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1.000 Euro trennen das günstigste MacBook Pro vom günstigsten mit OLED und Touch. Für den Aufpreis gibt es das deutlich bessere Display, den größeren Chip und ein leichteres Gehäuse. Bei der Akkulaufzeit liegt allerdings das günstigere Modell vorn.
Seit Ende Oktober stehen im Sortiment rund um das MacBook Pro zwei sehr unterschiedliche 14-Zoll-Einstiege nebeneinander. Das MacBook Pro mit M6 setzt auf das Liquid Retina XDR Display mit Mini-LED und das bekannte Gehäuse, das MacBook Pro mit PROLED XDR Display auf Tandem-OLED, Touch und ein neues, leichteres Gehäuse. Beide sind ab dem 6. November im Handel.
Die technischen Werte stammen aus Apples deutschen Datenblättern zum MacBook Pro mit M6 und zum MacBook Pro mit PROLED XDR Display, Apples Leistungsangaben aus der Mitteilung zum M6-Modell, die Preise aus den Apple Stores in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Verglichen werden die jeweils günstigsten 14-Zoll-Modelle, also der M6 gegen den M5 Pro mit 15-Core CPU. Bei gleichem Chip trennen PROLED XDR und Mini-LED dagegen nur 400 bis 500 Euro.
Das Wichtigste in Kürze
- Das MacBook Pro mit M6 kostet ab 2.299 Euro, das Modell mit PROLED XDR Display ab 3.299 Euro.
- PROLED XDR bringt Tandem-OLED, 10.000.000:1 Kontrast, 2.000 Nits Spitze, Adobe RGB, Touch und Dynamic Island.
- Der M5 Pro hat fast doppelt so viel Speicherbandbreite und mehr Super-Kerne, der M6 die doppelte Neural Engine.
- Das OLED-Modell ist 170 Gramm leichter, das M6-Modell hält zwei Stunden länger durch.
- Den M6 gibt es nur mit 14 Zoll, 16 Zoll bleibt den Modellen mit M5 Pro und M5 Max vorbehalten.
Die Unterschiede auf einen Blick
| 14 Zoll, jeweils günstigstes Modell | MacBook Pro mit M6 | MacBook Pro mit PROLED XDR |
|---|---|---|
| Preis ab (DE/AT) | 2.299 € | 3.299 € |
| Preis ab (CH) | CHF 1899 | CHF 2799 |
| Chip | M6 | M5 Pro |
| CPU | 12 Kerne (2 Super, 4 Performance, 6 Effizienz) | 15 Kerne (5 Super, 10 Performance) |
| GPU | 12 Kerne | 16 Kerne |
| Neural Engine | Dual 16-Core | 16-Core |
| Speicherbandbreite | 153 GB/s, mit 24 oder 32 GB 170 GB/s | 307 GB/s |
| Arbeitsspeicher | 16, 24 oder 32 GB | 24 oder 48 GB |
| SSD | 1, 2 oder 4 TB | 1, 2 oder 4 TB |
| Display | Liquid Retina XDR (Mini-LED) | PROLED XDR (Tandem-OLED) |
| Auflösung | 3024 × 1964 Pixel | 3024 × 1986 Pixel |
| Kontrast | 1.000.000:1 | 10.000.000:1 |
| Spitzenhelligkeit HDR | 1.600 Nits | 2.000 Nits |
| Spitzenhelligkeit SDR | 1.000 Nits (im Freien) | 2.000 Nits (im Freien) |
| Farbraum | P3 | P3 und Adobe RGB |
| Touch | nein | ja |
| Displayaussparung | Notch | Dynamic Island |
| Thunderbolt | 3 × Thunderbolt 4 (40 Gbit/s) | 3 × Thunderbolt 5 (120 Gbit/s) |
| Externe Displays | bis zu 2 | bis zu 3 |
| Videostreaming / Surfen | bis zu 24 / 16 Std. | bis zu 22 / 14 Std. |
| Gewicht | 1,55 kg | 1,38 kg |
| Höhe | 1,55 cm | 1,50 cm |
Preise: Beim M6 ist bei 14 Zoll Schluss
In Deutschland und Österreich kosten die Modelle gleich viel. Der Abstand zwischen beiden Einstiegen beträgt dort 1.000 Euro, in der Schweiz 900 Franken.
| Modell | DE/AT | CH |
|---|---|---|
| 14 Zoll mit M6 | ab 2.299 € | ab CHF 1899 |
| 14 Zoll PROLED XDR mit M5 Pro | ab 3.299 € | ab CHF 2799 |
| 16 Zoll PROLED XDR mit M5 Pro | ab 3.899 € | ab CHF 3299 |
Den M6 gibt es nur mit 14 Zoll, für das größere Display führt der Weg über M5 Pro oder M5 Max. Beide Geräte kommen ohne Netzteil, Apple empfiehlt beim M6 mindestens 60 Watt und beim M5 Pro mindestens 70 Watt. Schnelles Laden beginnt bei beiden bei 96 Watt, das erreicht etwa Apples 96-Watt-Netzteil. Die passende Wattzahl fürs MacBook-Netzteil gehört damit in die Kaufrechnung.
Zwischen beiden Einstiegen liegt das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro und Mini-LED ab 2.899 Euro. Es bietet den stärkeren Chip, aber weder OLED noch Touch.
Display: Hier liegt der größte Abstand
Am weitesten liegen die Geräte beim Display auseinander. Das Mini-LED-Display des M6-Modells arbeitet mit einer Hintergrundbeleuchtung aus vielen kleinen Zonen, das Tandem-OLED steuert jeden Pixel einzeln. Apple nennt dafür ein Kontrastverhältnis von 10.000.000:1 statt 1.000.000:1.
Dauerhaft schaffen beide im Vollbild bis zu 1.000 Nits. Die Spitze liegt bei HDR-Inhalten bei 2.000 statt 1.600 Nits, im Freien bei SDR-Inhalten bei 2.000 statt 1.000 Nits. Dazu kommt Adobe RGB als zweiter Farbraum neben P3, samt passenden Referenzmodi für Fotografie und Druck.
Gemeinsam haben beide die Pixeldichte von 254 ppi, ProMotion bis 120 Hz und die Option auf Nanotexturglas.
Touch und Dynamic Island: Nur beim OLED-Modell
Das MacBook Pro mit PROLED XDR Display ist der erste Mac, der sich per Finger bedienen lässt. Apple zufolge funktionieren viele vorhandene Apps damit, weil macOS Berührungen in Klicks übersetzt. Wer das nicht nutzen will, kann die Touch-Eingabe in den Bedienungshilfen abschalten. Tastatur und Trackpad bleiben bei beiden Geräten gleich.
Oben im Display sitzt statt der Notch des M6-Modells eine Dynamic Island mit Live-Aktivitäten, etwa für Anrufe und Musik. Spotlight wandert laut Apple nur dorthin, wenn Siri AI verfügbar und aktiviert ist.
Leistung: Neuer Chip heißt nicht stärkerer Chip
Der M6 ist die neuere Generation, der M5 Pro die größere Ausbaustufe. Im PROLED-Modell arbeiten 15 CPU-Kerne, darunter fünf Super-Kerne, gegenüber zwölf Kernen mit zwei Super-Kernen im M6. Bei der GPU steht es 16 zu 12 Kerne, bei der Speicherbandbreite 307 zu höchstens 170 GB/s.
Für den M6 spricht die Neural Engine. Apple verbaut eine Dual 16-Core Neural Engine und nennt bis zu 1,9-mal so viel Tempo wie beim M5, also dem direkten Vorgänger und nicht dem M5 Pro. Den CPU-Kern des M6 bezeichnet Apple zudem als den weltweit schnellsten, und gegenüber dem M5 kommen je zwei CPU- und GPU-Kerne hinzu. Bei Aufgaben, die viele Kerne und viel Speicherbandbreite auslasten, bleibt der M5 Pro die größere Ausbaustufe.
Beim Arbeitsspeicher beginnt der M6 mit 16 GB bei 153 GB/s, die vollen 170 GB/s gibt es erst ab 24 GB. Beim M5 Pro sind 24 GB der Einstieg. Wie viel RAM auf Apple Silicon sinnvoll ist, hängt vom Einsatz ab, die Obergrenze aber vom Chip: Beim M6 ist bei 32 GB Schluss, mit dem Vollausbau des M5 Max sind am PROLED-Modell bis zu 128 GB und 16 TB SSD möglich.
Akku und Gewicht: Jeder gewinnt eine Disziplin
Beim Akku liegt das günstigere Modell vorn. Mit M6 nennt Apple bis zu 24 Stunden Videostreaming und 16 Stunden drahtloses Surfen, mit PROLED XDR und M5 Pro bis zu 22 und 14 Stunden. Die Kapazitäten liegen mit 72,4 und 72,6 Wattstunden praktisch gleichauf. Das Mini-LED-Modell mit M5 Pro kommt ebenfalls auf 22 und 14 Stunden, der Abstand geht also nicht auf das OLED-Display zurück.
Beim Gewicht dreht sich das Bild. Mit 1,38 Kilogramm ist das PROLED-Modell 170 Gramm leichter als das M6-Modell mit 1,55 Kilogramm, dazu 0,5 Millimeter flacher und minimal kleiner in der Grundfläche. Das M6-Modell nutzt das bisherige Gehäuse.
Anschlüsse: Gleiche Buchsen, anderes Tempo
Von außen sehen die Anschlüsse gleich aus: drei USB-C-Buchsen, HDMI, SDXC, MagSafe 3 und Kopfhörerbuchse. Die USB-C-Ports arbeiten beim M6 aber mit Thunderbolt 4 und bis zu 40 Gbit/s, beim M5 Pro mit Thunderbolt 5 und bis zu 120 Gbit/s. Das zählt vor allem bei schnellen externen SSDs und Docks.

Auch bei den externen Displays liegt der M5 Pro vorn, mit bis zu drei statt zwei Bildschirmen. Gleich sind der N1-Chip mit WLAN 7 und Bluetooth 6, Touch ID und die 12-MP-Kamera mit Center Stage, die beim PROLED-Modell zusätzlich eine Videostabilisierung bekommt. Sechs Lautsprecher haben beide, im PROLED-Modell sitzt laut Apple aber ein neues System mit 50 Prozent tieferen Bässen.

Wofür sich 1.000 Euro mehr rechnen
Ich halte das MacBook Pro mit M6 für die vernünftigere Wahl, solange der Mac vor allem Arbeitsgerät für Büro, Studium, Fotos und Entwicklung in normalem Umfang ist. Es hält länger durch, sein Display ist weiterhin sehr gut, und 1.000 Euro sind viel Geld für Vorteile, die in diesem Alltag selten zählen. Brauchst du mehr als 32 GB Arbeitsspeicher oder Thunderbolt 5, scheidet der M6 allerdings aus.
Das PROLED-Modell rechnet sich, wenn das Display Teil der Arbeit ist. Für HDR-Schnitt, Bildbearbeitung in Adobe RGB und Arbeit im Freien ist der Abstand real, und wer das Gerät täglich trägt, spürt auch die 170 Gramm. Touch allein würde ich nicht als Kaufgrund werten, dafür ist die Bedienung am Mac noch zu neu.
Geht es nur um die Leistung des M5 Pro, reicht das Mini-LED-Modell ab 2.899 Euro. Vom Vorgänger mit M5 unterscheidet sich das M6-Modell vor allem durch je zwei Kerne mehr in CPU und GPU sowie WLAN 7 und Bluetooth 6. Für die übrigen Mac-Reihen bleibt die Mac-Kaufberatung der richtige Maßstab.
Warten auf ein günstiges MacBook Pro mit Touch dürfte sich vorerst nicht lohnen. Laut Mark Gurman bei Bloomberg soll das Einstiegsmodell 2027 mit dem M7 das dünnere Gehäuse bekommen, aber weiterhin ohne Touchscreen bleiben. Gurman liegt bei Apples Plänen meist richtig, die Chip-Planung für das MacBook Pro hat sich in seinen Berichten allerdings schon mehrfach verschoben.
Würdest du für OLED, Touch und den M5 Pro 1.000 Euro mehr zahlen und dafür zwei Stunden Akkulaufzeit hergeben – oder bleibt für dich das Modell mit M6 das klügere MacBook Pro? Schreib uns in den Kommentaren, welches der beiden bei dir auf dem Tisch landen würde und wofür du es brauchst.
Häufige Fragen: MacBook Pro M6 oder PROLED XDR
Das Display. Das Modell mit M6 nutzt ein Liquid Retina XDR Display mit Mini-LED, das PROLED-Modell ein Tandem-OLED mit 10.000.000:1 Kontrast, bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit, Adobe RGB und Touch-Bedienung. Dazu kommen der M5 Pro oder M5 Max statt des M6 und ein leichteres Gehäuse.
Das 14-Zoll-Modell mit M6 kostet in Deutschland und Österreich ab 2.299 Euro, das 14-Zoll-Modell mit PROLED XDR ab 3.299 Euro. In der Schweiz liegen die Einstiegspreise bei 1899 und 2799 Franken.
Nein. Touch-Bedienung und Dynamic Island gibt es nur beim MacBook Pro mit PROLED XDR Display. Das Modell mit M6 behält die Notch und wird über Tastatur und Trackpad bedient.
Der M5 Pro ist die größere Ausbaustufe: 15 oder 18 CPU-Kerne statt 12, 16 oder 20 GPU-Kerne statt 12 und 307 statt höchstens 170 GB/s Speicherbandbreite. Der M6 ist die neuere Generation und hat eine Dual 16-Core Neural Engine statt einer 16-Core Neural Engine.
Das Modell mit M6. Apple nennt bis zu 24 Stunden Videostreaming und 16 Stunden drahtloses Surfen, beim 14-Zoll-Modell mit PROLED XDR und M5 Pro sind es bis zu 22 und 14 Stunden.
Nein, den M6 gibt es nur mit 14 Zoll. Das 16-Zoll-Modell führt Apple ausschließlich mit M5 Pro und M5 Max, mit Mini-LED ab 3.399 Euro und mit PROLED XDR ab 3.899 Euro.
Nein, in Deutschland liegt bei beiden kein Netzteil im Karton, sondern das USB-C-auf-MagSafe-3-Kabel. Apple empfiehlt beim M6 mindestens 60 Watt und beim 14-Zoll-Modell mit PROLED XDR mindestens 70 Watt, schnelles Laden beginnt bei 96 Watt.





