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Apple hat seine Smart-Home-Zentrale vorgestellt: HomeView mit Sieben-Zoll-Display, Gesichtserkennung für den ganzen Haushalt und Siri AI als Steuerzentrale. Vorbestellen lässt sich das Gerät ab heute, ausgeliefert wird Mitte November. In der EU verkauft Apple HomeView allerdings gar nicht – und auch die Schweiz steht nicht auf der Liste.
Nach mehreren verschobenen Terminen bringt Apple einen eigenen Bildschirm fürs Zuhause, der Musik, FaceTime, Kalender und die Steuerung von Licht, Heizung, Schlössern und Kameras an einer Stelle bündelt. Vorgestellt wurde das Gerät beim Termin „Welcome home“ in New York, die Einzelheiten stehen in der Mitteilung im Apple Newsroom.
Der Name deckt sich mit einer Markenanmeldung für HomeView, die kurz vor dem Termin aufgetaucht war. Auch der Liefertermin am 13. November trifft den Zeitraum, für den Bloomberg zuletzt einen Start Mitte November genannt hatte.
Das Wichtigste in Kürze
- HomeView hat ein 7-Zoll-Display und einen A18-Chip und kommt als Tischmodell in vier Farben sowie als Wandmodell in zwei Farben.
- Die Kamera erkennt bis zu sechs Personen und zeigt jeder eigene Inhalte. Persönliche Daten erscheinen nur, wenn das gekoppelte iPhone oder iPad in der Nähe ist und kürzlich entsperrt wurde.
- Beide Modelle kosten in den USA 299 Dollar. Vorbestellt werden kann ab heute, ausgeliefert wird ab dem 13. November.
- In der EU verkauft Apple HomeView nicht, weil Siri AI unter iOS in der EU fehlt. Die Schweiz gehört ebenfalls nicht zu den Startländern.
- Siri AI läuft auf HomeView ausschließlich auf Englisch.
Sieben Zoll auf zwei Bauformen
Beim Tischmodell sitzt das Display aus Aluminium an einem Scharnier aus Edelstahl über einem gewölbten Lautsprecherfuß und lässt sich neigen. Die Helligkeit regelt sich automatisch zwischen 500 und 0,3 Nits, dazu kommt True Tone. Die Oberfläche passt sich dem Abstand an: Aus der Entfernung zeigt HomeView vereinfachte Informationen, beim Näherkommen mehr Details.

Das Wandmodell nutzt dasselbe Display und denselben Funktionsumfang. Befestigt wird es über eine von drei eigens entwickelten Halterungen von Schneider Home, wahlweise zur Selbstmontage oder mit Installation durch einen Fachbetrieb.
| Modell | Farben | Preis USA |
|---|---|---|
| HomeView | Silber, Polarstern, Rose Pink, Space Grau | 299 Dollar |
| HomeView (Wall Mounted) | Space Grau, Silber | 299 Dollar |
| Halterung für das Wandmodell | Preis USA | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| Power Mount USB-C Wall Connector | ab 59,95 Dollar | ab heute bestellbar |
| Power Mount AC Wired | ab 79,95 Dollar | ab heute bestellbar |
| Power Mount PoE Wired | 129,95 Dollar | Anfang 2027 |
Ein Bildschirm, der seine Nutzer erkennt
HomeView unterscheidet per Gesichtserkennung bis zu sechs Personen. Jede bekommt einen eigenen Home-Bildschirm mit Apps und Widgets, persönliche Inhalte aus Nachrichten, FaceTime, Kalender, Erinnerungen und „Wo ist?“ bleiben für andere verborgen. Geteilte Fotoalben und Musik stehen dagegen dem ganzen Haushalt offen, auch Gästen.
Für die persönlichen Inhalte setzt Apple eine doppelte Bedingung: Die Person muss erkannt werden, und ihr gekoppeltes iPhone oder iPad muss in der Nähe sein und kürzlich entsperrt worden sein. Einrichtung und Mehrbenutzerbetrieb setzen ohnehin ein kompatibles iPhone oder iPad voraus.
Kamera- und Mikrofondaten verarbeitet der A18 in abgeschotteten Bereichen, die Apple Secure Exclaves nennt. Auf die dort verarbeiteten Daten haben laut Apple weder die Software von HomeView noch Apps, der Nutzer oder Apple selbst Zugriff.
Lautsprecher, Zifferblätter und Kamerabilder
Im Display stecken zwei Breitbandlautsprecher, im Fuß ein nach unten abstrahlender Tieftöner und zwei Passivmembranen. Das Wandmodell kommt mit zwei Lautsprechern aus, abgestimmt auf die Montage an der Wand. Zusammen mit HomePod, HomePod mini und AirPlay-Lautsprechern lässt sich Musik in mehreren Räumen abspielen.

Für den Bildschirm gibt es wählbare Zifferblätter, darunter eine Fotoansicht mit geteilten Alben, eine Ansicht, die auf Bewegung im Raum reagiert, und eine mit Snoopy. Fürs Smart Home zeigt eine Ansicht die bevorzugten Geräte, eine andere bis zu neun Kamerabilder gleichzeitig. HomeView erkennt außerdem den Ton von Rauch- und Kohlenmonoxidmeldern und schickt dann eine Mitteilung ans iPhone, iPad oder an die Apple Watch.
Eingebunden wird das Gerät in dieselbe Umgebung aus Matter- und Apple-Home-Zubehör, die auch die Home-App in iOS 27 verwaltet. Dazu kommt die Apple Home Collection, eine Reihe aus Kameras, Thermostaten und einem Schloss, die Apple mit LG Electronics und Schneider Electric entwickelt hat. Sie soll ab Dezember erscheinen, einzelne Geräte erst Anfang 2027. Dass neben den Geräten von LG auch Schneider dazugehört, hatte sich bereits im Code von iOS 27.2 abgezeichnet.
Was sich gegenüber den Berichten verschoben hat
Chip, Bauformen und Farben stimmen mit dem überein, was vor der Vorstellung im Umlauf war. Die vier Töne des Tischmodells hatte ein Leak vom 1. Oktober bereits mit der Bezeichnung Rose Pink genannt. Bei Displaygröße und Preis lagen die Berichte dagegen daneben.
| Merkmal | Stand der Berichte | Angabe von Apple |
|---|---|---|
| Name | HomePad, zuletzt HomeView | HomeView |
| Display | über Monate sieben Zoll, zuletzt rund sechs Zoll | 7 Zoll |
| Preis | geschätzt rund 350 Dollar | 299 Dollar |
| Chip | A18 | A18 |
| Auslieferung | Mitte November | 13. November |
Die frühere Größenangabe war damit die zutreffende, die jüngere Korrektur auf sechs Zoll nicht. Beim Preis liegt Apple 51 Dollar unter der Schätzung.
Kein Verkauf in der EU, kein Start in der Schweiz
Apple schreibt in der Mitteilung ausdrücklich, dass HomeView in der Europäischen Union nicht verkauft wird, weil Siri AI unter iOS in der EU derzeit nicht verfügbar ist. Man arbeite konstruktiv mit der EU an einer Lösung. Deutschland und Österreich bleiben damit ohne Verkauf und ohne Termin.
Begründet wird der Ausschluss nicht mit dem System von HomeView, sondern mit iOS – also mit dem iPhone, an das das Gerät gekoppelt wird. Wie der DMA Siri AI auf iPhone und iPad stoppt, ist seit Juni bekannt. Bei HomeView führt das dazu, dass Apple das Gerät in der EU gar nicht erst anbietet, statt nur eine Funktion abzuschalten.
Die Schweiz fällt nicht unter diesen Ausschluss, auf Schweizer iPhones läuft Siri AI bereits. Sie steht aber ebenso wenig auf der Liste der Startländer.
Vorbestellen lässt sich HomeView ab heute in Australien, Großbritannien, Indien, Kanada, Neuseeland und den USA, in Singapur ab Donnerstag, 15. Oktober, um 3 Uhr deutscher Zeit. In Südafrika läuft der Verkauf über autorisierte Händler.
Die Liste deckt sich exakt mit den acht Ländern, in denen Siri AI auf HomeView auf Englisch läuft. Französisch für Kanada soll per Update folgen, Deutsch nennt Apple nicht.
Ohne Siri AI auf dem iPhone fehlt der Kern
Ich halte den Ausschluss für folgerichtig, auch wenn er hierzulande enttäuscht. Fast alles, was HomeView von einem Lautsprecher mit Bildschirm unterscheidet – persönliche Inhalte, Gespräche mit Bezug auf Kalender und Nachrichten, die Fortsetzung auf anderen Geräten –, hängt an Siri AI auf einem gekoppelten iPhone. Genau das fehlt auf iPhones in der EU.

Bloomberg nannte zuletzt rund fünf Monate ab dem Start von iOS 27 als bestmöglichen Fall dafür, dass Siri AI auf EU-iPhones ankommt. Ich rechne damit, dass HomeView nicht vor diesem Schritt in die EU kommt – und selbst dann nur mit englischer Bedienung, solange Siri AI kein Deutsch spricht.
Wer sein Smart Home jetzt ausbauen will, verliert dadurch weniger, als es scheint. Als Steuerzentrale für die Apple Home Collection nennt Apple neben HomeView ausdrücklich auch HomePod und Apple TV. Den Bildschirm in der Küche gibt es vorerst nicht, die Steuerung über Apple Home funktioniert weiter wie bisher.
Wartest du mit dem Ausbau deines Smart Homes auf HomeView, oder bleibst du bei HomePod und Apple TV als Steuerzentrale? Erzähl uns in den Kommentaren, wie dein Zuhause gerade aufgebaut ist.





