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iPhone Duo: Alle Daten, Preise und Termine

Milan Jovicic by Milan Jovicic
14. September 2026 - 16:00 CEST
in Apple Allgemein, iPhone News, Gerüchte und Tipps
0
Das iPhone Duo zugeklappt mit dem äußeren Display und aufgeklappt mit dem großen Innendisplay, jeweils in einer Hand gehalten

Bild: Apple

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Apple hat das erste faltbare iPhone am 9. September vorgestellt. Es heißt iPhone Duo, klappt auf ein 7,6-Zoll-Display auf, kostet ab 2.299 Euro und kommt später als der Rest der Generation: Vorbestellung ab dem 16. Oktober, Auslieferung ab dem 23. Oktober.

Sieben Jahre nach dem ersten faltbaren Android-Gerät steigt Apple in die Kategorie ein – und tut das mit einem Gerät, das sich bewusst neben die Pro-Reihe stellt statt darüber. Das iPhone Duo hat das größte Display, das je in einem iPhone steckte, verzichtet dafür aber auf Face ID, auf eine Telekamera und auf den Kartenschacht. Wie es sich in die Generation insgesamt einfügt, steht in der Übersicht zur ganzen Reihe. Diese Seite führt zusammen, was Apple im deutschen Datenblatt angibt.

Das Wichtigste in Kürze

DetailAngabe
Preis ab2.299 Euro (256 GB)
Vorbestellung16. Oktober, 14 Uhr MESZ
Auslieferung23. Oktober, 28 weitere Länder ab 30. Oktober
Inneres Display7,6 Zoll OLED, 1878 × 2670, 430 ppi, Nanotextur
Äußeres Display5,4 Zoll OLED, 1398 × 2034, 460 ppi
ChipA20 Pro
Speicher256 GB bis 2 TB
Kameras2 × 48 MP hinten, 12 MP außen, FaceTime-Kamera unter dem Innendisplay
EntsperrenTouch ID in der Seitentaste
Maße geöffnet164,6 × 117,8 × 5,2 mm
Maße geschlossen84,1 × 117,8 × 11,3 mm
Gewicht254 g
SIMausschließlich eSIM
FarbenNachthimmel, Sternenweiß

Preise und Termine: fünf Wochen nach der Pro-Reihe

Das iPhone Duo startet bei 2.299 Euro und ist damit das teuerste iPhone, das Apple je verkauft hat. Die Staffel darüber folgt exakt derselben Logik wie bei den Pro-Modellen: 250 Euro für den Schritt auf 512 GB, 500 Euro für den auf 1 TB, 750 Euro für den auf 2 TB.

KapazitätPreis
256 GB2.299 Euro
512 GB2.549 Euro
1 TB3.049 Euro
2 TB3.799 Euro

Vom Einstieg bis zum Topmodell liegen damit 1.500 Euro – so viel wie ein komplettes iPhone 18 Pro. Das passende Case schlägt mit 89 Euro zu Buche und ist in Navyblau und Sand zu haben.

Beim Termin geht Apple getrennte Wege. Vorbestellungen nimmt der Konzern laut eigener Mitteilung ab dem 16. Oktober um 14 Uhr MESZ in mehr als 63 Ländern entgegen, ausgeliefert wird ab dem 23. Oktober, 28 weitere Länder folgen am 30. Oktober. Zwischen der Vorstellung und dem Verkaufsstart liegen damit 44 Tage, zwischen den Marktstarts von Pro-Reihe und Duo genau fünf Wochen. Alle übrigen Termine des Abends stehen im Überblick zur September-Keynote.

Bauform: dünner als jedes iPhone, aber nur aufgeklappt

Geöffnet misst das Gerät 164,6 × 117,8 Millimeter bei 5,2 Millimetern Tiefe – flacher als jedes andere iPhone. Zusammengeklappt sind es 84,1 × 117,8 Millimeter bei 11,3 Millimetern, also rund 2,5 Millimeter mehr als beim iPhone 18 Pro. Das Gewicht liegt bei 254 Gramm und damit 43 Gramm über dem kleineren Pro-Modell.

Gehäuse und Scharnierabdeckung bestehen aus Titan, die Abdeckung wird 3D-gedruckt. Vorn sitzt Ceramic Shield 2, hinten Ceramic Shield. Der Schutz gegen Wasser und Staub ist mit IP68 angegeben, getestet bis sechs Meter für 30 Minuten – ein Wert, den faltbare Konkurrenzgeräte bisher nicht durchgängig erreichen. Wie der Schichtaufbau des Faltdisplays im Detail aussieht, steht im Bericht zum inneren Aufbau.

An Tasten bleiben Lautstärke, Seitentaste und Kamerasteuerung. Eine Actiontaste gibt es nicht.

Displays: zwei Bildschirme, ein Seitenverhältnis

Innen misst das faltbare OLED 7,6 Zoll und löst mit 1878 × 2670 Pixeln auf, außen sind es 5,4 Zoll bei 1398 × 2034. Beide unterstützen ProMotion mit bis zu 120 Hz, Always-On, Dynamic Island und 3.000 Nits Spitzenhelligkeit im Freien.

Ein Detail geht in den Datenblättern leicht unter: Die Pixeldichte des Innendisplays liegt bei 430 ppi, die des Außendisplays bei 460 ppi. Der große Bildschirm ist also minimal grober aufgelöst als der kleine – bei den Betrachtungsabständen, in denen ein aufgeklapptes Gerät genutzt wird, fällt das kaum ins Gewicht, es erklärt aber, warum Apple beim Innendisplay auf eine Nanotexturbeschichtung setzt. Die gab es bisher nur beim Studio Display und beim iPad Pro, und sie dämpft Spiegelungen auf der großen Fläche.

Neu ist außerdem die Unterstützung für den Apple Pencil mit USB-C – das erste iPhone, das einen Stift annimmt. Apple vermerkt dazu in einer Fußnote, dass die Funktion erst später im Jahr kommt. Wie sich die Oberfläche beim Auf- und Zuklappen verhält, zeigt der Bericht zur mitklappenden iOS-27-Oberfläche.

Chip und Leistung

Im Inneren arbeitet derselbe A20 Pro wie in den Pro-Modellen: 6-Core-CPU aus zwei Super- und vier Effizienz-Kernen, 7-Core-GPU mit Neural Accelerators, Dual-16-Core-Neural-Engine und hardwarebeschleunigtes Raytracing. Beim Arbeitsspeicher schweigt Apple wie bei allen iPhones.

Das ist die eigentliche Botschaft der Ausstattung: Rechenleistung spart Apple beim Duo nicht ein, die Abstriche liegen woanders.

Kameras: zwei Objektive, kein Tele

Hinten sitzen zwei 48-MP-Module. Die Fusion-Hauptkamera arbeitet mit 26 Millimetern und fester Blende ƒ/1.6, dazu kommt ein 48-MP-Ultraweitwinkel mit 13 Millimetern und ƒ/2.2. Aus der Hauptkamera zieht Apple zusätzlich eine 12-MP-Aufnahme mit 52 Millimetern in optischer Qualität, womit sich ein vierfacher optischer Zoombereich ergibt. Digital geht es bis zehnfach.

Was fehlt, ist die Liste, an der sich der Abstand zur Pro-Reihe ablesen lässt: kein echtes Teleobjektiv, keine variable Blende, kein LiDAR-Scanner, keine ProRAW- und ProRes-Aufzeichnung. Der direkte Vergleich mit dem iPhone 18 Pro rechnet durch, was das im Alltag bedeutet.

Vorn gibt es zwei Kameras. Außen eine 12-MP-Center-Stage-Kamera mit ƒ/2.2, innen eine FaceTime-Kamera unter dem Display mit ƒ/1.8, die auf 1080p bei 30 oder 60 Bildern begrenzt ist. Wer aufgeklappt videotelefoniert, filmt also in niedrigerer Auflösung als mit der Außenkamera.

Zwei Funktionen gibt es nur hier: Duo Preview zeigt das Kamerabild gleichzeitig auf dem Außendisplay, sodass sich das Gegenüber selbst sieht. Und weil sich das Gerät aufgeklappt hinstellen lässt, ersetzt es bei Selbstaufnahmen und Videoanrufen ein Stativ.

Batterie: zwei Zellen, drei Laufzeitangaben

Apple verbaut zwei Lithium-Ionen-Batterien, je eine pro Gehäusehälfte, und gibt die Laufzeit entsprechend gestaffelt an.

AngabeLaufzeit
Typische Nutzungbis zu 24 Std.
Videowiedergabe, äußeres Displaybis zu 44 Std.
Videowiedergabe, inneres Displaybis zu 31 Std.
Videowiedergabe gestreamt, außenbis zu 37 Std.
Videowiedergabe gestreamt, innenbis zu 26 Std.

Die 44 Stunden auf dem Außendisplay liegen über allem, was Apple für die Pro-Modelle nennt – gelten aber nur, solange das Gerät zugeklappt bleibt. Aufgeklappt sinkt der Wert um knapp 30 Prozent, und die Angabe zur typischen Nutzung mit 24 Stunden liegt unter der des iPhone 18 Pro.

Geladen wird langsamer als bei der Pro-Reihe: 50 Prozent in etwa 20 Minuten mit einem 60-Watt-Netzteil, gegenüber rund 15 Minuten beim iPhone 18 Pro. Über MagSafe dauert es 30 Minuten, kabellos sind 25 Watt möglich, über MagSafe wie über Qi2.

Touch ID statt Face ID

Das iPhone Duo entsperrt über einen Fingerabdrucksensor in der Seitentaste – das erste iPhone seit dem iPhone SE, das ohne Face ID auskommt. Apple Pay läuft entsprechend über Touch ID. Der Grund liegt im Bauraum: Ein TrueDepth-System bräuchte Platz auf beiden Bildschirmseiten. Dass sich das in einer späteren Generation ändern könnte, beschreibt der Bericht zu Face ID in Generation drei.

Funk und Anschlüsse: eSIM ohne Alternative

Beim Mobilfunk setzt Apple auf das eigene C2-Modem, für WLAN, Bluetooth und Thread auf den N1-Chip, dazu kommt der Ultrabreitband-Chip der zweiten Generation. Der USB-C-Anschluss unterstützt DisplayPort und USB 3 mit bis zu 10 Gbit/s.

Einen Kartenschacht gibt es nicht, und zwar in keinem Markt. Das Gerät nimmt ausschließlich eSIM, unterstützt zwei aktive Profile gleichzeitig und speichert acht oder mehr. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das kein Hindernis, weil alle großen Anbieter eSIM ausgeben – beim Anbieterwechsel oder im Ausland ändert sich der Ablauf trotzdem.

Wo die Berichtslage danebenlag

Vor der Vorstellung kursierten Zahlen, die das fertige Gerät nicht bestätigt. Bei der Bauform lagen sie am deutlichsten daneben: Erwartet wurden 4,5 bis 4,8 Millimeter aufgeklappt und 9 bis 9,5 Millimeter geschlossen – tatsächlich sind es 5,2 und 11,3 Millimeter. Das Gerät fällt also spürbar dicker aus als angenommen.

Beim Speicher ging die Rechnung in die andere Richtung: Statt der erwarteten drei Stufen bis 1 TB gibt es vier bis 2 TB. Die Farben heißen Nachthimmel und Sternenweiß und nicht Silber und Dunkelblau, wobei die Zahl von zwei Tönen stimmte. Und der Name, der monatelang als iPhone Ultra und davor als iPhone Fold durch die Berichte lief, lautet iPhone Duo.

Richtig lagen die Berichte bei Touch ID, beim Verzicht auf die Telekamera, bei der reinen eSIM-Ausstattung und bei MagSafe, das trotz der flachen Bauweise an Bord ist.

Warum das Duo neben der Pro-Reihe steht und nicht darüber

Der Preis legt eine Rangfolge nahe, die die Ausstattung nicht einlöst. Das teuerste iPhone hat die schwächere Kamera, die kürzere typische Laufzeit, die langsamere Ladezeit und die ältere Entsperrmethode. Was es dafür bietet, ist Fläche – und zwar so viel, dass die Frage nicht lautet, ob es das bessere iPhone ist, sondern ob es ein zweites Gerät ersetzt.

Genau dort entscheidet sich die Rechnung. Wer bisher iPhone und iPad mini parallel trägt, tauscht zwei Geräte gegen eines; die Gegenüberstellung steht im Vergleich mit dem iPad mini. Wer das große Display dagegen nur gelegentlich aufklappt, zahlt 850 Euro Aufpreis gegenüber dem iPhone 18 Pro für eine Funktion, die im Alltag selten zum Einsatz kommt – und bekommt dafür weniger Kamera. Wir erwarten, dass sich das Gerät deshalb weniger über den Formfaktor verkauft als über die Frage, wie viele Geräte jemand ohnehin mit sich herumträgt.

Für wen ist das iPhone Duo gedacht?

Sinnvoll ist das Gerät, wenn du das große Display tatsächlich täglich nutzt: zwei Apps nebeneinander, längere Lesestrecken, Dokumente unterwegs, Videoanrufe ohne Stativ. Dann ersetzt der Formfaktor ein zweites Gerät, und der Aufpreis relativiert sich.

Weniger überzeugend fällt die Rechnung für alle aus, denen die Kamera wichtig ist. Ohne Telebrennweite und variable Blende liegt das System unter dem der Pro-Modelle, die zugleich deutlich günstiger sind. Wer zwischen dem Duo und dem dünnsten klassischen iPhone schwankt, findet die Gegenüberstellung im Vergleich mit dem iPhone Air; wer noch gar nicht festgelegt ist, sortiert die iPhone Kaufberatung das Sortiment nach Budget und Einsatzzweck.

Und wer abwarten will, hat ein Argument: Erste Generationen faltbarer Geräte sind traditionell die teuersten und am wenigsten ausgereiften, und welche Varianten künftig folgen könnten, skizziert der Bericht zu einem möglichen iPhone Duo Max.

Was wiegt für dich schwerer – das größte iPhone-Display aller Zeiten oder die bessere Kamera zum halben Preis? Schreib uns in die Kommentare, ob das Duo bei dir ein Gerät ersetzt oder eines dazukommt.

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Tags: iPhoneiPhone 2026iPhone Duo
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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