Apples Herbst-Updates stehen fest – und die Kompatibilitätslisten sorgen für einige Überraschungen. Bei den iPhones streicht Apple in diesem Jahr kein einziges Modell, bei der Apple Watch dafür gleich mehrere Generationen auf einmal, und der Mac lässt Intel endgültig hinter sich. Hier findest du für jedes der sechs Systeme, welche Geräte das Update bekommen – und welche zurückbleiben.
Auf der Keynote zur WWDC 2026 am 8. Juni hat Apple iOS 27, iPadOS 27, macOS Golden Gate, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27 vorgestellt. Die fertigen Versionen erscheinen wie üblich im Herbst, die ersten Entwickler-Betas stehen bereits zum Download bereit. Neben dem weiterentwickelten Liquid-Glass-Design und einer deutlich ausgebauten Kindersicherung für iPhone, iPad und Mac verschieben sich in diesem Jahr vor allem die Gerätelisten – mal zugunsten älterer Modelle, mal mit überraschend harten Einschnitten. Diese Übersicht zeigt für jedes System genau, ob das eigene iPhone, iPad, die Apple Watch, der Mac, das Apple TV oder die Apple Vision Pro mitkommt.
Das Wichtigste in Kürze
| System | Läuft auf (älteste Geräte) | Verliert die Unterstützung |
|---|---|---|
| iOS 27 | iPhone 11 / iPhone SE (2. Generation) | nichts |
| iPadOS 27 | iPad Pro ab 2020, iPad Air 4, iPad 9, iPad mini 6 | iPad Pro 2018, iPad Air 3, iPad mini 5, iPad 8 |
| macOS Golden Gate | alle Macs mit Apple Silicon plus MacBook Neo | sämtliche Intel-Macs |
| watchOS 27 | Series 9, Series 10, Series 11, Ultra 2, Ultra 3, SE 3 | Series 6 bis 8, SE (2. Generation), Ultra (1. Generation) |
| tvOS 27 | Apple TV 4K (2. Generation) | Apple TV HD, Apple TV 4K (1. Generation) |
| visionOS 27 | Apple Vision Pro | nichts |
iOS 27: kein iPhone bleibt zurück
Anders als noch bei iOS 26 und entgegen mancher Vorhersage streicht Apple in diesem Jahr kein einziges iPhone. iOS 27 läuft auf exakt demselben Gerätekreis wie der Vorgänger – vom iPhone 11 aus dem Jahr 2019 bis hinauf zum aktuellen iPhone 17 Pro. Wer bereits iOS 26 nutzt, bekommt damit auch das diesjährige Update. Im Vorfeld hatten Leaker noch damit gerechnet, dass die iPhone-11-Reihe und das iPhone SE der zweiten Generation herausfallen würden; diese Annahme hat sich nicht bestätigt.
| iPhone-Reihe | Modelle |
|---|---|
| iPhone 17 | iPhone 17, 17 Pro, 17 Pro Max, iPhone Air |
| iPhone 16 | iPhone 16, 16 Plus, 16 Pro, 16 Pro Max, 16e |
| iPhone 15 | iPhone 15, 15 Plus, 15 Pro, 15 Pro Max |
| iPhone 14 | iPhone 14, 14 Plus, 14 Pro, 14 Pro Max |
| iPhone 13 | iPhone 13, 13 mini, 13 Pro, 13 Pro Max |
| iPhone 12 | iPhone 12, 12 mini, 12 Pro, 12 Pro Max |
| iPhone 11 | iPhone 11, 11 Pro, 11 Pro Max |
| iPhone SE | SE (2. Generation), SE (3. Generation) |
Damit unterstützt iOS 27 rund 30 iPhone-Modelle. Ein kompatibles Gerät bedeutet allerdings nicht automatisch, dass auch alle neuen Funktionen ankommen: Die KI-Features rund um Apple Intelligence setzen deutlich neuere Hardware voraus, und in der EU kommt eine weitere Einschränkung hinzu.
iPadOS 27: der große Aufräumer
Beim iPad greift Apple spürbar härter durch als im Vorjahr. iPadOS 27 hebt die Hardware-Untergrenzen über fast die gesamte Produktpalette an und streicht mehrere Modelle, die unter iPadOS 26 noch dabei waren.
| iPad-Reihe | Unterstützt ab |
|---|---|
| iPad Pro 11″ | 2. Generation (2020) |
| iPad Pro 12,9″ / 13″ | 4. Generation (2020) |
| iPad Air | 4. Generation (2020) |
| iPad (Standard) | 9. Generation (2021) |
| iPad mini | 6. Generation (2021) |
Neu aus der Liste geflogen sind das iPad Pro 11″ der ersten und das iPad Pro 12,9″ der dritten Generation (beide von 2018), das iPad Air der dritten Generation (2019), das iPad mini der fünften Generation (2019) sowie das reguläre iPad der achten Generation (2020). Das Standard-iPad der neunten Generation mit A13-Chip bleibt dagegen an Bord – ein Modell, das Apple weiterhin lange mit Software versorgt.
macOS Golden Gate: das Ende der Intel-Ära
macOS 27 trägt den Namen Golden Gate und markiert einen Einschnitt: Es ist die erste macOS-Version, die ausschließlich auf Macs mit Apple Silicon läuft. Vorausgesetzt wird also mindestens ein M-Chip – einzige Ausnahme ist das neue MacBook Neo mit A18-Pro-Chip, das trotz iPhone-Prozessor unterstützt wird.
| Mac-Reihe | Unterstützt ab |
|---|---|
| MacBook Neo | 2026 (A18 Pro) |
| MacBook Air | M1 (2020) |
| MacBook Pro | M1 (2020) |
| Mac mini | M1 (2020) |
| iMac | M1 (2021) |
| Mac Studio | 2022 |
| Mac Pro | 2023 (M2 Ultra) |
Auf der Strecke bleiben die letzten vier Intel-Macs, die macOS 26 Tahoe noch unterstützte: das MacBook Pro 16″ (2019), das MacBook Pro 13″ (2020, mit vier Thunderbolt-3-Ports), der iMac 27″ (2020) und der Mac Pro (2019). Diese Geräte erhalten laut Apple noch rund drei Jahre lang Sicherheitsupdates. macOS Golden Gate ist zudem die letzte Version mit der vollständigen Rosetta-Übersetzungsschicht, die Intel-Apps auf Apple Silicon lauffähig hält.
watchOS 27: der härteste Schnitt seit Jahren
Die größte Überraschung liefert die Apple Watch. Während watchOS 26 noch sämtliche Modelle bis zurück zur Series 6 unterstützte, läuft watchOS 27 nur noch auf sechs Geräten: Apple Watch Series 9, Series 10, Series 11, Ultra 2, Ultra 3 und SE 3. Damit fällt mehr als die Hälfte der bisher unterstützten Uhren weg.
Konkret nicht mehr dabei sind die Apple Watch SE der zweiten Generation, die Series 6, 7 und 8 sowie die erste Apple Watch Ultra. Für watchOS 27 wird außerdem ein gekoppeltes iPhone 11 oder neuer beziehungsweise ein iPhone SE der zweiten Generation oder neuer mit iOS 27 vorausgesetzt. Falls deine Apple Watch zu den gestrichenen Modellen zählt, bleibt sie auf watchOS 26 und funktioniert dort normal weiter.
tvOS 27: zwei Modelle verlieren den Anschluss
Beim Apple TV fällt der Schnitt kleiner aus. tvOS 27 lässt das Apple TV HD von 2015 und das Apple TV 4K der ersten Generation (2017) zurück. Unterstützt werden das Apple TV 4K der zweiten Generation (2021) und alle neueren Modelle.
visionOS 27: alles beim Alten
Für die Apple Vision Pro ändert sich nichts: visionOS 27 läuft auf dem Headset in beiden Varianten – dem ursprünglichen Modell mit M2-Chip von 2024 und der M5-Auffrischung von 2025. Neue Hardware hat Apple in diesem Jahr nicht gezeigt, gestrichen wird ebenfalls kein Gerät.
Apple Intelligence und Siri AI: kompatibel heißt nicht gleich verfügbar
Wer wissen will, ob das eigene Gerät die neuen Funktionen bekommt, muss zwei Dinge auseinanderhalten: ob es das jeweilige System überhaupt installieren kann – und ob es leistungsfähig genug für Apple Intelligence ist. Die größte Neuerung des Jahres ist die runderneuerte Siri, die gemeinsam mit der nächsten Generation von Apple Intelligence tief in Fotos, Safari, Nachrichten und das gesamte System einzieht.
Diese KI-Funktionen verlangen deutlich neuere Hardware als das jeweilige Betriebssystem. Laut Apple laufen Apple Intelligence und Siri AI auf dem iPhone 16 und neuer, dem iPhone 15 Pro und 15 Pro Max, dem iPad mini mit A17 Pro, iPads und Macs mit M1 oder neuer, der Apple Vision Pro sowie der Apple Watch Series 10 oder neuer, Ultra 2 oder neuer und SE 3 – die Uhr jeweils gekoppelt mit einem KI-fähigen iPhone in Reichweite. Das leistungsstärkste, vollständig auf dem Gerät laufende Modell bleibt den neuesten Geräten wie dem iPhone 17 Pro und dem iPhone Air vorbehalten.
Für Nutzer in Deutschland kommt eine dritte Hürde hinzu: Die neue, auf Google Gemini gestützte Siri und die neuen Apple-Intelligence-Funktionen stehen zum Start nicht in der EU zur Verfügung. Apple verweist dafür auf den Digital Markets Act. Selbst auf einem voll kompatiblen iPhone bleibt das KI-Aushängeschild hierzulande also vorerst aus.
Updaten, warten oder aufrüsten?
Für alle unterstützten Geräte ist das Update wie immer kostenlos und kommt im Herbst automatisch per Softwareaktualisierung. Wer in Deutschland vor allem wegen der neuen Siri und der KI-Funktionen mit dem Wechsel liebäugelt, sollte die Erwartungen vorerst dämpfen – diese Neuerungen fehlen zum Start. Die übrigen Verbesserungen, vom überarbeiteten Design über die erweiterte Kindersicherung bis zu zahlreichen App-Neuerungen, sind davon unberührt und kommen auf jedem kompatiblen Gerät an.
Ist dein Gerät diesmal nicht mehr dabei, besteht kein akuter Handlungsdruck: Apple liefert für ältere Modelle in der Regel noch einige Jahre Sicherheitsupdates, und die bestehenden Funktionen bleiben vollständig nutzbar. Vor allem für Besitzer einer Apple Watch der Series 6 bis 9 lohnt es sich aber, das nahende Aus für watchOS-Updates im Hinterkopf zu behalten, wenn ohnehin ein Wechsel ansteht.
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Häufige Fragen: Kompatibilität von iOS 27 und den neuen Apple-Systemen
Ja. iOS 27 unterstützt dieselben Modelle wie iOS 26 – vom iPhone 11 bis zum iPhone 17 Pro, inklusive iPhone SE der zweiten und dritten Generation. Kein iPhone wird in diesem Jahr gestrichen.
Das iPad Pro 11″ (1. Generation) und 12,9″ (3. Generation) von 2018, das iPad Air der dritten Generation, das iPad mini der fünften Generation sowie das reguläre iPad der achten Generation. Das Standard-iPad der neunten Generation bleibt unterstützt.
Nein. macOS Golden Gate ist die erste rein für Apple Silicon entwickelte Version. Die letzten vier Intel-Macs (MacBook Pro 16″ von 2019, MacBook Pro 13″ von 2020, iMac 27″ von 2020, Mac Pro von 2019) bleiben auf macOS 26 Tahoe, erhalten aber noch rund drei Jahre Sicherheitsupdates.
watchOS 27 läuft ausschließlich auf Series 9, Series 10, Series 11, Ultra 2, Ultra 3 und SE 3. Apple nennt keinen offiziellen Grund. Ältere Uhren bleiben auf watchOS 26.
Zum Start nicht. Apple gibt die neue, auf Google Gemini gestützte Siri und die neuen Apple-Intelligence-Funktionen vorerst nicht in der EU frei und verweist auf den Digital Markets Act. Auch ein voll kompatibles iPhone erhält diese Funktionen hierzulande zunächst also nicht.
Wie üblich im Herbst, in der Regel im September. Die Entwickler-Betas sind seit der Keynote verfügbar, eine öffentliche Beta folgt erfahrungsgemäß im Juli.
Es bleibt voll funktionsfähig und läuft mit dem zuletzt unterstützten System weiter. Apple liefert für ältere Geräte meist noch einige Jahre Sicherheitsupdates – ein sofortiger Wechsel ist nicht nötig.




