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iPhone Ultra: Warum der Verkauf später starten könnte als die Vorstellung

by Milan
5. Juli 2026
in Apple Gerüchte
iPhone Fold Apple iPhone Ultra

Bild: FrontPageTech x Asherdipps

Apples erstes faltbares iPhone könnte im September zwar gemeinsam mit den übrigen neuen Modellen präsentiert werden – in den Verkauf aber erst deutlich später gehen. Eine aktuelle Lieferketten-Prognose sieht dabei ein bekanntes Muster aus dem Jahr 2017 am Werk.

Wenn Apple ein technisch besonders anspruchsvolles Gerät auf den Markt bringt, klaffen Vorstellung und tatsächlicher Verkaufsstart mitunter auseinander. Analyst Ming-Chi Kuo geht in seiner jüngsten Branchenumfrage davon aus, dass genau das dem iPhone Ultra bevorstehen könnte. Demnach dürften die Montagemengen des Geräts in der zweiten Jahreshälfte 2026 bei rund sieben bis acht Millionen Einheiten liegen – zu wenig, um zum September-Termin bereits regulär verkaufsfähig zu sein. Die Einschätzung fügt sich in das bisher bekannte Gesamtbild zum iPhone Ultra ein und rückt einen Aspekt in den Vordergrund, der bislang wenig Beachtung fand: den zeitlichen Abstand zwischen Ankündigung und Kaufbarkeit.

Was die Lieferkettenzahlen andeuten

Der Kern der Prognose steckt in den Stückzahlen. Für das dritte Quartal 2026 rechnet Kuo mit lediglich 0,5 bis 1 Million montierter iPhone-Ultra-Einheiten – etwa zehn Prozent der für die gesamte zweite Jahreshälfte erwarteten Menge. Diese Zahl reiche schlicht nicht aus, um einen regulären Marktstart zu tragen.

Zum Vergleich zieht Kuo die parallel erwarteten Spitzenmodelle heran. Für iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max sollen sich die Montagemengen im dritten Quartal 2026 auf rund 20 bis 22 Millionen Einheiten summieren – ein Vielfaches der iPhone-Ultra-Menge und genug, um die für einen offiziellen Verkaufsstart nötige Lagerreserve zu erreichen. Das faltbare Modell würde damit zwar auf derselben Bühne stehen, aber nicht dieselbe Startlinie erreichen.

Die Parallele zum iPhone X von 2017

Als Blaupause dient Kuo das iPhone X. Dessen Verkaufsargumente waren seinerzeit das erste randlose OLED-Display eines iPhones sowie die Einführung von Notch und Face ID samt TrueDepth-Kamera. Weil das Gerät schwer zu fertigen war, lagen die Montagemengen im dritten Quartal 2017 bei unter einer Million Einheiten. Genau hier zieht Kuo die Verbindung: Beide Geräte setzen auf ein neuartiges Nutzungserlebnis als zentrales Verkaufsargument, während die Fertigungshürden die frühe Produktion ausbremsen. Beim iPhone Ultra gehört die aufwendige Konstruktion dazu, die etwa die Displayfalte nahezu unsichtbar machen soll.

Aufschlussreich ist der damalige Ablauf. Apple stellte das iPhone X am 12. September 2017 gemeinsam mit iPhone 8 und iPhone 8 Plus vor – doch Vorbestellungen begannen erst am 27. Oktober, der Verkauf am 3. November. Die günstigeren Modelle waren da längst erhältlich: Ihre Vorbestellung startete am 15. September, der Marktstart folgte am 22. September. Der Grund für die Verzögerung des iPhone X lag ausschließlich darin, dass die Lagerbestände für einen September-Start nicht ausreichten.

MeilensteiniPhone X (2017)iPhone Ultra (erwartet)
Vorstellung12. SeptemberSeptember 2026
Vorbestellung27. Oktoberviertes Quartal 2026
Verkaufsstart3. Novemberviertes Quartal 2026

Was das für den Zeitplan bedeutet

Überträgt man dieses Muster, ergibt sich für das iPhone Ultra ein klarer Fingerzeig. Angesichts der knappen Montagemengen im dritten Quartal 2026 könnte auch das faltbare iPhone erst im vierten Quartal 2026 in die Vorbestellung und in den regulären Verkauf gehen. Die gemeinsame Bühne im September bliebe damit ein Präsentationsmoment, dem die tatsächliche Verfügbarkeit erst mit einigen Wochen Abstand folgt.

Hohe Nachfrage und ein möglicher Aufschlag im Wiederverkauf

Trotz des hohen Einstiegspreises rechnet Kuo mit anhaltend starker Nachfrage – zumindest bis zum Jahresende 2026 und selbst bei einem Preis von rund 2.300 bis 2.500 US-Dollar. Gespräche mit Mobilfunkanbietern, Verkaufskanälen und Wiederverkäufern hätten dieses Bild gestützt. Die Folge wäre absehbar: Das iPhone Ultra könnte unmittelbar nach dem Start der Vorbestellungen ausverkauft sein, die Lieferzeiten dürften rasch auf vier bis sechs Wochen oder mehr steigen und bis in den Dezember auf diesem Niveau verharren.

Aus knappem Anfangsangebot, einem unverwechselbaren Design und einem neuartigen Nutzungserlebnis könnte sich ein kurzfristiger Aufschlag im Wiederverkauf ergeben. Kuo hält Wiederverkaufspreise von 50 bis 100 Prozent über dem offiziellen Preis für nicht ausgeschlossen. Bei einem Gerät, dessen Startpreis als teuerstes iPhone aller Zeiten gehandelt wird, wäre das ein beachtlicher Betrag.

Wann sich die echte Nachfrage zeigt

Ein belastbares Urteil über die tatsächliche Nachfrage lässt sich laut Kuo erst zwischen Ende 2026 und dem ersten Quartal 2027 fällen. Bis dahin sollten der Effekt des Weihnachtsgeschäfts und der anfängliche Launch-Trubel abklingen, während sich die frühen Produktions- und Lieferengpässe deutlich bessern dürften. Erst wenn diese vorübergehenden Faktoren wegfallen, werde sich zeigen, ob die Nachfrage von Dauer ist.

Der Größenunterschied zum historischen Vorbild bleibt dabei bemerkenswert: Beim iPhone X entspannte sich die Lage bis Ende November 2017, und die Auslieferungen der zweiten Jahreshälfte erreichten letztlich rund 30 Millionen Einheiten. Für das iPhone Ultra werden mit sieben bis acht Millionen Einheiten in der zweiten Jahreshälfte 2026 weit geringere Mengen erwartet – gebremst zugleich vom höheren Preis und von der größeren Fertigungskomplexität. Damit wäre das faltbare iPhone weniger ein Massenprodukt als ein bewusst limitierter Einstieg in eine neue Gerätekategorie. (Bild: FrontPageTech x Asherdipps)

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Tags: iPhoneiPhone 18iPhone 2026
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