Sechs iPad Modelle stehen im Handel. Das günstigste kostet 499 Euro, beim größten iPad Pro beginnt die Rechnung bei 1.649 Euro – und mit vollem Speicher und Mobilfunk steigt sie noch deutlich. Die Preisschilder verraten dabei nicht, wo die eigentlichen Grenzen verlaufen – die liegen beim Arbeitsspeicher, bei der Tastaturhalterung und bei einer Funktion, die ein Modell gar nicht bekommt.
Apple verkauft aktuell vier iPad Reihen: das Einsteigermodell mit A16-Chip, das iPad mini, das iPad Air in zwei Größen und das iPad Pro in zwei Größen. Auf dem Papier unterscheiden sie sich vor allem in Displaygröße und Rechenleistung. In der Praxis entscheiden andere Dinge darüber, ob ein Gerät zum eigenen Alltag passt: ob sich eine Tastatur anschließen lässt, wie schnell Daten über den Anschluss laufen, und ob zwischen Deckglas und Bildschirm eine Luftschicht sitzt oder nicht. Wer das Gerät als Zweitrechner nutzen will, sollte außerdem wissen, wie Fenster und Stage Manager unter iPadOS zusammenspielen – das verschiebt die Anforderungen an Speicher und Chip deutlich. Alle Angaben in diesem Text stammen aus Apples deutscher Vergleichsseite und den Datenblättern der einzelnen Modelle.
Das Wichtigste in Kürze
- Das iPad (A16) ist das einzige aktuelle Modell ohne Apple Intelligence – Apple setzt dafür einen A17 Pro oder einen M-Chip voraus
- Der Anschluss trennt die Reihen stärker als der Chip: USB 2.0 beim Einsteiger-iPad, USB 3 beim mini und Air, Thunderbolt mit 40 Gbit/s beim Pro
- Das iPad mini ist das einzige Modell ohne Smart Connector und damit ohne Magic-Keyboard-Halterung
- Beim iPad Pro hängt der Arbeitsspeicher am Speicherplatz: 12 GB bei 256 und 512 GB, 16 GB erst ab 1 TB
- Für die meisten ist das iPad Air 11″ ab 799 Euro der Punkt, an dem Preis und Ausstattung am besten zusammenpassen
Die vier Reihen im Überblick
| Modell | Chip | Display | Apple Intelligence | Anschluss | Wi‑Fi ab |
|---|---|---|---|---|---|
| iPad (A16) | A16 | 11″, 500 Nits, sRGB | nein | USB 2.0 | 499 € |
| iPad mini (A17 Pro) | A17 Pro | 8,3″, 500 Nits, P3 | ja | USB 3 | 679 € |
| iPad Air 11″ (M4) | M4 | 11″, 500 Nits, P3 | ja | USB 3 | 799 € |
| iPad Air 13″ (M4) | M4 | 13″, 600 Nits, P3 | ja | USB 3 | 999 € |
| iPad Pro 11″ (M5) | M5 | 11″, OLED, ProMotion | ja | Thunderbolt / USB 4 | 1.299 € |
| iPad Pro 13″ (M5) | M5 | 13″, OLED, ProMotion | ja | Thunderbolt / USB 4 | 1.649 € |
Mobilfunk gibt es nicht als Zusatzoption, sondern nur als eigene Geräteausführung – die Preise oben gelten für die reinen Wi‑Fi-Modelle. Mit Mobilfunk und kleinstem Speicher kostet das iPad 669 Euro, das mini 849 Euro, das Air 11″ 969 Euro, das Air 13″ 1.169 Euro, das Pro 11″ 1.549 Euro und das Pro 13″ 1.899 Euro. Alle Modelle arbeiten ausschließlich mit eSIM, ein Kartenschacht fehlt durchgehend.
iPad (A16): günstig, aber mit einer Lücke
Mit 499 Euro ist das Einsteigermodell das mit Abstand günstigste iPad, und für Video, Web, Mail und Notizen reicht der A16 mühelos. Zwei Punkte sollte man vorher kennen.
Der erste ist Apple Intelligence. Apple listet die Funktion auf den Datenblättern von Pro, Air und mini, beim iPad (A16) fehlt der Abschnitt vollständig. Voraussetzung ist ein A17 Pro oder ein M-Chip, und der A16 erfüllt sie nicht. Wer die Funktionen von Apple Intelligence nutzen möchte, braucht also mindestens das mini.
Der zweite Punkt ist das Display. Es ist als einziges nicht vollständig laminiert und hat keine Antireflex-Beschichtung. Zwischen Glas und Panel liegt eine dünne Luftschicht, die beim Schreiben mit dem Pencil als kleiner Abstand zwischen Spitze und Strich sichtbar wird. Dazu kommt der sRGB-Farbraum statt P3 – für Fotobearbeitung ist das Gerät damit nicht gedacht.
Und dann ist da noch der Anschluss: USB 2.0 mit 480 Mbit/s. Wer regelmäßig Bilder oder Videos von einer SSD zieht, wartet hier spürbar länger als bei jedem anderen iPad.
Als Gerät für Schule, Küche, Sofa und Reisegepäck bleibt es trotzdem eine vernünftige Wahl. Man kauft nur ein Gerät, das softwareseitig schon heute nicht alles mitnimmt.
iPad mini: nur wegen der Größe
Das mini kostet 679 Euro. Das Einsteigermodell liegt bei 499 Euro, das iPad Air 11″ bei 799 Euro. In dieser Nachbarschaft liegt das Problem.
Was dafür spricht, ist eindeutig: 293 Gramm, 8,3 Zoll, 326 ppi. Es ist das einzige iPad, das in eine Jackentasche passt, und für Lesen, Navigation im Auto, Notizen im Stehen oder als Zweitgerät neben dem Laptop gibt es dazu keine Alternative im Sortiment. Wie es sich gegen ein faltbares iPhone schlägt, haben wir im direkten Vergleich mit dem iPhone Duo aufgeschlüsselt.

Was dagegen spricht, ist eine Liste. Das mini ist das einzige aktuelle iPad ohne Smart Connector – eine Magic-Keyboard-Halterung lässt sich nicht anbringen, Apple verweist auf Bluetooth-Tastaturen. Die Frontkamera sitzt als einzige im Hochformat statt quer, was bei jedem Videoanruf im Querformat auffällt, und arbeitet mit ƒ/2.4 statt ƒ/2.0. Beim Funk steht WLAN 6E gegen WLAN 7 bei Air und Pro, Bluetooth 5.3 gegen Bluetooth 6. Der A17 Pro stammt aus dem Jahr 2023, das Modell selbst aus dem Oktober 2024 – es ist das älteste Gerät im aktuellen iPad Sortiment.
Das Air 11″ liegt bei 799 Euro und bringt dafür einen M4 mit deutlich mehr GPU-Kernen, ein 11-Zoll-Display, die Magic-Keyboard-Halterung und den aktuellen Funkunterbau. Das mini lohnt sich deshalb nur, wenn die 8,3 Zoll der Grund für den Kauf sind. Wer sie nicht ausdrücklich will, zahlt mehr und bekommt weniger.
iPad Air: die Reihe für die meisten
Das Air ist seit dem M4-Update im März die Mitte des Sortiments, und die Mitte ist hier breit geworden. Der M4 liefert acht CPU- und neun GPU-Kerne, 120 GB/s Speicherbandbreite und 12 GB Arbeitsspeicher – exakt so viel wie das iPad Pro in seinen beiden unteren Speicherstufen. Was der Wechsel von der Vorgängergeneration gebracht hat, steht im Vergleich zwischen M4 und M3 iPad Air.
Beim Funk gibt es keinen Abstand zum Pro: Beide nutzen Apples N1-Chip mit WLAN 7 und Bluetooth 6, die Mobilfunkvarianten Apples eigenes C1X-Modem. Auch Apple Pencil Pro und Magic Keyboard für das iPad Air sind an Bord, ebenso ein externes Display mit bis zu 6K bei 60 Hz.

Die Unterschiede zum Pro liegen woanders. Das Display ist ein LCD ohne ProMotion, mit 500 Nits beim 11-Zoll-Modell und 600 Nits beim 13-Zöller. Es gibt Stereo- statt Vier-Lautsprecher-Audio, zwei statt vier Mikrofone, Touch ID statt Face ID, USB 3 mit 10 Gbit/s statt Thunderbolt, und keinen Kamerablitz.
Die Preise: 799 Euro für das 11″-Modell mit 128 GB, 929 Euro für 256 GB, 1.179 Euro für 512 GB und 1.559 Euro für 1 TB. Beim 13-Zöller sind es 999, 1.129, 1.379 und 1.759 Euro.
iPad Pro: wofür der Aufpreis steht
Das Pro beginnt bei 1.299 Euro und liefert dafür drei Dinge, die keine andere Reihe hat. Erstens das Tandem-OLED mit ProMotion von 10 bis 120 Hz, 1.000 Nits im Vollbild, 1.600 Nits Spitze bei HDR und einem Kontrastverhältnis von 2.000.000:1. Zweitens den Thunderbolt-Anschluss mit 40 Gbit/s, viermal schneller als USB 3 im Air. Drittens die Ausstattung ringsum: vier Lautsprecher, vier Mikrofone in Studioqualität, Face ID, LiDAR, ProRes-Aufnahme und ein externes Display mit 4K bei 120 Hz. Auch das Aufladen geht schneller – Apple nennt 50 Prozent in rund 30 Minuten ab einem 60-Watt-Netzteil, eine Angabe, die bei Air, mini und iPad fehlt.
Ein Detail lohnt den genauen Blick: Apple koppelt den Arbeitsspeicher an den Speicherplatz. Die Stufen mit 256 und 512 GB laufen mit 12 GB Arbeitsspeicher und einer 9-Core-CPU, erst ab 1 TB gibt es 16 GB und eine 10-Core-CPU. Wer mehr Rechenleistung will, muss also Speicher mitkaufen, den er womöglich nicht braucht – und landet statt bei 1.299 Euro bei 2.029 Euro.

Die Staffel beim 11-Zöller: 1.299 Euro für 256 GB, 1.549 Euro für 512 GB, 2.029 Euro für 1 TB, 2.649 Euro für 2 TB. Beim 13-Zöller 1.649, 1.899, 2.379 und 2.999 Euro. Das Nanotexturglas gibt es erst ab 1 TB und kostet beim 13″-Modell mit 1 TB 2.509 Euro statt 2.379 Euro. Wie sich die aktuelle Generation vom Vorgänger absetzt, steht im Vergleich zwischen M5 und M4 iPad Pro.
Pencil und Tastatur gehören in die Rechnung
Das Zubehör trennt die Reihen deutlicher als mancher Chipunterschied, und es kommt zum Gerätepreis dazu.
| Modell | Apple Pencil | Tastatur |
|---|---|---|
| iPad (A16) | Pencil (USB‑C), Pencil 1 mit Adapter | Magic Keyboard Folio |
| iPad mini | Pencil Pro, Pencil (USB‑C) | nur Bluetooth-Tastaturen |
| iPad Air | Pencil Pro, Pencil (USB‑C) | Magic Keyboard für iPad Air |
| iPad Pro | Pencil Pro, Pencil (USB‑C) | Magic Keyboard für iPad Pro |
Der Unterschied zwischen Pencil Pro und Pencil (USB-C) ist kein Detail: Nur der Pro lädt magnetisch am Gerät, erkennt Druck und Drehung, gibt haptische Rückmeldung und lässt sich über „Wo ist?“ finden. Wer zeichnet oder viel handschriftlich arbeitet, merkt das täglich.
Bei der Tastatur ist das Einsteiger-iPad auf das zweiteilige Magic Keyboard Folio festgelegt, Air und Pro bekommen die schwebende Bauform mit Trackpad und Funktionstastenreihe. Wer ernsthaft überlegt, das iPad als Notebook-Ersatz zu nutzen, sollte vorher prüfen, ob nicht doch ein MacBook das passendere Gerät ist – die Rechnung ändert sich, sobald Tastatur und Pencil dazukommen.
Welcher Speicher reicht
Apple staffelt bei allen Reihen in gleichen Schritten, die Sprünge werden nach oben hin aber deutlich teurer. Beim Air 11″ stehen 799 Euro für 128 GB, 929 Euro für 256 GB und 1.179 Euro für 512 GB. Beim Pro 11″ sind es 1.299 Euro für 256 GB, 1.549 Euro für 512 GB und 2.029 Euro für 1 TB – in der TB-Stufe steckt allerdings auch der größere Arbeitsspeicher.
Für Web, Video, Office und Fotos in der iCloud reichst du bei Air und mini mit 128 GB in aller Regel hin. Eng wird es, sobald Musik und Serien offline liegen sollen, mehrere große Spiele installiert sind oder Videoschnitt dazukommt – dann sind 256 GB die vernünftige Grundlage. Wenn der Speicher später knapp wird, lässt sich mit einem geleerten Cache oft mehr herausholen als erwartet, bevor man über ein neues Gerät nachdenkt.
Mobilfunk ist die zweite Stellschraube: Die Cellular-Varianten beginnen bei 669 Euro (iPad), 849 Euro (mini), 969 Euro (Air 11″), 1.169 Euro (Air 13″), 1.549 Euro (Pro 11″) und 1.899 Euro (Pro 13″). Weil alle Modelle nur eSIM unterstützen, braucht es zusätzlich einen Tarif, der das mitmacht.
Wo der Aufpreis ankommt – und wo nicht
Die Reihe, die im Sortiment am meisten Sinn ergibt, ist das iPad Air. Es teilt sich mit dem Pro den Funkunterbau, den Pencil Pro, die Magic-Keyboard-Halterung und in den unteren Stufen sogar den Arbeitsspeicher. Was fehlt, ist das OLED mit ProMotion, der schnelle Anschluss und die bessere Audioausstattung – alles Dinge, die im Alltag der meisten Nutzer nicht den Ausschlag geben. Das Air 11″ steht bei 799 Euro, das Pro 11″ bei 1.299 Euro.
Das Pro lohnt sich, wenn einer von drei Gründen zutrifft: Videoschnitt mit externer SSD, tägliche Arbeit am Display mit Farbanspruch, oder der Wunsch nach ProMotion, den man nach ein paar Tagen nicht mehr aufgeben will. Für alles andere ist es ein teures Gerät mit Reserven, die liegen bleiben.
Das Einsteiger-iPad ist dann die richtige Wahl, wenn der Preis der ausschlaggebende Punkt ist – und mit dem Wissen, dass Apple Intelligence dort nicht ankommt und der Anschluss langsam bleibt. Welche Geräte die aktuelle Systemgeneration überhaupt bekommen, steht in unserer Übersicht zu iPadOS 27.
Und das mini bleibt der Sonderfall: konkurrenzlos bei der Größe, teuer für das, was sonst drinsteckt.
Wie gehst du die Entscheidung an – zählt für dich das Display, oder hängt am Ende alles an Tastatur und Pencil? Schreib uns in die Kommentare, wie deine Rechnung aussieht.
Häufige Fragen: iPad Kaufberatung
Das iPad mit A16-Chip ab 499 Euro. Es deckt Web, Video, Mail und Notizen vollständig ab. Zwei Einschränkungen solltest du kennen: Apple Intelligence läuft darauf nicht, und der USB-C-Anschluss arbeitet nur mit USB 2.0.
iPad mini, iPad Air und iPad Pro. Apple setzt einen A17 Pro oder einen M-Chip voraus. Das Einsteiger-iPad mit A16 erfüllt diese Anforderung nicht und bekommt die Funktionen daher nicht.
Nur bei konkretem Bedarf: Videoschnitt mit externer SSD über Thunderbolt, farbkritische Arbeit am OLED-Display oder ProMotion mit 120 Hz. Funkchip, Pencil Pro und Magic-Keyboard-Halterung sind bei beiden gleich.
Für Web, Video, Office und Fotos in der iCloud reichen 128 GB. Sobald Musik und Serien offline liegen, mehrere große Spiele installiert sind oder Videoschnitt dazukommt, sind 256 GB die sinnvollere Grundlage.
Nur per Bluetooth. Dem mini fehlt als einzigem aktuellen Modell der Smart Connector, deshalb lässt sich kein Magic Keyboard anbringen.
Pencil Pro und Pencil (USB-C) laufen an iPad mini, Air und Pro. Das Einsteiger-iPad unterstützt den Pencil (USB-C) sowie den Pencil der ersten Generation über einen Adapter.
Nur, wenn regelmäßig ohne WLAN gearbeitet wird. Mobilfunk gibt es ausschließlich als eigene Geräteausführung mit Aufpreis, und alle aktuellen iPads nutzen eSIM – ein Tarif mit eSIM-Unterstützung ist Voraussetzung.



