Die kurze Akkulaufzeit war der wohl größte Kritikpunkt am ersten iPhone Air. Jetzt kursiert der erste Hinweis darauf, wie viel Kapazität der Nachfolger mitbringen könnte – und die Zahl erzählt eine differenziertere Geschichte, als die reine Steigerung vermuten lässt.
Dass überhaupt konkrete Spezifikationen zum iPhone Air 2 auftauchen, ist bemerkenswert: Noch im Herbst 2025 hatten Berichte das Modell als vorerst aus dem Zeitplan genommen beschrieben, bevor sich die Lage wieder auf einen Marktstart in der ersten Hälfte 2027 verdichtete. Ein erstes Leak zur Akkukapazität passt in dieses Bild eines Projekts, das nach längerer Unsicherheit wieder Fahrt aufnimmt – auch wenn es aus einer einzelnen Quelle stammt und entsprechend vorsichtig einzuordnen ist.
3.500 mAh im Gespräch
Der für Lieferketten-Prognosen bekannte Leaker Digital Chat Station nannte in einem Beitrag auf der Plattform Weibo eine Akkukapazität von 3.500 mAh für das iPhone Air 2. Gegenüber den 3.149 mAh des aktuellen iPhone Air entspräche das einem Plus von rund 11 Prozent. Es handelt sich um die erste kursierende Angabe zu diesem Wert, gestützt auf eine einzige Quelle – belastbar wird ein solches Detail erst, wenn weitere Berichte in dieselbe Richtung deuten.
Eine höhere Kapazität bedeutet nicht automatisch ein größeres Gehäuse. Denkbar wäre ebenso eine dichtere Zelle oder eine geschicktere interne Anordnung, die im gleichen Formfaktor mehr Platz für den Akku schafft. Bei einem Gerät, das seinen gesamten Reiz aus der extremen Schlankheit von 5,6 Millimetern zieht, bleibt jede zusätzliche Milliamperestunde allerdings ein enges Unterfangen.
Warum die Zahl relativer ausfällt, als sie klingt
Elf Prozent klingen nach einem spürbaren Sprung, doch im Vergleich zur restlichen iPhone-Familie relativiert sich der Wert schnell. Selbst mit 3.500 mAh läge das iPhone Air 2 weiter unter dem, was schon das heutige Standard-iPhone bietet:
| iPhone-Modell | Akkukapazität |
|---|---|
| iPhone Air (aktuell) | 3.149 mAh |
| iPhone Air 2 (Gerücht) | 3.500 mAh |
| iPhone 17 | 3.692 mAh |
| iPhone 17 Pro | 3.988 mAh |
Entscheidender als die nackte Kapazität dürfte ohnehin die Effizienz sein. Das iPhone Air 2 soll den kommenden A20-Chip nutzen, der in einem 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird und dadurch sparsamer arbeiten könnte. Einem separaten Bericht zufolge könnte zudem eine von Samsung stammende OLED-Technik namens CoE (Color Filter on Encapsulation) das Display dünner machen und so Raum für eine etwas größere Zelle schaffen. Trifft beides zu, käme der Zugewinn an Laufzeit weniger aus den zusätzlichen Milliamperestunden als aus dem Zusammenspiel von effizienterem Chip und flacherem Panel.
Der Akku war die Schwachstelle des ersten Air
Warum ausgerechnet die Kapazität so viel Aufmerksamkeit bekommt, zeigt der Blick zurück: In den Tests zum ersten iPhone Air war die Laufzeit durchgehend der am häufigsten genannte Schwachpunkt. Der 3.149-mAh-Akku entspricht grob dem eines iPhone 15 Pro und brachte viele Vielnutzer abends in den roten Bereich. Als Ausweg bot Apple eine speziell geformte MagSafe-Batterie an – die in Deutschland allerdings mit 115 Euro zu Buche schlägt und aus dem betont dünnen Gerät im aufgesetzten Zustand ein dickes macht. Ein späterer Akkutausch wird hierzulande mit 135 Euro veranschlagt.
Neben der Akkulaufzeit galt die einzelne Rückkamera als zweiter großer Kritikpunkt. Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Apple dem iPhone Air 2 einen zweiten Sensor in Form eines Ultraweitwinkels spendieren könnte. Zusammengenommen zielen die kursierenden Gerüchte damit genau auf die beiden Punkte, an denen sich das erste Modell am deutlichsten Kritik einfing.
Mehr Kapazität, aber der Formfaktor bleibt der Engpass
Sollte sich die Angabe bestätigen, wäre der größere Akku ein sinnvoller, aber überschaubarer Schritt – einer, der die grundsätzliche Gratwanderung zwischen Schlankheit und Ausdauer nicht auflöst, sondern nur etwas entschärft. Das iPhone Air 2 wird in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet, gemeinsam mit dem regulären iPhone 18 und dem günstigeren iPhone 18e. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob die 3.500 mAh mehr als ein einzelner Lieferketten-Hinweis sind – und ob Apple die Laufzeit stärker über Effizienz als über die reine Zellgröße in den Griff bekommt. (Bild: Shutterstock / Ononymous Phtographer)
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