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Kameras, Türklingel, Schloss und Thermostate, entwickelt mit LG und Schneider Electric und verkauft im Apple Store: Mit der Apple Home Collection bekommt Apple Home erstmals ein eigenes Zubehörsortiment. Eingerichtet wird mit einem Tippen aufs iPhone, eine zusätzliche App braucht es nicht. Erscheinen soll die Reihe allerdings nur in drei Ländern.
Bislang war Apple Home auf Zubehör angewiesen, das Drittanbieter über HomeKit oder Matter anbinden. Die Apple Home Collection geht einen Schritt weiter: Die neun Geräte hat Apple gemeinsam mit LG Electronics und Schneider Electric entwickelt, sie tragen deren Namen, laufen aber vollständig über die Home-App und sind auf Apples Zentralen abgestimmt. Die Einzelheiten stehen in der Mitteilung im Apple Newsroom.
Vorgestellt wurde die Reihe am selben Tag wie die Smart-Home-Zentrale HomeView, die Apple in der EU gar nicht verkauft. Dass LG Türklingel, Schloss und Thermostat für Apple Home baut, war bereits Anfang Oktober bekannt geworden.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Apple Home Collection umfasst vier Kameras, ein Schloss, zwei Thermostate und zwei Temperatursensoren von LG und Schneider Electric.
- Eingerichtet wird mit einem Tippen aufs iPhone, gesteuert ausschließlich über die Home-App und Siri, ohne eigene App oder eigenes Konto.
- Das Schloss entriegelt per Ultrabreitband automatisch, sobald sich jemand mit Hausschlüssel auf iPhone oder Apple Watch nähert.
- Verkauft wird ab Dezember, einzelne Geräte folgen Anfang 2027. Kameras und Türklingel kommen in die USA, nach Kanada und Großbritannien, Schloss und Thermostate nur in die USA und nach Kanada.
Neun Geräte, drei Märkte
Alle Preise nennt Apple bislang nur in US-Dollar. Für keines der Geräte gibt es einen Termin im deutschsprachigen Raum.
| Gerät | Preis USA | Märkte |
|---|---|---|
| LG Video Doorbell Wired | ab 249,95 Dollar | USA, Kanada, Großbritannien |
| LG Floodlight Cam | ab 399,95 Dollar | USA, Kanada, Großbritannien |
| LG Outdoor Cam Plug-In | ab 299,95 Dollar | USA, Kanada, Großbritannien |
| LG Indoor Cam Plug-In | ab 199,95 Dollar | USA, Kanada, Großbritannien |
| LG Smart Deadbolt Lock | ab 349,95 Dollar | USA, Kanada |
| LG Smart Thermostat | ab 199,95 Dollar | USA, Kanada |
| LG Temperature Sensor | ab 39,95 Dollar | USA, Kanada |
| Schneider Home Smart Thermostat | ab 199,95 Dollar | USA, Kanada |
| Schneider Home Room Sensor | ab 39,95 Dollar | USA, Kanada |
Verkauft wird über Apples Onlineshop, die Apple-Store-App und die Apple Stores. In den USA bietet Apple über ADT zusätzlich eine kostenpflichtige Installation an.
Kameras mit Verlauf in iCloud+
Alle vier Kameras zeichnen mit bis zu 2,5K auf und erkennen Personen, bekannte Gesichter, Haustiere, Fahrzeuge und Pakete. Die Türklingel hat eine zweite Kamera, die nach unten auf abgelegte Pakete schaut, ihr Gong läuft über HomeView, HomePod und HomePod mini. Die Innenkamera kippt nach unten weg, sobald das erste Haushaltsmitglied nach Hause kommt, und richtet sich wieder auf, wenn niemand mehr da ist.
Ein eigenes Kamera-Abo gibt es nicht. Der Verlauf liegt zehn Tage lang verschlüsselt in iCloud+, die Zahl der Kameras hängt am Tarif.
| iCloud+-Tarif | Kameras mit Verlauf |
|---|---|
| 50 GB | eine |
| 200 GB | bis zu fünf |
| 2 TB | unbegrenzt |
Fällt das WLAN aus, zeichnen die Kameras auf internen Speicher weiter. Für die Kameras ist eine Steuerzentrale nötig, also HomeView, HomePod, HomePod mini oder Apple TV 4K.
Ein Schloss, das sich per Annäherung öffnet
Das Türschloss von LG nutzt Ultrabreitband, um zu erkennen, wie nah jemand mit Hausschlüssel auf iPhone oder Apple Watch ist, und entriegelt dann ohne Tippen. Alternativ öffnet es per Tippen mit iPhone oder Apple Watch, über ein Zahlenfeld oder mit einem verdeckten Notschlüssel. Gäste bekommen ihren Zugang direkt über die Home-App.
Das Schloss unterstützt Matter und den Standard Aliro und arbeitet vollständig lokal, die Grundfunktionen laufen also auch ohne Internetverbindung. Zusammen mit der Türklingel lässt sich in einer Ansicht sehen, wer vor der Tür steht, und die Tür direkt entriegeln.
Im Code von iOS 27.2 hatte sich bereits eine Nähe-Steuerung für Home-Zubehör gezeigt, die über NFC und Bluetooth lief. Das automatische Entriegeln per Ultrabreitband geht darüber hinaus.
Zwei Thermostate, zwei Hersteller
Je ein Thermostat kommt von LG und von Schneider Electric. Beide passen die Temperatur über die Home-App automatisch an, je nachdem, ob jemand zu Hause ist, schläft oder unterwegs ist. Die Temperatur in weiteren Räumen messen die eigenen Sensoren oder die Sensoren, die in HomeView, HomePod und HomePod mini stecken.
Eine weitere Funktion verschiebt das Heizen und Kühlen in Zeiten mit günstigerem und saubererem Strom. Apple bietet sie ausdrücklich nur auf dem zusammenhängenden US-Festland an und nur mit passendem Stromtarif.
Was sich gegenüber den Berichten verschoben hat
Für die LG-Reihe war von sieben Geräten die Rede, die LG unter eigenem Namen verkauft, fertigt und betreut. Apple verkauft sie nun selbst unter dem gemeinsamen Namen Apple Home Collection, im Onlineshop und in den Apple Stores. Erwartet worden war zudem, dass die Geräte erst Anfang 2027 erscheinen. Den Start setzt Apple nun auf Dezember, nur einzelne Geräte kommen Anfang 2027.
Zu Schneider Electric hatte Bloomberg in seinem Newsletter vom 11. Oktober berichtet, die Zusammenarbeit drehe sich um Geräte für den europäischen Markt. Apple nennt für Thermostat und Raumsensor von Schneider dagegen nur die USA und Kanada.
Für Apple Home hierzulande ändert sich vorerst nichts
Ich halte die Einrichtung mit einem Tippen ohne Hersteller-App und eigenes Konto für den eigentlichen Fortschritt der Reihe. Genau daran scheitern viele Smart-Home-Geräte im Alltag. Im deutschsprachigen Raum lässt sich davon aber nichts nutzen, denn kein einziges Gerät ist hier angekündigt.
Beim Schloss rechne ich nicht damit, dass es in dieser Form zu uns kommt. Seine Maße aus den Zulassungsunterlagen entsprechen den beiden gängigsten US-Dornmaßen, das hatte sich schon vor der Vorstellung gezeigt.
Wer heute ein Schloss in Apple Home einbinden will, ist auf Matter angewiesen. Das österreichische Unternehmen Nuki etwa gibt an, dass seine aktuellen Schlösser per Matter über Thread in Apple Home funktionieren. Für Kameras gilt dasselbe über HomeKit Secure Video, das ohnehin die Grundlage der neuen Reihe bildet.
Rüstest du dein Zuhause jetzt mit Matter-Zubehör nach, oder wartest du darauf, ob die Home Collection doch noch hierzulande erscheint? Erzähl uns in den Kommentaren, welches Schloss bei dir in Apple Home hängt.





