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Apples Smart-Home-Zentrale startet am 13. November, nur nicht hier. Einen Termin für die EU gibt es nicht, und Deutsch beherrscht Siri AI bisher auch nicht. Wer sein Zuhause jetzt mit Apple Home steuern will, kommt trotzdem ans Ziel, nur mit zwei Geräten statt mit einem.
Apple verkauft HomeView ab dem 13. November in acht Ländern, darunter die USA und Großbritannien. Die EU fehlt, weil Siri AI unter iOS dort nicht verfügbar ist, die Schweiz steht ebenfalls nicht auf der Liste. Laut Apple läuft die Arbeit an einer Lösung mit der EU, ein Datum nennt das Unternehmen nicht. Was das Gerät mit 7-Zoll-Display, Kamera und Lautsprecher kann, steht in der Übersicht zu Apple HomeView.
HomeView bündelt vier Aufgaben: Steuerzentrale, Display, Lautsprecher und Kamera für Videoanrufe. Keine Alternative deckt alle vier mit Apple Home ab. Das meiste lässt sich aber hierzulande aufteilen, teils für weniger Geld als die 299 Dollar, die HomeView in den USA kostet. Die Preise in diesem Artikel gelten für Deutschland, Stand 4. November.
Das Wichtigste in Kürze
- HomeView kommt am 13. November in acht Ländern auf den Markt, für die EU und die Schweiz gibt es keinen Termin.
- Der HomePod mini 2 für 169 Euro übernimmt die Steuerzentrale für Apple Home, das Display liefert ein iPad.
- Ein iPad kann selbst keine Steuerzentrale mehr sein, es braucht dafür einen HomePod oder ein Apple TV.
- Echo Show 8 und 11 kommen einem Komplettgerät am nächsten, laufen aber mit Alexa statt mit Apple Home.
- Ein Import lohnt nicht: Auf iPhones in der EU fehlt Siri AI, und Deutsch steht nicht auf Apples Sprachliste.
Warum das Warten länger dauern kann
An HomeView hängen zwei Hürden, nicht eine. Die erste ist die EU: Apple begründet den Verkaufsstopp mit Siri AI, das auf EU-iPhones fehlt. Bloomberg-Reporter Mark Gurman, der Apples Pläne über Jahre treffend beschrieben hat, nennt rund fünf Monate nach dem Start von iOS 27 als bestmöglichen Fall, das wäre Mitte Februar. Seine Angabe bezieht sich auf iPhone und iPad, nicht auf HomeView.
Die zweite Hürde ist die Sprache. Auf HomeView läuft Siri AI laut Apple zum Start auf Englisch. Im System insgesamt sind seit den 27.2-Updates weitere Sprachen dazugekommen, Deutsch ist nicht dabei und hat keinen Termin. Weil Siri AI der Kern von HomeView ist, würde ein EU-Start allein das Gerät nach heutigem Stand hierzulande nicht vollständig machen.
Dazu kommt das Zubehör: Die Kameras und die Türklingel der Apple Home Collection erscheinen in den USA, Kanada und Großbritannien, Schloss und Thermostate nur in den USA und Kanada. Für den deutschsprachigen Raum gibt es keinen Termin.
Die Alternativen im Vergleich
| Gerät | Display | Zentrale für Apple Home | Thread | Assistenz | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| HomePod mini 2 | nein | ja | ja | Siri | 169 Euro |
| HomePod | nein | ja | ja | Siri | 399 Euro |
| Apple TV 4K | über den Fernseher | ja | ja | Siri | 349 Euro |
| iPad (A16) | 11 Zoll | nein | nein | Siri | ab 499 Euro |
| Echo Show 8 | 8,7 Zoll | nein | ja | Alexa | 219,99 Euro |
| Echo Show 11 | 11 Zoll | nein | ja | Alexa | 269,99 Euro |
| Nest Hub (2. Generation) | 7 Zoll | nein | ja | Gemini (Early Access) | 99,99 Euro |
Thread steht hier für die Eignung als Thread-Zentrale. Für Apple Home sind HomePod und Apple TV der belegte Weg. Das Apple TV 4K mit A19 kommt am 13. November in den Handel und lässt sich bereits vorbestellen.
Die Zentrale: HomePod mini 2 oder Apple TV 4K
Die Steuerzentrale ist der Teil von HomeView, den es hierzulande schon gibt. HomePod, HomePod mini und Apple TV übernehmen diese Rolle laut Apples Support-Dokument. Ein HomePod wird bei der Einrichtung automatisch zur Zentrale, ein Apple TV, sobald es einem Raum in der Home-App zugeordnet ist. Der Ablauf steht in der Anleitung HomePod einrichten.

Der günstigste Einstieg ist der HomePod mini 2 für 169 Euro. Laut Datenblatt bringt er Thread mit und nimmt damit auch Matter-Zubehör auf, das über dieses Funknetz läuft. Klanglich und preislich liegt der HomePod für 399 Euro deutlich darüber, was sich im Vergleich der beiden Lautsprecher nachlesen lässt.
Das Apple TV 4K für 349 Euro ist die Wahl für alle, die ohnehin eine Box am Fernseher wollen. Es arbeitet ebenfalls mit Thread. Ob sich das Gerät neben den Apps des Fernsehers lohnt, klärt der Artikel Apple TV 4K oder Smart-TV-Apps.
Das Display: ein iPad an der Wand oder auf dem Tisch
Für den Bildschirm bleibt im Apple-Sortiment nur das iPad. Die Home-App läuft darauf mit Zubehör, Szenen und Kamerabildern. Ein iPad kann in der aktuellen Version von Apple Home allerdings keine Steuerzentrale mehr sein, eine der Zentralen von oben bleibt also nötig.
Neu kaufen muss dafür niemand. Das günstigste iPad kostet ab 499 Euro, die iPad Kaufberatung nennt die übrigen Modelle. Für ein festes Display reicht aber oft ein älteres Gerät, das in der Schublade liegt.
Zwei Einstellungen machen daraus eine feste Anzeige. Unter „Einstellungen“ > „Bedienungshilfen“ > „Geführter Zugriff“ lässt sich das iPad auf eine einzige App beschränken, und dort legt „Display autom. Sperren“ fest, wie lange der Bildschirm eingeschaltet bleibt. So kommen andere Personen im Haushalt nicht versehentlich an die übrigen Apps.
Wer mehr will als die Home-App, findet Dashboards von Drittanbietern. Die kostenlose App HomePad von Stephen Robles übernimmt Geräte und Szenen aus Apple Home, ordnet sie in frei belegbaren Kacheln an und zeigt Kamerabilder. Sie setzt iPadOS 26 oder neuer voraus und ist nur auf Englisch verfügbar.
Was ein iPad nicht nachbaut, ist die Gesichtserkennung von HomeView mit eigenem Startbildschirm für bis zu sechs Personen. Auch einen eigenen Tieftöner wie HomeView hat ein iPad nicht, dafür lässt sich die Musik über AirPlay auf den HomePod legen.
Echo Show: das Komplettgerät aus einem anderen System
Dem Prinzip von HomeView am nächsten kommt Amazons Echo Show. Das Echo Show 8 mit 8,7 Zoll kostet 219,99 Euro, das Echo Show 11 mit 11 Zoll in Full HD 269,99 Euro. Beide bringen eine 13-Megapixel-Kamera mit und arbeiten als Zentrale für Zigbee, Matter und Thread. Das kleinere Echo Show 5 für 119,99 Euro hat eine 2-Megapixel-Kamera und führt nur einen Matter-Controller.

Bei der Sprache liegt Amazon vorn: Alexa+ gibt es seit Mai auf Deutsch, Amazon verkauft beide Modelle mit dem Zusatz Early Access. Nach dieser Phase ist Alexa+ für Prime-Mitglieder enthalten, ohne Prime werden 22,99 Euro im Monat fällig.
Der Preis dafür ist ein zweites System. Herstellerübergreifend ist Matter der gemeinsame Weg zwischen Apple Home und Alexa. Laut Apple lässt sich gekoppeltes Matter-Zubehör zusätzlich in anderen Matter-fähigen Apps einrichten, sodass Lampen oder Steckdosen in beiden Welten laufen. Zubehör, das nur HomeKit beherrscht, bleibt dagegen in der Home-App. FaceTime, Handoff und „Wo ist?“ fehlen auf dem Echo Show ohnehin.
Google Nest Hub: klein, ohne Kamera, schon älter
Googles Nest Hub der zweiten Generation hat ein 7-Zoll-Display wie HomeView, verzichtet aber auf eine Kamera und arbeitet mit Matter und Thread. Das Gerät stammt von 2021 und kostet im Google Store 99,99 Euro.
Gemini for Home rollt seit Juni als Early Access auch in Deutschland aus. Die Grundfunktionen brauchen kein Abo, freie Gespräche mit Gemini Live kosten 10 Euro im Monat. Für Apple-Home-Haushalte gilt dieselbe Grenze wie beim Echo Show: Matter ist der gemeinsame Weg, reines HomeKit-Zubehör bleibt in der Home-App.
Warum ein Import aus Großbritannien nichts löst
In Großbritannien lässt sich HomeView bestellen, das Gerät wäre also greifbar. Das Problem löst das nicht: Persönliche Anfragen setzen laut Apple ein gekoppeltes iPhone oder iPad mit aktiviertem Siri AI voraus, und das fehlt auf iPhones und iPads in der EU. Selbst mit Siri AI bliebe es bei einer Assistenz ohne Deutsch.
Die Lage kann sich mit einer Einigung zwischen Apple und der EU ändern. Bis dahin wäre ein Import ein teures Display mit ungewisser Funktion, und die vorhandenen Alternativen bleiben auch nach einem späteren Start nützlich.
Warum ich mit der Zentrale nicht warten würde
Ich würde die Zentrale nicht auf HomeView verschieben. Ein HomePod mini 2 verliert seinen Wert nicht, wenn HomeView irgendwann hier ankommt: Apple sieht beide für Musik in mehreren Räumen zusammen vor, und die Tag-Seite zu HomeView zeigt, wie viel sich bei dem Gerät noch bewegt. Dass ein EU-Start noch vor Weihnachten kommt, erwarte ich nach dem bisherigen Stand nicht.
Ich empfehle deshalb diese Reihenfolge: zuerst HomePod mini 2 oder Apple TV 4K als Zentrale, dann ein vorhandenes iPad als Display. Ein Echo Show ist die bessere Wahl für Haushalte, die Alexa ohnehin nutzen oder ein fertiges Gerät mit Kamera wollen. Für ein reines Apple-Home-Setup bleibt es der Umweg über Matter.
Würdest du dir ein iPad an die Wand hängen, bis HomeView hier erscheint, oder wäre für dich ein Echo Show die bessere Übergangslösung? Schreib uns in den Kommentaren, wie dein Setup bis dahin aussehen soll.
Häufige Fragen: Apple HomeView Alternativen
Bisher nicht. Apple verkauft HomeView ab dem 13. November in acht Ländern, die EU und die Schweiz gehören nicht dazu. Laut Apple läuft die Arbeit an einer Lösung mit der EU, ein Datum nennt das Unternehmen nicht.
Apple begründet das damit, dass Siri AI unter iOS in der EU derzeit nicht verfügbar ist. Siri AI ist der Kern von HomeView.
Nein. Auf HomeView läuft Siri AI zum Start auf Englisch. Für Deutsch hat Apple bisher keinen Termin genannt.
Für Apple Home ist es die Kombination aus einer Steuerzentrale und einem Display. Der HomePod mini 2 für 169 Euro übernimmt die Zentrale, ein iPad zeigt die Home-App an.
Teilweise. Ein iPad zeigt Zubehör, Szenen und Kamerabilder in der Home-App an, ist aber selbst keine Steuerzentrale. Dafür braucht es einen HomePod oder ein Apple TV. Die Gesichtserkennung, mit der HomeView bis zu sechs Personen unterscheidet, fehlt.
Der Echo Show ist keine Steuerzentrale für Apple Home. Matter-Zubehör lässt sich aber zusätzlich in anderen Matter-fähigen Apps einrichten und läuft dann in beiden Systemen. Reines HomeKit-Zubehör bleibt in der Home-App.
Eher nicht. Persönliche Anfragen setzen ein gekoppeltes iPhone oder iPad mit aktiviertem Siri AI voraus, und das fehlt auf iPhones und iPads in der EU. Dazu spricht die Assistenz kein Deutsch.





