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iPhone 18 Pro vs. iPhone 17 Pro: Lohnt der Wechsel?

Milan Jovicic by Milan Jovicic
10. September 2026 - 01:51 CEST
in Apple Allgemein, iPhone News, Gerüchte und Tipps
0
iPhone 18 Pro vs iPhone 17 Pro: beide Generationen nebeneinander, jeweils Rückseite mit Kameramodul und Vorderseite, links Burgundy, rechts Cosmic Orange

Bild: Apple / Apfelpatient

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Zwischen iPhone 17 Pro und iPhone 18 Pro liegen ein Jahr, fünf Gramm und beim Speicherausbau bis zu 400 Euro. Das Gehäuse ist auf den Zehntelmillimeter gleich geblieben, das Display in jedem einzelnen Wert ebenfalls. Die Unterschiede stecken im Chip, in der Hauptkamera und in der Preisliste.

Apple hat die neue Pro-Generation am 9. September vorgestellt, zusammen mit den neuen Uhren, den AirPods 5 und dem ersten faltbaren iPhone – der gesamte Abend im Überblick zeigt, wie eng das Programm getaktet war. Für Besitzer eines iPhone 17 Pro stellt sich danach eine engere Frage: Was ändert sich wirklich, wenn beide Geräte äußerlich kaum zu unterscheiden sind?

Die Antwort steht in den technischen Daten. Grundlage dieses Vergleichs sind die technischen Daten zum iPhone 18 Pro sowie die Datenblätter zum iPhone 17 Pro und zum iPhone 17 Pro Max. Pro und Pro Max werden hier gemeinsam behandelt, weil sich beide Modelle bis auf Größe, Gewicht und Laufzeit gleichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der A20 Pro bringt einen siebten GPU-Kern und eine verdoppelte Neural Engine mit 32 Kernen. Apple beziffert den Grafikvorsprung mit bis zu 40 Prozent gegenüber dem A19 Pro.
  • Die Hauptkamera bekommt eine variable Blende mit vier Stufen von ƒ/1.48 bis ƒ/4.0. Beim iPhone 17 Pro war sie fest auf ƒ/1.78 eingestellt.
  • Die Laufzeit steigt um drei Stunden beim Pro und um sechs Stunden beim Pro Max. Erstmals nennt Apple auch einen Wert für typische Nutzung.
  • Maße und Display sind unverändert, das Gewicht steigt um 5 beziehungsweise 18 Gramm.
  • Der Einstieg kostet 150 Euro mehr, die 1-TB-Variante 400 Euro mehr. Das kleine Pro bietet erstmals 2 TB.

Der A20 Pro und die zweite Neural Engine

Beide Chips haben sechs CPU-Kerne, doch Apple benennt sie unterschiedlich: Der A19 Pro trat mit zwei Performance- und vier Effizienzkernen an, der A20 Pro führt zwei Super-Kerne und vier Effizienzkerne. Deutlicher ist der Unterschied bei der Grafik. Statt sechs GPU-Kernen sind es jetzt sieben, jeweils mit Neural Accelerators und hardwarebeschleunigtem Raytracing. Bei der Vorstellung nannte Apple bis zu 40 Prozent mehr Grafikleistung gegenüber dem Vorgänger.

Der größte strukturelle Sprung liegt in der Neural Engine. Aus 16 Kernen werden zwei Blöcke zu je 16, also 32 insgesamt. Zusammen mit der Dampfkammer der nächsten Generation zielt das auf Modelle, die dauerhaft auf dem Gerät laufen, ohne dass die Leistung nach wenigen Minuten einbricht.

Was der stärkere Chip nicht ändert: Die serverseitigen Funktionen von Apple Intelligence unterliegen täglichen Nutzungslimits, und die gelten unabhängig davon, welcher Prozessor im Gerät steckt.

Variable Blende: der eigentliche Kaufgrund

Die Hauptkamera bleibt bei 48 Megapixeln und 24 Millimetern Brennweite, arbeitet aber erstmals mit einer verstellbaren Blende. Vier Stufen stehen zur Wahl – ƒ/1.48, ƒ/1.8, ƒ/2.8 und ƒ/4.0 –, gesteuert über einen Lamellenmechanismus. Beim iPhone 17 Pro war die Blende fest auf ƒ/1.78 eingestellt, jede Änderung der Schärfentiefe lief über Software.

iPhone 18 Pro vs iPhone 17 Pro: Kameramodul des iPhone 18 Pro in Silber aus der Nähe, drei Objektive und Blitz auf dem erhöhten Plateau
Bild: Apple

Dazu kommen neue Pro-Regler in der Kamera-App für Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich und Histogramm sowie Apple Reference Image. Der Ultraweitwinkel liefert seine hochauflösenden Fotos jetzt wahlweise mit 24 oder 48 Megapixeln, bisher gab es nur die 48-Megapixel-Stufe. Das Tele bleibt unverändert: 100 Millimeter mit vierfachem Zoom, dazu die 200-Millimeter-Stufe in optischer Qualität.

Beim Video fällt der Abstand größer aus, als die Datenblätter auf den ersten Blick vermuten lassen. Der Filmmodus nimmt jetzt bis 4K Dolby Vision mit 60 statt 30 Bildern pro Sekunde auf, der Digitalzoom reicht bis 24-fach statt 15-fach, und die Frontkamera bekommt dieselben Pro-Regler wie die Rückseite – bei Verschlusszeit, Weißabgleich und Histogramm.

Akku: drei Stunden mehr, sechs beim Max

WertiPhone 17 ProiPhone 18 ProiPhone 17 Pro MaxiPhone 18 Pro Max
Videowiedergabe33 Std.36 Std.39 Std.45 Std.
Videowiedergabe gestreamt30 Std.33 Std.35 Std.40 Std.
Typische Nutzungkeine Angabe24 Std.keine Angabe30 Std.

Der Zuwachs fällt beim großen Modell deutlicher aus: sechs Stunden gegenüber drei. Neu ist außerdem, dass Apple überhaupt einen Wert für typische Nutzung ausweist – beim iPhone 17 Pro stand im Datenblatt nur die Videowiedergabe.

Hierzulande gilt eine Einschränkung, die in den US-Angaben nicht auftaucht: Die in DACH verkaufte Fassung mit SIM-Fach liegt zwei Stunden unter dem eSIM-Modell. Für das iPhone 18 Pro Max nennt Apple auf der deutschen Seite deshalb 43 Stunden statt 45. Wer die Laufzeit im Alltag ausreizen will, kommt an den Stellschrauben in den Einstellungen ohnehin nicht vorbei.

Beim Laden hat sich die Rechnung verschoben. Das iPhone 17 Pro erreichte 50 Prozent in 20 Minuten an einem 40-Watt-Netzteil. Das iPhone 18 Pro schafft dieselbe Marke in rund 15 Minuten, verlangt dafür aber ein Netzteil ab 60 Watt mit Adjustable Voltage Supply. Über MagSafe bleibt es bei 25 Watt und 50 Prozent in 30 Minuten – nur liegt die Netzteil-Anforderung jetzt bei 35 statt 30 Watt.

Was gleich geblieben ist

Die Gehäusemaße stimmen auf den Zehntelmillimeter überein: 150,0 × 71,9 × 8,75 Millimeter beim kleinen Modell, 163,4 × 78,0 × 8,75 beim Max. Auch das Display ist in jedem einzelnen Datenblattwert identisch – 6,3 beziehungsweise 6,9 Zoll, 460 ppi, ProMotion bis 120 Hertz, 1.000 Nits typisch, 3.000 Nits im Freien, Kontrast 2.000.000:1.

Gestiegen ist allein das Gewicht: von 206 auf 211 Gramm beim Pro und von 231 auf 249 Gramm beim Pro Max. Die 18 Gramm beim großen Modell sind der spürbarste Unterschied in der Hand – bei exakt gleichen Abmessungen.

Unverändert bleiben außerdem IP68, der LiDAR-Scanner, Wi-Fi 7, Bluetooth 6, Thread, der Ultra-Wideband-Chip der zweiten Generation und USB 3 mit 10 Gigabit pro Sekunde. Neu im Datenblatt steht dagegen das hauseigene C2-Modem; beim iPhone 17 Pro nannte Apple gar kein Modem. Beim Recyclinganteil geht es von 30 auf 40 Prozent hoch, der Aluminiumanteil aus Recyclingmaterial steigt von 50 auf 85 Prozent.

Softwareseitig trennt die Generationen wenig: Das iPhone 18 Pro wird mit iOS 27 ausgeliefert, das iPhone 17 Pro bekommt es als Update. Der Release Candidate steht seit dem Keynote-Abend bereit.

Speicher und Preise: der Aufpreis wächst nach oben

SpeicheriPhone 17 ProiPhone 18 ProiPhone 17 Pro MaxiPhone 18 Pro Max
256 GB1.299 €1.449 €1.449 €1.599 €
512 GB1.549 €1.699 €1.699 €1.849 €
1 TB1.799 €2.199 €1.949 €2.349 €
2 TB–2.949 €2.449 €3.099 €

Die Erhöhung verteilt sich ungleich. Auf 256 und 512 Gigabyte kommen jeweils 150 Euro, auf 1 Terabyte 400 Euro, auf die 2-Terabyte-Stufe des Pro Max 650 Euro. Wer bei der Einstiegsgröße bleibt, zahlt also gut zehn Prozent mehr; wer den Vollausbau will, deutlich darüber.

Dahinter steckt eine geänderte Staffel. Bislang kostete jede Speicherverdopplung quer durch die iPhone-Reihe 250 Euro. Beim iPhone 18 Pro sind es 250 Euro auf 512 Gigabyte, 500 Euro auf 1 Terabyte und 750 Euro auf 2 Terabyte. Vom Einstieg bis zur größten Variante summiert sich das auf 1.500 Euro – bei der Vorgängergeneration waren es beim Pro Max 1.000 Euro. Immerhin: Die 2-Terabyte-Stufe gibt es erstmals auch im kleinen Gehäuse, bisher war sie dem Max vorbehalten. Der Abstand zwischen Pro und Pro Max liegt weiterhin auf jeder Stufe bei genau 150 Euro.

Die Preisrunde traf im Übrigen nicht nur die neue Generation. Auch iPhone 16, 17e, 17 und Air kosten seit dem 9. September mehr.

Die Rechnung geht über die Kamera auf – oder gar nicht

Ein Generationswechsel nach nur einem Jahr rechnet sich selten, und dieser macht davon keine Ausnahme. Display, Maße, Tele und Anschlüsse sind identisch, die drei Stunden zusätzliche Videowiedergabe merkt im Alltag kaum jemand. Bleiben die variable Blende, die Pro-Regler und der siebte GPU-Kern.

Damit ist die Zielgruppe klar umrissen: Wer regelmäßig fotografiert und die Schärfentiefe tatsächlich steuern will, bekommt hier die einzige Funktion, die sich nicht per Update nachreichen lässt. Für alle anderen ist das iPhone 17 Pro ein Gerät, das dieselben Bildschirmwerte, denselben Zoombereich und dasselbe Betriebssystem liefert.

Praktisch hat sich die Frage allerdings verschoben: Apple verkauft iPhone 17 Pro und Pro Max seit der Vorstellung nicht mehr selbst. Wer noch eins will, ist auf Restbestände im Handel angewiesen – und dort auf Tagespreise, nicht auf die oben genannten Listenpreise. Für Käufer heißt das, dass die 2-Terabyte-Variante des Pro Max zu 2.449 Euro als Option verschwindet, sobald die Lager leer sind. Der Nachfolger kostet an dieser Stelle 650 Euro mehr.

Der Umzug auf das neue Gerät

Der Umzug selbst ist der unspektakulärste Teil. Beide Geräte beherrschen Schnellstart, iCloud-Wiederherstellung und die direkte Übertragung von Gerät zu Gerät – welche Methode wann die richtige ist, hängt vor allem von der Datenmenge und der WLAN-Geschwindigkeit ab. Ein Punkt verdient Aufmerksamkeit: Beide Generationen arbeiten mit Dual-eSIM, ein Umstecken der SIM entfällt also in den Märkten ohne Fach.

Vorbestellen lässt sich das iPhone 18 Pro seit dem 12. September, ausgeliefert wird ab dem 18. September.

Was gibt bei dir den Ausschlag – die variable Blende oder die 400 Euro Aufpreis beim Terabyte? Schreib uns in die Kommentare, wie deine Rechnung aussieht.

Häufige Fragen: iPhone 18 Pro vs. iPhone 17 Pro

Lohnt sich der Wechsel vom iPhone 17 Pro auf das iPhone 18 Pro?

Nur bei starkem Fotointeresse. Display, Maße, Tele und Anschlüsse sind identisch, die Laufzeit steigt um drei Stunden. Die variable Blende ist die einzige Neuerung, die sich nicht per Update nachreichen lässt.

Was ist der größte Unterschied zwischen iPhone 18 Pro und iPhone 17 Pro?

Die Hauptkamera. Sie arbeitet erstmals mit einer verstellbaren Blende in vier Stufen von ƒ/1.48 bis ƒ/4.0, während beim iPhone 17 Pro fest ƒ/1.78 anlag.

Ist das iPhone 18 Pro größer als das iPhone 17 Pro?

Nein. Beide messen 150,0 × 71,9 × 8,75 Millimeter, die Max-Modelle 163,4 × 78,0 × 8,75. Nur das Gewicht steigt – um 5 Gramm beim Pro und um 18 Gramm beim Pro Max.

Wie viel schneller ist der A20 Pro als der A19 Pro?

Apple nennt bis zu 40 Prozent mehr Grafikleistung. Der Chip hat sieben statt sechs GPU-Kerne und eine auf 32 Kerne verdoppelte Neural Engine.

Wie lange hält der Akku des iPhone 18 Pro?

Bis zu 36 Stunden Videowiedergabe beim Pro und 45 Stunden beim Pro Max. Die hierzulande verkaufte Fassung mit SIM-Fach liegt zwei Stunden darunter.

Gibt es das iPhone 17 Pro noch zu kaufen?

Bei Apple nicht mehr. Im Handel ist es verfügbar, solange der Vorrat reicht – dort gelten Tagespreise, nicht die früheren Listenpreise.

Warum kostet die 1-TB-Variante 400 Euro mehr als beim Vorgänger?

Apple hat die Speicherstaffel geändert. Statt durchgehend 250 Euro je Verdopplung kostet der Schritt auf 1 Terabyte jetzt 500 Euro, der auf 2 Terabyte 750 Euro.

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Tags: iPhoneiPhone 17iPhone 18 Pro
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Milan Jovicic

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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