus dem Datenblatt.
Drei Macs, einer davon mit Touchscreen
Das auffälligste Gerät der erwarteten Runde ist ein neu gestaltetes MacBook der Oberklasse mit Touchscreen und OLED-Display – der erste Mac, der sich per Finger bedienen lässt. Was dazu bekannt ist, sammelt unsere Übersicht zum MacBook Ultra.
Daneben stehen ein aktualisiertes 14-Zoll-MacBook-Pro und ein iMac. Beim MacBook Pro mit M6 geht es um das Basismodell der Reihe, beim iMac um neue Farben und den M6.
Über allen drei Modellen steht dieselbe offene Frage: Ob es überhaupt einen M6 Pro und einen M6 Max geben wird. Nach Berichten aus dem Sommer könnte Apple die Oberklasse der M6-Reihe überspringen und stattdessen die nächste Generation vorziehen. Für ein High-End-MacBook hängt daran alles – ein Spitzengerät ohne Spitzenchip ergibt wenig Sinn.
Vier Geräte fürs Zuhause
Der größte Block betrifft das Wohnzimmer. Erwartet werden ein neues Apple TV 4K mit Siri AI, eine Heimzentrale mit eingebautem Display sowie neue Lautsprecher in beiden Größen.
Der gemeinsame Nenner ist die Sprachsteuerung: Alle vier Geräte sollen Funktionen bekommen, die an neue Hardware gebunden sind. Beim Apple TV verdichten sich die Hinweise am stärksten – zuletzt tauchte im Code eine Modellkennung auf, die auf die A19-Chipgeneration verweist.
Beim großen HomePod ist die Lage am dünnsten. In der zuletzt berichteten Aufzählung startbereiter Geräte kam er nicht vor, obwohl er im Frühjahr noch als bestätigt galt.
Ein iPad mini mit OLED
Für das kleine iPad gilt ein OLED-Display als ausgemacht, dazu ein deutlich stärkerer Chip. Der Zeitrahmen wurde zuletzt auf Oktober eingegrenzt.
Das Basismodell des iPad ist ebenfalls überfällig, könnte aber erst Anfang 2027 folgen. Es fällt damit aus dem Oktober-Fenster heraus.
Was wie sicher ist
Die Tabelle führt nur Geräte, die Apple noch nicht gezeigt hat. Die Spalte rechts ist unsere eigene Bewertung der Quellenlage, keine Angabe von Apple. Maßstab sind zwei Kriterien: ein Beleg in Apples eigenem Code und die Zahl unabhängiger Berichte.
| Produkt | Erwartet | Wie belastbar |
|---|---|---|
| Apple TV 4K | Oktober | Code-Belege und mehrere Berichte |
| iPad mini | Oktober | Mehrere Berichte, kein Code-Beleg |
| Heimzentrale mit Display | Oktober bis Anfang 2027 | Berichte, Zeitfenster zuletzt aufgeweicht |
| HomePod mini 2 | Oktober | Mehrere Berichte |
| MacBook Pro / Ultra | Herbst | Berichte, offene Chipfrage |
| MacBook Pro mit M6 | Herbst | Berichte, offene Chipfrage |
| iMac mit M6 | Bis Jahresende | Einzelne Berichte |
| HomePod 3 | Unklar | Zuletzt aus der Aufzählung verschwunden |
| iPad Basismodell | Frühjahr 2027 | Berichte, außerhalb des Oktober-Fensters |
Warum der Oktober diesmal so voll ist
Auffällig ist weniger die Zahl der Geräte als ihre Verteilung. Apple hat den September für iPhone, Watch und AirPods reserviert und alles andere dahinter gestapelt – Mac, Zuhause und iPad in einem einzigen Monat.
Die Liste zerfällt dabei in zwei Gruppen. Aktualisierungen wie das MacBook Pro mit neuem Chip oder der iMac in neuen Farben brauchen keine Bühne – so lief es im August, als Mac mini und Mac Studio ohne Veranstaltung per Mitteilung kamen. Ein erstes MacBook mit Touchscreen und eine Heimzentrale mit Display sind dagegen keine Aktualisierungen, sondern neue Gerätekategorien.
Unsere Erwartung ist deshalb eine Mischung: die Chip-Updates per Mitteilung, für das Touch-MacBook und die Heimzentrale ein eigener Termin. Beides ist möglich, und die Entscheidung dürfte weniger an der Zahl der Geräte hängen als daran, wie sehr Apple die Bedienung per Finger auf dem Mac erklären will.
Praktisch heißt das für dich: Ein Kaufaufschub lohnt sich vor allem beim Apple TV und beim iPad mini, weil dort die Hinweise am dichtesten sind. Bei den Macs der Oberklasse ist das Risiko höher, denn solange die Chipfrage offen ist, kann sich der Termin verschieben.
Für wen sich das Warten lohnt
Beim Apple TV spricht die Beleglage klar fürs Abwarten: Ein Gerät aus 2022 gegen eines mit aktueller Chipgeneration zu tauschen, ist selten eine schwierige Rechnung. Dasselbe gilt für das iPad mini, dessen Display seit Jahren der schwächste Punkt der Reihe ist.
Wer dagegen ein MacBook der Oberklasse braucht, steht vor einer offenen Frage. Solange nicht geklärt ist, welche Chips die Reihe überhaupt bekommt, lässt sich der richtige Zeitpunkt nicht bestimmen. Und beim HomePod 3 wäre es keine Überraschung, wenn er noch ein Jahr auf sich warten lässt.
Welches der ausstehenden Geräte hätte für dich den größten Unterschied gemacht, wenn Apple es schon im September gezeigt hätte – oder wartest du ohnehin nur auf eines davon? Schreib uns in die Kommentare, worauf dein Blick geht.



