Apple hat das wohl meistbelächelte Zubehör seines Sortiments still erneuert – und dabei den Preis mehr als halbiert. Statt 25 Euro werden hierzulande nur noch 10 Euro fällig. Der Spott von 2021 dürfte damit ein Stück weit verstummen.
Als Apple das Poliertuch im Oktober 2021 einführte, war der Preis der eigentliche Aufreger: 25 Euro für ein Stück Mikrofaser, dazu eine Lieferzeit von mehreren Wochen. Seitdem hat das Tuch einen festen Platz in jeder Sammlung überteuerter Apple-Zubehörteile. Jetzt steht im Apple Store eine neue Fassung, und ausgerechnet an dem Tag, an dem Apple mit Mac mini und Mac Studio zwei neue Desktops vorstellt, fällt bei diesem Produkt der Preis.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Poliertuch kostet in Deutschland jetzt 10 Euro statt zuvor 25 Euro
- In den USA sinkt der Preis von 19 auf 9 Dollar
- Apple beschreibt das Material unverändert als weich und nicht scheuernd, geeignet auch für Nanotextur-Glas
- Die Kompatibilitätsliste umfasst iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und die Studio-Displays
- Es ist nicht dasselbe Tuch, das der Apple Vision Pro beiliegt
Der Preis fällt deutlicher als in den USA
Interessant ist das Verhältnis der beiden Märkte. Während der US-Preis um gut die Hälfte sinkt, fällt er hierzulande um 60 Prozent. Die deutsche Senkung ist damit die stärkere – ein seltener Fall, denn bei Preisanpassungen stehen DACH-Käufer üblicherweise auf der anderen Seite der Rechnung.
| Markt | Bisher | Jetzt |
|---|---|---|
| Deutschland | 25 Euro | 10 Euro |
| USA | 19 Dollar | 9 Dollar |
Zur Ausstattung selbst nennt Apple dieselben Angaben wie bisher: weiches, nicht scheuerndes Material, geeignet für jedes Apple-Display einschließlich der Nanotextur-Beschichtung. Genau dieser letzte Punkt war schon 2021 das eigentliche Argument, denn Nanotextur-Glas verträgt keine handelsüblichen Reinigungstücher.
Nicht zu verwechseln mit dem Tuch aus dem Vision-Pro-Karton
Ein Missverständnis hält sich hartnäckig: Das hier verkaufte Poliertuch ist nicht identisch mit dem, das dem Apple Vision Pro beiliegt. Die Kompatibilitätsliste des Zubehörartikels führt iPhone, iPad, Mac, Apple Watch sowie Studio Display, Studio Display XDR und Pro Display XDR auf – die Vision Pro taucht dort nicht auf. Wer sein Headset reinigen will, greift also weiterhin zum beigelegten Tuch und nicht zu diesem hier.
Aus eigener Nutzung
Wir haben das Poliertuch seit der Einführung im Einsatz, und der Spott über den Preis hat den Gebrauchswert nie ganz getroffen: Als Tuch taugt es tatsächlich, es fusselt nicht, hinterlässt keine Schlieren und ist auch nach Jahren und etlichen Wäschen noch in Form. Der Kritikpunkt war immer der Preis, nie das Produkt – und genau der ist jetzt nur noch halb so hoch wie das, worüber sich 2021 das Internet lustig gemacht hat.
Bei 10 Euro rückt das Tuch in einen Bereich, in dem der Vergleich mit einem guten Brillenputztuch nicht mehr peinlich ausgeht. Wer ein Gerät mit Nanotextur-Display besitzt, hat ohnehin wenig Alternativen.
Ein Kuriosum bekommt einen vernünftigen Preis
Dass Apple ausgerechnet dieses Produkt überarbeitet und dabei billiger macht, ist an einem Tag voller Chip-Ankündigungen die kleinste Meldung – und zugleich die, die am meisten über die Wahrnehmung des Sortiments erzählt. Das Poliertuch war nie ein schlechtes Produkt, sondern ein schlecht bepreistes. Diese Korrektur hat vier Jahre gedauert.
Hast du dir 2021 eines für 25 Euro geleistet – oder greifst du erst jetzt zu, wo es 10 Euro kostet? Schreib uns in die Kommentare, wie du deine Displays sauber hältst.
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