Zwei Größen, ein Chip, ein Kamerasystem: Bei Apples neuen Pro-Modellen ist die Liste der echten Unterschiede kürzer als in den Jahren zuvor. Übrig bleiben Displaygröße, Gewicht, Ausdauer – und ein Aufpreis, der auf jeder Speicherstufe gleich hoch ausfällt. Wer sich bis zum Verkaufsstart am 18. September entscheiden will, kommt an drei Zahlen nicht vorbei.
Apple hat das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max am 9. September gemeinsam vorgestellt, beide mit dem A20 Pro und der neuen Hauptkamera mit variabler Blende. Vorbestellungen nimmt Apple ab dem 12. September entgegen, ausgeliefert wird ab dem 18. September. Wer beide Modelle nebeneinanderlegt, findet in Apples technischen Daten eine Spalte, die sich über weite Strecken doppelt: Chip, Kameras, Speicherstufen, Farben und Schutzklasse sind identisch. Getrennt werden die beiden nur an vier Stellen – und die hängen alle am Gehäuse.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Pro Max misst 6,9 Zoll, das Pro 6,3 Zoll – das sind rund 20 Prozent mehr Anzeigefläche bei 38 Gramm mehr Gewicht.
- Die variable Blende ist kein Alleinstellungsmerkmal des größeren Modells: Beide Pro-Modelle tragen dasselbe Dreifach-Kamerasystem.
- Der Akku des Pro Max fasst 33 Prozent mehr, bringt aber 26 Prozent mehr Videowiedergabe – 43 statt 34 Stunden.
- Der Aufpreis liegt bei 150 Euro, und zwar auf allen vier Speicherstufen von 256 GB bis 2 TB.
- Chip, Speicheroptionen, Farben, Ladetempo, Anschlüsse und Schutzklasse sind bei beiden Modellen gleich.
6,3 gegen 6,9 Zoll: Was der größere Rahmen kostet
Beide Displays sind Super Retina XDR OLED mit 460 ppi, ProMotion bis 120 Hz, Always-On und derselben Helligkeit von 1.000 Nits im typischen Betrieb, 1.600 Nits als HDR-Spitze und 3.000 Nits im Freien. Der Unterschied ist reine Fläche: 2.622 × 1.206 Pixel beim Pro, 2.868 × 1.320 Pixel beim Pro Max.

Umgerechnet auf die Pixeldichte ergibt das etwa 14,9 Quadratzoll gegenüber 17,9 Quadratzoll – knapp ein Fünftel mehr Platz für Text, Karten und Videospuren. Dafür wächst das Gehäuse in beide Richtungen, während die Bautiefe mit 8,75 Millimetern exakt gleich bleibt.
| Merkmal | iPhone 18 Pro | iPhone 18 Pro Max |
|---|---|---|
| Display | 6,3″ (gemessen 6,27″) | 6,9″ (gemessen 6,86″) |
| Auflösung | 2.622 × 1.206 Pixel | 2.868 × 1.320 Pixel |
| Höhe | 150,0 mm | 163,4 mm |
| Breite | 71,9 mm | 78,0 mm |
| Tiefe | 8,75 mm | 8,75 mm |
| Gewicht | 211 g | 249 g |
| Modellnummer | A3714 | A3717 |
Die 38 Gramm sind der Preis für die Fläche. Zum Vergleich aus derselben Reihe: Das kleinere Modell wiegt damit gut fünf Gramm mehr als das iPhone 17 Pro, das größere 18 Gramm mehr als sein Vorgänger. Der Zuwachs geht in beiden Fällen auf die Batterie.
Ein Kamerasystem für beide Modelle
Vor der Keynote stand die variable Blende als Merkmal im Raum, das dem größeren Modell vorbehalten bleiben sollte – so hatte es ein Bericht Mitte August dargestellt. Apples Datenblatt führt das Kamerasystem für beide Geräte in einem gemeinsamen Block: 48 MP Fusion Hauptkamera mit den Blendenstufen ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0, dazu 48 MP Ultraweitwinkel und 48 MP Tele mit 100 Millimetern Brennweite und einem optischen Zoombereich von 16-fach.

Auch die Frontkamera ist dieselbe: 18 MP Center Stage mit ƒ/1.9. Und die Pro-Regler für Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich und Histogramm stehen in der Kamera-App beider Modelle bereit. Wer die Kamera zum Entscheidungskriterium machen will, findet in diesem Jahr keines.
Wie weit der größere Akku wirklich trägt
Hier liegt der greifbarste Unterschied. Apple gibt für das Pro bis zu 23 Stunden typische Nutzung an, für das Pro Max bis zu 29 Stunden. Bei der Videowiedergabe stehen 34 gegen 43 Stunden, gestreamt 31 gegen 38 Stunden.
Die Kapazitäten stehen in den EU-Produktinformationsblättern: 4.056 mAh im Pro, 5.391 mAh im Pro Max. Das sind 33 Prozent mehr Energie für 26 Prozent mehr Videolaufzeit – das größere Display frisst einen Teil des Vorsprungs wieder auf. Im EU-Energielabel schlägt sich das in 52 gegenüber 62 Stunden pro Ladezyklus nieder, bei jeweils mindestens 1.000 Zyklen Lebensdauer.
Die höheren Werte von 36 und 45 Stunden, die in der Berichterstattung kursieren, gelten für die reinen eSIM-Modelle aus zwölf Märkten. Hierzulande werden beide Pro-Modelle mit SIM-Fach ausgeliefert, und Apples deutsche Seite nennt entsprechend die niedrigeren Zahlen.
Beim Laden trennt die beiden nichts: 50 Prozent in etwa 15 Minuten am Kabel mit einem 60-Watt-fähigen Netzteil, 50 Prozent in 30 Minuten über MagSafe ab 35 Watt. Für seine Messungen nutzt Apple den 40W Dynamic Power Adapter mit 60 Watt Maximalleistung – im Karton liegt er bei keinem der beiden Modelle bei. Welches Netzteil sonst taugt und warum die Wattzahl allein nicht reicht, steht im Überblick zum Schnellladen der neuen Pro-Modelle.
Der Aufpreis liegt konstant bei 150 Euro
Apple ruft in Deutschland folgende Preise auf:
| Speicher | iPhone 18 Pro | iPhone 18 Pro Max | Differenz |
|---|---|---|---|
| 256 GB | 1.449 Euro | 1.599 Euro | 150 Euro |
| 512 GB | 1.699 Euro | 1.849 Euro | 150 Euro |
| 1 TB | 2.199 Euro | 2.349 Euro | 150 Euro |
| 2 TB | 2.949 Euro | 3.099 Euro | 150 Euro |
Der Abstand bleibt über alle vier Stufen gleich – prozentual sinkt er damit von 10,4 Prozent beim Einstieg auf 5,1 Prozent bei der 2-TB-Variante. Wer ohnehin viel Speicher braucht, zahlt für die Größe also relativ am wenigsten.
Dieselben 150 Euro trennten im Vorjahr schon das iPhone 17 Pro von seinem Max-Modell, damals bei 1.299 und 1.449 Euro. Die Staffel ist mitgewandert, der Abstand nicht.
Was bei beiden Modellen gleich ist
Der A20 Pro arbeitet in beiden Gehäusen mit sechs CPU-Kernen, sieben GPU-Kernen mit Neural Accelerators und einer Dual 16-Core Neural Engine; die Dampfkammer mit dreifacher Fläche steckt ebenfalls in beiden. Wie sich das in Messwerten niederschlägt, zeigen die ersten Geekbench-Ergebnisse zum A20 Pro.

Identisch sind außerdem:
- Speicherstufen von 256 GB bis 2 TB
- die vier Farben Schwarz, Silber, Polar und Burgunder
- Aluminium-Unibody, Ceramic Shield 2 auf der Vorderseite, Ceramic Shield auf der Rückseite
- IP68 nach IEC 60529, geprüft bis 6 Meter für 30 Minuten
- USB-C mit USB 3 und bis zu 10 Gbit/s, MagSafe und Qi2 mit bis zu 25 Watt
- Face ID, LiDAR-Scanner, Actiontaste und Kamerasteuerung
- Reparierbarkeitsindex 3,14 von 5 und fünf Jahre garantierte Systemupdates
- iOS 27 ab Werk, im Karton nur ein USB-C-Kabel ohne Netzteil
Wofür die 150 Euro tatsächlich stehen
In diesem Jahr kauft man mit dem Aufschlag genau zwei Dinge: Fläche und Ausdauer. In früheren Generationen kam regelmäßig ein Kameravorteil dazu, der die Entscheidung für viele vorwegnahm. Der fällt weg, und damit verschiebt sich die Frage von der Technik zur Handhabung.
Neun Stunden mehr Videowiedergabe sind auf einer langen Reise ein Argument, im Alltag mit abendlicher Ladung eher nicht. Umgekehrt sind 249 Gramm in der Hosentasche und beim einhändigen Tippen spürbar – das Pro Max liegt nur noch fünf Gramm unter dem faltbaren iPhone Duo. Wenn du zwischen den beiden schwankst, ist der Griff zum Gerät im Store aussagekräftiger als jede Tabelle.
Für wen welches Modell passt
Das iPhone 18 Pro ist die naheliegende Wahl für alle, die ihr iPhone einhändig bedienen und abends ohnehin laden. Es liefert dieselben Fotos, dieselbe Rechenleistung und dieselbe Ladegeschwindigkeit, nur in einem Gehäuse, das ohne Umgreifen auskommt.
Das iPhone 18 Pro Max lohnt sich, wenn das Display der Arbeitsplatz ist – Videoschnitt unterwegs, Navigation im Fahrzeug, längere Texte, lange Tage ohne Steckdose. Kommt der Umstieg von einem älteren Pro-Modell in Frage, hilft der direkte Generationsvergleich zum iPhone 17 Pro bei der Einschätzung, ob sich der Wechsel überhaupt rechnet. Und wer die Größe ohnehin ausreizen will, sollte das faltbare iPhone Duo als dritte Option mitdenken, das ab dem 23. Oktober in den Handel kommt.
Sind dir die 38 Gramm und die 150 Euro die neun Stunden zusätzliche Videowiedergabe wert – oder wiegt der schmalere Rahmen für dich schwerer als jede Laufzeitangabe? Schreib uns in die Kommentare, wie deine Rechnung ausgeht.
Häufige Fragen: iPhone 18 Pro vs. Pro Max
Nein. Beide Modelle tragen dasselbe System aus 48-MP-Hauptkamera mit variabler Blende, 48-MP-Ultraweitwinkel und 48-MP-Tele, dazu dieselbe 18-MP-Frontkamera und dieselben Pro-Regler in der Kamera-App.
150 Euro, und zwar auf jeder Speicherstufe – von 1.449 gegen 1.599 Euro bei 256 GB bis 2.949 gegen 3.099 Euro bei 2 TB.
Apple nennt 43 statt 34 Stunden Videowiedergabe und 29 statt 23 Stunden typische Nutzung. Die Kapazitäten liegen bei 5.391 gegen 4.056 mAh.
Die höheren Werte von 36 und 45 Stunden gelten für die reinen eSIM-Modelle aus zwölf Märkten. Hierzulande werden beide Pro-Modelle mit SIM-Fach ausgeliefert, entsprechend nennt Apples deutsche Seite die niedrigeren Zahlen.
Nein. Beide erreichen 50 Prozent in etwa 15 Minuten am Kabel mit einem 60-Watt-fähigen Netzteil und 50 Prozent in 30 Minuten über MagSafe ab 35 Watt.
Ja: Schwarz, Silber, Polar und Burgunder, jeweils mit 256 GB, 512 GB, 1 TB oder 2 TB.
Vorbestellungen nimmt Apple ab dem 12. September entgegen, der Verkauf startet am 18. September 2026.



