Apple hat angekündigt, den Mac mini künftig in den USA zu produzieren. Kurz darauf hat das Unternehmen weitere Details, Fotos und Videos zur Produktionsstätte in Houston, Texas, veröffentlicht. Damit konkretisiert Apple seine Pläne zur Ausweitung der Fertigung in den Vereinigten Staaten deutlich. Neben der Montage des Mac mini wird in Houston auch die Produktion von KI-Servern hochgefahren. Diese Server sind für Apple Intelligence vorgesehen und spielen eine zentrale Rolle in der KI-Strategie des Konzerns.
Die Entscheidung von Apple ist nicht nur eine betriebliche Maßnahme, sondern auch ein politisches Signal. Die Verlagerung beziehungsweise der Ausbau von Produktionskapazitäten in die USA passt in eine Phase, in der das Thema amerikanische Fertigung stark im Fokus steht.
Apple positioniert sich damit klar zur Zukunft des Produktionsstandorts USA. Gleichzeitig erfolgt die Ankündigung zu einem Zeitpunkt, der politisch sensibel ist. Die jährliche Rede zur Lage der Nation steht bevor, und das Thema Industriepolitik dürfte dort eine Rolle spielen. Beobachter gehen davon aus, dass Apple mit diesem Schritt auch seine Beziehung zur Regierung stärken will, unter anderem mit Blick auf mögliche Ausnahmen von neu angekündigten Zöllen.

Mac mini: Produktionsstart noch in diesem Jahr
Die erste offizielle Bestätigung zur Mac mini-Produktion in den USA kam von Sabih Khan, Chief Operating Officer von Apple. In einem Videointerview mit dem Wall Street Journal äußerte er sich während einer Besichtigung einer Foxconn-Fabrik in Houston, Texas. Khan erklärte:
Wir freuen uns riesig, euch mitteilen zu können, dass wir noch dieses Jahr hier in diesen Räumlichkeiten mit der Produktion des Mac mini anfangen werden.
Damit steht fest, dass die Endmontage des Mac mini künftig in Houston stattfinden wird. Der Produktionsstart ist noch für dieses Jahr geplant.
Apple hatte bereits zuvor die Fertigung von Servern in den USA angekündigt. Im August wurden entsprechende Pläne veröffentlicht, im Oktober folgte ein Update, in dem das Unternehmen mitteilte, dass alles planmäßig verlaufe. Die Integration der Mac mini-Montage erweitert diese ursprünglichen Pläne nun deutlich.

Hochfahren der KI-Server-Produktion für Apple Intelligence
Parallel zur Mac mini-Fertigung wird in Houston auch die Produktion von KI-Servern ausgebaut. Diese Server sind für Apple Intelligence vorgesehen. Tim Cook, CEO von Apple, erklärte dazu:
Apple setzt sich voll für die Zukunft der amerikanischen Fertigung ein, und wir sind stolz darauf, unsere Präsenz in Houston mit der Produktion des Mac mini, die später in diesem Jahr losgeht, deutlich auszubauen. Wir haben schon früher als geplant mit der Auslieferung von fortschrittlichen KI-Servern aus Houston angefangen und freuen uns darauf, diese Arbeit noch weiter voranzutreiben.
Laut Cook hat Apple bereits früher als geplant mit der Auslieferung der KI-Server aus Houston begonnen. Die Produktion soll nun weiter beschleunigt werden. Damit wird der Standort Texas zu einem wichtigen Zentrum für Hardware, die im Bereich künstliche Intelligenz eingesetzt wird.

Verdopplung des Campus und neues Advanced Manufacturing Center
Apple teilte mit, dass die Erweiterung um die Mac mini-Montage die Größe des Campus in Houston verdoppeln wird. Die Investitionen gehen jedoch über die reine Produktmontage hinaus.
Geplant ist außerdem ein Advanced Manufacturing Center in Houston mit einer Fläche von 20.000 Quadratmetern. Die Spezialanlage befindet sich derzeit im Bau und soll noch in diesem Jahr eröffnet werden. Das Zentrum wird:
- Studenten praktische Schulungen in fortschrittlichen Fertigungstechniken anbieten
- Mitarbeiter von Zulieferern weiterbilden
- Amerikanische Unternehmen jeder Größe schulen
Apple-Experten werden dort die gleichen innovativen Produktionsverfahren vermitteln, die auch bei der Herstellung von Apple-Produkten zum Einsatz kommen. Ziel ist es, amerikanischen Herstellern zu helfen, ihre Produktionsprozesse weiterzuentwickeln und auf ein höheres technologisches Niveau zu bringen.

Politischer Hintergrund und Zeitpunkt der Ankündigung
Der Zeitpunkt der Veröffentlichung der neuen Details ist wahrscheinlich nicht zufällig gewählt. Donald Trump wird in Kürze seine jährliche Rede zur Lage der Nation halten. Es wird erwartet, dass er sich dabei für eine Stärkung der US-Fertigung loben wird.
Gleichzeitig befindet sich Apple in einem Umfeld neuer angekündigter Zölle. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Unternehmen durch die Ausweitung seiner Produktion in den USA seine Position gegenüber der Regierung verbessern möchte, um mögliche Ausnahmen oder Erleichterungen zu erreichen.

Apple baut Fertigung und KI-Infrastruktur in Texas aus
Mit der Produktion des Mac mini in Houston erweitert Apple seine Fertigungsaktivitäten in den USA deutlich. Neben der Endmontage des Mac mini wird dort auch die Produktion von KI-Servern für Apple Intelligence beschleunigt.
Die Verdopplung des Campus und der Bau eines 20.000 Quadratmeter großen Advanced Manufacturing Center zeigen, dass es sich um eine langfristige Investition handelt. Apple verbindet damit Produktfertigung, KI-Infrastruktur und Ausbildungsangebote an einem zentralen Standort.
Houston entwickelt sich damit zu einem strategisch wichtigen Knotenpunkt innerhalb der US-Produktionsstrategie von Apple. (Bild: Apple)
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