Dieser Beitrag kann Partnerlinks enthalten. Mehr dazu im Partnerprogramm.
Zwischen den beiden Chips im Mac Studio liegen 3.600 Euro Einstiegspreis. Dafür gibt es doppelt so viele Grafikkerne, mehr als die doppelte Speicherbandbreite des Einstiegsmodells und bis zu 512 GB Arbeitsspeicher, aber im Alltag kaum mehr Tempo. Wann sich das rechnet, entscheidet weniger der Prozessor als die Art der Arbeit.
Der Mac Studio steht seit dem 22. September mit zwei Chips im Handel, im selben Gehäuse und laut Apples technischen Daten mit denselben Außenmaßen. Der M5 Max beginnt bei 2.999 Euro, der M5 Ultra bei 6.599 Euro. Wie beide im Vergleich zu ihren Vorgängern abschneiden, zeigt der Generationsvergleich mit M4 Max und M3 Ultra, hier geht es um die Wahl zwischen den beiden aktuellen Chips.
Grundlage sind Apples Datenblatt, der Konfigurator im Apple Store und unabhängige Messungen. Eigene Messungen an beiden Geräten liegen dem Vergleich nicht zugrunde. Wer noch überlegt, ob es überhaupt ein Mac Studio sein muss, findet die Abgrenzung im Vergleich Mac mini vs. Mac Studio und in der Mac Kaufberatung.
Das Wichtigste in Kürze
- Der M5 Max startet bei 2.999 Euro, der M5 Ultra bei 6.599 Euro.
- Der Ultra hat mehr CPU-Kerne, doppelt so viele GPU-Kerne und bis zu 512 GB Arbeitsspeicher statt 128 GB.
- In Tests lag der Ultra im Mehrkernbetrieb klar vorn, bei einem einzelnen Kern und im Spiele-Benchmark brachte er kaum etwas.
- Der Ultra lohnt sich für große lokale KI-Modelle, viele 8K-Spuren und Mehrkernlast über Stunden.
- Für die meisten Kreativen und Entwickler reicht der M5 Max.
Die Unterschiede im Datenblatt
Der M5 Ultra ist in beiden Ausbaustufen deutlich größer als der M5 Max. Bei der Neural Engine, den Video-Engines und den ProRes-Engines verdoppelt er die Werte, die Einzelkerne bleiben dagegen dieselbe Klasse.
| Merkmal | Mac Studio M5 Max | Mac Studio M5 Ultra |
|---|---|---|
| Einstiegspreis | 2.999 Euro | 6.599 Euro |
| CPU | 18 Kerne (6 Super, 12 Performance) | 30 Kerne (10 Super, 20 Performance), optional 36 Kerne |
| GPU | 32 Kerne, optional 40 Kerne | 64 Kerne, optional 80 Kerne |
| Neural Engine | 16 Kerne | 32 Kerne |
| Speicherbandbreite | 460 GB/s, optional 614 GB/s | 1,2 TB/s |
| Arbeitsspeicher | 36 GB, optional 48, 64 oder 128 GB | 96 GB, optional 256 oder 512 GB |
| SSD | 512 GB, optional bis 8 TB | 1 TB, optional bis 16 TB |
| Video-Engines | 1 × Decodieren, 2 × Codieren | 2 × Decodieren, 4 × Codieren |
| ProRes-Engines | 2 | 4 |
| Thunderbolt 5 | 4 hinten | 4 hinten, 2 vorne |
| Vorderseite außerdem | 2 × USB-C (10 Gbit/s), SDXC | SDXC |
| Externe Displays | bis zu 5, oder bis zu 2 in 8K | bis zu 8, oder bis zu 4 in 8K |
| Gewicht | 2,7 kg | 3,6 kg |

Gleich sind Maße (19,7 × 19,7 × 9,5 Zentimeter), 10 Gbit Ethernet, HDMI 2.1, zwei USB-A-Anschlüsse, WLAN 7 und Bluetooth 6.
Beim Arbeitsspeicher entscheidet die Ausbaustufe
Im Konfigurator hängt der Arbeitsspeicher an der Chipvariante. Der M5 Max mit 32-Kern-GPU ist nur mit 36 GB zu haben, 48, 64 und 128 GB gibt es ausschließlich mit 40-Kern-GPU. Der M5 Ultra mit 64-Kern-GPU geht bis 256 GB, die 512 GB setzen die Variante mit 36-Kern-CPU und 80-Kern-GPU voraus.
Nachrüsten lässt sich der Arbeitsspeicher nicht. Wer unsicher ist, wie viel RAM die eigene Arbeit braucht, sollte das vor dem Kauf klären, denn genau hier verläuft die härteste Grenze zwischen beiden Chips: Über 128 GB kommt der M5 Max nicht hinaus.
Die 512-GB-Stufe kündigte Apple für Ende Oktober an, im Konfigurator ist sie inzwischen wählbar.
Was die Tests zeigen
Den direktesten Vergleich liefert ein Test von Macwelt, dessen Messwerte auch Macworld auswertet. Getestet wurde der M5 Ultra mit 36 CPU- und 80 GPU-Kernen sowie 256 GB Arbeitsspeicher, der M5 Max mit 40-Kern-GPU. Die Einstiegsversion des Ultra mit 30 CPU- und 64 GPU-Kernen liegt also unter diesen Werten.
| Messung | M5 Max | M5 Ultra | Vorsprung Ultra |
|---|---|---|---|
| Cinebench 2026, CPU | 9.872 Punkte | 16.934 Punkte | rund 72 % |
| Cinebench 2026, GPU | – | – | 49 % |
| Geekbench 7, Mehrkern | – | – | 47 % |
| Geekbench 7, Einzelkern | – | – | praktisch keiner |
| Rise of the Tomb Raider, 1080p | 201 | 193 | keiner |
Im Mehrkernbetrieb ist der Abstand also groß, aber kleiner als der Preisabstand. Einzelkern-Aufgaben, die den Alltag prägen, laufen auf beiden Chips praktisch gleich schnell. Auch mehr Grafikkerne kommen in Spielen nicht automatisch an, im Tomb-Raider-Benchmark lag der M5 Max sogar knapp vorn.
Auch Engadget sieht den Ultra beim Einzelkern gleichauf und in KI-Tests nur rund 10 Prozent vor dem M5 Max. Beim Einzelkern bezieht sich Engadget auf den M5 Max im MacBook Pro. Macworld sieht im Geekbench-AI-Test bis auf den GPU-Wert in einfacher Genauigkeit gar keinen Unterschied zwischen beiden Chips. Einen Leistungsfaktor gegenüber dem M5 Max nennt Apple in seiner Pressemitteilung nicht.
Bei Video kommt es auf die Aufgabe an. Für die Wiedergabe von 8K ProRes 422 mit 30 Bildern pro Sekunde nennt Apple bis zu 19 Streams beim M5 Max und bis zu 33 beim M5 Ultra, gemessen in Final Cut Pro. Das sind Herstellerangaben, und Macwelt beobachtete in HandBrake, dass der Ultra nur etwa die Hälfte seiner Leistung abrief.
Lokale KI: Der Speicher zählt mehr als die Kerne
Bei großen Sprachmodellen ist der Arbeitsspeicher oft die erste Hürde, weil das Modell vollständig hineinpassen muss. Macwelt schreibt, dass viele Modelle auf einem M5 Max mit 36 GB gar nicht erst starten. Der Ultra im Test lief dagegen mit großen Modellen wie gpt-oss 120b problemlos.
Passt das Modell in den Speicher, zählt das Tempo. Einen Text mit rund 5.000 Wörtern erzeugte der Ultra mit gpt-oss 120b in 27,9 Sekunden, der M5 Max brauchte 49,77 Sekunden, gemessen allerdings in einem MacBook Pro und nicht im Mac Studio. Das ist deshalb ein Anhaltspunkt und kein direkter Gerätevergleich.
Für wen sich der M5 Max lohnt
Der M5 Max passt laut Apple zu Musikern, Fotografen, Softwareentwicklern und Designern, die mit 3D und Motion Graphics arbeiten. Aus Sicht von Apfelpatient deckt das die große Mehrheit ab. Für Video, Fotobearbeitung und Code bringt er 18 Kerne mit, die SSD lag im Test mit 4 TB laut Macwelt ähnlich wie beim Ultra, und fünf externe Displays reichen an den allermeisten Arbeitsplätzen.
Wichtig ist die Wahl innerhalb der Stufe. Wer mehr als 36 GB braucht, muss zur 40-Kern-GPU greifen, und das sollte im Budget eingeplant sein.
Für wen sich der M5 Ultra lohnt
Der Ultra ergibt in vier Fällen Sinn:
- Große lokale KI-Modelle: Alles, was mehr als 128 GB Arbeitsspeicher braucht, läuft nur hier.
- Viele 8K-Spuren: Die doppelten Video- und ProRes-Engines helfen dort, wo mehrere Kameras parallel laufen.
- Stundenlange Mehrkernlast: Bei Renderern, die alle Kerne nutzen, zahlt sich der Vorsprung aus, wenn Rechenzeit Geld kostet.
- Viele Geräte am Schreibtisch: Sechs Thunderbolt-5-Anschlüsse und bis zu acht Displays gibt es nur mit dem Ultra, siehe externe Displays am Mac.
Warum der Einstieg in den Ultra selten die beste Wahl ist
Ich halte den Preisabstand nur dann für gerechtfertigt, wenn einer dieser vier Punkte konkret auf die eigene Arbeit zutrifft. Mehr als der doppelte Einstiegspreis steht in Geekbench 7 und Cinebench rund 50 bis 70 Prozent mehr Mehrkernleistung gegenüber, und das nur mit der größeren Chipvariante, nicht mit der Einstiegsversion.
In den Testberichten zum Marktstart rät Engadget Kreativen zum M5 Max, und Macwelt rechnet damit, dass er den meisten Anwendern ausreicht. Hast du keinen dieser Fälle, ist das Geld beim M5 Max mit mehr Arbeitsspeicher oder SSD besser aufgehoben als im größeren Chip.
Woran hängt deine Arbeit am Mac gerade, an der Zahl der Kerne oder am Arbeitsspeicher? Schreib uns in den Kommentaren, welcher Engpass dich zum M5 Ultra bringen würde oder warum der M5 Max für dich reicht.
Häufige Fragen: Mac Studio M5 Max vs. M5 Ultra
Der M5 Ultra hat 30 oder 36 CPU-Kerne statt 18, 64 oder 80 GPU-Kerne statt 32 oder 40 und bis zu 512 GB statt 128 GB Arbeitsspeicher. Dazu kommen 1,2 TB/s Speicherbandbreite statt 460 oder 614 GB/s.
Vor allem bei sehr vielen 8K-Spuren parallel, denn der Ultra hat doppelt so viele Video- und ProRes-Engines. Apple nennt für die Wiedergabe von 8K ProRes 422 bis zu 33 Streams, beim M5 Max sind es aber auch schon bis zu 19. Für die meisten Projekte reicht deshalb der M5 Max.
Mit 32-Kern-GPU sind es 36 GB. Mit 40-Kern-GPU stehen 48, 64 oder 128 GB zur Wahl.
Nein. Die Variante mit 30 CPU- und 64 GPU-Kernen geht bis 256 GB, die 512 GB gibt es nur mit 36 CPU- und 80 GPU-Kernen.
Nein, beim gemeinsamen Arbeitsspeicher ist das laut Apple nicht möglich. Die passende Größe sollte deshalb schon bei der Bestellung feststehen.
Der M5 Max steuert bis zu fünf externe Displays an, oder zwei in 8K plus ein drittes mit bis zu 5K. Der M5 Ultra schafft bis zu acht, oder bis zu vier in 8K.
Nein, an der Vorderseite sitzen beim M5 Max zwei USB-C-Anschlüsse mit bis zu 10 Gbit/s. Beim M5 Ultra sind es zwei Thunderbolt-5-Anschlüsse, damit kommt er auf sechs statt vier.





