Apple hat die öffentliche Beta von iOS 27 freigegeben. Damit lassen sich die neuen Funktionen erstmals ohne Entwickler-Account ausprobieren – neben dem iPhone auch auf iPad, Mac, Apple Watch und Apple TV. Eine zentrale Neuerung bleibt Testern in der EU allerdings vorerst verwehrt.
Seit dem Start der Developer Betas zur WWDC 2026 lief die Erprobung von iOS 27 ausschließlich im Entwicklerkreis. Mit der öffentlichen Beta öffnet Apple die Testphase nun für alle Interessierten. Technisch entspricht die Public Beta dem Stand der aktuellen Entwicklerversion – der zeitliche Vorlauf dient Apple dazu, die auffälligsten Fehler vorab auszuräumen. Der Zugang führt über eine kostenlose Registrierung im Apple Beta Software Program und nicht über ein kostenpflichtiges Entwicklerkonto.
Diese Systeme stehen als öffentliche Beta bereit
Apple hat die öffentlichen Betas für iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 („Golden Gate“), watchOS 27 und tvOS 27 freigegeben. Ergänzend stehen die HomePod-Software 27 sowie eine aktualisierte AirPods-Firmware zum Test bereit.
Nicht Teil des Programms ist visionOS 27: Für die Apple Vision Pro bleibt die Testphase weiterhin registrierten Entwicklern vorbehalten. Wer die Neuerungen auf der Vision Pro ausprobieren möchte, ist damit auch künftig auf die Developer Beta angewiesen.
So gelangt die öffentliche Beta aufs Gerät
Voraussetzung ist eine kostenlose Anmeldung im Apple Beta Software Program unter beta.apple.com mit dem eigenen Apple Account. Anschließend erscheint die Testversion direkt auf dem Gerät unter „Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate > Beta-Updates“, wo sich die entsprechende Public Beta auswählen lässt. Auf dem Mac verläuft der Weg analog über die Systemeinstellungen. Alle Schritte im Detail, inklusive Backup und Rückweg auf die stabile Version, erklärt die Anleitung zur Installation der iOS Public Beta.
Ob das eigene Gerät die neue Generation überhaupt unterstützt, zeigt die Übersicht der kompatiblen Geräte für iOS 27, iPadOS 27 und macOS „Golden Gate“. Bei der Apple Watch fällt der Schnitt besonders deutlich aus, da watchOS 27 die Unterstützung für fünf ältere Modelle streicht.
Was vor der Installation zu beachten ist
Auch wenn die öffentliche Beta als stabiler gilt als die ersten Entwicklerversionen, bleibt sie Testsoftware. Fehler, unerwartete Abstürze, erhöhter Akkuverbrauch und Probleme mit einzelnen Apps sind weiterhin möglich. Apple selbst rät von der Installation auf einem Gerät ab, das im Alltag zuverlässig funktionieren muss.
Empfehlenswert ist daher die Nutzung eines Zweitgeräts. Wer dennoch das Hauptgerät verwendet, sollte vorab ein vollständiges Backup anlegen – ein Rückschritt auf die stabile Version ist ohne gesicherte Daten nicht ohne Weiteres möglich. Wer den Entwicklerkanal bevorzugt: Die Developer Beta lässt sich seit 2023 ebenfalls mit einem kostenlosen Apple Account installieren.
Was iOS 27 mitbringt
Das prägende Thema von iOS 27 ist der grundlegende Umbau von Siri, den Apple unter dem Namen Siri AI eingeführt hat. Siri reagiert dialogorientierter, versteht Inhalte auf dem Bildschirm sowie den persönlichen Kontext und kann Informationen aus dem Web ebenso wie aus Nachrichten, E-Mails und Fotos zusammenführen. Über eine eigene App lassen sich Konversationen geräteübergreifend erneut aufrufen.
Darüber hinaus umfasst iOS 27 eine frei anpassbare Kamera-App, neue KI-Werkzeuge in der Fotos-App, die Funktion „Create a Pass“ in Wallet sowie Anpassungen an der Liquid-Glass-Oberfläche. Die bisherigen Testversionen haben diese Neuerungen bereits nachgeschärft: Die zweite Beta beschleunigte Siri AI spürbar und brachte „Write with Siri“ direkt auf die Tastatur, die dritte Beta führte ein überarbeitetes AirPods-Interface mit anpassbarem Equalizer ein.
Siri AI bleibt in der EU vorerst außen vor
Für Tester in Deutschland und Österreich gilt eine wesentliche Einschränkung: Die zentrale Neuerung von iOS 27 lässt sich hierzulande zunächst nicht ausprobieren. Apple führt Auflagen durch den Digital Markets Act als Grund an, weshalb Siri AI in der EU später erscheint als in anderen Regionen. Dass der DMA Siri AI auf iPhone und iPad ausbremst, liegt vor allem an den Anforderungen zur Interoperabilität mit Drittanbietern.
Die Schweiz gehört nicht zur EU und fällt damit nicht unter den DMA – die dortige Verfügbarkeit ist von dieser Verzögerung nicht betroffen. Damit reiht sich Siri AI in eine wachsende Zahl von Apple-Funktionen ein, die in der EU fehlen oder verspätet erscheinen. Wer die öffentliche Beta in Deutschland oder Österreich installiert, bekommt also die Oberflächen- und App-Neuerungen zu sehen, nicht aber die überarbeitete Assistenz.
iOS 27: So geht es weiter
Die öffentliche Beta wird über den Sommer parallel zu den Developer Betas fortlaufend aktualisiert. Die finale Version von iOS 27 erscheint im Herbst, traditionell gemeinsam mit der nächsten iPhone-Generation. Bis dahin bleibt der Blick auf Apples bisherige Praxis lohnend: Nicht alles, was zur WWDC vorgestellt wurde, erreicht zwangsläufig die erste finale Version – einzelne Funktionen hat Apple in der Vergangenheit während der Testphase wieder entfernt und erst mit späteren x.x-Updates nachgereicht. (Bild: Shutterstock / Eric Bouchard)
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