Kurz vor dem erwarteten Herbst-Start mehren sich die Signale, dass Apples erstes faltbares iPhone im Zeitplan liegt. Mehrere Zulieferer-Berichte sprechen übereinstimmend von einer bereits angelaufenen Massenproduktion – und von einem September-Termin, der halten soll. Von den zuletzt kursierenden Verzögerungsgerüchten ist plötzlich keine Rede mehr.
Seit Monaten schwankt die Nachrichtenlage rund um den Zeitplan des iPhone Ultra zwischen Zuversicht und Verzögerungswarnungen. Zu Design, Ausstattung und Preis des faltbaren Topmodells haben sich die Gerüchte längst zu einem recht konkreten Bild verdichtet; offen blieb zuletzt vor allem die Frage, wann Apple das Gerät tatsächlich zeigt und ausliefert. Genau hier liefern nun gleich mehrere Berichte aus der Lieferkette neue Hinweise: Das Design sei final, die Massenproduktion angelaufen.
Was die Lieferketten-Berichte sagen
Den Anfang machte die chinesische Finanzpublikation Cailian Press, die sich auf mehrere Personen aus Apples Lieferkette beruft. Deren Aussage: Das Design des Geräts sei bereits vor einiger Zeit eingefroren worden, die Massenproduktion laufe inzwischen. Auf Nachfrage zu möglichen Verzögerungen wegen der komplexen Montage und niedriger Ausbeuten hätten die Quellen erklärt, von einem Verzug sei ihnen nichts bekannt – der September bleibe das Ziel.
Gestützt wird das von weiteren Meldungen: Auch das chinesische Portal East Money und das koreanische Fachmedium The Bell berichten vom Start der Massenproduktion. Als zusätzliches Indiz gilt, dass Auftragsfertiger Foxconn in großem Stil Personal einstellen soll, um die nötige Kapazität sicherzustellen.
Vorstellung sicher, Verkaufsstart umstritten
Trotz der optimistischen Töne bleibt ein Punkt offen – und der ist für Kaufinteressierte der entscheidende. Denn Vorstellung und Verkaufsstart müssen nicht zusammenfallen. Analyst Ming-Chi Kuo geht davon aus, dass Apple das iPhone Ultra zwar im September gemeinsam mit den iPhone-18-Pro-Modellen zeigt, es aber möglicherweise erst im vierten Quartal – also ab Oktober – tatsächlich verkauft.
Auch Bloomberg-Reporter Mark Gurman hatte sich hier zuletzt uneindeutig positioniert: Im März ging er noch von einem späteren Verkaufsstart als bei den Pro-Modellen aus, korrigierte das einen Monat später aber und sah das Faltgerät wieder auf Kurs für September – zeitgleich oder nur wenig versetzt. Ein früherer Bericht hatte die Massenproduktion ohnehin von Juli auf August rutschen sehen, was den Spielraum bis zum Verkauf eng macht. Die aktuellen Meldungen deuten nun darauf hin, dass zumindest der Fertigungsstart nicht weiter nach hinten gerückt ist.
10 Millionen Einheiten – aber knapper Start
Ein weiteres Signal für Apples Ambitionen: Der Konzern soll seine Zulieferer angewiesen haben, in diesem Jahr rund 10 Millionen faltbare iPhones vorzubereiten – deutlich mehr als die noch vor wenigen Monaten kolportierten 7 bis 8 Millionen. Das spricht für Vertrauen in die Nachfrage.
Ob diese Menge zum Start bereitsteht, ist eine andere Frage. Bei einem völlig neuen, aufwendig zu fertigenden Gerätetyp fällt die erste Charge erfahrungsgemäß klein aus. Lange Lieferzeiten und schnell vergriffene Konfigurationen zum Verkaufsstart gelten deshalb als wahrscheinlich – wer zum Launch zugreifen will, dürfte schnell sein müssen.
Was das faltbare iPhone bieten soll
Zur Ausstattung hat sich über die Monate ein recht klares Bild ergeben. Erwartet werden ein rund 7,8 Zoll großes inneres Display, ein 5,5 Zoll messender Außenbildschirm, der A20-Chip, in einigen Ländern Apples eigenes C2-Modem sowie ein Netzschalter mit integriertem Touch ID. Beim Preis kursieren Werte zwischen rund 2.000 und 2.500 US-Dollar.
Damit wäre das iPhone Ultra mit Abstand das teuerste iPhone aller Zeiten – ein Betrag, der in Deutschland deutlich jenseits der 2.000-Euro-Marke liegen dürfte. Es wäre damit kein Gerät für die breite Masse, sondern ein Premium-Statement in einer eigenen Klasse.
Im Herbst fällt die Entscheidung
Fügt man die Berichte zusammen, ergibt sich ein vorsichtig optimistisches Bild: Die Massenproduktion scheint zu laufen, der September-Termin für die Vorstellung wirkt gesetzt, und Apple plant mit spürbar höheren Stückzahlen als zuvor. Die letzte Unbekannte bleibt der genaue Verkaufsstart – und die Frage, wie viele Geräte davon anfangs überhaupt zu bekommen sind. Endgültige Klarheit dürfte es erst geben, wenn Apple im Herbst selbst auf die Bühne tritt. (Bild: Shutterstock / mariakray)
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