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iOS 27 ist seit dem 14. September für alle iPhones ab dem iPhone 11 verfügbar. Das Update bringt schnellere App-Starts, neue KI-Werkzeuge in der Fotos-App und einen deutlich erweiterten Kinderschutz – und lässt in der EU ausgerechnet die Funktion aus, mit der Apple das Jahr über geworben hat.
Nach dem Umbau der Oberfläche im Vorjahr fällt iOS 27 sichtbar leiser aus. Apple hat an Tempo, Stabilität und Details gearbeitet, dazu kommen neue Werkzeuge für die Fotobearbeitung und ein Kinderschutz, der zum ersten Mal seit Jahren grundlegend überarbeitet wurde. Ausgeliefert wird das System ab Werk mit den neuen iPhone 18 Pro und Pro Max; alle anderen kompatiblen Geräte laden es über die Einstellungen. Diese Seite fasst zusammen, was drin ist, welche iPhones es bekommen und was hierzulande fehlt.
Das Wichtigste in Kürze
- Erscheinungstermin: 14. September 2026, kostenlos über Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate
- Kompatibel ab iPhone 11 und iPhone SE der 2. Generation – kein Modell fällt gegenüber iOS 26 heraus
- Apple Intelligence setzt iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max oder ein Modell ab der 16er-Reihe voraus
- Siri AI steht laut Apple in der EU zunächst nicht unter iOS 27 zur Verfügung; die Schweiz ist davon nicht betroffen
- Zwei angekündigte Funktionen reichen erst spätere Updates nach
Termin und Installation
Apple hat iOS 27 am 14. September freigegeben, fünf Tage nach der Keynote und vier Tage vor dem Verkaufsstart der neuen Pro-Modelle. Das Update ist kostenlos und läuft über Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate.
Vor der Installation lohnt ein Backup, besonders bei älteren Geräten: Die Anleitung zum iPhone-Backup beschreibt beide Wege über iCloud und Computer. Bleibt das Update hängen oder bricht die Installation ab, hilft der Leitfaden zu Update-Problemen weiter. Wer künftige Vorabversionen testen will, findet die Schritte in der Anleitung zur Public Beta.
Diese iPhones bekommen iOS 27
Apple streicht in diesem Jahr keine Generation. Alle Geräte, die iOS 26 unterstützt haben, sind auch bei iOS 27 dabei – die Liste reicht zurück bis zum iPhone 11 aus dem Jahr 2019.
| Generation | Modelle |
|---|---|
| 2026 | iPhone Duo, iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max, iPhone 17e |
| 2025 | iPhone 17, iPhone 17 Pro, iPhone 17 Pro Max, iPhone Air |
| 2024 | iPhone 16, 16 Plus, 16 Pro, 16 Pro Max, iPhone 16e |
| 2023 | iPhone 15, 15 Plus, 15 Pro, 15 Pro Max |
| 2022 | iPhone 14, 14 Plus, 14 Pro, 14 Pro Max |
| 2021 | iPhone 13, 13 mini, 13 Pro, 13 Pro Max |
| 2020 | iPhone 12, 12 mini, 12 Pro, 12 Pro Max |
| 2019 | iPhone 11, 11 Pro, 11 Pro Max |
| Sonstige | iPhone SE ab der 2. Generation |
Welche iPads und Macs auf die gleichzeitig erschienenen Systeme kommen, steht in der Übersicht zur Gerätekompatibilität.
Dass ein Gerät das Update installieren kann, heißt allerdings nicht, dass jede Funktion darauf läuft.
Was Apple Intelligence voraussetzt
Die KI-Funktionen brauchen mehr Rechenleistung, als ältere Chips liefern. Apple nennt als Voraussetzung alle iPhone-16-Modelle und neuer sowie iPhone 15 Pro und 15 Pro Max. Vom iPhone 11 bis zum iPhone 15 Plus sowie beim iPhone SE der 2. und 3. Generation lässt sich iOS 27 zwar installieren, die KI-Werkzeuge bleiben dort aber ausgeblendet.
Innerhalb dieser Geräte gibt es eine zweite Stufe. Das leistungsstärkste Modell, das direkt auf dem Gerät rechnet, setzt 12 GB Arbeitsspeicher voraus – davon hängen die ausdrucksstärkeren Stimmen und das genauere Diktat ab.
Fotos, Safari und Kurzbefehle: die neuen KI-Werkzeuge
In der Fotos-App kommen drei Funktionen dazu. Räumliche Neuausrichtung verschiebt den Bildausschnitt nachträglich, Erweitern rechnet das Bild über seine Kanten hinaus, und das überarbeitete Bereinigen entfernt größere Objekte als bisher. Image Playground erzeugt Bilder in unterschiedlichen Stilen bis hin zu fotorealistisch.
Safari gruppiert offene Tabs auf Wunsch automatisch nach Themen. Neu ist außerdem „Mitteilung an mich”: Die Funktion beobachtet eine Webseite auf Änderungen – etwa einen Preis oder eine Verfügbarkeit – und meldet sich, sobald sich etwas tut.
In der Kurzbefehle-App genügt eine Beschreibung in Alltagssprache, um eine Automation zu bauen; wie das praktisch aussieht, zeigt die Anleitung zu Automationen per Beschreibung. Beim Telefonieren mit Unternehmen blendet der Anrufkontext passende Informationen aus anderen Apps ein, etwa einen Buchungscode aus der Mail. Was sich in der Telefon-App sonst ändert, steht in der Übersicht zu Telefon und FaceTime.
Kinderschutz: der größte Umbau seit Jahren
Apple hat die Kindersicherung neu aufgebaut. Im Systemassistenten wählen Eltern künftig aus, welche System-Apps das Kind überhaupt nutzen darf – von wenigen Grundfunktionen bis zur vollständigen Auswahl. Weitere Apps kommen über die Kaufanfrage dazu.
Neu ist die Surfanfrage: Kinder müssen eine Erlaubnis einholen, bevor sie eine unbekannte Website öffnen, und Eltern sehen die Anfrage samt Vorschau in Nachrichten. Die Kommunikationssicherheit greift jetzt nicht mehr nur bei Nacktheit, sondern auch bei blutigen und gewalttätigen Inhalten in geteilten Bildern und Videos.
Dazu kommen Nutzungszeiten nach Kategorien wie Entertainment, Games und Social Media sowie Zeitpläne, die festlegen, welche App an welchem Wochentag läuft. Apple hinterlegt dafür Richtwerte nach Alter, die sich anpassen lassen.
Tempo und Design
Die Zahlen, die Apple nennt, betreffen den Alltag: App-Starts sollen bis zu 30 Prozent schneller laufen, neue Aufnahmen bis zu 70 Prozent schneller in der Mediathek erscheinen und AirDrop-Übertragungen bis zu 80 Prozent schneller abschließen. Gemessen wurde jeweils gegen iOS 26.6, beim App-Start ausgerechnet auf einem iPhone 11 Pro Max – dem ältesten unterstützten Gerät.
Beim Design bleibt Liquid Glass, wird aber ruhiger: gleichmäßigere Lichtbrechung, mehr Kontrast, schärfere App-Symbole. Ein Regler stellt die Optik stufenlos von ultraklar bis komplett durchgefärbt ein; wo er sitzt, beschreibt die Anleitung zur Liquid-Glass-Transparenz.
Unter der Oberfläche wechselt das iPhone flüssiger zwischen WLAN und Mobilfunk, und die Mail-Suche sortiert Treffer nach einem neuen Ranking. Was sich in der Mail-App sonst tut, steht in der Übersicht zur Mail-App.
Die kleineren Neuerungen
Einiges, was in der Ankündigung untergeht, ist im Alltag relevanter als die großen Schlagzeilen:
- Geteilte iCloud-Alben unterstützen jetzt volle Auflösung, und Freunde mit Android- oder Windows-Geräten können über iCloud.com eigene Fotos beisteuern. Weitere Änderungen stehen in der Übersicht zu iCloud in iOS 27.
- AirPods lassen sich über einen Equalizer für Tiefen, Mitten und Höhen anpassen – die Schritte dazu in der Anleitung zum AirPods-Equalizer.
- Karten rendert Flyover detaillierter, weil Luftaufnahmen und Bildmodelle zusammenlaufen; mehr in der Übersicht zu Apple Karten.
- Home fasst Mitteilungen zusammen und beschreibt Kameraereignisse, bevor man sie ansieht; unterstützte Kameras streamen in 4K. Die Voraussetzungen listet die Übersicht zur Home-App.
- GymKit kommt auf iPhone und AirPods Pro 3, sodass sich Laufbänder, Crosstrainer und Ergometer direkt verbinden lassen.
- Bedienungshilfen erzeugen automatisch synchronisierte Untertitel zu jedem Video und übersetzen vorhandene in andere Sprachen.
- Das Zyklusprotokoll in der Health-App kann auf Muster hinweisen, die auf eine Perimenopause hindeuten. Die Mitteilungen richten sich an Personen ab 40 Jahren und ersetzen keine ärztliche Abklärung.
Was in Deutschland und Österreich fehlt
Die Funktion, mit der Apple das Jahr über für iOS 27 geworben hat, kommt hier vorerst nicht an. In den Fußnoten der deutschen Datenblätter steht, dass Siri AI zunächst nicht in der EU unter iOS 27 zur Verfügung steht. Auf der deutschen Produktseite zu iOS 27 taucht die Assistenz entsprechend nur am Rand auf – der Anrufkontext ist die einzige Stelle, an der sie überhaupt vorkommt.
Dazu kommt eine zweite Ebene, die auch Länder außerhalb der EU betrifft: Siri AI startet ausschließlich auf Englisch. Für Oktober sind Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch angekündigt – Deutsch steht auf keiner der beiden Listen, und ein Termin dafür liegt nicht vor.
Für die Schweiz heißt das eine Hälfte gute Nachricht: Das Land gehört weder zur EU noch zum EWR, die Verfügbarkeitsbeschränkung greift dort nicht. An der fehlenden deutschen Sprachunterstützung ändert das allerdings nichts. Welche Funktionen hierzulande sonst noch fehlen, sammelt die Übersicht zu den EU-Funktionslücken.
Apple Intelligence selbst ist davon nicht betroffen und läuft ab dem ersten Tag auch auf Deutsch – die Trennung zwischen beiden ist der Punkt, an dem die meisten Missverständnisse entstehen.
Zwei Funktionen reichen spätere Updates nach
Nicht alles, was Apple gezeigt hat, steckt in der ersten Fassung. Die Vorschläge in Nachrichten, mit denen sich aus einer Unterhaltung heraus ein Termin oder eine Erinnerung anlegen lässt, kommen laut Fußnote erst mit einem späteren Update – und zunächst nur auf Englisch. Ebenso das automatische Ändern schwacher oder kompromittierter Passwörter in der Passwörter-App. Die Einzelheiten stehen im Bericht zu den beiden fehlenden Funktionen.
Wann die erste Punktaktualisierung ansteht, klärt die Übersicht zum Erscheinungstermin von iOS 27.1.
Warum dieses Update ausgerechnet auf alten iPhones überzeugt
Die Leistungsangaben lesen sich unauffällig, sind aber der eigentliche Kern der Sache. Apple misst die 30 Prozent schnelleren App-Starts auf einem iPhone 11 Pro Max – einem Gerät aus dem Jahr 2019, das keine einzige KI-Funktion bekommt. Wer ein solches Modell nutzt, erhält mit iOS 27 also genau das, was in den vergangenen Jahren gefehlt hat: ein Update, das das Gerät nicht langsamer macht.
Umgekehrt fällt der Zugewinn auf neuen Geräten hierzulande kleiner aus, als die Ankündigung vermuten lässt. Der Teil, der die Generation prägen sollte, fehlt in Deutschland und Österreich vorerst. Wir rechnen damit, dass sich das im Lauf des Modelljahrs auflöst – belegen lässt sich das nicht, Apple nennt keinen Termin.
iOS 27 – das Wichtigste auf einen Blick
Das Update ist breiter verfügbar als erwartet, spürbar schneller und beim Kinderschutz zum ersten Mal seit Jahren wieder ein eigenes Thema. Die KI-Werkzeuge in Fotos und Kurzbefehle sind die sichtbarsten Neuerungen für alle, deren Gerät sie unterstützt. Und die auffälligste Lücke ist keine technische, sondern eine regulatorische und sprachliche.
Hast du schon aktualisiert – und läuft dein iPhone seitdem spürbar flotter, oder merkst du im Alltag wenig von den 30 Prozent? Schreib uns in die Kommentare, auf welchem Modell du unterwegs bist.
Häufige Fragen: iOS 27
Alle Modelle ab dem iPhone 11 sowie das iPhone SE ab der zweiten Generation. Apple hat in diesem Jahr keine Generation gestrichen – jedes Gerät, das iOS 26 unterstützt hat, bekommt auch iOS 27.
Am 14. September 2026, fünf Tage nach der Keynote vom 9. September und vier Tage vor dem Verkaufsstart der neuen Pro-Modelle.
Über Einstellungen → Allgemein → Softwareupdate. Das Update ist kostenlos. Vor der Installation empfiehlt sich ein Backup, besonders bei älteren Geräten.
Apple Intelligence setzt ein iPhone 15 Pro, iPhone 15 Pro Max oder ein Modell ab der 16er-Reihe voraus. Ältere Geräte können iOS 27 installieren, die KI-Werkzeuge bleiben dort ausgeblendet.
Nein. Apple gibt an, dass Siri AI in der EU zunächst nicht unter iOS 27 zur Verfügung steht. Hinzu kommt, dass die Assistenz ausschließlich auf Englisch startet – Deutsch steht auch auf der Oktober-Liste nicht.
Nein, und der Unterschied ist hier entscheidend. Apple Intelligence läuft ab dem ersten Tag auch auf Deutsch und ist in der EU nicht eingeschränkt. Nur die überarbeitete Assistenz fehlt.
Apple gibt das Gegenteil an und hat die Messung der 30 Prozent schnelleren App-Starts ausgerechnet auf einem iPhone 11 Pro Max durchgeführt – dem ältesten unterstützten Modell.





