Apple hat im Rahmen seiner heutigen Jahreshauptversammlung über mehrere zentrale Punkte abstimmen lassen. Im Mittelpunkt stand dabei ein externer Vorschlag, der eine umfassende Prüfung der Geschäftsbeziehungen von Apple zur Volksrepublik China forderte. Die Aktionäre haben diesen Antrag abgelehnt. Gleichzeitig wurden alle weiteren Vorschläge, die vom Unternehmen selbst eingebracht oder unterstützt wurden, angenommen. Damit bleibt die strategische Ausrichtung von Apple unverändert.
Die Jahreshauptversammlung von Apple ist jedes Jahr ein wichtiger Termin für Investoren und Beobachter des Unternehmens. Hier zeigt sich, wie stark das Vertrauen der Aktionäre in die Unternehmensführung ist und ob es Widerstand gegen strategische Entscheidungen gibt.
In diesem Jahr war besonders die internationale Ausrichtung von Apple ein Thema. Die enge wirtschaftliche Verflechtung mit China wird seit einiger Zeit kritisch diskutiert. Vor diesem Hintergrund erhielt ein externer Antrag besondere Aufmerksamkeit.
Externer Vorschlag: „China Entanglement Audit“
Der Antrag mit dem Titel „China Entanglement Audit“ wurde vom National Center for Public Policy Research eingebracht. Der konservative Think Tank forderte Apple auf, eine Bewertung der Risiken und Kosten durchzuführen, die mit der fortgesetzten Verflechtung des Unternehmens mit der Volksrepublik China verbunden sind.
Konkret sollte Apple untersuchen, welche wirtschaftlichen, politischen und operativen Risiken aus der engen Beziehung zu China entstehen könnten. Ziel war eine gesonderte Analyse möglicher Abhängigkeiten und potenzieller Belastungen für das Unternehmen.
Apple selbst sprach sich klar gegen diesen Vorschlag aus. Das Unternehmen erklärte, es stelle bereits umfangreiche Informationen über seine internationalen Aktivitäten zur Verfügung. Ein zusätzlicher Bericht sei daher nicht notwendig.
Zudem bezeichnete Apple den Antrag als „sehr präskriptiv“. Er versuche, die Fähigkeit des Unternehmens, normale Geschäftsabläufe und Geschäftsstrategien eigenständig zu verwalten, in unangemessener Weise einzuschränken.
Wie in der Vergangenheit häufig zu beobachten war, folgten die Apple-Aktionäre der Empfehlung des Managements und lehnten den Vorschlag ab.
Zustimmung zu allen unternehmensseitigen Vorschlägen
Während der externe Antrag scheiterte, stimmten die Aktionäre sämtlichen Vorschlägen zu, die von Apple unterstützt oder eingebracht wurden. Dazu gehören:
- Wahl des Vorstands
- Bestätigung von Ernst & Young LLP als unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
- Beratende Abstimmung zur Genehmigung der Vergütung der Führungskräfte
- Genehmigung des Aktienplans für nicht angestellte Direktoren
Mit der Bestätigung von Ernst & Young LLP bleibt die bisherige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft weiterhin für Apple tätig. Auch die Vergütung der Führungskräfte erhielt die notwendige Zustimmung im Rahmen der beratenden Abstimmung.
Die Genehmigung des Aktienplans für nicht angestellte Direktoren sichert zudem die bestehende Struktur der Vergütung für Mitglieder des Vorstands, die nicht operativ im Unternehmen tätig sind.
Altersregel im Vorstand und Ausnahmen
Ein weiterer interessanter Punkt betrifft die Altersregelung für Vorstandsmitglieder. Bisher galt bei Apple, dass sich Mitglieder nach Vollendung des 75. Lebensjahres nicht mehr zur Wiederwahl stellen dürfen. Zwei Vorstandsmitglieder haben diese Altersgrenze jedoch überschritten:
- Ron Sugar (77 Jahre)
- Art Levinson (75 Jahre), Vorstandsvorsitzender von Apple
Apple macht für beide eine Ausnahme von der bisherigen Regel. Damit bleibt der Vorstand in seiner aktuellen Zusammensetzung bestehen.
Diese Entscheidung ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil es Gerüchte über einen möglichen Rücktritt von Tim Cook als CEO gibt. In diesem Zusammenhang wird spekuliert, dass Cook nach seinem Rückzug aus dem operativen Geschäft den Vorsitz des Vorstands übernehmen könnte.
Offizielle Ankündigungen dazu gibt es bislang nicht. Dennoch wird die Ausnahme von der Altersgrenze als interessanter Aspekt im Kontext dieser Spekulationen gesehen.
Apple-Aktionäre folgen Unternehmensführung in allen Punkten
Die Ergebnisse der Jahreshauptversammlung zeigen ein klares Bild: Die Apple-Aktionäre unterstützen die bestehende Strategie und die Unternehmensführung. Der externe Vorschlag zur Prüfung der China-Beziehungen wurde abgelehnt, alle unternehmensseitigen Anträge wurden angenommen.
Der Vorstand bleibt unverändert im Amt, inklusive der Ausnahmen bei der Altersgrenze. Die China-Strategie von Apple wird nicht durch einen zusätzlichen Prüfbericht ergänzt. (Bild: Shutterstock / koonsiri boonnak)
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