Der neue Mac Studio wirkt auf dem Datenblatt fast wie der alte: gleiche Maße, gleiches Gewicht, in der Spitze sogar dieselbe Zahl an Grafikkernen. Der Fortschritt steckt woanders – in der Speicherbandbreite, in einer umgebauten CPU und in einer Ausbaustufe, die zwischenzeitlich verschwunden war.
Der Mac Studio kam im März 2025 mit M4 Max und M3 Ultra, seit August 2026 stehen M5 Max und M5 Ultra im selben Gehäuse. Für Profis, die ein solches Gerät über Jahre abschreiben, ist die Frage nach dem Wechsel eine andere als beim Einsteigermodell – hier zählt, ob sich konkrete Arbeitsabläufe beschleunigen. Dieser Vergleich stellt beide Generationen mit ihren Ausbaustufen gegenüber, auf Basis der technischen Daten zum neuen Mac Studio und des Datenblatts zum Modell von 2025.
Das Wichtigste in Kürze
- Beide neuen Chips verzichten auf Effizienzkerne und setzen auf Super- und Performance-Kerne
- Die Zahl der Grafikkerne bleibt im Vollausbau unverändert bei 40 beziehungsweise 80
- Die Speicherbandbreite steigt deutlich: von 819 GB/s auf 1,2 TB/s beim Ultra
- Die 512-GB-Stufe kehrt zurück, ist aber an den Vollausbau gebunden
- Der M5 Max kostet so viel wie sein Vorgänger, der Ultra 300 Euro mehr
Der M5 Max gegen den M4 Max
Bei der CPU ist der Umbau grundlegend. Der M4 Max hatte 14 Kerne, aufgeteilt in zehn Performance- und vier Effizienzkerne. Der M5 Max kommt auf 18 Kerne – sechs Super-Kerne und zwölf Performance-Kerne, ohne Effizienzkerne. Vier Kerne mehr, aber vor allem eine andere Aufteilung.
Bei der Grafik überrascht das Ergebnis: Die Basis bleibt bei 32 Kernen, der Vollausbau bei 40. An der Kernzahl ändert sich nichts. Neu sind die Neural Accelerators in jedem Kern – dort liegt der eigentliche Zuwachs, nicht in der Breite.
Die Speicherbandbreite steigt von 410 auf 460 GB/s in der Basis und von 546 auf 614 GB/s im Vollausbau. Beim Arbeitsspeicher bewegt sich nichts: 36 GB Basis, bis 128 GB in der größeren Ausbaustufe.
| Merkmal | Mac Studio M4 Max | Mac Studio M5 Max |
|---|---|---|
| CPU | 14 Kerne (10 Performance, 4 Effizienz) | 18 Kerne (6 Super, 12 Performance) |
| CPU optional | 16 Kerne | 18 Kerne |
| GPU | 32 Kerne | 32 Kerne, mit Neural Accelerators |
| GPU optional | 40 Kerne | 40 Kerne |
| Neural Engine | 16 Kerne | 16 Kerne |
| Speicherbandbreite | 410 GB/s, optional 546 GB/s | 460 GB/s, optional 614 GB/s |
| Arbeitsspeicher | 36 GB, bis 128 GB | 36 GB, bis 128 GB |
Der M5 Ultra gegen den M3 Ultra
Hier liegt der größere Sprung, schon weil zwischen beiden zwei Chipgenerationen liegen – einen M4 Ultra hat Apple nie gebaut.
Die CPU wächst von 28 auf 30 Kerne in der Basis, im Vollausbau von 32 auf 36. Auch hier fallen die Effizienzkerne weg: Der M3 Ultra hatte 20 Performance- und acht Effizienzkerne, der M5 Ultra arbeitet mit zehn Super- und 20 Performance-Kernen. Die Grafikeinheit legt in der Basis von 60 auf 64 Kerne zu, bleibt im Vollausbau aber bei 80.
Der deutlichste Unterschied ist die Speicherbandbreite: 819 GB/s werden zu 1,2 TB/s, ein Zuwachs von rund 50 Prozent. Für Anwendungen, die große Datenmengen im Arbeitsspeicher halten, ist das der Wert, der zählt.
| Merkmal | Mac Studio M3 Ultra | Mac Studio M5 Ultra |
|---|---|---|
| CPU | 28 Kerne (20 Performance, 8 Effizienz) | 30 Kerne (10 Super, 20 Performance) |
| CPU optional | 32 Kerne | 36 Kerne |
| GPU | 60 Kerne | 64 Kerne, mit Neural Accelerators |
| GPU optional | 80 Kerne | 80 Kerne |
| Neural Engine | 32 Kerne | 32 Kerne |
| Speicherbandbreite | 819 GB/s | 1,2 TB/s |
| Arbeitsspeicher | 96 GB, optional 256 GB | 96 GB, optional 256 oder 512 GB |
Die 512 GB sind zurück – mit einer Bedingung
Diese Zeile in der Tabelle hat eine Vorgeschichte. Der Mac Studio mit M3 Ultra war bei seiner Vorstellung mit bis zu 512 GB konfigurierbar. Im März 2026 verschwand diese Option aus dem Konfigurator, im Mai fiel auch die letzte verbliebene Upgrade-Stufe. Im Datenblatt zum Modell von 2025 steht deshalb heute nur noch eine einzige Option: 256 GB.
Mit dem M5 Ultra sind die 512 GB wieder da. Allerdings nicht in jeder Konfiguration: Sowohl die 256- als auch die 512-GB-Stufe setzen den Vollausbau mit 36 CPU- und 80 GPU-Kernen voraus. Wer die Basisvariante wählt, bleibt bei 96 GB – genau wie beim Vorgänger.
Dasselbe Muster gilt beim M5 Max: Die Speicherstufen oberhalb von 36 GB sind ausschließlich mit der 40-Kern-Grafik zu haben.
Netzwerk und Funk
Beim Ethernet ändert sich nichts, es bleibt bei 10 Gbit als Standard. Dafür springt der Funk: Der M4-Max-Jahrgang kam mit WLAN 6E und Bluetooth 5.3, die neue Generation setzt auf den hauseigenen N1-Chip mit WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread.

An den Anschlüssen bleibt alles beim Alten – vier Thunderbolt-5-Anschlüsse hinten, zwei USB-A, HDMI 2.1, Kopfhöreranschluss. Auch die Eigenheit an der Front bleibt bestehen: Beim Max-Modell sind die beiden vorderen Anschlüsse USB-C mit 10 Gbit/s, beim Ultra dagegen vollwertige Thunderbolt-5-Ports.
Was gleich geblieben ist
Das Gehäuse ist unverändert: 19,7 × 19,7 × 9,5 Zentimeter, rund 2,7 Kilogramm beim Max und 3,6 Kilogramm beim Ultra, maximal 480 Watt. Auch die Neural Engine behält ihre Kernzahl, 16 beim Max und 32 beim Ultra – anders als im Mac mini, wo der M6 eine verdoppelte Einheit bekommt.

Bei der Displayunterstützung bleibt es bei fünf Bildschirmen am Max und acht am Ultra. Neu ist, dass 4K jetzt mit bis zu 165 Hz statt 144 Hz angesteuert werden kann.
Was der Wechsel kostet
Der Mac Studio mit M5 Max startet bei 2.999 Euro und damit exakt auf dem Niveau, auf dem zuletzt auch die M4-Max-Variante stand. Für die neue Generation zahlt man in dieser Klasse also keinen Aufschlag – eine Seltenheit in einem Jahr, in dem Apple die Mac-Preise mehrfach angehoben hat.
Beim Ultra sieht es anders aus: 6.599 Euro gegenüber zuletzt 6.299 Euro, also 300 Euro mehr. Dafür gibt es die Speicheroption, die es beim Vorgänger zum Schluss nicht mehr gab.
| Modell | Zuletzt | Neu |
|---|---|---|
| Mac Studio Max | 2.999 Euro | 2.999 Euro |
| Mac Studio Ultra | 6.299 Euro | 6.599 Euro |
Die Vorgängermodelle sind aus dem Apple Store bereits verschwunden. Wer auf einen Abverkauf gehofft hat, findet den alten Mac Studio damit nur noch im Handel oder als generalüberholtes Gerät.
Für wen sich der Wechsel rechnet
Wer mit einem M4 Max arbeitet und überwiegend schneidet, rendert oder entwickelt, bekommt vier zusätzliche CPU-Kerne und rund zwölf Prozent mehr Speicherbandbreite – solide, aber kein Umbruch. Die Grafikleistung wächst nicht über mehr Kerne, sondern über deren Ausstattung, was sich vor allem bei KI-gestützten Arbeitsschritten zeigt.
Beim Ultra ist die Rechnung eindeutiger. Zwei übersprungene Generationen, 50 Prozent mehr Bandbreite und die Rückkehr der großen Speicherstufen ergeben ein anderes Gerät. Wer heute mit 96 GB an Grenzen stößt, hatte beim Vorgänger zuletzt keine Ausweichmöglichkeit mehr – jetzt schon.
Praktisch heißt das für dich: Bewegt sich die Arbeit im klassischen Bereich aus Video, 3D und Code, lässt sich eine Generation überspringen. Werden dagegen große Modelle vollständig in den Arbeitsspeicher geladen, ist der Sprung genau der, auf den diese Nutzergruppe gewartet hat – dann führt allerdings kein Weg an der teuersten Ausbaustufe vorbei.
Mac Studio M5 Max und M5 Ultra – das Wichtigste auf einen Blick
Dieser Generationswechsel lässt sich nicht an Kernzahlen ablesen. Die Grafikeinheit bleibt im Vollausbau exakt gleich breit, die Neural Engine unverändert, das Gehäuse identisch. Der Fortschritt liegt in der Speicherbandbreite, in den Neural Accelerators und in einer Speicheroption, die ein Jahr lang nicht bestellbar war. Für klassische Kreativarbeit ist das ein normales Update, für lokale KI-Modelle ein deutlicher Schritt.
Reicht dir die Basisvariante mit 96 GB – oder brauchst du die Ausbaustufe, die erst Ende Oktober lieferbar ist? Schreib uns in die Kommentare, woran deine Arbeit tatsächlich hängt.
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Häufige Fragen: Mac Studio M5 Max und M5 Ultra
Es gibt vier zusätzliche CPU-Kerne und rund zwölf Prozent mehr Speicherbandbreite. Für klassische Video-, 3D- und Entwicklungsarbeit ist das ein solides, aber kein zwingendes Update. Bei KI-gestützten Arbeitsschritten fällt der Unterschied größer aus.
In der Basis ja, dort steigt die Zahl von 60 auf 64. Im Vollausbau bleibt es bei 80 Kernen. Der Zuwachs kommt über die Neural Accelerators in jedem Kern und über die höhere Speicherbandbreite von 1,2 TB/s.
Ja, mit dem M5 Ultra. Diese Stufe setzt allerdings den Vollausbau mit 36 CPU- und 80 GPU-Kernen voraus und wird erst ab Ende Oktober ausgeliefert.
Apple hat diese Ausbaustufe übersprungen. Auf den M3 Ultra folgt direkt der M5 Ultra, weshalb der Sprung zwischen beiden Generationen größer ausfällt als beim Max-Modell.
Nein. M5 Max und M5 Ultra bestehen ausschließlich aus Super- und Performance-Kernen. Der M4 Max hatte zehn Performance- und vier Effizienzkerne, der M3 Ultra zwanzig Performance- und acht Effizienzkerne.
Das Ethernet bleibt bei 10 Gbit. Neu sind WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread über den N1-Chip. Die Anschlüsse selbst sind unverändert, einschließlich der Besonderheit, dass nur das Ultra-Modell an der Vorderseite Thunderbolt bietet.
Beim Max nicht – er startet wie zuletzt bei 2.999 Euro. Der Ultra kostet 6.599 statt 6.299 Euro und damit 300 Euro mehr.


