Die AirPods 5 kosten ab 149 Euro und bringen Aktive Geräuschunterdrückung in jeder Variante mit. Bei den AirPods 4 gab es sie nur im 199-Euro-Modell. Gehäuse und Chip bleiben dieselben – der Unterschied liegt in der Ausstattung und im Preis.
Apple hat die AirPods 5 am 9. September vorgestellt, ab dem 18. September stehen sie im Handel. Es gibt sie in zwei Ausführungen: mit USB‑C Ladecase für 149 Euro und mit kabellosem Ladecase für 169 Euro. Die AirPods 4 verkauft Apple nicht mehr.
Grundlage dieses Vergleichs sind die beiden Datenblätter – das der AirPods 5 und das der AirPods 4. Die Eckdaten der neuen Generation stehen auch in unserer Meldung zur Vorstellung.
Das Wichtigste in Kürze
- Beide AirPods-5-Varianten haben Aktive Geräuschunterdrückung, bei den AirPods 4 war sie dem 199-Euro-Modell vorbehalten.
- Der Einstiegspreis für Geräuschunterdrückung sinkt damit von 199 auf 149 Euro.
- Die Schutzart steigt von IP54 auf IP57.
- Gehäuse, Maße, Gewichte und der H2 Chip bleiben unverändert.
- Das kabellose Ladecase bringt eine Streichgeste für die Lautstärke und eine Stunde mehr Laufzeit.
Geräuschunterdrückung ist jetzt Standard
Der wichtigste Unterschied steht nicht im Datenblatt, sondern in der Modellpolitik. Die AirPods 4 gab es in zwei Ausführungen: eine ohne Geräuschunterdrückung für 149 Euro und eine mit für 199 Euro. Nur die teurere beherrschte zusätzlich Adaptives Audio, Transparenzmodus und Konversationserkennung.
Bei den AirPods 5 ist diese Trennung weg. Beide Varianten führt Apple im Datenblatt mit Aktiver Geräuschunterdrückung, Adaptivem Audio, Transparenzmodus und Konversationserkennung. Wer diese Funktionen will, zahlt statt 199 nun 149 Euro – 50 Euro weniger für denselben Funktionsumfang.
Zur Qualität nennt Apple auf der Produktseite eine bis zu 1,5-mal bessere Geräuschunterdrückung als bei der Vorgängergeneration. Gemeint sind damit die AirPods 4 mit Aktiver Geräuschunterdrückung. Nachprüfen lässt sich der Faktor erst am Gerät.
Was gleich geblieben ist
Die Ohrhörer messen weiterhin 30,2 × 18,3 × 18,1 Millimeter und wiegen 4,3 Gramm. Das Ladecase kommt auf 46,2 × 50,1 × 21,2 Millimeter, 32,3 Gramm in der Standardausführung und 34,7 Gramm mit kabellosem Laden. Diese Werte sind identisch mit denen der AirPods 4 – am Gehäuse hat sich nichts geändert, und das Open-Ear-Design ohne Silikonaufsätze bleibt.
Auch der Chip ist derselbe: Beide Generationen arbeiten mit dem H2, beide funken über Bluetooth 5.3. Was die AirPods 5 zusätzlich leisten, führt Apple auf eine überarbeitete akustische Architektur und verbesserte Mikrofone zurück, nicht auf mehr Rechenleistung.
Eine Funktion, die oft für neu gehalten wird, gab es schon: Live Übersetzung läuft laut Apples Support-Dokument auf AirPods Max 2, AirPods 4 mit Aktiver Geräuschunterdrückung und AirPods Pro 2 oder neuer. Sie hängt am ANC-Modell, nicht an der Generation. Für den deutschsprachigen Raum ist sie freigeschaltet, Deutsch gehört zu den unterstützten Sprachen.
Laufzeit und Ladecase
| Angabe | AirPods 5 | AirPods 5 mit kabellosem Ladecase | AirPods 4 (ANC) |
|---|---|---|---|
| Je Aufladung mit Geräuschunterdrückung | bis 4 Std. | bis 5 Std. | bis 4 Std. |
| Je Aufladung ohne Geräuschkontrolle | bis 6 Std.* | bis 7 Std.* | bis 5 Std. |
| Gesamt mit Case, Geräuschunterdrückung an | bis 20 Std. | bis 22 Std. | bis 20 Std. |
| Fünf Minuten im Case | rund 1 Std. | rund 1 Std. | rund 1 Std. |
| Kabelloses Laden | nein | ja | ja |
| Lautsprecher im Case | nein | ja | ja |
| Streichgeste für die Lautstärke | nein | ja | nein |
*Diese beiden Werte nennt Apple nicht in der Hauptliste, sondern nur in den Fußnoten zu den Batterietests.

Die teurere Variante hält mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung eine Stunde länger durch als die günstigere – ein Plus von 25 Prozent je Aufladung. Über alle Ladungen des Case summiert sind es 22 statt 20 Stunden.
Beim Schutz gegen Staub und Wasser steigt die Einstufung von IP54 auf IP57. Praktisch heißt das: kurzzeitiges Untertauchen statt nur Spritzwasser, geprüft nach derselben Norm.
Die Preise
| Modell | Preis |
|---|---|
| AirPods 5 | 149 Euro |
| AirPods 5 mit kabellosem Ladecase | 169 Euro |
| AirPods 4 (zuletzt) | 149 Euro |
| AirPods 4 mit Aktiver Geräuschunterdrückung (zuletzt) | 199 Euro |
Der Einstiegspreis bleibt also gleich, der Gegenwert steigt. Und wer das kabellose Ladecase mit Streichgeste will, zahlt 169 statt der früheren 199 Euro für die ANC-Ausführung.
Ein Ladekabel liegt weiterhin nicht bei. Das war bei den AirPods 4 schon so und gilt für beide neuen Varianten.
Für wen sich der Wechsel rechnet
Von den AirPods 4 mit Geräuschunterdrückung auf die AirPods 5 zu wechseln, lohnt sich kaum: gleicher Chip, gleiches Gehäuse, dieselben 4 Stunden je Aufladung. Was du bekommst, ist eine bessere Geräuschunterdrückung, deren Faktor Apple selbst nur als „bis zu“ angibt, und eine höhere Schutzart.
Interessant wird es für alle, die bisher die Variante ohne Geräuschunterdrückung genutzt haben. Sie bekommen zum gleichen Preis von 149 Euro genau die Funktionen dazu, für die zuletzt 50 Euro Aufpreis fällig waren. Dasselbe gilt für Neueinsteiger: Die Frage, ob sich der Aufpreis für Geräuschunterdrückung lohnt, stellt sich nicht mehr.
Bleibt die Wahl zwischen 149 und 169 Euro. Die 20 Euro kaufen kabelloses Laden, den Lautsprecher fürs Wiederfinden, die Streichgeste am Stiel und eine Stunde mehr Musik pro Ladung. Wer sein Case ohnehin auf einer Ladematte ablegt, hat den Aufpreis schnell begründet – wer immer per Kabel lädt, eher nicht. Wie sich der Klang gegenüber der Vorgängergeneration anhört, lässt sich über den Equalizer in den AirPods-Einstellungen ohnehin noch nachjustieren.
Was fehlt, ist ein sichtbarer Generationswechsel: Wer die neuen neben die alten legt, sieht keinen Unterschied. Apple hat die Ausstattung umsortiert und den Preis dafür gesenkt, statt die Hardware neu zu bauen.
Ist die Geräuschunterdrückung für dich der Grund, jetzt zuzugreifen – oder wartest du auf ein Modell, das sich auch äußerlich vom Vorgänger unterscheidet? Schreib uns in die Kommentare, was dir am Open-Ear-Design noch fehlt.
Häufige Fragen: AirPods 5 vs. AirPods 4
Ja, beide Varianten. Bei den AirPods 4 war sie dem 199-Euro-Modell vorbehalten, die günstigere Ausführung hatte sie nicht.
Das teurere Modell lädt kabellos, hat einen Lautsprecher fürs Wiederfinden, eine Streichgeste für die Lautstärke am Stiel und hält je Aufladung eine Stunde länger durch.
Nein. Maße und Gewicht sind bis auf die Nachkommastelle identisch, das Open-Ear-Design ohne Silikonaufsätze bleibt. Beide wiegen 4,3 Gramm je Ohrhörer.
Ja, mit der Variante mit Aktiver Geräuschunterdrückung. Apple nennt dafür AirPods Max 2, AirPods 4 mit ANC sowie AirPods Pro 2 und neuer, jeweils gekoppelt mit einem iPhone mit Apple Intelligence.
Bis zu 4 Stunden je Aufladung, mit kabellosem Ladecase bis zu 5 Stunden. Mit den Ladungen aus dem Case zusammen sind es 20 beziehungsweise 22 Stunden.
Beide Modelle sind gegen Staub und Spritzwasser geschützt, IP57 zusätzlich gegen kurzzeitiges Untertauchen. Geprüft wird nach IEC-Norm 60529, der Schutz nimmt mit der Zeit ab.
Nein. Apple legt weder Kabel noch Netzteil bei, das war bei den AirPods 4 genauso.



