Während steigende Speicherchip-Preise das Wachstum von OLED-Smartphones bremsen, wird Apple laut Counterpoint Research zum wichtigsten Wachstumstreiber im OLED-Notebook-Segment. Der Grund: das kommende MacBook Ultra mit OLED-Display.
Der OLED-Markt steht 2026 vor einer Verschiebung. Die Speicherchip-Knappheit, die bereits den Smartphone-Markt schrumpfen lässt, wirkt sich jetzt auch auf die OLED-Display-Branche aus. Counterpoint Research hat seine Wachstumsprognosen für OLED-Smartphone-Panels deutlich nach unten korrigiert. Gleichzeitig erwartet das Marktforschungsunternehmen ein starkes Wachstum bei OLED-Notebooks – angetrieben vor allem durch Apple.
Im Zentrum steht Apples geplanter Wechsel zu OLED-Displays beim MacBook Ultra – dem erwarteten Nachfolger des MacBook Pro mit grundlegend neuem Design. Das Redesign, das noch in diesem Jahr erwartet wird, soll das erste MacBook mit OLED-Technologie bringen – inklusive Touchscreen-Funktionalität. Counterpoint prognostiziert, dass dieser Schritt zusammen mit der Expansion von Premium-KI-PCs das OLED-Notebook-Segment um 33 Prozent wachsen lassen wird.
Smartphone-OLED unter Druck
Die Zahlen für den Smartphone-Bereich sind deutlich gedämpfter als noch vor Monaten erwartet. Counterpoint hat seine Prognosen für faltbare OLED-Panels auf 34 Prozent Wachstum gesenkt – ursprünglich waren 46 Prozent vorhergesagt. Flexible OLED-Panels für Smartphones sollen nur noch stagnieren statt um 2 Prozent zu wachsen, und starre OLED-Panels werden voraussichtlich um 15 Prozent fallen.
Der Hauptgrund: Die gestiegenen Speicherchip-Kosten machen Smartphones insgesamt teurer, was die Nachfrage dämpft – insbesondere in Schwellenmärkten, wo Preiserhöhungen von 40 bis 50 Prozent die Kaufkraft übersteigen. Das trifft auch die Display-Zulieferer, die weniger Panels absetzen.
Warum Notebooks anders laufen
Im Notebook-Segment wirken sich die höheren Speicherchip-Preise weniger stark aus, weil OLED-Notebooks ohnehin im Premium-Segment angesiedelt sind. Käufer, die bereit sind, über 2.000 Euro für ein MacBook Ultra auszugeben, reagieren weniger preissensibel auf Komponentenkosten-Steigerungen als Smartphone-Käufer in der Mittelklasse.
Apple profitiert hier gleich doppelt: Das Unternehmen hält seine Preise stabil, während die Konkurrenz erhöht – und bringt gleichzeitig mit dem OLED-MacBook-Ultra ein Produkt auf den Markt, das ein grundlegend verbessertes Display-Erlebnis bietet. Dazu kommt die geplante OLED-Umstellung beim iPad Air ab 2027, die Apples Position im OLED-Markt weiter stärken dürfte.
Der OLED-Markt insgesamt
Über alle Segmente hinweg – Smartphones, Tablets, Notebooks, Monitore und Automotive – erwartet Counterpoint ein nahezu flaches Wachstum bei OLED-Auslieferungen im Jahr 2026. Die Gewinne bei Monitoren (plus 45 Prozent), Tablets (plus 13 Prozent) und Automotive-Displays werden durch die Schwäche im Smartphone-Segment weitgehend aufgezehrt.
Für Apple bedeutet das: Das Unternehmen wird 2026 in gleich drei OLED-Segmenten eine zentrale Rolle spielen – bei Notebooks mit dem MacBook Ultra, bei Foldables mit dem iPhone Ultra und bei Tablets mit dem iPad mini 8. (Bild: Shutterstock / Shutterstock AI)
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