Ein abgeschossener Navy-Pilot, ein KGB-Veteran mit Faible für amerikanische Popkultur und ein Kalter Krieg, der plötzlich als Buddy-Komödie funktioniert. Apple hat den ersten Trailer zu seinem nächsten Original-Film veröffentlicht.
Apple Original Films hat den Trailer zur Actionkomödie „Mayday“ vorgestellt. Der Film startet am 4. September 2026 weltweit bei Apple TV – also zeitgleich in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Hauptrolle spielt Ryan Reynolds neben Kenneth Branagh, und damit verlängert Apple eine Reihe von Filmproduktionen mit prominenter Besetzung, die zuletzt mit „Lucky“ und Anya Taylor-Joy weiterging.
Ein Spionagethriller, der sich selbst auf den Kopf stellt
Reynolds spielt Lieutenant Troy „Assassin“ Kelly, einen forschen Piloten der U.S. Navy, der auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges für eine Geheimmission in russisches Gebiet geschickt wird. Der Einsatz scheitert, Kelly strandet hinter den feindlichen Linien. Dort findet ihn Nikolai Ustinov – ein wortkarger Ex-KGB-Agent mit ausgeprägter Schwäche für amerikanische Kultur, gespielt von Branagh. Aus der denkbar ungünstigsten Konstellation entwickelt sich eine Zweckgemeinschaft, die den Film trägt.
Apple beschreibt „Mayday“ als genreübergreifende Buddy-Komödie, die den Spionagethriller umdreht. Das Setup lässt sich auf eine einfache Formel bringen: zwei Figuren, die einander eigentlich erschießen müssten, sind aufeinander angewiesen.
Ein Regie-Duo mit Komödien-Vergangenheit
Regie führen John Francis Daley und Jonathan Goldstein, die auch das Drehbuch geschrieben und den Film mitproduziert haben. Das Duo hat als Autorenteam unter anderem an „Horrible Bosses“ und „Spider-Man: Homecoming“ gearbeitet und mit „Game Night“ sowie „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ zwei Filme inszeniert, die Action und Komik ineinander schieben – genau das Register, in dem „Mayday“ spielt.
Produziert wird der Film von Skydance Media mit David Ellison, Dana Goldberg und Don Granger sowie von Ashley Fox und Johnny Pariseau für Maximum Effort, die Produktionsfirma von Reynolds. Reynolds selbst steht neben George Dewey und John G. Scotti als ausführender Produzent auf der Liste.
Von einem Kinostart ist nicht die Rede
In der Ankündigung nennt Apple ausschließlich die Premiere auf dem eigenen Dienst – ein Kinostart taucht nicht auf. Das unterscheidet „Mayday“ von „F1″, den Apple regulär ins Kino brachte und der laut Unternehmen zum umsatzstärksten Sportfilm aller Zeiten wurde. Die Trennung wirkt bewusst: Große Event-Produktionen bekommen die Leinwand, das Genrekino wandert direkt in das Abo.
Für Apple ist der Zeitpunkt kein Zufall. Der 4. September liegt zehn Tage vor der Emmy-Verleihung, bei der der Dienst nach einem Rekordjahr bei den Nominierungen antritt. Ein zugkräftiger Filmstart in derselben Aufmerksamkeitsphase ist ein Hebel, den man nicht liegen lässt.
Preis und Verfügbarkeit im deutschsprachigen Raum
Apple TV kostet in Deutschland und Österreich 9,99 Euro pro Monat, in den USA sind es 12,99 Dollar. Ein siebentägiges Probeabo gibt es für Neukunden, beim Kauf eines neuen iPhone, iPad, Mac oder Apple TV drei Monate ohne Zusatzkosten. Über die Familienfreigabe deckt ein Abo bis zu sechs Personen ab. Der Dienst steckt außerdem in den Apple-One-Paketen ab 19,95 Euro monatlich.
Apples Filmsparte bekommt Kontur
Nach Jahren, in denen Apple TV vor allem über Serien wahrgenommen wurde, verdichtet sich das Filmprogramm sichtbar. Eddy Cue hatte dem Dienst zuletzt „besser und mehr“ in Aussicht gestellt. „Mayday“ ist die Sorte Film, die dieses Versprechen einlöst: ein bekannter Hauptdarsteller, ein klar lesbares Genre und ein Termin, der bewusst gesetzt ist. Ob der Ton zwischen Action und Komik trägt, entscheidet sich im September. (Bild: Apple)
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