Apple will noch in diesem Jahr mit der Produktion eines weiteren Mac-Computers in den USA beginnen. Konkret geht es um den Mac mini. Damit erweitert Apple seine Fertigung in den Vereinigten Staaten und setzt ein deutliches Zeichen in Richtung lokaler Produktion. Die Ankündigung kommt zu einem politisch und wirtschaftlich sensiblen Zeitpunkt.
Apple produziert einen Großteil seiner Hardware traditionell in Asien, vor allem in China und Vietnam. Gleichzeitig steht das Unternehmen seit Jahren unter Druck, Teile der Wertschöpfung in die USA zurückzuholen. Themen wie Importzölle, geopolitische Spannungen und politische Forderungen nach mehr heimischer Produktion spielen dabei eine wichtige Rolle.
Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung, den Mac mini künftig in den USA zu fertigen, mehr als eine organisatorische Anpassung. Sie ist Teil einer größeren Strategie, mit der Apple seine Lieferketten neu ausrichtet und auf veränderte Rahmenbedingungen reagiert.
Apple bestätigt Produktion des Mac mini in Texas
Apple hat offiziell angekündigt, dass der Mac mini ab diesem Jahr in den USA produziert wird. Sabih Khan, Chief Operating Officer von Apple, erklärte dies in einem Video-Interview mit dem Wall Street Journal. Während einer Besichtigung einer Foxconn-Fabrik in Houston, Texas, sagte Khan:
Wir freuen uns riesig, euch mitteilen zu können, dass wir noch dieses Jahr hier in diesen Räumlichkeiten mit der Produktion des Mac mini anfangen werden.
Der Produktionsstart soll also direkt in Houston erfolgen. Foxconn ist seit Jahren ein zentraler Fertigungspartner von Apple.
Produktionsmenge: Jede Woche Tausende Geräte
Auf die Frage, wie viele Mac mini-Computer Apple pro Jahr produziert, gab Khan keine konkrete Jahreszahl an. Er erklärte jedoch, dass Apple „jede Woche Tausende“ Geräte herstellt.
Das deutet auf eine Produktion in erheblichem Umfang hin. Es handelt sich also nicht um eine reine Symbolfertigung oder um ein Nischenprojekt, sondern um eine regelmäßige, fortlaufende Produktion.
Khan betonte außerdem, dass Apple plane, den Standort mit der Zeit weiter auszubauen. Ziel sei es, den Mac mini in den USA stärker zu produzieren, um Kunden in dieser Region zu bedienen. Die US-Produktion soll also perspektivisch erweitert werden.
Bisherige Herstellung in Vietnam und China
Der Mac mini wird derzeit in Vietnam und China gefertigt. Diese Standorte sind Teil der bestehenden globalen Lieferkette von Apple.
Mit der neuen Produktion in Texas kommt ein zusätzlicher Standort hinzu. Apple diversifiziert damit seine Fertigung geografisch. Die asiatischen Standorte bleiben weiterhin relevant, doch die USA gewinnen an Bedeutung.
Frühere US-Produktion: Der Mac Pro
Apple hat bereits Erfahrung mit der Fertigung von Desktop-Computern in den USA. Der Mac Pro wurde ab 2013 als in Amerika hergestellter Desktop-Computer vermarktet. Seit 2019 wird auch die aktuelle Generation des Mac Pro in den USA produziert.
Allerdings handelt es sich beim Mac Pro um ein Gerät mit vergleichsweise geringer Stückzahl. Der Mac mini ist im Vergleich dazu ein deutlich breiter vermarktetes Desktop-Modell. Die Entscheidung, dieses Produkt in den USA zu fertigen, hat daher ein größeres Volumen.
Unveröffentlichte Einblicke in US-Werke
Das veröffentlichte Video zeigt außerdem bisher unveröffentlichte Aufnahmen aus den Werken von GlobalWafers und TSMC in Arizona.
Diese Aufnahmen unterstreichen die Rolle der Halbleiterproduktion in den USA. Apple ist auf die Zulieferung moderner Chips angewiesen, und Werke in Arizona gewinnen in diesem Zusammenhang strategisch an Bedeutung.
Politischer Kontext: Rede zur Lage der Nation
Sowohl die Ankündigung zur Herstellung des Mac mini als auch der begleitende Artikel im Wall Street Journal erscheinen in zeitlicher Nähe zur Rede zur Lage der Nation von Präsident Trump am Dienstag, dem 24. Februar 2026.
Der Bericht im WSJ konzentriert sich auf Apples Bemühungen, Produktion in die USA zu verlagern. Die zeitliche Abstimmung legt nahe, dass die Ankündigung auch politisch eingebettet ist.
Die Förderung heimischer Produktion ist ein wiederkehrendes Thema in der US-Politik. In diesem Umfeld positioniert sich Apple mit der neuen Fertigung in Texas deutlich.
Umgang mit Zöllen und höheren Importkosten
Ein weiterer wichtiger Faktor sind Importzölle. Apple arbeitet weiterhin daran, höhere Kosten zu umgehen, die mit Zöllen auf importierte Produkte verbunden sind.
Durch die Verlagerung von Produktionskapazitäten in die USA kann Apple potenzielle Zollbelastungen reduzieren oder vermeiden. Gleichzeitig wird die Abhängigkeit von internationalen Handelsbeziehungen verringert.
Die Entscheidung für eine US-Produktion des Mac mini ist daher nicht nur eine Frage des Standorts, sondern auch eine wirtschaftliche Maßnahme zur Kostenkontrolle und Risikominimierung.
Apple verlagert Mac-mini-Produktion nach Texas
Apple beginnt noch in diesem Jahr mit der Produktion des Mac mini in Houston, Texas. Laut Sabih Khan werden jede Woche Tausende Geräte hergestellt, und der Standort soll schrittweise ausgebaut werden. Bisher wurde der Mac mini in Vietnam und China produziert.
Neben wirtschaftlichen Gründen wie der Umgehung von Zöllen spielt auch der politische Kontext eine Rolle. Die Ankündigung erfolgt rund um die Rede zur Lage der Nation von Präsident Trump im Februar 2026.
Mit diesem Schritt stärkt Apple die US-Fertigung und erweitert seine Produktionsstruktur. Die Entscheidung ist Teil einer langfristigen Strategie, mit der Apple seine globale Lieferkette an neue wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen anpasst. (Bild: Shutterstock / Aytug Bayer)
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