Ein Zulieferer soll bereits zwei Akkuzellen für Apples faltbares iPhone registriert haben. In Summe ergeben sie eine Kapazität, die das Gerät im Foldable-Vergleich solide, aber nicht überragend dastehen ließe – und die einem früheren Gerücht widerspricht.
Je näher der erwartete Marktstart im September rückt, desto konkreter werden die Angaben zum iPhone Ultra, Apples erstem faltbaren iPhone. Nun ist die Akkufrage an der Reihe: Ein bekannter Leaker aus China berichtet über zwei frisch registrierte Akkuzellen, die für das Gerät bestimmt sein sollen. Die Zahlen fügen sich in das bislang bekannte Gesamtbild zum iPhone Ultra ein, in dem Akkulaufzeit und Effizienz von Beginn an als Schwerpunkte galten.
Was der Leak zur Akkukapazität nennt
Laut einem Beitrag auf Weibo hat Apples Akku-Zulieferer zwei Zellen mit Nennkapazitäten von 1.921 mAh und 2.962 mAh registriert – zusammen also eine minimale Nennkapazität von 4.883 mAh. Die Lieferkette rechne mit einer Gesamtkapazität zwischen 4.800 und 5.000 mAh, wobei diese Spanne ausdrücklich noch bestätigt werden müsse.
Zwei getrennte Zellen sind bei Foldables die Regel: Weil sich das Gerät in der Mitte faltet, verteilt sich der Akku üblicherweise auf beide Gehäusehälften. Der beschriebene Dual-Zellen-Aufbau passt damit zu dem, was bei aufklappbaren Smartphones im Buchformat bereits Standard ist.
Einordnung im Foldable-Vergleich
Für sich genommen sagt eine mAh-Zahl wenig – interessant wird sie erst im Vergleich. Das Google Pixel 10 Pro Fold kommt auf 5.015 mAh, das Samsung Galaxy Z Fold 7 auf 4.400 mAh. Mit rund 4.800 bis 5.000 mAh läge das iPhone Ultra damit etwa auf dem Niveau des aktuellen Pixel-Foldables und über Samsungs betont schlankem Modell – ein konkurrenzfähiger, aber kein rekordverdächtiger Wert.
Auch im eigenen Haus lohnt der Blick: Für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max werden 4.288 mAh und 5.567 mAh erwartet. Das Foldable läge also spürbar über dem kleineren Pro-Modell, aber deutlich unter dem Pro Max – was angesichts des großen, stromhungrigen Innendisplays und des extrem dünnen Gehäuses nachvollziehbar wäre.
Widerspruch zu einem früheren Bericht
Bemerkenswert ist, dass die neue Angabe einem älteren Gerücht widerspricht. Frühere Berichte hatten von einem deutlich größeren Testakku mit 5.400 bis 5.800 mAh gesprochen. Jene Meldung beschrieb allerdings ausdrücklich eine technische Testkonfiguration – möglich ist also, dass Apple das Design seither überarbeitet hat, oder dass die frühere Angabe schlicht nicht zutraf.
Einzuordnen ist das Ganze ohnehin mit Vorsicht: Die Werte stammen aus einer nicht offiziellen Quelle, und selbst die Lieferkette nennt ihre Prognose als vorläufig. Bei einem Gerät, das mit Touch ID, A20-Chip und einem 7,8 Zoll großen Innendisplay als Apples teuerstes iPhone aller Zeiten gehandelt wird, dürfte die Energieversorgung bis zum offiziellen Marktstart Gegenstand widersprüchlicher Angaben bleiben.
Der Akku als Schlüssel für Apples Foldable-Debüt
Gerade bei einem faltbaren Gerät ist die Akkukapazität mehr als eine Randnotiz. Foldables müssen ein großes Innendisplay versorgen und gelten traditionell als Schwachstelle bei der Laufzeit. Sollte Apple tatsächlich in den Bereich um 5.000 mAh vordringen und dabei die angepeilte Effizienz halten, wäre das ein wichtiges Argument, um sich im von Samsung und Google geprägten Premium-Segment zu behaupten. Wie belastbar die aktuellen Zahlen sind, zeigt sich allerdings erst, wenn Apple das Gerät offiziell vorstellt. (Bild: Shutterstock / tinhkhuong)
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