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iPad Kaufberatung: Welches iPad lohnt sich?

Milan Jovicic by Milan Jovicic
26. Oktober 2026 - 16:59 CET
in Apple Allgemein
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iPad Kaufberatung: iPad Pro, iPad Air, iPad und iPad mini der Größe nach gestaffelt nebeneinander

Die vier iPad Reihen im Größenvergleich. (Bild: Apple)

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Sechs iPad Modelle stehen im Handel. Das günstigste kostet 499 Euro, beim größten iPad Pro beginnt die Rechnung bei 1.649 Euro – und mit vollem Speicher und Mobilfunk steigt sie noch deutlich. Die Preisschilder verraten dabei nicht, wo die eigentlichen Grenzen verlaufen – die liegen beim Arbeitsspeicher, bei der Tastaturhalterung und bei einer Funktion, die ein Modell gar nicht bekommt.

Apple verkauft aktuell vier iPad Reihen: das Einsteigermodell mit A16-Chip, das iPad mini, das iPad Air in zwei Größen und das iPad Pro in zwei Größen. Auf dem Papier unterscheiden sie sich vor allem in Displaygröße und Rechenleistung. In der Praxis entscheiden andere Dinge darüber, ob ein Gerät zum eigenen Alltag passt: ob sich eine Tastatur anschließen lässt, wie schnell Daten über den Anschluss laufen, und ob zwischen Deckglas und Bildschirm eine Luftschicht sitzt oder nicht. Wer das Gerät als Zweitrechner nutzen will, sollte außerdem wissen, wie Fenster und Stage Manager unter iPadOS zusammenspielen – das verschiebt die Anforderungen an Speicher und Chip deutlich. Alle Angaben in diesem Text stammen aus Apples deutscher Vergleichsseite und den Datenblättern der einzelnen Modelle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das iPad (A16) ist das einzige aktuelle Modell ohne Apple Intelligence – Apple setzt dafür einen A17 Pro oder einen M-Chip voraus
  • Der Anschluss trennt die Reihen stärker als der Chip: USB 2.0 beim Einsteiger-iPad, USB 3 beim mini und Air, Thunderbolt mit 40 Gbit/s beim Pro
  • Das iPad mini ist das einzige Modell ohne Smart Connector und damit ohne Magic-Keyboard-Halterung
  • Beim iPad Pro hängt der Arbeitsspeicher am Speicherplatz: 12 GB bei 256 und 512 GB, 16 GB erst ab 1 TB
  • Für die meisten ist das iPad Air 11″ ab 799 Euro der Punkt, an dem Preis und Ausstattung am besten zusammenpassen

Die vier Reihen im Überblick

ModellChipDisplayApple IntelligenceAnschlussWi‑Fi ab
iPad (A16)A1611″, 500 Nits, sRGBneinUSB 2.0499 €
iPad mini (A20 Pro)A20 Pro8,5″, OLED, 600 Nits, P3jaUSB 3749 €
iPad Air 11″ (M4)M411″, 500 Nits, P3jaUSB 3799 €
iPad Air 13″ (M4)M413″, 600 Nits, P3jaUSB 3999 €
iPad Pro 11″ (M5)M511″, OLED, ProMotionjaThunderbolt / USB 41.299 €
iPad Pro 13″ (M5)M513″, OLED, ProMotionjaThunderbolt / USB 41.649 €

Mobilfunk gibt es nicht als Zusatzoption, sondern nur als eigene Geräteausführung – die Preise oben gelten für die reinen Wi‑Fi-Modelle. Mit Mobilfunk und kleinstem Speicher kostet das iPad 669 Euro, das mini 919 Euro, das Air 11″ 969 Euro, das Air 13″ 1.169 Euro, das Pro 11″ 1.549 Euro und das Pro 13″ 1.899 Euro. Alle Modelle arbeiten ausschließlich mit eSIM, ein Kartenschacht fehlt durchgehend.

iPad (A16): günstig, aber mit einer Lücke

Mit 499 Euro ist das Einsteigermodell das mit Abstand günstigste iPad, und für Video, Web, Mail und Notizen reicht der A16 mühelos. Zwei Punkte sollte man vorher kennen.

Der erste ist Apple Intelligence. Apple listet die Funktion auf den Datenblättern von Pro, Air und mini, beim iPad (A16) fehlt der Abschnitt vollständig. Voraussetzung ist ein A17 Pro oder ein M-Chip, und der A16 erfüllt sie nicht. Wer die Funktionen von Apple Intelligence nutzen möchte, braucht also mindestens das mini.

Der zweite Punkt ist das Display. Es ist als einziges nicht vollständig laminiert und hat keine Antireflex-Beschichtung. Zwischen Glas und Panel liegt eine dünne Luftschicht, die beim Schreiben mit dem Pencil als kleiner Abstand zwischen Spitze und Strich sichtbar wird. Dazu kommt der sRGB-Farbraum statt P3 – für Fotobearbeitung ist das Gerät damit nicht gedacht.

Und dann ist da noch der Anschluss: USB 2.0 mit 480 Mbit/s. Wer regelmäßig Bilder oder Videos von einer SSD zieht, wartet hier spürbar länger als bei jedem anderen iPad.

Als Gerät für Schule, Küche, Sofa und Reisegepäck bleibt es trotzdem eine vernünftige Wahl. Man kauft nur ein Gerät, das softwareseitig schon heute nicht alles mitnimmt.

iPad mini: klein, aber nicht mehr zweite Wahl

Das iPad mini (A20 Pro) kostet 749 Euro. Das Einsteigermodell liegt bei 499 Euro, das iPad Air 11″ bei 799 Euro. Mit der aktuellen Generation hat Apple das mini grundlegend umgebaut, und damit verschiebt sich auch seine Rolle im Sortiment.

Was dafür spricht: 255 Gramm, 8,5 Zoll und als einziges iPad außerhalb der Pro-Reihe ein OLED-Display, mit 600 Nits im Vollbild und bis zu 1.200 Nits bei HDR-Inhalten. Dazu kommt Schutz gegen Wasser und Staub nach IP67, den sonst kein aktuelles iPad hat. Die Frontkamera sitzt inzwischen wie bei den übrigen Modellen an der langen Seite, beim Funk sind es WLAN 7 und Bluetooth 6 wie bei Air und Pro.

iPad Kaufberatung: Das iPad mini liegt flach, auf Display und Gehäuse stehen Wassertropfen
Bild: Apple

Was dagegen spricht: Das mini ist weiterhin das einzige aktuelle iPad ohne Smart Connector – eine Magic-Keyboard-Halterung lässt sich nicht anbringen, Apple verweist auf Bluetooth-Tastaturen. ProMotion fehlt, beim Speicher ist bei 512 GB Schluss, und an einem externen Monitor gibt das mini bis zu 4K aus. Die Modelle mit 128 und 256 GB haben eine 5-Core-CPU, die 6-Core-CPU gibt es erst mit 512 GB für 1.129 Euro.

Damit lohnt sich das mini nicht mehr nur wegen der Größe. Für Lesen, Notizen und unterwegs hat es das bessere Display als das Air, für Schreiben mit Tastatur und Arbeit am Monitor bleibt das Air die passendere Wahl. Zwischen iPad mini und iPad Air 11″ entscheiden damit Größe und Tastatur, nicht der Chip.

iPad Air: die Reihe für die meisten

Das Air ist seit dem Wechsel vom M3 auf den M4 im März die Mitte des Sortiments, und die Mitte ist hier breit geworden. Der M4 liefert acht CPU- und neun GPU-Kerne, 120 GB/s Speicherbandbreite und 12 GB Arbeitsspeicher – exakt so viel wie das iPad Pro in seinen beiden unteren Speicherstufen.

Beim Funk gibt es keinen Abstand zum Pro: Beide nutzen Apples N1-Chip mit WLAN 7 und Bluetooth 6, die Mobilfunkvarianten Apples eigenes C1X-Modem. Auch Apple Pencil Pro und Magic Keyboard für das iPad Air sind an Bord, ebenso ein externes Display mit bis zu 6K bei 60 Hz.

iPad Kaufberatung: iPad Air von vorne, dahinter vier Gehäusefarben aufgefächert
Bild: Apple

Die Unterschiede zum Pro liegen woanders. Das Display ist ein LCD ohne ProMotion, mit 500 Nits beim 11-Zoll-Modell und 600 Nits beim 13-Zöller. Es gibt Stereo- statt Vier-Lautsprecher-Audio, zwei statt vier Mikrofone, Touch ID statt Face ID, USB 3 mit 10 Gbit/s statt Thunderbolt, und keinen Kamerablitz.

Die Preise: 799 Euro für das 11″-Modell mit 128 GB, 929 Euro für 256 GB, 1.179 Euro für 512 GB und 1.559 Euro für 1 TB. Beim 13-Zöller sind es 999, 1.129, 1.379 und 1.759 Euro.

iPad Pro: wofür der Aufpreis steht

Das Pro beginnt bei 1.299 Euro und liefert dafür drei Dinge, die keine andere Reihe hat. Erstens das Tandem-OLED mit ProMotion von 10 bis 120 Hz, 1.000 Nits im Vollbild, 1.600 Nits Spitze bei HDR und einem Kontrastverhältnis von 2.000.000:1. Zweitens den Thunderbolt-Anschluss mit 40 Gbit/s, viermal schneller als USB 3 im Air. Drittens die Ausstattung ringsum: vier Lautsprecher, vier Mikrofone in Studioqualität, Face ID, LiDAR, ProRes-Aufnahme und ein externes Display mit 4K bei 120 Hz. Für das Laden nennt Apple 50 Prozent in rund 30 Minuten ab einem 60-Watt-Netzteil. Eine vergleichbare Angabe gibt es sonst nur beim mini mit 50 Prozent in etwa 30 Minuten ab 35 Watt, bei Air und iPad fehlt sie.

Ein Detail lohnt den genauen Blick: Apple koppelt den Arbeitsspeicher an den Speicherplatz. Die Stufen mit 256 und 512 GB laufen mit 12 GB Arbeitsspeicher und einer 9-Core-CPU, erst ab 1 TB gibt es 16 GB und eine 10-Core-CPU. Wer mehr Rechenleistung will, muss also Speicher mitkaufen, den er womöglich nicht braucht – und landet statt bei 1.299 Euro bei 2.029 Euro.

iPad Kaufberatung: iPad Pro im Querformat zeigt eine Berglandschaft auf dem Ultra Retina XDR Display
Bild: Apple

Die Staffel beim 11-Zöller: 1.299 Euro für 256 GB, 1.549 Euro für 512 GB, 2.029 Euro für 1 TB, 2.649 Euro für 2 TB. Beim 13-Zöller 1.649, 1.899, 2.379 und 2.999 Euro. Das Nanotexturglas gibt es erst ab 1 TB und kostet beim 13″-Modell mit 1 TB 2.509 Euro statt 2.379 Euro. Den M5 bekam das iPad Pro im Oktober 2025 als Nachfolger des M4.

Pencil und Tastatur gehören in die Rechnung

Das Zubehör trennt die Reihen deutlicher als mancher Chipunterschied, und es kommt zum Gerätepreis dazu.

ModellApple PencilTastatur
iPad (A16)Pencil (USB‑C), Pencil 1 mit AdapterMagic Keyboard Folio
iPad miniPencil Pro, Pencil (USB‑C)nur Bluetooth-Tastaturen
iPad AirPencil Pro, Pencil (USB‑C)Magic Keyboard für iPad Air
iPad ProPencil Pro, Pencil (USB‑C)Magic Keyboard für iPad Pro

Der Unterschied zwischen Pencil Pro und Pencil (USB-C) ist kein Detail: Nur der Pro lädt magnetisch am Gerät, erkennt Druck und Drehung, gibt haptische Rückmeldung und lässt sich über „Wo ist?” finden. Wer zeichnet oder viel handschriftlich arbeitet, merkt das täglich.

Bei der Tastatur ist das Einsteiger-iPad auf das zweiteilige Magic Keyboard Folio festgelegt, Air und Pro bekommen die schwebende Bauform mit Trackpad und Funktionstastenreihe. Wer ernsthaft überlegt, das iPad als Notebook-Ersatz zu nutzen, sollte vorher prüfen, ob nicht doch ein MacBook das passendere Gerät ist – die Rechnung ändert sich, sobald Tastatur und Pencil dazukommen.

Welcher Speicher reicht

Apple staffelt bei allen Reihen in gleichen Schritten, die Sprünge werden nach oben hin aber deutlich teurer. Beim Air 11″ stehen 799 Euro für 128 GB, 929 Euro für 256 GB und 1.179 Euro für 512 GB. Beim Pro 11″ sind es 1.299 Euro für 256 GB, 1.549 Euro für 512 GB und 2.029 Euro für 1 TB – in der TB-Stufe steckt allerdings auch der größere Arbeitsspeicher.

Für Web, Video, Office und Fotos in der iCloud reichst du bei Air und mini mit 128 GB in aller Regel hin. Eng wird es, sobald Musik und Serien offline liegen sollen, mehrere große Spiele installiert sind oder Videoschnitt dazukommt – dann sind 256 GB die vernünftige Grundlage. Wenn der Speicher später knapp wird, lässt sich mit einem geleerten Cache oft mehr herausholen als erwartet, bevor man über ein neues Gerät nachdenkt.

Mobilfunk ist die zweite Stellschraube: Die Cellular-Varianten beginnen bei 669 Euro (iPad), 919 Euro (mini), 969 Euro (Air 11″), 1.169 Euro (Air 13″), 1.549 Euro (Pro 11″) und 1.899 Euro (Pro 13″). Weil alle Modelle nur eSIM unterstützen, braucht es zusätzlich einen Tarif, der das mitmacht.

Wo der Aufpreis ankommt – und wo nicht

Die Reihe, die im Sortiment am meisten Sinn ergibt, ist das iPad Air. Es teilt sich mit dem Pro den Funkunterbau, den Pencil Pro, die Magic-Keyboard-Halterung und in den unteren Stufen sogar den Arbeitsspeicher. Was fehlt, ist das OLED mit ProMotion, der schnelle Anschluss und die bessere Audioausstattung – alles Dinge, die im Alltag der meisten Nutzer nicht den Ausschlag geben. Das Air 11″ steht bei 799 Euro, das Pro 11″ bei 1.299 Euro.

Das Pro lohnt sich, wenn einer von drei Gründen zutrifft: Videoschnitt mit externer SSD, tägliche Arbeit am Display mit Farbanspruch, oder der Wunsch nach ProMotion, den man nach ein paar Tagen nicht mehr aufgeben will. Für alles andere ist es ein teures Gerät mit Reserven, die liegen bleiben.

Das Einsteiger-iPad ist dann die richtige Wahl, wenn der Preis der ausschlaggebende Punkt ist – und mit dem Wissen, dass Apple Intelligence dort nicht ankommt und der Anschluss langsam bleibt. Welche älteren Modelle iPadOS 27 noch bekommen, regelt Apples Liste der kompatiblen Geräte.

Und das mini ist kein Sonderfall mehr, der nur über die Größe begründet werden muss: Mit OLED und IP67 hat es das beste Display unterhalb der Pro-Reihe. Wer ohne Tastatur auskommt, bekommt hier das stimmigste kleine Gerät im Sortiment.

Wie gehst du die Entscheidung an – zählt für dich das Display, oder hängt am Ende alles an Tastatur und Pencil? Schreib uns in die Kommentare, wie deine Rechnung aussieht.

Häufige Fragen: iPad Kaufberatung

Welches iPad ist das beste für den Einstieg?

Das iPad mit A16-Chip ab 499 Euro. Es deckt Web, Video, Mail und Notizen vollständig ab. Zwei Einschränkungen solltest du kennen: Apple Intelligence läuft darauf nicht, und der USB-C-Anschluss arbeitet nur mit USB 2.0.

Welches iPad unterstützt Apple Intelligence?

iPad mini, iPad Air und iPad Pro. Apple setzt einen A17 Pro oder einen M-Chip voraus. Das Einsteiger-iPad mit A16 erfüllt diese Anforderung nicht und bekommt die Funktionen daher nicht.

Lohnt sich das iPad Pro gegenüber dem iPad Air?

Nur bei konkretem Bedarf: Videoschnitt mit externer SSD über Thunderbolt, farbkritische Arbeit am OLED-Display oder ProMotion mit 120 Hz. Funkchip, Pencil Pro und Magic-Keyboard-Halterung sind bei beiden gleich.

Wie viel Speicher braucht ein iPad?

Für Web, Video, Office und Fotos in der iCloud reichen 128 GB. Sobald Musik und Serien offline liegen, mehrere große Spiele installiert sind oder Videoschnitt dazukommt, sind 256 GB die sinnvollere Grundlage.

Kann man am iPad mini eine Tastatur anschließen?

Nur per Bluetooth. Dem mini fehlt als einzigem aktuellen Modell der Smart Connector, deshalb lässt sich kein Magic Keyboard anbringen.

Welchen Apple Pencil unterstützt welches iPad?

Pencil Pro und Pencil (USB-C) laufen an iPad mini, Air und Pro. Das Einsteiger-iPad unterstützt den Pencil (USB-C) sowie den Pencil der ersten Generation über einen Adapter.

Braucht man ein iPad mit Mobilfunk?

Nur, wenn regelmäßig ohne WLAN gearbeitet wird. Mobilfunk gibt es ausschließlich als eigene Geräteausführung mit Aufpreis, und alle aktuellen iPads nutzen eSIM – ein Tarif mit eSIM-Unterstützung ist Voraussetzung.

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Milan Jovicic

Milan Jovicic

Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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