Apple soll laut einem Bericht des koreanischen Medienunternehmens Dealsite einer massiven Preiserhöhung für Speicherchips von Samsung zugestimmt haben. Konkret geht es um LPDDR5X-RAM-Module, die für die laufende Produktion des iPhone 17 benötigt werden. Dem Bericht zufolge akzeptierte Apple eine Verdopplung der Preise. Die Entscheidung zeigt, wie angespannt der Markt für mobilen DRAM inzwischen ist – und wie stark selbst große Konzerne wie Apple unter Druck geraten können.
Speicherchips sind eine zentrale Komponente moderner Smartphones. Besonders in High-End-Modellen wie dem iPhone 17 Pro oder dem iPhone Air kommen leistungsstarke 12-GB-LPDDR5X-Module zum Einsatz. Sie sind entscheidend für Multitasking, KI-Funktionen und allgemeine Systemleistung.
Normalerweise gilt Apple als harter Verhandlungspartner mit starker Marktmacht gegenüber Zulieferern. Umso bemerkenswerter ist es, dass das Unternehmen laut Branchenquellen eine Preiserhöhung in dieser Größenordnung offenbar ohne längere Auseinandersetzung akzeptiert haben soll. Der Hintergrund liegt in einer strukturellen Verknappung des weltweiten Speicherangebots.
Notfallgespräche zwischen Apple und Samsung
Den Quellen von Dealsite zufolge führte Apple kürzlich Notfallgespräche mit der Halbleitersparte von Samsung. Ziel war es, die Liefermengen für RAM-Module für das erste Halbjahr dieses Jahres neu zu verhandeln.
Im Mittelpunkt stehen 12-GB-LPDDR5X-Module, die im iPhone Air sowie im iPhone 17 Pro verbaut werden. Die Preisentwicklung seit Anfang 2025 ist deutlich:
- Anfang 2025 lag der Preis pro Modul bei rund 30 US-Dollar.
- Inzwischen liegt er bei etwa 70 US-Dollar.
Damit haben sich die Preise nahezu verdoppelt.
Samsung plante laut Bericht ursprünglich eine Preiserhöhung von 60 Prozent für die an Apple gelieferten LPDDR5X-Module. Stattdessen soll der Konzern strategisch mit einer Forderung von 100 Prozent in die Verhandlungen gegangen sein. Apple habe dieser Verdopplung offenbar unmittelbar zugestimmt. Branchenbeobachter werten das als Zeichen dafür, wie dringend Smartphone-Hersteller derzeit Speicherlieferungen sichern müssen.
Ursache: Umstellung auf KI-Speicher
Die Verknappung von mobilem DRAM ist nicht primär durch eine steigende Smartphone-Nachfrage ausgelöst worden. Entscheidender Faktor ist die zunehmende Fokussierung der Speicherhersteller auf High-Bandwidth-Memory (HBM).
Unternehmen wie SK Hynix und Micron haben ihre Produktionskapazitäten verstärkt auf HBM umgestellt. Diese Speichertechnologie wird vor allem für KI-Server in Rechenzentren benötigt.
Durch diese strategische Verschiebung stehen weniger Kapazitäten für klassischen mobilen DRAM zur Verfügung. Das Angebot sinkt, während die Nachfrage im Smartphone-Bereich stabil bleibt. Die Folge sind drastische Preissteigerungen für LPDDR5X-Module.
Auch Samsung selbst ist betroffen
Die Knappheit trifft nicht nur Apple. Laut demselben Bericht wird für die erste Produktionscharge des Galaxy S26 LPDDR5X-Speicher zu gleichen Teilen von Samsungs eigener Halbleitersparte sowie von Micron bezogen. Beide Lieferanten planen demnach nach der ersten Charge erhebliche Preiserhöhungen.
Es wird erwartet, dass Samsung die Preise für das Galaxy S26 teilweise anheben wird. Gleichzeitig versucht das Unternehmen, Kosten zu kompensieren. Etwa 30 Prozent der Geräte sollen mit dem hauseigenen Exynos 2600-Chip ausgestattet werden, um Ausgaben zu reduzieren. Die Situation zeigt, dass selbst vertikal integrierte Hersteller wie Samsung nicht vollständig vor Marktverwerfungen geschützt sind.
Auswirkungen auf Apples Margen und iPhone-Preise
Trotz des steigenden Kostendrucks plant Apple derzeit offenbar keine Anhebung der Einstiegspreise für das iPhone 18 Pro. Das erklärte der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo kürzlich.
Auch Apple-CEO Tim Cook äußerte sich im Rahmen einer Telefonkonferenz zu den aktuellen Geschäftszahlen. Er bestätigte, dass steigende Chip-Preise „etwas stärkere Auswirkungen“ auf die Bruttomargen haben würden.
Gleichzeitig erwartet Apple für das laufende Quartal ein Umsatzwachstum zwischen 13 und 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Strategie scheint klar: Marktanteile und Preisstabilität im Premiumsegment sollen vorerst Vorrang vor kurzfristiger Margenoptimierung haben.
Apple akzeptiert Verdopplung der Speicherchip-Preise
Apple soll einer 100-prozentigen Preiserhöhung für Samsung-LPDDR5X-Speicherchips zugestimmt haben, um die Produktion des iPhone 17 abzusichern. Die Preise für 12-GB-Module sind seit Anfang 2025 von rund 30 auf etwa 70 US-Dollar gestiegen.
Auslöser ist eine branchenweite Verlagerung der Speicherproduktion hin zu HBM für KI-Server, wodurch mobiles DRAM knapp geworden ist. Auch Samsung selbst steht unter Druck und plant Preisanpassungen beim Galaxy S26.
Ob Apple die Mehrkosten langfristig selbst trägt oder später an Verbraucher weitergibt, bleibt offen. Kurzfristig sollen die Einstiegspreise für das iPhone 18 Pro jedoch stabil bleiben, während das Unternehmen weiterhin mit einem deutlichen Umsatzwachstum rechnet. (Bild: Shutterstock / asharkyu)
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