Mit den neuen Pro-Modellen hat Apple auch die Preise der übrigen iPhones angehoben. Betroffen sind iPhone 16, iPhone 17, iPhone 17e und iPhone Air, hierzulande fast durchweg um 150 Euro. Bemerkenswert daran ist weniger die Höhe als die Richtung: Das iPhone 16 ist zwei Generationen alt und kostet trotzdem 150 Euro mehr als vergangene Woche.
Ende Juni hatte Apple die Preise für Macs, iPads und die Vision Pro angehoben und die Situation auf dem Speichermarkt als Grund genannt. Die iPhones blieben damals ausgespart – und genau das ändert sich jetzt. Parallel zur Vorstellung der neuen Pro-Modelle hat Apple die Preisliste im deutschen Store durchgehend nach oben korrigiert. Die aktuellen Beträge stehen auf Apples deutscher iPhone-Seite.
Das Wichtigste in Kürze
- iPhone 16, iPhone 17 und iPhone 17e kosten jeweils 150 Euro mehr als vor dem Event.
- Beim iPhone Air liegt der Aufschlag in den unteren Stufen bei 100 Euro, bei 1 TB dagegen bei 350 Euro.
- In den USA stiegen dieselben Modelle um jeweils 100 Dollar.
- Bei den Pro-Modellen wächst der Abstand mit der Speichergröße: 150 Euro bei 256 GB, 400 Euro bei 1 TB.
- Apple Watch und AirPods sind von der Runde nicht betroffen, die AirPods wurden sogar günstiger.
Was die Bestandsmodelle jetzt kosten
Im Sortiment bleiben iPhone 16, iPhone 17, iPhone 17e und iPhone Air. Alle vier sind teurer geworden, das iPhone 17 Pro und das Pro Max hat Apple dagegen aus dem Programm genommen.
| Modell | Speicher | Vorher | Jetzt | Aufschlag |
|---|---|---|---|---|
| iPhone 16 | 128 GB | 849 Euro | 999 Euro | 150 Euro |
| iPhone 17e | 256 GB | 699 Euro | 849 Euro | 150 Euro |
| iPhone 17e | 512 GB | 949 Euro | 1.099 Euro | 150 Euro |
| iPhone 17 | 256 GB | 949 Euro | 1.099 Euro | 150 Euro |
| iPhone 17 | 512 GB | 1.199 Euro | 1.349 Euro | 150 Euro |
| iPhone Air | 256 GB | 1.199 Euro | 1.299 Euro | 100 Euro |
| iPhone Air | 512 GB | 1.449 Euro | 1.549 Euro | 100 Euro |
| iPhone Air | 1 TB | 1.699 Euro | 2.049 Euro | 350 Euro |
Eine Zahl aus dieser Tabelle sticht heraus: Das iPhone 16 mit 128 GB kostet jetzt 999 Euro und liegt damit 150 Euro über dem iPhone 17e mit doppelt so viel Speicher. Wer im Store nach dem günstigsten Einstieg sucht, findet ihn also nicht beim ältesten Gerät.
Eine Anhebung der iPhone-17-Preise stand bereits im August im Raum und blieb damals aus. Nachgeholt wurde sie nun im selben Zug mit der neuen Generation.
Beim iPhone Air trifft es die größte Speicherstufe
Das iPhone Air fällt aus dem Muster. In den beiden unteren Stufen steigt der Preis um 100 Euro, beim Topmodell mit 1 TB dagegen um 350 Euro. Damit kostet die größte Ausführung erstmals mehr als 2.000 Euro, obwohl das Gerät selbst unverändert bleibt.
Der Sprung von 512 GB auf 1 TB kostete vorher 250 Euro, jetzt sind es 500 Euro. Der Aufpreis für dieselbe Verdopplung hat sich also verdoppelt.
Die Pro-Modelle verteuern sich nach oben hin stärker
Beim Vergleich der abgelösten mit der neuen Pro-Generation zeigt sich dasselbe Bild. Der Einstieg wird um 150 Euro teurer, die oberen Stufen deutlich stärker.
| Speicher | iPhone 17 Pro | iPhone 18 Pro | iPhone 17 Pro Max | iPhone 18 Pro Max |
|---|---|---|---|---|
| 256 GB | 1.299 Euro | 1.449 Euro | 1.449 Euro | 1.599 Euro |
| 512 GB | 1.549 Euro | 1.699 Euro | 1.699 Euro | 1.849 Euro |
| 1 TB | 1.799 Euro | 2.199 Euro | 1.949 Euro | 2.349 Euro |
| 2 TB | – | 2.949 Euro | 2.449 Euro | 3.099 Euro |
Beim Pro Max mit 2 TB liegen zwischen alter und neuer Generation 650 Euro. Das entspricht gut drei Vierteln des Einstiegspreises eines iPhone 17e.
In den USA fällt der Aufschlag kleiner aus
Für die vier Bestandsmodelle hob Apple die US-Preise um jeweils 100 Dollar an. Hierzulande sind es 150 Euro und damit anteilig mehr, ein Muster, das sich schon bei den neuen Pro-Modellen zeigte. Auch dort standen 100 Dollar in den USA einem Aufschlag von 150 Euro gegenüber.
Ein zwei Jahre altes Modell wird teurer
Der auffälligste Fall ist das iPhone 16. Es kam im September 2024 auf den Markt, hat mit dem iPhone 17 längst einen Nachfolger und steht trotzdem 150 Euro höher im Store als vor dem Event. Ein Gerät, das seit zwei Generationen unverändert im Sortiment läuft, wird damit nicht abverkauft, sondern nachverteuert.
Als Grund führt Apple die Lage auf dem Speichermarkt an – dieselbe Begründung, mit der im Juni bereits die Preise für Macs, iPads und die Vision Pro angehoben wurden. Dass der Konzern seine Verhandlungsposition gegenüber den Speicherherstellern zuletzt nicht durchsetzen konnte, zeichnete sich im August ab.
Wo die Speicherkrise am Ende ankommt
Die Struktur der Erhöhung verrät mehr als die Beträge. Wo der Aufschlag bei 100 oder 150 Euro bleibt, betrifft er das Grundgerät. Wo er auf 350, 400 oder 650 Euro springt, hängt er an der Speichergröße – genau dort also, wo die gestiegenen Beschaffungskosten anfallen. Apple verteilt die Mehrkosten nicht gleichmäßig, sondern legt sie dorthin, wo sie entstehen.
Praktisch heißt das für dich: Beim Einstiegsmodell zahlst du einen überschaubaren Aufpreis, bei der größten Speicherstufe einen erheblichen. Wenn du zwischen zwei Stufen schwankst, ist die Rechnung eine andere als noch im August – und in den meisten Fällen spricht sie jetzt für die kleinere Variante plus iCloud.
Die Speicherkrise ist im ganzen Sortiment angekommen
Nach Macs, iPads und der Vision Pro im Juni ist mit den iPhones jetzt die umsatzstärkste Produktlinie an der Reihe. Ausgenommen blieben in dieser Runde nur die Apple Watch, deren beide neuen Modelle exakt auf dem Preis der Vorgänger liegen, und die AirPods, die mit der fünften Generation sogar günstiger geworden sind. Wie sich die neuen Beträge im Gesamtbild des Abends einordnen lassen, steht in der Übersicht zur September-Keynote.
Im Handel gelten die neuen Beträge noch nicht überall – dort laufen vielfach die alten Bestände zu alten Preisen aus.
Bleibst du bei der Speichergröße, die du dir vorgenommen hattest, oder rutschst du wegen des Aufpreises eine Stufe nach unten? Schreib uns in die Kommentare, an welcher Stufe du diesmal hängen bleibst.



